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Der Bildungsbegriff bei Eduard Spranger

Title: Der Bildungsbegriff bei Eduard Spranger

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 16 Pages , Grade: 2

Autor:in: Sandra Finke (Author)

Pedagogy - Adult Education
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1 Einleitung

Eduard Spranger, 1882 in Berlin geboren und 1963 in Tübingen gestorben, bestimmte Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts die pädagogische Diskussion entscheidend mit. Seine For-schungen umfassen jedoch nicht nur das Gebiet der Pädagogik, sondern er machte sich auch in den Bereichen der Philosophie und Psychologie durch die verschiedensten Veröffentli-chungen einen Namen.
Spranger gilt als Vertreter der geisteswissenschaftlichen Pädagogik, deren Methodologie die Hermeneutik ist. Wie auch schon bei Dilthey beruhen sein Forschungen unter anderem auf Untersuchungen des Geistes, wobei sich Spranger jedoch bei seinen Erörterungen auf den Geist des Menschen bezieht. Erst durch den Begriff des Geistes hebe sich der Mensch von der Natur ab.
Spranger, der im übrigen den Ausdruck „homo oeconomicus“ prägte, gilt ebenso als Mitbe-gründer der Berufsbildungstheorie. Er versuchte das damalige Leitbild, dass das Individuum sich den ökonomischen Gegebenheiten unterzuordnen hätte, im Sinne der neuhumanistischen Bildungstheorie zu rehabilitieren und setzt sich hierzu mit dem Verhältnis von Allgemeinbil-dung und Berufsbildung auseinander. „Spranger erkannte, dass bei aller geistigen Erfüllung und inneren Erhöhung, die der Umgang mit klassischen Kulturen - wie der Antike oder dem Gedankengut der deutschen Klassik - vermittelt, der entscheidende Punkt doch die sittlich religiöse Reife des Menschen ist.“
In der vorliegenden Arbeit wird zu Beginn der historische Kontext für Sprangers Werke erör-tert. Im folgenden wird der Bildungsbegriff, insbesondere die Drei- Stufen- Theorie darge-stellt, wobei auch kurz auf die terminologische Unterscheidung zwischen Bildung und Erzie-hung eingegangen wird, bevor die damalige Rolle der Schulen und Sprangers Vorstellungen von einer Berufsbildenden Schule erläutert werden. Im folgenden Fazit wird zu Sprangers Thesen aus heutiger Sicht Stellung genommen und ihre Bedeutsamkeit für die Gegenwart betrachtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Bildungsbegriff bei Eduard Spranger

2.1 Pädagogisch- historischer Kontext

2.2 Die Drei- Stufen- Theorie

2.3 Das Verhältnis von Bildung und Erziehung

3 Rolle und Bedeutung der Schulen

4 Kritik und Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den pädagogischen Bildungsbegriff von Eduard Spranger mit besonderem Fokus auf die Synthese von Allgemeinbildung und Berufsbildung sowie die Rolle des Individuums im Kulturkontext.

  • Historischer Kontext von Sprangers pädagogischem Werk
  • Die Drei-Stufen-Theorie der Bildung
  • Verhältnis von Bildung und Erziehung
  • Bedeutung der Schule und Berufsbildung
  • Kritische Würdigung der Sprangerschen Thesen

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Drei- Stufen- Theorie

Spranger orientiert sich in seinen Forschungen zunächst am Bildungsbegriff Wilhelm von Humboldts (Trias). Demnach gehöre zur Bildung nicht nur Individualität, sondern auch Universalität (als Wesensanreicherung) und Totalität (als innere Geschlossenheit). Anders ausgedrückt solle das Ziel die Förderung aller menschlichen Fähigkeiten (Totalität) in Bezug auf die jeweilige innere geistige Struktur (Individualität) anhand entsprechend ausgewählter (universeller) Inhalte sein. Echte Bildung bedeute auch immer ein Weiterwachsen und eine Entwicklungsfähigkeit. Sie kann von außen nur angeregt werden, geleistet werden muss es von jedem Menschen selber: Bildung ist Selbstbildung.

