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Cash Flow und Kapitalflussrechnung in der Bilanzanalyse

Title: Cash Flow und Kapitalflussrechnung in der Bilanzanalyse

Term Paper , 2007 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Vadim Faldin (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Täglich sind im wirtschaftlichem Leben Entscheidungen zu treffen, welche den zukünftigen Erfolg bzw. Misserfolg beeinflussen. Entscheidungen der Unternehmensführung über Investitionen, der Gläubiger über die Kreditvergabe oder einfach die Anlageentscheidung eines privaten Anlegers. Sie alle sind von unterschiedlichen Aspekten abhängig, doch von besonderem Interesse ist die Finanz- und Ertragskraft der im Fokus stehenden Unternehmung. Häufig ist der Gewinn die erste Zahl die auf dem Weg der Entscheidungsfindung Berücksichtigung findet. Dieser erscheint jedoch nebulös,1 da er entscheidend von der jeweiligen Bilanzpolitik der Unternehmung geprägt ist.
Die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens wird versucht mit einer Fülle von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen zu beschreiben und zu beurteilen. Die Palette reicht dabei von rudimentären Kennzahlen wie der Eigenkapitalquote bis hin zu mehr komplexeren Kennzahlensystemen wie dem Rerurn on Investment.
Eine Kennzahl, welche mittlerweile aus den Bereichen Unternehmensbewertung und Rechnungswesen nicht mehr wegzudenken ist und gute Entscheidungshilfe leisten kann, ist der Cash Flow. Mit ihr soll der nebelhafte Schleier, der sonst das Jahresergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung behaftet, gelichtet und die finanzielle Wertschöpfung eines Unternehmens weniger manipulationsfähig dargestellt werden.2 Der Cash Flow soll damit zur Steigerung des Informationswertes beitragen und als Indikator für die Finanzkraft, Innenfinanzierungspotenzial, Dividendenausschüttung und Schuldentilgung eines Unternehmens gelten.3
Teil des Jahresabschlusses nach US-GAAP und auch nach IAS, ist die Erstellung einer Kapitalflussrechnung – das deutsche Pondon zum angelsächsischen Cash Flow Statement – in Deutschland erst seit dem Jahr 1998 in Folge des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) verpflichtend. Das KonTraG beschränkt sich jedoch nur auf kapitalmarktorientierte Unternehmen und Konzernabschlüsse,4 was bedeutet, dass für andere Unternehmen der Bilanzanalytiker selbst eine Kapitalflussrechnung erstellen muss.
Weil das HGB eine Kapitalflussrechnung nicht näher erläutert, wurde vom Deutschen Rechnungslegungsstandards Committe das Regelwerk DRS 2 zur Erstellung und Offenlegung einer Kapitalflussrechnung erlassen, das sich wesentlich an den jeweiligen Regelungen der US-GAAP (SFAS 95) und IAS (IAS7) orientiert.5

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Cash Flow als Kennzahl

3 Inhalt, Funktion und Formen der Kapitalflussrechnung

4 Aufbau der Kapitalflussrechnung

4.1 Beständedifferenzbilanz

4.2 Veränderungsbilanz

4.3 Bewegungsbilanz

4.4 Integration der Bilanzkontenumsätze

4.5 Integration der Gewinn- und Verlustrechnung

4.6 Umformung in die Kapitalflussrechnung

4.7 Abgrenzung des Finanzmittelfonds

5 Aussagekraft der Kapitalflussrechnung

5.1 Cash Flow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit

5.2 Cash Flow aus Investitionstätigkeit

5.3 Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

6 Grenzen der Aussagekraft

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Kapitalflussrechnung und deren Zielsetzung zu beleuchten, mit dem speziellen Fokus darauf, wie ein externer Bilanzanalytiker diese im Rahmen einer Bilanzanalyse erstellen kann. Dabei wird untersucht, wie durch die Kapitalflussrechnung die finanzielle Wertschöpfung eines Unternehmens transparenter dargestellt werden kann.

  • Erklärung und Einordnung des Cash Flows als zentrale Kennzahl.
  • Detaillierte Analyse des Aufbaus einer Kapitalflussrechnung aus externer Sicht.
  • Erläuterung der derivativen Ermittlungsmethode (direkt und indirekt).
  • Bewertung der Aussagekraft der Teilbereiche laufende Geschäftstätigkeit, Investition und Finanzierung.
  • Kritische Würdigung der Grenzen der Kapitalflussrechnung in der Bilanzanalyse.

Auszug aus dem Buch

4.4 Integration der Bilanzkontenumsätze

Der Übergang zur echten stromgrößenorientierten Betrachtungsweise erfolgt, indem die Bestandsveränderungen der Bilanzposten durch sie verursachten Soll- und Haben-Buchungen ersetzt werden, so dass nicht mehr nur die reine Differenz der Bewegungen dargestellt wird. Soll-Umsätze sind dabei als Mittelverwendung, Haben-Umsätze als Mittelherkunft zu interpretieren (d.h. Zu- und Abnahmen der Bestandskonten). Durch diese Erweiterung wird die ursprüngliche Nettorechnung, in der nur die bloßen Veränderungen der Bestandsgrößen abgebildet wurden, zu einer Bruttorechnung entwickelt und damit der Anforderung an das Bruttoprinzip entsprochen.

