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Die Legitimation der Terreur. Robespierres Rede über die Prinzipien vom 5. Februar 1794

Eine kurze Darstellung

Titre: Die Legitimation der Terreur. Robespierres Rede über die Prinzipien vom 5. Februar 1794

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2002 , 16 Pages , Note: 1

Autor:in: Thomas Diehl (Auteur)

Histoire de l'Europe - Temps modernes, Absolutisme, Industrialisation
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Die Zeit der Schreckensherrschaft (terreur) markiert die letzte und zugleich blutigste Phase der zweiten Revolutionsphase der französischen Revolution, manche Autoren sehen darin sogar das Ende der Revolution oder zumindest der revolutionären Weiterentwicklung. Wer sich mit der französischen Revolution beschäftigt, kommt also nicht umher, sich mit der Schreckensherrschaft zu beschäftigen. Man könnte sogar so weit gehen und sagen, daß die Schreckensherrschaft eine Bedingung für das Verstehen der französischen Geschichte von der französischen Revolution bis zur Etablierung der noch heute geltenden Staatsform der Republik nach 1870 ist, da die erste Republik Frankreichs unter Robespierre durch den Terror derart in Verruf geriet, daß man von der Staatsform der Republik Abstand nahm. Denn "indem sie [die Erinnerung an den Terror] die Errichtung der Demokratie mit einer blutigen Diktatur verband, gab der Terror den Konterrevolutionären Argumente an die Hand und flößte den Liberalen Furcht ein; sie hat die Republikaner behindert oder gespalten und die Sozialisten isoliert ... es gelingt der Republik nicht, ihr Image von dem Blut zu trennen, das in ihrem Namen geflossen ist."
Doch nicht nur für das Verständnis der französischen Geschichte ist der Terror ein wichtiger Schlüssel, auch für das Verständnis nachfolgender, totalitärer linker Systeme im 20. Jahrhundert gilt es, die Schreckensherrschaft zu betrachten, setzte sich doch in der "extremen, kommunistischen Linken ... im 20. Jahrhundert ein Kult des Terrors, verbunden mit dem von Robespierre, als revolutionäre Notwendigkeit durch", vor allem während des Stalinismus. Wenn Stalin seine Form der Herrschaft unter anderem mit dem Terror Robespierres begründete, lag das gar nicht so fern, denn Robespierres vielzitierte Formel des "Despotismus der Freiheit gegen die Tyrannei" "spielte für den Jakobinismus dieselbe Rolle wie die "Diktatur des Proletariats" in der Marxschen Revolutionstheorie."

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Zeitliche Einordnung und Intention der Rede

3) Der Aufbau der Rede

4) Politische Prinzipien: Tugend und Terror

4..1) Die Tugend

4.2) Der Terror

4.3) Tugend und Terror

5) Die Gefährdung der Revolution

5.1) Merkmale der Konterrevolutionären

5.2) Die Gegner der Revolution

5.3) Das allgegenwärtige Komplott gegen die Revolution

6) Schlußfolgerungen

7) Schluß

8) Quellen- und Literaturverzeichnis

9) Anhang: Robespierres Rede vor dem Konvent am 5. Februar 1794 über die Prinzipien der politischen Moral

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Legitimationsstrategien der Schreckensherrschaft durch Maximilien Robespierre anhand seiner Rede vom 5. Februar 1794. Im Zentrum steht die Analyse, wie Robespierre die Begriffe "Tugend" und "Terror" definierte, miteinander verknüpfte und durch die Konstruktion eines allgegenwärtigen Komplotts gegen die Revolution rechtfertigte.

  • Die begriffliche Definition und instrumentelle Funktion von Tugend und Terror.
  • Die Identifikation und Diskreditierung innerer und äußerer Feinde der Revolution.
  • Die Rolle der politischen Rhetorik bei der Verknüpfung von Moral und Gewalt.
  • Vergleichende Aspekte zwischen der jakobinischen Terrorherrschaft und späteren totalitären Systemen.

Auszug aus dem Buch

4.2) Der Terror

Robespierres Definition des Terrors kann kaum besser wiedergegeben werden als durch das wörtliche Zitat: „Der Terror ist nichts anderes als das schlagfertige unerbittlichem, unbeugsame Recht, er ist somit eine Emanation der Tugend; er ist weniger ein besonderes Prinzip, als ein Produkt des allgemeinen Prinzips der Demokratie, das auf die dringendsten Anliegen des Vaterlandes angewendet wird“ (396-401). Der Terror entstand also durch die Tugend und war eine Folge der Bedürfnisse der Demokratie.

