Diasporas - Die feinen Unterschiede

Der Versuch einer ersten Diversifizierung


Hausarbeit (Hauptseminar), 2007

29 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung und Zielsetzung

2. „Diaspora“ – Ein Definitionsversuch

3. Die gängige Vorstellung der victim diasporas
3.1 Ein Einstieg
3.2 Die afrikanische Diaspora als Alternative
3.2.1 Der Sklavenhandel als konstituierendes Merkmal
3.2.2 Die Konstruktion von Heimat
3.2.3 Zusätzliche politische und soziale Aspekte
3.2.4 Eine Zusammenfassung
3.3 Eine Zusammenfassung

4. Diaspora und Kolonialismus - labour diasporas und imperial diasporas
4.1 Ein Einstieg
4.2 Die indische Diaspora – Arbeit als Perspektive
4.2.1 Die Umstände der Migration
4.2.2 Ein neues Sklaventum?
4.2.3 Die Konstitution als Diaspora
4.2.4 Eine Zusammenfassung
4.3 Die britische Diaspora im imperialen Kontext
4.3.1 Die Ansiedlung der britischen Imperialdiaspora
4.3.2 Die Aufrechterhaltung der britischen Identität
4.3.3 Mit dem Ende der Kolonien auch Ende der imperial diaspora ?
4.3.4 Eine Zusammenfassung
4.4 Eine Zusammenfassung

5. Handeln in der Ferne – trade diasporas
5.1 Ein Einstieg
5.2 Die libanesische Diaspora - trade diaspora par exellence
5.2.1 Die libanesische Migration
5.2.2 Warum ausgerechnet Händler?
5.2.3 Einige Versuche der Erklärung
5.2.4 Eine Zusammenfassung
5.3 Eine Zusammenfassung

6. Fazit

7. Literaturangaben

1. Einleitung und Zielsetzung

Diese Arbeit soll sich allgemein mit dem Phänomen der Diaspora auseinander setzen. Dabei möchte ich vor allem die über lange Zeit hinweg ignorierte Diversität im Zusammenhang mit dieser Erscheinung thematisieren. So wurde praktisch seit Beginn der Diaspora-Geschichte mit der Vertreibung der Juden aus Babylon davon ausgegangen, dass eine Diasporagemeinschaft stets einen katastrophischen Ursprung besäße, sich aufgrund eines traumatischen Ereignisses konstituiere, durch eine gezwungene Vertreibung charakterisiert wäre und letztendlich mit einer Entfremdung der diasporischen Personen in der Diaspora verbunden sei. Diese Assoziationen wurden zumeist von eben dieser ersten jüdischen Diaspora und somit von einem spezifischen Fallbeispiel abgeleitet und ohne Einschränkungen auf nahezu alle anderen Fälle übertragen.

Ziel dieser Arbeit soll es sein, eben diese Vorstellung und Praxis zu durchbrechen. In erster Linie möchte ich daher eine Art Typologisierung traditioneller Diasporagemeinschaften aufzeigen, welche jedoch nicht die Gemeinsamkeiten verschiedener Diasporas ignorieren, sondern gerade deren essentiellen und unterschiedlichen Charakteristika betonen will. D.h. letztendlich versuche ich mithilfe differenter adjektiver Beschreibungen zusätzliche Arten und Erscheinungstypen der traditionellen Diaspora aufzuzeigen, wobei nicht vergessen werden sollte, dass der Inhalt dieser Arbeit letztendlich ausschließlich EINE Möglichkeit für ein solches Vorhaben repräsentiert.

Ich möchte folglich nicht bestreiten und betone dies außerordentlich, dass dieser Versuch einer Typologisierung zum einen unvollständig und zum anderen diskutabel ist. So beschränke ich mich auf die Beschreibung traditioneller Diasporagemeinschaften, welche zu einem exakten historischen Moment betrachtet werden, der sich weit entfernt von jeglichen postmodernen Bedingungen und Überlegungen verortet, unter welchen sich neuere und somit zwangsläufig zusätzliche Typen von Diasporas heute befinden. Somit sollte man im Falle dieser Arbeit wohl eher von einem Ansatz einer Diaspora-Typologisierung sprechen, welcher durch die Betrachtung aktuellerer Typen und Formen dieses Phänomens ergänzt und vervollständigt werden müsste.

Ein weiteres Anliegen meinerseits ist die Betonung der Tatsache, dass Kategorisierungen oder Typologien und somit Vergleiche, die in dieser Arbeit gezogen werden, stets nur zu einem gewissen Grad tragfähig sind. So ist jede Gemeinschaft in ihrer Entstehung und Ausprägung letztendlich durch deren ganz eigene Umstände und Erfahrungen geprägt, was eine vollständige Übertragung auf andere Gruppen mit anderen Erfahrungen nahezu unmöglich macht.