Der unsaldierte Ausweis der Ein- und Auszahlungen (Bruttoprinzip) ermöglicht einen tieferen Einblick in die Finanzlage des Unternehmens als die Darstellung der bloßen Veränderung der Bestandsgrößen. Bei einer extern erstellten Kapitalflussrechnung liegen die Kontenumsätze allerdings nur für den Bereich des Anlagevermögens in Form des Anlagegitters vor. Eine vom Bilanzanalytiker nur zum Teil erweiterte Bewegungsbilanz wird deshalb von Perridon/Steiner als „Teilbruttorechnung“ bezeichnet.

Die durch die Erweiterung der Umsätze der Bilanz entstandene Brutto-Bewegungsbilanz weist weiterhin den Mangel auf, dass eine Trennung nach liquiditätswirksamen und liquiditätsunwirksamen Geschäftsvorfällen nicht vorgenommen wird. Durch die Einbeziehung der Kontenumsätze der Bilanz erhält man zwar weitergehende Informationen gegenüber dem Jahresabschluss, jedoch keinen zusätzlichen bzw. aussagekräftigen Einblick in die Ertrags- und Finanzlage. Ausgehend von dieser Erkenntnis wird die Integration der Konten der Gewinn- und Verlustrechnung unumgänglich.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Cash Flows und der Kapitalflussrechnung als Instrumente der Bilanzanalyse ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit.

2 Der Cash Flow als Kennzahl: Dieses Kapitel erläutert den Ursprung und die Bedeutung des Cash Flows als monetäres Ergebnis einer Periode und als Mittel zur Reduktion bilanzpolitischer Manipulationen.

3 Inhalt, Funktion und Formen der Kapitalflussrechnung: Hier werden die Aufgaben der Kapitalflussrechnung als Entscheidungshilfe für die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit sowie ihre Gliederung in Teilbereiche definiert.

4 Aufbau der Kapitalflussrechnung: Dieses Kapitel beschreibt systematisch die methodischen Zwischenschritte der externen Erstellung, von der Beständedifferenzbilanz bis zur fertigen Kapitalflussrechnung.

5 Aussagekraft der Kapitalflussrechnung: Es wird analysiert, welche Informationen aus den Cash Flows der drei Teilbereiche – laufende Geschäftstätigkeit, Investition und Finanzierung – gewonnen werden können.

6 Grenzen der Aussagekraft: Abschließend werden die methodischen und praktischen Grenzen der Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung bei der externen Bilanzanalyse kritisch hinterfragt.

Schlüsselwörter

Bilanzanalyse, Cash Flow, Kapitalflussrechnung, Finanzmittelbestand, derivative Ermittlungsmethode, Innenfinanzierungspotenzial, Liquidität, Beständedifferenzbilanz, Bewegungsbilanz, Jahresabschluss, Investitionstätigkeit, Finanzierungstätigkeit, Unternehmensbewertung, Kapitalmarktorientierung, Bruttoprinzip.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der Kapitalflussrechnung als wichtigem Instrument der externen Bilanzanalyse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Ermittlung des Cash Flows, der methodische Aufbau der Kapitalflussrechnung aus externer Sicht und die kritische Beurteilung ihrer Aussagekraft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Prozess und die Zielsetzung der Erstellung einer Kapitalflussrechnung durch externe Bilanzanalytiker zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deduktive Herleitung, indem sie ausgehend von Bilanzdaten über Zwischenschritte wie die Bewegungsbilanz zur finalen Kapitalflussrechnung gelangt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die technischen Schritte zur Erstellung (derivative Methode) und die inhaltliche Interpretation der daraus resultierenden Kennzahlen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Bilanzanalyse, Cash Flow, Kapitalflussrechnung, Liquidität und Innenfinanzierungspotenzial.

Warum ist die Unterscheidung zwischen zahlungsbegleitenden und nicht zahlungsbegleitenden Vorgängen so wichtig?

Weil der Gewinn durch periodengerechte Abgrenzung (z.B. Abschreibungen) manipuliert sein kann, während der Cash Flow ausschließlich zahlungswirksame Vorgänge erfasst.

Welche Schwierigkeit ergibt sich bei der externen Erstellung der Kapitalflussrechnung?

Die größte Hürde ist die Rekonstruierung der Zahlungsströme aus extern zugänglichen, oft aggregierten Daten, was zu gewissen Ungenauigkeiten führen kann.

Warum wird die Kapitalflussrechnung als "Vergangenheitsanalyse" bezeichnet?

Da sie auf Daten basiert, die bereits in der Rechnungsperiode angefallen sind, bietet sie nur bedingte Sicherheit für Prognosen der zukünftigen Unternehmensentwicklung.

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Details

Title
Cash Flow und Kapitalflussrechnung in der Bilanzanalyse
College
University of Applied Sciences Bremen
Course
Jahresabschlussanalyse
Grade
1,7
Author
Vadim Faldin (Author)
Publication Year
2007
Pages
23
Catalog Number
V83692
ISBN (eBook)
9783638908962
ISBN (Book)
9783638908993
Language
German
Tags
Cash Flow Kapitalflussrechnung Bilanzanalyse Jahresabschlussanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vadim Faldin (Author), 2007, Cash Flow und Kapitalflussrechnung in der Bilanzanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83692
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