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Organtransplantation und Hirntod - eine ethische Auseinandersetzung

Titel: Organtransplantation und Hirntod - eine ethische Auseinandersetzung

Studienarbeit , 2007 , 28 Seiten , Note: 2,2

Autor:in: Timo Vollmer (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1.1. Hinführung zum Thema
Immer wieder wird der Vorwurf laut, die Einführung des so gennannten Hirntodkriteriums sei aus zweckdienlichen Gründen im Sinne der Transplantationsmedizin entwickelt worden. Dies schürt natürlich die menschliche Urangst, als noch Lebender vorschnell für tot erklärt zu werden. Im Gegensatz zum Herztod ist der Hirntod nicht generell in der Bevölkerung als Tod des Menschen akzeptiert. Immer ausgereiftere technische Möglichkeiten haben es schwierig gemacht zu definieren, wo die Grenze zwischen Leben und Tod verläuft. Der Herztod wurde lange Zeit als Tod des Menschen angesehen, nun gibt es Möglichkeiten diesen Tod zu überleben. Da stellt sich doch unweigerlich die Frage, ob man den Hirntod auch irgendwann überleben kann?
Ist es legitim das Leben eines hirntoten Menschen im Interesse eines anderen zu einem Zeitpunkt für beendet zu erklären, der zwar wissenschaftlich und rational begründbar ist, zu dem die Lebensvorgänge aber noch nicht abgeschlossen sind, auch wenn sie lediglich mithilfe verschiedenster Apparate künstlich aufrechterhalten werden.
Sollte es darüber hinaus nicht jedem Einzelnen gestattet sein, selbst zu definieren, was der Tod ist? Die größte Angst besteht darin, dass in der Situation eines Hirntodes, vorrangig die Diagnostik im Hinblick auf eine Eignung des Patienten als Organspender vorangebracht wird und eventuell Chancen auf Heilung verloren gehen.
Die vielen Kontroversen rund um die Organtransplantation und den Hirntod machen deutlich, dass dieses Thema sehr stark in der Öffentlichkeit steht und von dieser beeinflusst wird.
1.2. Ziel der Arbeit
In dieser Arbeit soll die angesprochene, kontrovers geführte Diskussion um die Organtransplantation und den damit zusammenhängenden Hirntod aufgegriffen werden. Zunächst soll in beide Themenbereiche eingeführt werden, einerseits in die Organtransplantation und andererseits in das Hirntodkonzept. Dies ist wichtig, um Grundlagen für das bessere Verständnis herauszuarbeiten. Darüber hinaus sollen anschließend, ausgehend von unterschiedlichen Standpunkten, verschiedene Perspektiven und Ansichten der aktuellen Diskussion dargestellt werden.
Ziel der Arbeit soll es schließlich sein, vor dem Hintergrund der gewonnenen Informationen das Für und Wieder einer Anerkennung des Hirntodes und damit zusammenhängend, eine gerechtfertigte Organentnahme zu diskutieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Hinführung zum Thema

1.2 Ziel der Arbeit

2 Organtransplantation und Hirntod

2.1 Einführung

2.2 Organtransplantation

2.2.1 Begriffsklärung

2.2.2 Rechtliche Voraussetzungen einer Organentnahme

2.2.3 Aktuelle Situation und Entwicklung

2.3 Der Hirntod

2.3.1 Geschichtliche Entwicklung

2.3.2 Hirntod – Definition und Diagnose

2.4 Darstellung unterschiedlicher Standpunkte

2.4.1 Medizinische Sicht

2.4.2 Die Haltung der Kirchen

2.4.3 Anthropologische Aspekte

2.5 Hirntod und Moral

3 Zusammenfassung, Diskussion und Ausblick

3.1 Zusammenfassung

3.2 Diskussion

3.3 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Studienarbeit setzt sich kritisch mit der medizinischen Definition des Hirntodes und der daraus resultierenden Praxis der Organtransplantation auseinander. Ziel ist es, vor dem Hintergrund ethischer und anthropologischer Perspektiven das Für und Wider einer Anerkennung des Hirntodes als Todeskriterium zu diskutieren und die Frage zu beleuchten, ob eine Organentnahme unter diesen Voraussetzungen moralisch gerechtfertigt werden kann.