Trotz all dieser Einschränkungen möchte ich im Folgenden eine erste Diversifizierung der traditionellen Vorstellung der victim diaspora aufzeigen, wobei ich mich um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen auf labour, imperial und trade diasporas beschränken werde. Ich habe dabei an den englischen Bezeichnungen der jeweiligen Klassifikationsgruppen festgehalten, um unschöne Assoziationen und Implikationen, die bei Begriffen wie „Opferdiaspora“ wohl zwangsläufig auftreten würden, zu umgehen und von vorneherein auszuschließen.

Daher werde ich methodisch stets nach einer kurzen Einleitung zur jeweiligen Kategorie, mein Augenmerk auf ein diesbezüglich spezifisches Fallbeispiel legen, welches ich relativ ausführlich und plastisch versuchen werde darzustellen. D.h. in den jeweiligen Beispielen werde ich nicht nur deren Umstände und Erscheinungsbild, sondern auch deren Konstitution als Diasporagemeinschaft verdeutlichen und somit letztendlich meine Zuordnung zur jeweiligen Kategorie rechtfertigen.

Diese Arbeit soll daher folgendermaßen gegliedert sein: Nach dieser Einführung und Vorstellung meiner Zielsetzung (Kapitel 1), möchte ich in Kapitel 2 durch das Aufzeigen einer Definition des Begriffes „Diaspora“ kurz meinen theoretischen Rahmen feststecken. Danach werde ich die alteingesessene Vorstellung der victim diaspora vorstellen (Kapitel 3), wobei ich mich bewusst versucht habe von der Idealform der jüdischen Diaspora zu trennen, indem ich das Fallbeispiel der afrikanischen Diaspora erwählte (Kapitel 3.2). Anschließend möchte ich die labour und die imperial diasporas vorstellen (Kapitel 4), wobei ich diese aufgrund ihres traditionell häufigen gemeinsamen Auftretens in einem Kapitel abhandeln möchte. So werde ich bezogen auf die labour diasporas das Beispiel der indischen Diaspora der Kolonialzeit (Kapitel 4.2) und direkt folgend das der britischen Kolonialdiaspora einführen (Kapitel 4.3). Als letzte von mir etablierte Kategorie möchte ich mich in Kapitel 5 den trade diasporas zuwenden, welche ich am Beispiel der libanesischen Diaspora versuchen werde festzumachen (Kapitel 5.2). Abschließend werde ich nach einem kurzen Fazit (Kapitel 6) meine Literaturangaben aufzeigen (Kapitel 7).

Folglich wird nun im nächsten Abschnitt der Versuch einer Definition des Phänomens Diaspora gemacht, so dass deutlich wird, in welchem theoretischen Rahmen sich diese Arbeit bewegen wird.

2. „Diaspora“ – Ein Defintionsversuch

“As in other aspects (…), it is not “facts” but

what people perceive to be ”facts” that is of essence”

(Conner 1986: 18)

Der Begriff „Diaspora“ entstammt dem Griechischen und bedeutet „Zerstreuung“ oder „Vertreibung“ (Langenscheidts Taschenwörterbuch Neugriechisch 1982: 143). Nachdem er lange ausschließlich für die jüdische Gemeinschaft verwendet wurde, bezeichnet er nun gemeinhin Bevölkerungsgruppen oder –teile, welche aus ihrem Heimatland in ein fremdes Land emigrierten oder vertrieben wurden und dort ihr Verständnis als Gemeinschaft aufrechterhalten. Es ist festzustellen, dass viele verschiedene wissenschaftliche Versuche einer Definition des Begriffs existieren, was meines Erachtens darauf zurückzuführen ist, dass er ein recht schwierig zu fassendes, ständig fluktuierendes Phänomen beschreibt (vgl. auch Clifford 1994). Weitestgehende Einigkeit herrscht jedoch über die Kernbegriffe vor: Diese sind „Zerstreuung“, ausgehend von einem bestimmten Territorium, generationenübergreifende Permanenz im „Zusammengehörigkeitsgefühl“ und ein dreifaches Bezugssystem von Herkunfts- und Residenzland sowie anderen verstreuten Teilen der Gruppe.

