Tijuana ist gewiss ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche in einem Umfeld von Kriminalität, Drogen und Prostitution aufwachsen. Allgemeine Aussagen, wie dass Gewalt von den Jugendlichen besonders auch zur Profilierung vor anderen, meist gleichaltrigen Jugendlichen, angewendet, unter anderem um ihren Status und Anerkennung in der Gruppe nicht zu verlieren und sich häufiger und immer früher auch Kinder kriminellen Cliquen anschließen, treffen gewiss auch auf die Jugendlichen in dieser Grenzstadt zu. Die Hemmungen, gezielt zu treten oder ins Gesicht zu schlagen sind dabei deutlich geringer geworden. Nicht mehr nur die bloßen Fäuste, sondern immer gefährlichere Waffen kommen dabei zum Einsatz, wie ich leider aus eigener Erfahrung sehr gut weiß. Neben Baseballschlägern, Messern, Gas- und Signalpistolen tauchen vermehrt auch Äxte, Butterfly-Messer und Schreckschusswaffen, Wurfsterne und so genannte Chakuhölzer auf, aber
Was nützt es, wegen der vielen Übel zu weinen?
Besser ist es, man müht sich mit allen Mitteln, sie zu beheben!
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Don Bosco und sein Präventivsystem
2.1. Don Bosco
2.2. Salesianer - weltweit
2.3. Das Präventivsystem Don Boscos
3. Das Proyecto Salesianos Tijuana
3.1. Mexiko
3.2. Proyecto Salesianos Tijuana (1946 – 2006)
3.3. Die Herausforderungen an das PST
3.4. Die Antwort des PST an die sozialen Herausforderungen
3.5. Volontariat
4. Schlusswort
5. Quellen
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Arbeit des "Proyecto Salesianos" in der mexikanischen Grenzstadt Tijuana. Ziel ist es, die spezifischen sozialen Herausforderungen in diesem Umfeld sowie die salesianischen Interventionsstrategien, insbesondere durch den Einsatz von Volontären, aufzuzeigen und zu analysieren.
- Die historische und pädagogische Grundlage des Präventivsystems nach Don Bosco.
- Die sozioökonomische Lage Tijuanas als Grenzstadt zu den USA.
- Soziale Probleme wie Armut, Drogenkriminalität und Bildungsdefizite bei Jugendlichen.
- Die praktische Umsetzung salesianischer Bildungs- und Evangelisierungsarbeit.
- Das Anforderungsprofil und der Alltag von Volontären im Projekt.
Auszug aus dem Buch
3.3.Die Herausforderungen an das PST
Die Migration hat verschiedene Gesichter. Es gibt Einwanderer mit einem großen Herzen, die mit nichts beginnen, und es schaffen ihren Familien das qualitative Leben zu bieten, von dem sie immer geträumt haben und dass sie niemals in ihrem Herkunftsort realisieren konnten. Andere, im Gegensatz dazu, sehen sich in negative Entwicklungen verwickelt, die sie erneut in die Misere versetzen aus der sie geflohen waren.
Dies wird besonders in den äußeren Stadtvierteln von Tijuana sichtbar. Nachdem die Salesianer bereits 16 Jahren vor Ort waren, entdeckten sie einige andauernde, bedeutende Probleme in den verschiedenen Vierteln, die tatsächlich Herausforderungen darstellen und ohne Zweifel Aggression und Gewalt fördern.
a) Der Zerfall der Familien
Dieser Zerfall kommt durch die Abwesenheit des Vaters, durch den Betrug jener, die schon Familien in anderen Städten hatten, durch den Alkoholismus eines Elternteils oder durch die Unterwerfung der Mutter zustande und schafft eine Umgebung, in der die familiären Beziehungen verloren gehen. Hat dieser Kreislauf einmal begonnen, ist es schwer ihn zu durchbrechen. Meist sind es die Kinder, die später das familiäre Vorbild nachahmen und als Konsequenz entsteht eine fehlende Sorge um die eigenen Kinder und somit ein Mangel an Bildung. In vielen Fällen gibt die Familie den Kindern keine Werte mehr mit.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Autorin begründet ihre subjektive Auseinandersetzung mit der Gewaltproblematik in Tijuana und stellt den Bezug zur Ausbildung sowie ihre Rolle als Homepage-Verantwortliche dar.
2. Don Bosco und sein Präventivsystem: Dieses Kapitel skizziert die Lebensgeschichte von Giovanni Bosco und erläutert sein erziehungswissenschaftliches Konzept, das auf den Säulen Vernunft, Religion und Liebenswürdigkeit basiert.
3. Das Proyecto Salesianos Tijuana: Hier werden die geografischen und sozialen Rahmenbedingungen Tijuanas sowie das spezifische Hilfsprojekt der Salesianer, die sozialen Herausforderungen vor Ort und die pädagogischen Antwortmöglichkeiten detailliert beschrieben.
4. Schlusswort: Die Arbeit endet mit einem persönlichen Gedicht, das die ambivalente emotionale Erfahrung und die menschliche Begegnung im Volontariat reflektiert.
5. Quellen: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Online-Ressourcen zur pädagogischen und sozialen Thematik.
Schlüsselwörter
Tijuana, Salesianer, Don Bosco, Präventivsystem, Jugendhilfe, Volontariat, Migration, Armut, Erziehung, soziale Herausforderungen, Straßennkinder, Gewaltprävention, Oratorium, christliche Pädagogik, Mexiko.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die pädagogische und seelsorgerische Arbeit der Salesianer Don Boscos im "Proyecto Salesianos Tijuana" in Mexiko.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentral sind die Anwendung des salesianischen Präventivsystems in einem von Kriminalität geprägten Umfeld sowie die Bewältigung sozialer Missstände durch Bildung und soziale Integration.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, die tägliche Arbeit des Projekts zu beleuchten und aufzuzeigen, wie durch eine wertorientierte Pädagogik Kindern und Jugendlichen in Tijuana eine Lebensperspektive geboten wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse des pädagogischen Ansatzes von Don Bosco sowie der subjektiven Auswertung von Projektdaten, Erfahrungen und online publizierten Berichten aus Tijuana.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Don Boscos Pädagogik und eine empirische Analyse der sozialen Herausforderungen in Tijuana, wie Familienzerfall, Armut, Drogen und Infrastrukturprobleme.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Präventivsystem, Jugendhilfe, Volontariat, Tijuana und Armutsprävention charakterisiert.
Welchen Stellenwert hat das Volontariat für das Projekt?
Das Volontariat ist essenziell, da die Volontäre als pädagogische Bezugspersonen eine 24-Stunden-Assistenz leisten und durch ihr Vorbild sowie die Organisation von Freizeit- und Bildungsaktivitäten direkt zur Stabilisierung des Umfelds beitragen.
Wie gehen die Salesianer mit Kindern um, die keine Papiere haben?
Durch spezielle Unterrichtsangebote innerhalb der Oratorien und eine Kooperation mit der Regierung ermöglichen die Salesianer diesen Kindern, notwendige Dokumente nachzuholen und den Einstieg in das öffentliche Schulsystem zu finden.
- Quote paper
- Bianca Lehner (Author), 2007, Das Proyecto Salesianos in Tijuana, Mexiko, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83671