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Bad Taste: Zur Ästhetik des schlechten Geschmacks im Film 'Dick Tracy'

Title: Bad Taste: Zur Ästhetik des schlechten Geschmacks im Film 'Dick Tracy'

Term Paper , 2002 , 24 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Renata Jaffé (Author)

Film Science
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Das Phänomen des "Bad Taste" oder des schlechten Geschmacks ist in der Filmindustrie seit ihrer Entstehung vor mehr als 100 Jahren präsent. Ob man einen Film als Trash bezeichnen kann, entscheidet oft der Geschmack des Zuschauers und seine Einstellung zum Film als Kunst oder eben Nicht -Kunst. Jedoch gibt es einige generelle stilistische und narrative "Regel", an denen sich jeder Film halten soll, wenn er (mindestens kommerziell) erfolgreich sein möchte. Oft wird ein Film durch den zufälligen Bruch dieser "Regel" zum schlechten (Camp), oder sich auch absichtlich zur Nicht-Kunst (Trash) einordnen will.
In meiner Hausarbeit befasse ich mich mit der Erscheinung des schlechten Geschmacks im Film Dick Tracy, der aus der amerikanischen Produktion vom Jahr 1990 stammt. Mittels neoformalistischen Ansatzes untersuche ich, ob der Film tatsächlich als "Bad Taste" bezeichnet werden kann und aus welchen Gründen.
Im ersten Teil meiner Hausarbeit erläutere ich die Grundbegriffe mit denen der Neoformalismus arbeitet. Im zweiten benutze ich diese Begriffe bei der Analyse vom Dick Tracy. Hierbei steht insbesondere der Aspekt der Comicverfilmung im Vordergrund, das eine entscheidende Rolle für die Filmauffassung spielt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Filmanalyse – Neoformalismus, Ein Ansatz, viele Methoden

2.1 Begriffe des Neoformalismus

2.2 Neoformalistische Filmanalyse

3. Neoformalistische Filmanalyse von „Dick Tracy“

3.1 Narration

3.1.1 Fabula

3.1.2 Syuzhet

3.1.3 Figuren

3.1.4 Genre

3.2 Stil

3.2.1 Setting und Kamera

3.2.2 Masken und Kostüme

3.2.3 Ton und Schnitt

4. Fazit

5. Filmographie

6. Literaturliste

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des "Bad Taste" (schlechten Geschmacks) in der Filmindustrie am Beispiel der Comicverfilmung "Dick Tracy" aus dem Jahr 1990 unter Anwendung neoformalistischer Analysetechniken.

  • Grundlagen des Neoformalismus in der Filmanalyse
  • Strukturelle und formale Untersuchung von "Dick Tracy"
  • Analyse der narrativen Komponenten (Fabula und Syuzhet)
  • Die Rolle der "Comicness" als ästhetisches Prinzip
  • Charakterisierung der Figuren als archetypische Elemente

Auszug aus dem Buch

3. NEOFORMALISTISCHE FILMANALYSE VON „DICK TRACY“

Der Film Dick Tracy, der 1990 in der amerikanischen Produktion gedreht wurde (Regisseur und Hauptdarsteller ist Warren Beatty), ist eine Verfilmung vom gleichnamigen Comic von Chester Gould, der seit den Dreißigern Jahren in den USA einen großen Erfolg hatte. Diese Comicserie war nicht nur ein Pionier der Sprechblasenliteratur, sondern ein Anreger des gesamten Krimigenres.

Im Vergleich zu anderen Comicverfilmungen ( Batman, Superman, Spiderman ) versucht Dick Tracy, die Welt der Comicfiguren eins-zu-eins an die Leinwand zu bringen. So entsteht ein Film, in dem sich der Zuschauer in eine surreale Welt begibt, in der nichts so ist, wie es scheint. Dieser Aspekt ist wichtig, damit der Film richtig verstanden werden kann, bzw. damit das Ziel seiner Macher verfolgt werden kann. Um die Cartoon-Welt noch stärker im Film präsent zu machen, wurden nur sieben Farben benutzt, die auch in der Komik vorkommen.

