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Frauen im Berlin und London des 2. Weltkrieges

Title: Frauen im Berlin und London des 2. Weltkrieges

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 23 Pages

Autor:in: Dr. G. (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Der 2. Weltkrieg spielt im kollektiven Gedächtnis, aber auch in den Medien Deutsch-lands und Großbritanniens nach wie vor eine ungebrochen große Rolle. Dabei sind es besonders die Hauptstädte beider Länder, die als Regierungssitz und Produkti-onsstandort damit auch das primäre Angriffsziel bildeten. In der militärischen Ausei-nandersetzung wurden politische, wirtschaftliche und (besonders in Deutschland) ideologische Divergenzen dem angestrebten Kriegserfolg untergeordnet. Zu einer Zeit größter nationaler Anstrengung leisteten besonders Frauen an der ‚Heimatfront’ / ‚homefront’ ihre Dienste zur Aufrechterhaltung der inneren Ordnung und Produktivi-tät. Berlin und London haben in ihrer Hauptstadtfunktion gleichermaßen exemplari-schen Charakter für ein fortschreitendes emanzipatorisches Selbstverständnis der nun nicht mehr auf einen Ehemann angewiesenen und damit liberaler denkenden und agierenden Frauen.
Die große Problematik der Fragestellung besteht in deren Überregionalität. Die Ge-schichte der Frau während des 2. Weltkrieges ist keine spezifisch auf die Hauptstäd-te bezogene Angelegenheit, sondern muss immer auch im nationalen Zusammen-hang betrachtet werden. Berliner und Londoner Frauen haben keine von Rest ihrer Nation getrennte Entwicklung durchlebt. In der britischen Literatur spielt der 1. Welt-krieg zudem als der great war eine bedeutendere Rolle. Zu dieser Zeitspanne ist auch die Literatur im englischsprachigen Raum bezüglich der Rolle von Frauen wäh-rend des Krieges sehr viel umfangreicher, während sie für die Jahre 1939-1945 eher im übergeordneten Zusammenhang erscheint. Letzteres ist zumindest auch für Deutschland zutreffend, in dem bisher keine sich speziell mit der Rolle von Berliner Frauen während des 2. Weltkriegs beschäftigende, wissenschaftliche Darstellung erschienen ist.
Die vorliegende Arbeit nimmt deshalb nicht fokussiert Stellung zu einem bestimmten Aspekt der allgemein gehaltenen Fragestellung, sondern bearbeitet viele Facetten (und auch Literatur) zur Geschichte der Frauen im Berlin und London des 2. Welt-kriegs. Die großen Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Gruppe können nicht anhand eines bestimmten Gesichtspunktes festgemacht werden, deshalb wird eher grob vorgegangen. Dabei werden also zunächst einleitend die Vereinigungen von Frauen erwähnt, um über sie einen Zugang zum Selbst- und teils auch gewünschten Fremdbild von Frauen vor und während des Krieges ableiten zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I: Einleitung

II: Frauen-Vereinigungen

III: a) Das traditionelle Frauenbild:

III) b: Die generelle Arbeitslage in Berlin und London:

III: c) Universitäre Frauenarbeit:

IV: a) Frauen als ‚Kriegsdienstleistende’:

IV: b) Frauen im Kriegsalltag Berlins und Londons:

V: Nach dem Krieg

VI: Schluss

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle, die Lebensbedingungen und die Arbeitsmarktsituation von Frauen in den Hauptstädten Berlin und London während des Zweiten Weltkriegs, wobei sie die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in einem nationalen und gesellschaftspolitischen Kontext analysiert.

  • Vergleich der staatlichen Einflussnahme und Frauenpolitik in Deutschland und Großbritannien
  • Analyse der Frauenvereinigungen und deren ideologische Einordnung
  • Untersuchung der Arbeitsmarktveränderungen unter Kriegsbedingungen
  • Alltagsleben unter dem Einfluss von Bombardierungen und Kriegswirtschaft
  • Literarische Verarbeitung der Kriegserlebnisse durch Frauen

Auszug aus dem Buch

IV: b) Frauen im Kriegsalltag Berlins und Londons:

Nicht nur Frauen, sondern auch die restliche Bevölkerung der Hauptstädte hatte unter den Bombardements der Luftwaffe, den ‚V’-Waffen und entgegengesetzt der Royal Air Force zu leiden. Dabei hatte nicht nur London während der Luftschlacht über England als Hauptstadt die Erfahrung eines Bombardements gemacht, dass hauptsächlich die Zivilbevölkerung treffen und zermürben sollte, sondern auch Berlin erlebte diesen Zustand jahrelang. Das Leben im Keller, der U-Bahn oder Bunkern wirkte sich auf alle Bevölkerungsschichten aus, allerdings vertritt Byles die Ansicht „it is difficult to compare the experience of Londoners in 1940-41 with that of the German ordeal of the last three years of the war.”28 Man kann ohnehin nicht zwei Schrecken gegeneinander aufwiegen, festzuhalten bleibt nur, dass die Berliner und Londoner Bevölkerung wie keine sonst in ihrem Land die Hauptlast der gegnerischen Angriffe erdulden musste.