Im Rahmen dieser Arbeit möchte ich mich auf eine Definition von Safran stützen, der Diasporas wie folgend definiert:

“ (…) expatriate minority communities that are dispersed from an original center to at least two peripheral places; that maintain a memory, vision, or myth about their original homeland; that believe they are not – and perhaps cannot be – fully accepted by their host country; that see the ancestral home as a place of eventual return, when the time is right; that are committed to the maintenance or restoration of this homeland; and of which the group’s consciousness and solidarity are importantly defined by this continuing relationship with the homeland (Safran 1991: 83-84).”

Obwohl ich der Meinung bin, dass die Selbstidentifikation und das Selbstverständnis jedes Einzelnen sowie einer distinkten Gruppe als Diasporagemeinschaft von enormer Bedeutung ist und uns die Berücksichtungen solcher Inklusions- und Exklusionsprozesse (vgl. Ammann 2000: 45 ff.) dabei helfen kann eine weniger stark eurozentrische Perspektive zu diesem Thema einzunehmen, muss ich diesen Aspekt des Diasporabegriffes im Rahmen dieser Arbeit leider ausblenden und vernachlässigen – zu starke Probleme bezüglich der Fassbarkeit bestimmter Zusammenhänge würden auftauchen. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle explizit betonen, dass das Selbstverständnis jeder einzelnen Person gerade in diesem Zusammenhang relevanter ist, als irgendwelche ethnischen oder sonst wie gearteten Kriterien (vgl. auch Clifford 1994 oder Sheffer 1986).

Daher möchte ich nun im folgenden Abschnitt auf die quasi typische Form der victim diaspora eingehen und versuchen diese nach einer kurzen Beschreibung, mit Hilfe des Beispiels der afrikanischen Diaspora zu verdeutlichen.

3. Die gängige Vorstellung der victim diasporas

3.1 Ein Einstieg

Wie bereits in der Einleitung angedeutet gilt die jüdische Diasporagemeinschaft als Idealreferenzpunkt dieser Kategorie (vgl. Safran 1991). Daher sollten alle Gemeinschaften, die sich den victim diasporas zuordnen lassen, einen Aspekt des Zwanges, der Vertreibung oder der Verfolgung beinhalten, welcher in gewisser Weise oder zumindest bis zu einem bestimmten Punkt auf die traumatischen und katastrophischen Erfahrungen der jüdischen Diaspora übertragbar oder mit diesen vergleichbar ist. D.h. Gemeinschaften sind victim diasporas in ihrer historischen Erfahrung, wobei das jeweilige traumatische Erlebnis über die konkrete Färbung und Ausprägung der jeweiligen Diaspora entscheidet. Dies soll jedoch wie zuvor angesprochen nicht bedeuten, dass diese Gemeinschaften nicht auch durch andere Aspekte geprägt sind, viel eher wird in diesen Fällen der zwanghafte Charakter zumeist selber als essentiell wahrgenommen und von anderen zugeschrieben.

Somit werden in der Literatur neben anderen vor allem folgende Gemeinschaften diesem Typ zugeordnet und durch verschiedene Referenzen miteinander verbunden:

Die armenische Diaspora, welche zwar bekanntermaßen ebenfalls einen gewissen trade -Aspekt verkörpert, jedoch grundlegend durch die an ihnen begangenen türkischen Massakern des späten 19. Jahrhunderts und die daraus resultierende gezwungene und gewaltsame Umsiedlung der Jahre 1915 und 1916 geprägt ist. Obwohl viele Türken dies heute noch bestreiten, scheint inzwischen bewiesen zu sein, dass im Zuge dieser Deportation von etwa zwei Drittel der armenischen Bevölkerung nach Syrien oder Palästina, etwa eine Million Armenier getötet wurden oder an deren Folgen starben (Cohen 1997: 27 f.). Somit nimmt in diesem Falle der durch die Türken begangene Genozid die Stellung des traumatischen Erlebnisses ein.

Die palästinensische Diasporagemeinschaft entstand gleichzeitig mit der Gründung des jüdischen Staates Israel im Jahre 1948 in Palästina. Etwa zwei Drittel der arabischen Bevölkerung Palästinas verließen aus Panik ihre Heimat und wurden somit zu Flüchtlingen. Daher stellt die Bildung Israels ironischerweise das traumatische Erlebnis dieser victim diaspora dar (Cohen 1997: 28 f.).

Die irische Diaspora speist sich vor allem aus der Migration der Jahre 1845 bis 1852. Unterschiedliche Wissenschaftler bezeichnen die daraus folgende Hungersnot als ein ähnlich traumatisches Erlebnis wie dies andere victim diasporas. Von besonderer Relevanz hierbei ist die Tatsache, dass die britische Regierung in diesem Zusammenhang durchaus eine auslösende Kraft darstellte und somit direkt an der Hungersnot beteiligt war (vgl. Kinealy 1995).