Da die ganze Geschichte in die Vierziger gesetzt ist (das sind die Jahre des größten Erfolgs dieser Comicserie), werden auch viele Anleihen von den Filmen Noir der Vierziger entnommen. Dadurch kann man dieses Werk auch zum Stream des Classical Hollywood Cinema einordnen. CHC war ein dominierendes Produktionsmodus Hollywoods zwischen 1917 und 1960 mit der klassischen Form, Kausalität und Linearität in der Handlung. D.h. dass alle Verfahren begründet sind, um die Erzählung voranzubringen und die Einheit zu schaffen. Da es sich aber um eine kriminelle Geschichte handelt, wird dem Zuschauer natürlich das wichtigste Rätsel bis zum Ende vorenthalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Hinführung zur Thematik des "Bad Taste" und Vorstellung des Untersuchungsgegenstandes "Dick Tracy".

2. Filmanalyse – Neoformalismus, Ein Ansatz, viele Methoden: Erläuterung der theoretischen Grundlagen und zentralen Begriffe des neoformalistischen Ansatzes.

3. Neoformalistische Filmanalyse von „Dick Tracy“: Detaillierte Untersuchung des Films hinsichtlich Narration, Struktur, Figurenzeichnung und ästhetischem Stil.

4. Fazit: Kritische Würdigung der Analyseergebnisse und Einordnung von "Dick Tracy" in die Kategorien Mainstream und "Bad Taste".

5. Filmographie: Zusammenstellung der technischen und personellen Daten des analysierten Films.

6. Literaturliste: Verzeichnis der verwendeten filmtheoretischen Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Bad Taste, Neoformalismus, Filmanalyse, Dick Tracy, Comicverfilmung, Narration, Fabula, Syuzhet, Classical Hollywood Cinema, Ästhetik, Film Noir, Struktur, Filmtheorie, Stilmittel, Genre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob der Film "Dick Tracy" (1990) aufgrund seiner speziellen Ästhetik als "Bad Taste" bzw. Trash eingeordnet werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit verbindet filmtheoretische Grundlagen des Neoformalismus mit einer konkreten Inhalts- und Stil-Analyse der Comic-Adaption "Dick Tracy".

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Gründe für die spezifische Filmauffassung von "Dick Tracy" durch die Anwendung von Begriffen wie Verfremdung, Verfahren und Dominante zu objektivieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt den neoformalistischen Ansatz, der Kunst als eine Ansammlung formaler Verfahren betrachtet und den Zuschauer als aktiven Rezipienten einbezieht.

Was wird im Hauptteil analysiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die narrativen Aspekte (Fabula, Syuzhet, Figuren) und die stilistischen Aspekte (Setting, Kamera, Maske, Ton, Schnitt).

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Analyse stützt sich maßgeblich auf die Begriffe "Dominante", "Verfremdung", "Fabula", "Syuzhet" sowie das "Classical Hollywood Cinema".

Wie spielt das Setting bei "Dick Tracy" in die Analyse hinein?

Das Setting wird als eine "perfekte Integration" von Live-Action und künstlichen Kulissen beschrieben, die durch die Begrenzung auf sieben Grundfarben die Comic-Ästhetik unterstreicht.

Welche Rolle spielt die Figur des "Mannes ohne Gesicht"?

Die Figur fungiert als "hermeneutisches Rätsel", das die lineare Narration des Detektivfilms unterbricht und maßgeblich zur Spannung beiträgt.

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Details

Title
Bad Taste: Zur Ästhetik des schlechten Geschmacks im Film 'Dick Tracy'
College
University of the Arts Berlin  (Institut für Neue Medien)
Course
Bad Taste
Grade
1.3
Author
Renata Jaffé (Author)
Publication Year
2002
Pages
24
Catalog Number
V8368
ISBN (eBook)
9783638153515
ISBN (Book)
9783638640381
Language
German
Tags
Taste Geschmacks Film Dick Tracy Taste
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Renata Jaffé (Author), 2002, Bad Taste: Zur Ästhetik des schlechten Geschmacks im Film 'Dick Tracy', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8368
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