Obwohl London bis zuletzt dem Terror der V2 ausgesetzt blieb, wurde es zumindest von einer Eroberung verschont. In Berlin ergaben sich durch den Umstand der näher rückenden Roten Armee ganz besondere Vorkehrungen. In den letzten Kriegstagen wurden Kinder und Greise zur Verteidigung der Reichshauptstadt aufgeboten, während vielen Frauen in den Kellern und Bunkern der Stadt nur die Angst vor den ‚roten Untermenschen’ und die literarische Verarbeitung des Schreckens blieb. So notiert Marta Mierendorff in ihrem Tagebuch vom 22. April 1945: „Halbwüchsige in Hitler-Uniform stehen mit schießbereiten Gewehren in den Haustoren. Allen Goebbelsreden zum Trotz haben alle Menschen den Wunsch, nicht verteidigt zu werden. Die Verteidigung eines Hauses bedeutet sicheren Untergang …“29.

Zusammenfassung der Kapitel

I: Einleitung: Darstellung der Problematik der länderübergreifenden Forschung zur Frauenrolle während des Zweiten Weltkriegs und Erläuterung des methodischen Vorgehens.

II: Frauen-Vereinigungen: Untersuchung der Kollektivierung und Gleichschaltung von Frauenverbänden unter der NS-Ideologie im Vergleich zur liberaleren Entwicklung britischer Frauenorganisationen.

III: a) Das traditionelle Frauenbild: Analyse der Kontinuität und der kriegsbedingten Brüche in den gesellschaftlichen Geschlechterrollen in beiden Nationen.

III) b: Die generelle Arbeitslage in Berlin und London: Diskussion der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, der Verdrängung von Frauen und dem späteren kriegsbedingten Einsatz von Frauen in der Rüstungsproduktion.

III: c) Universitäre Frauenarbeit: Beleuchtung der Hürden für akademisch tätige Frauen und der schleppenden Anerkennung weiblicher Lehrkräfte an Hochschulen.

IV: a) Frauen als ‚Kriegsdienstleistende’: Betrachtung der Einbindung von Frauen in militärische oder landwirtschaftliche Hilfsdienste zur Sicherung der Kriegswirtschaft.

IV: b) Frauen im Kriegsalltag Berlins und Londons: Schilderung der direkten Kriegsauswirkungen wie Bombardierungen, Angst, Denunziation und die unterschiedlichen Überlebensstrategien.

V: Nach dem Krieg: Analyse der Nachkriegssituation, insbesondere der Rolle der Trümmerfrauen und der gesellschaftlichen Neudefinition der Frauenrolle nach 1945.

VI: Schluss: Fazit über die unterschiedlichen Entwicklungswege der Frauen in Berlin und London und die langfristigen Auswirkungen auf die Emanzipation.

Schlüsselwörter

Zweiter Weltkrieg, Berlin, London, Frauenarbeit, NS-Frauenschaft, Kriegsdienst, Alltagsleben, Luftkrieg, Geschlechterrollen, Emanzipation, Nationalsozialismus, Heimatfront, Rüstungsindustrie, Trümmerfrauen, Kriegsfolgen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht vergleichend die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen in den Hauptstädten Berlin und London während der Zeit des Zweiten Weltkriegs.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen Frauenvereinigungen, das traditionelle Frauenbild, die Auswirkungen der Kriegswirtschaft auf den Arbeitsmarkt, den Alltag unter Bombardierungen und die Situation in der Nachkriegszeit.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Entwicklung der Frauenrolle unter den jeweiligen politischen Systemen und kriegsbedingten Belastungen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die politische Dokumente, Tagebuchaufzeichnungen und zeitgenössische sowie wissenschaftliche Sekundärliteratur einbezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert den Wandel des Frauenbildes, die Arbeitsmarktpolitik, den Einsatz von Frauen in kriegswichtigen Funktionen sowie die literarische Verarbeitung und die psychische Belastung der Frauen durch den Krieg.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Frauenarbeit, Kriegsdienst, Nationalsozialismus, Luftkrieg, Emanzipation und das Leben an der Heimatfront charakterisiert.

Welchen Einfluss hatte der Nationalsozialismus spezifisch auf Berliner Frauen?

Der Nationalsozialismus versuchte, Berliner Frauen durch die Gleichschaltung von Verbänden und ideologische Vorgaben zurück in die Rolle als Mutter und Ehefrau zu drängen, bis der kriegsbedingte Mangel an Arbeitskräften diese Politik zwangsweise aufbrach.

Wie unterscheidet sich die Situation der Frauen in London von jener in Berlin?

Britische Frauenvereinigungen agierten liberaler, und die britische Regierung verzichtete auf ideologisch starre Doktrinen zugunsten pragmatischer Lösungen, während Berliner Frauen stärkeren repressiven staatlichen Einflüssen unterlagen.

Welche Rolle spielten die sogenannten Trümmerfrauen nach dem Krieg?

Die Trümmerfrauen stellten in Berlin die Mehrheit beim Wiederaufbau dar und entwickelten, oft auf sich allein gestellt, ein neues, emanzipiertes Selbstverständnis unabhängig von externen staatlichen Faktoren.

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Details

Title
Frauen im Berlin und London des 2. Weltkrieges
College
Technical University of Berlin
Author
Dr. G. (Author)
Publication Year
2007
Pages
23
Catalog Number
V83614
ISBN (eBook)
9783638000451
Language
German
Tags
Frauen Berlin London Weltkrieges
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. G. (Author), 2007, Frauen im Berlin und London des 2. Weltkrieges, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83614
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