Abschließend die von mir als Beispiel erwählte afrikanische Diaspora, deren durchlebte Grausamkeit bereits häufig betont und dargestellt wurde. So ist in diesem Zusammenhang besonders die gezwungene, systematische Verschiffung von mehr als zehn Millionen afrikanischen Menschen als Sklaven nach Amerika von enormer Relevanz und führte zur Konstitution dieser Gemeinschaft. Doch näheres dazu werde ich nun in den folgenden Abschnitten erläutern.

3.2 Die afrikanische Diaspora als Alternative

Ziel dieses Kapitels ist es, die afrikanische Diaspora als Alternativbeispiel zur jüdischen Diaspora darzustellen. Hierbei kann eine vollständige Beschreibung diese Diaspora aufgrund ihrer Größe und Komplexität im Rahmen einer solchen Arbeit wohl kaum geleistet werden. Daher möchte ich mich auf einige Aspekte beschränken, die meines Erachtens gerade im Zusammenhang mit meiner Typologisierung dienlich zu sein scheinen.

3.2.1 Der Sklavenhandel als konstituierendes Merkmal

Zu allererst möchte ich nochmals betonen, dass ich mit der Darstellung des transatlantischen Sklavenhandels nur einen Entstehungsaspekt der afrikanischen Diaspora unter mehreren herausgegriffen habe. D.h. obwohl dieser und seine essentielle Rolle in der Konstitution der afrikanischen Diaspora sowohl durch Afrikaner als auch durch Europäer stets besonders herausgehoben wird, sollten andere Aspekte, wie z.B. der Sklavenhandel und die gezwungene Migration von Afrikanern unter der islamischen Hegemonie des siebten und achten Jahrhunderts “(…) beginning some eight centuries before the transatlantic slave trade, and not ending until several decades after the latter was halted, the movement of slaves across the Sahara, up the Nile Valley and the Red Sea, and across the Indian Ocean to the Persian Gulf and India, probably accounted for the uprooting of as many Africans from their societies as did the transatlantic trade” nicht vergessen werden (Hunwick 1993: 289).

Daher soll durch meine Konzentration auf nur einen speziellen Aspekt der afrikanischen Diaspora keinesfalls verschwiegen werden, dass diese Diaspora und Migration, wie wohl jede victim diaspora, nicht vollständig und ausschließlich gezwungen ablief. Es gab durchaus Afrikaner vor allem in Asien und den mediterranen Regionen der Welt, die nicht als Sklaven sondern selber als Händler agierten und sich somit sicherlich in einem etwas anderen Kontext als jener des transatlantischen Sklavenhandels bewegten. Trotz alledem vertrete ich die Ansicht, dass der transatlantische Sklavenhandel und die damit verbundenen Erfahrungen als entscheidende Merkmale bezüglich der Konstitution der afrikanischen Diaspora zu sehen sind.

Daraus ergibt sich ebenfalls die für eine victim diasporas recht ungewöhnliche Tatsache, dass diese Diasporagemeinschaft nicht durch eine traumatische und katastrophale Schlüsselbegebenheit, sondern eher durch eine relativ konstante und über einen langen Zeitraum hinweg stattfindende Entwicklung ausgelöst wurde und somit nicht EIN ausschlaggebender Moment als essentieller Entstehungsaspekt zu benennen ist. Viel eher handelt es sich beim transatlantischen Sklavenhandel um eine systematische „Verteilung“ von Sklaven aus ganz Subsahara-Afrika zur Plantagen- oder Hausarbeit in die „neue Welt“, nach Mexiko, Brasilien und in die Karibik. Dabei stellten dieser Handel sowie die Sklaven an sich nicht nur für Schiffskapitäne, afrikanische Händler und in erster Linie für Plantagenbesitzer einen exorbitanten Profit mit nur geringen Ausgaben dar (Cohen 1997: 34 f.). Dies ist vor allem auf die weitestgehend bekannten Umstände für die Sklaven und deren Behandlung als Waren oder Tiere zurückzuführen, welche in folgendem Zitat beschrieben werden:

[...]

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Diasporas - Die feinen Unterschiede
Untertitel
Der Versuch einer ersten Diversifizierung
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Institut für Ethnologie)
Veranstaltung
Gender und Migration in Deutschland
Note
1,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
29
Katalognummer
V83722
ISBN (eBook)
9783638000833
Dateigröße
500 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Diasporas, Unterschiede, Gender, Migration, Deutschland
Arbeit zitieren
Patricia Piberger (Autor), 2007, Diasporas - Die feinen Unterschiede, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83722

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