  • Ethische Auseinandersetzung mit der Hirntod-Problematik
  • Rechtliche Grundlagen der Organtransplantation in Deutschland (TPG)
  • Medizinische und anthropologische Sichtweisen auf den Hirntod
  • Moralische Implikationen und soziale Folgekosten
  • Diskussion der Trennung von personalem und biologischem Leben

Auszug aus dem Buch

1.1 Hinführung zum Thema

Immer wieder wird der Vorwurf laut, die Einführung des so gennannten Hirntodkriteriums sei aus zweckdienlichen Gründen im Sinne der Transplantationsmedizin entwickelt worden. Dies schürt natürlich die menschliche Urangst, als noch Lebender vorschnell für tot erklärt zu werden. Im Gegensatz zum Herztod ist der Hirntod nicht generell in der Bevölkerung als Tod des Menschen akzeptiert. Immer ausgereiftere technische Möglichkeiten haben es schwierig gemacht zu definieren, wo die Grenze zwischen Leben und Tod verläuft. Der Herztod wurde lange Zeit als Tod des Menschen angesehen, nun gibt es Möglichkeiten diesen Tod zu überleben. Da stellt sich doch unweigerlich die Frage, ob man den Hirntod auch irgendwann überleben kann?

Ist es legitim das Leben eines hirntoten Menschen im Interesse eines anderen zu einem Zeitpunkt für beendet zu erklären, der zwar wissenschaftlich und rational begründbar ist, zu dem die Lebensvorgänge aber noch nicht abgeschlossen sind, auch wenn sie lediglich mithilfe verschiedenster Apparate künstlich aufrechterhalten werden.

Sollte es darüber hinaus nicht jedem Einzelnen gestattet sein, selbst zu definieren, was der Tod ist? Die größte Angst besteht darin, dass in der Situation eines Hirntodes, vorrangig die Diagnostik im Hinblick auf eine Eignung des Patienten als Organspender vorangebracht wird und eventuell Chancen auf Heilung verloren gehen.

Die vielen Kontroversen rund um die Organtransplantation und den Hirntod machen deutlich, dass dieses Thema sehr stark in der Öffentlichkeit steht und von dieser beeinflusst wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Kontroverse um den Hirntod ein und problematisiert die Definition des Menschen sowie den Zweck der Transplantationsmedizin.

2 Organtransplantation und Hirntod: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Transplantation, die rechtlichen Voraussetzungen nach dem TPG sowie die medizinische Definition des Hirntodes und stellt verschiedene ethische Standpunkte dar.

3 Zusammenfassung, Diskussion und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit synthetisiert, in einer moralischen Diskussion kritisch abgewogen und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen gegeben.

Schlüsselwörter

Hirntod, Organtransplantation, Transplantationsgesetz, Ethik, Medizingeschichte, Sterbeprozess, Menschenwürde, Lebensqualität, Organmangel, Hirntodkriterium, Biologisches Leben, Personaler Tod, Transplantationsmedizin, medizinische Diagnostik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen und philosophischen Problematik rund um den Hirntod und dessen Rolle bei der Organtransplantation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die rechtlichen Grundlagen des Transplantationsgesetzes, die medizinische Diagnose des Hirntodes, die Haltung der Kirchen sowie anthropologische Argumente gegen die Reduzierung des Menschen auf seine Gehirnfunktion.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Für und Wider einer Anerkennung des Hirntodes als Todeskriterium zu diskutieren und die moralische Vertretbarkeit der Organentnahme zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer kritischen Literatur- und Diskursanalyse, bei der medizinische, ethische und philosophische Positionen gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffs- und Rechtsklärung, die Darstellung historischer und medizinischer Hirntodkriterien sowie die Auseinandersetzung mit moralischen Folgekosten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Hirntod, Organtransplantation, Menschenwürde, Ethik und utilitaristisches Denken geprägt.

Wie stehen die Kirchen zum Hirntodkonzept?

Die Kirchen haben ihre Position gewandelt; sie betrachten den Hirntod heute eher als Entnahmekriterium, nicht mehr zwangsläufig als endgültigen Tod des Menschen im spirituellen Sinne, wobei die Organspende weiterhin als Akt der Nächstenliebe gefördert wird.

Was kritisiert der Autor an der aktuellen Transplantationspraxis?

Der Autor kritisiert insbesondere die Tendenz, den Menschen auf seine Gehirnleistung zu reduzieren, das daraus resultierende utilitaristische Menschenbild und die unklaren Fragen der Prävention und Lebensführung.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Organtransplantation und Hirntod - eine ethische Auseinandersetzung
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Villingen-Schwenningen, früher: Berufsakademie Villingen-Schwenningen
Veranstaltung
Ethik
Note
2,2
Autor
Timo Vollmer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
28
Katalognummer
V83627
ISBN (eBook)
9783638020084
ISBN (Buch)
9783638921022
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Organtransplantation Hirntod Auseinandersetzung Ethik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Timo Vollmer (Autor:in), 2007, Organtransplantation und Hirntod - eine ethische Auseinandersetzung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83627
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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