Es dauerte lange, bis Robespierre in seiner Rede den Terror zum ersten Mal beim Namen nannte (390), viel eher schon bereitete er aber seine Zuhörer darauf vor (222-262). Er warnte dabei vor Schwachheit und Unentschlossenheit, nur entschlossenes und rücksichtsloses Handeln seien der revolutionären Lage angemessen (242-253). Das Heraufbeschwören der Gefahr des Rück-Übergangs zur Monarchie oder Aristokratie gehörte in der Rede zur weiteren Vorbereitung auf den Terror (293-311). Schließlich bereitete Robespierre zum dritten Mal den Terror vor, indem er das Bild eines mächtigen Komplotts gegen die Revolution und des schicksalhaften Kampfes zeichnete, ehe er dann zum Schluß den Terror als Antwort darauf beim Namen nannte (355-390).

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der Schreckensherrschaft ein und stellt die Forschungsfrage zur Legitimierung des Terrors durch Robespierre.

2) Zeitliche Einordnung und Intention der Rede: Das Kapitel verortet die Rede im Kontext des Machtkampfes zwischen Jakobinern, Dantonisten und Hebertisten im Jahr 1794.

3) Der Aufbau der Rede: Hier wird der argumentative Bogen der Rede nachgezeichnet, von den allgemeinen Zielen der Revolution bis hin zur direkten Rechtfertigung des Terrors.

4) Politische Prinzipien: Tugend und Terror: Das Kapitel analysiert die philosophische Verknüpfung von Tugend und Terror als Notwendigkeit für den Erhalt der demokratischen Ordnung.

5) Die Gefährdung der Revolution: Dieser Abschnitt untersucht die Konstruktion der Feindbilder und die Behauptung eines allgegenwärtigen Komplotts gegen die Revolution.

6) Schlußfolgerungen: Hier werden die in der Rede implizierten Schlussfolgerungen zusammengeführt und kritisch eingeordnet.

7) Schluß: Das abschließende Kapitel resümiert die Ergebnisse und zieht Vergleiche zu späteren totalitären Systemen.

Schlüsselwörter

Robespierre, Schreckensherrschaft, Terror, Tugend, Französische Revolution, Jakobiner, Despotismus der Freiheit, Politische Moral, Konvent, Dantonisten, Hebertisten, Komplott, Radikalisierung, Ideologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die historische Rede von Maximilien Robespierre vom 5. Februar 1794, um zu verstehen, wie er die Schreckensherrschaft als eine Form der notwendigen politischen Moral legitimierte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Tugend und Terror, die Konstruktion von Revolutionsfeinden, die politische Infiltration und die philosophische Rechtfertigung von Gewalt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den logischen Aufbau und die rhetorischen Strategien zu durchdringen, mit denen Robespierre die Notwendigkeit des Terrors innerhalb der französischen Revolution begründete.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine auf der Primärquelle basierende, systematische Analyse der Rede sowie deren historische Kontextualisierung anhand relevanter Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Definition von Tugend und Terror, der Identifizierung konterrevolutionärer Kräfte und der behaupteten existentiellen Bedrohung durch Komplotte.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Tugenddiktatur, revolutionäre Mentalität, Despotismus der Freiheit, politische Emanation und Jakobinismus stehen im Mittelpunkt der Analyse.

Inwiefern setzt Robespierre „Tugend“ und „Terror“ zueinander in Beziehung?

Robespierre definiert Terror als eine "Emanation der Tugend" und als schlagfertiges Recht, welches notwendig sei, um die Tugend in einer Zeit der Bedrohung zu verteidigen.

Welche Parallelen zieht der Autor zu späteren politischen Systemen?

Der Autor vergleicht den jakobinischen „Despotismus der Freiheit“ mit der „Diktatur des Proletariats“ im Marxismus und weist auf die repressiven Züge hin, die solche „wahren Volksherrschaften“ annehmen können.

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Résumé des informations

Titre
Die Legitimation der Terreur. Robespierres Rede über die Prinzipien vom 5. Februar 1794
Sous-titre
Eine kurze Darstellung
Université
University of Kassel  (Fachbereich 5, Gesellschaftswissenschaften)
Cours
Proseminar Neue Geschichte: Die Französische Revolution
Note
1
Auteur
Thomas Diehl (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
16
N° de catalogue
V8360
ISBN (ebook)
9783638153485
ISBN (Livre)
9783638853781
Langue
allemand
mots-clé
terreur Schreckensherrschaft Terror Robespierre Französische Revolution Guillotine
Sécurité des produits
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Citation du texte
Thomas Diehl (Auteur), 2002, Die Legitimation der Terreur. Robespierres Rede über die Prinzipien vom 5. Februar 1794, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8360
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Extrait de  16  pages
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