Der bisherige Bildungsbegriff ist für Spranger nicht ausreichend. „Gemäß der für Sprangers Bildungsauffassung grundlegenden Entsprechung von historischem Kulturzusammenhang und subjektiver geistiger Verfassung, an die sich der Erziehungsgang zu halten hat, muß [sic!] der Begriff der Bildung [im Original kursiv] neu gefaßt [sic!] werden.“4 Die bisher existierenden Definitionen von allgemeiner Bildung umschließen für Spranger nicht die Einbindung der Bildung in einen historischen Wertezusammenhang beziehungsweise in einen Kulturhorizont. Für Spranger gibt es keine absolute Definition von Bildung. Er versteht sie eher als einen Prozess der Wesensformung, der das Individuum zu Kulturleistungen befähigt und für Kulturleistungen einsichtig macht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verortet Spranger in der geisteswissenschaftlichen Pädagogik und führt in seine Kerngedanken zur Verbindung von Berufsbildung und Allgemeinbildung ein.

2 Der Bildungsbegriff bei Eduard Spranger: Dieses Kapitel erläutert den pädagogisch-historischen Kontext, die Drei-Stufen-Theorie der Bildung sowie die terminologische Differenzierung zwischen Erziehung und Bildung.

3 Rolle und Bedeutung der Schulen: Hier werden Sprangers Vorstellungen zur Gliederung des Schulwesens und die Anforderungen an eine Berufsschule als moderne Bildungsanstalt dargestellt.

4 Kritik und Fazit: Das Abschlusskapitel setzt sich kritisch mit der Anwendbarkeit von Sprangers Theorie auf die heutige Zeit auseinander und reflektiert deren Bedeutung.

Schlüsselwörter

Eduard Spranger, Geisteswissenschaftliche Pädagogik, Bildung, Berufsbildung, Allgemeinbildung, Drei-Stufen-Theorie, Erziehung, Kultur, Selbstbildung, Berufsschule, Pädagogik, Wertgebiete, Kulturgüter, Bildungstypen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die pädagogische Theorie von Eduard Spranger, insbesondere sein Verständnis von Bildung im Spannungsfeld zwischen Berufsbildung und Allgemeinbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Drei-Stufen-Theorie der Bildung, der Verbindung von Arbeit und Kultur sowie der Rolle der Schule bei der Persönlichkeitsentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Sprangers Bildungsbegriff darzustellen und seine Thesen, insbesondere zur Berufsbildung, aus historischer und heutiger Sicht kritisch zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit folgt dem Ansatz der geisteswissenschaftlichen Pädagogik, deren Methodologie die Hermeneutik ist, um die Texte und Konzepte Sprangers zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich dem pädagogisch-historischen Kontext, der detaillierten Ausarbeitung der Drei-Stufen-Theorie sowie den Anforderungen an das damalige Schulsystem.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Geisteswissenschaftliche Pädagogik, Bildung, Berufsbildung, Drei-Stufen-Theorie und Kultur.

Wie unterscheidet Spranger Bildung von Erziehung?

Er betrachtet Erziehung als das erzieherische Tun am Individuum und Bildung als den daraus resultierenden wertbetonten Zustand bzw. den Prozess der Wesensformung.

Warum steht Sprangers Bildungsmodell heute in der Kritik?

Kritisiert wird unter anderem das ständische Menschenbild, die mangelnde Praxisorientierung und die Vernachlässigung der modernen beruflichen Mobilität sowie der Rolle der Frau.

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Details

Title
Der Bildungsbegriff bei Eduard Spranger
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für Berufs- und Betriebspädagogik)
Course
Berufsbildung und Allgemeinbildung
Grade
2
Author
Sandra Finke (Author)
Publication Year
2006
Pages
16
Catalog Number
V83618
ISBN (eBook)
9783638000475
ISBN (Book)
9783638910491
Language
German
Tags
Bildungsbegriff Eduard Spranger Berufsbildung Allgemeinbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Finke (Author), 2006, Der Bildungsbegriff bei Eduard Spranger, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83618
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