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Dokumentenakkreditive und verwandte Zahlungssicherungsinstrumentarien

Title: Dokumentenakkreditive und verwandte Zahlungssicherungsinstrumentarien

Seminar Paper , 2007 , 31 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Irina Haverkamp (Author)

Business economics - Law
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Die Handelsbeziehungen zwischen den Ländern unserer Welt haben sich über viele Jahre zu ihrer heutigen Form entwickelt. Der ständige Strom von Waren von Land zu Land entspricht in seinem Umfang einem Zahlungsverkehr in entgegengesetzter Richtung. Der internationale Zahlungs- und Güterverkehr ist trotz intensiver zwischenstaatlichen Handlungsbeziehungen und den Bemühungen um eine Integration der internationalen Wirtschaftsmärkte mit zusätzlichen Risiken verbunden. Unterschiedliche Rechtssysteme und Handelsbräuche, schwer vorhersehbare staatliche Eingriffe und Währungsrisiken, die räumliche Entfernung zwischen den Handelspartnern sowie der Umstand, dass die gegenseitige Zahlungsfähigkeit nicht ausreichend beurteilt werden kann, sind Faktoren, die Unsicherheit hervorrufen.

Die Interessen von Verkäufer und Käufer unterscheiden sich grundsätzlich voneinander. Der Verkäufer will sicher sein, dass die von ihm hergestellte und versandte Ware rechtzeitig und in der vereinbarten Höhe und Währung bezahlt wird. Der Käufer hingegen möchte größtmögliche Sicherheit erhalten, dass er für seine geleisteten Zahlungen beliefert wird und dass der Verkäufer seinen vertraglichen Pflichten nachkommt. Im internationalen Handelsverkehr wurden daher verschiedene Instrumente entwickelt, die den Parteien eine mehr oder weniger starke Absicherung ihrer eigenen Interessen ermöglichen. Unter den Abwicklungsformen für den Zahlungsverkehr im internationalen Handel mindert das Dokumentenakkreditiv die Risiken für die Abwicklung der grenzüberschreitenden Warengeschäfte und schafft somit eine notwendige Vertrauensgrundlage zwischen den Parteien. Das Dokumentenakkreditiv ist somit eines der wichtigsten Instrumente der Außenhandelsfinanzierung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Historische Entwicklung

2 Allgemeine Bemerkungen

2.1 Wesen des Dokumentenakkreditivs

2.2 Wirtschaftliche Funktionen des Dokumentenakkreditivs

2.2.1 Zahlungsfunktion

2.2.2 Sicherungsfunktion

2.2.3 Kreditfunktion

3 Rechtsgrundlagen des Dokumentenakkreditivs

3.1 Gesetzliche Regelungen

3.2 Einheitliche Richtlinien und Gebräuche für Dokumentenakkreditive

3.3 Rechtliche Qualifikation der ERA

4 Grundstruktur und Abwicklung von Dokumentenakkreditiven

4.1 Akkreditivdokumente

4.2 Einschaltung von Zweitbanken

5 Erscheinungsformen des Dokumentenakkreditivs

5.1 Widerrufliches und unwiderrufliches Dokumentenakkreditiv

5.2 Bestätigtes und unbestätigtes Dokumentenakkreditiv

5.3 Übertragbares und unübertragbares Akkreditiv

5.4 Gegenakkreditiv

5.5 Akkreditivarten nach Zahlungs- bzw. Benutzungsmodalität

5.5.1 Zahlungsakkreditive

5.5.2 Zahlungsakkreditive mit hinausgeschobener Fälligkeit

5.5.3 Akzeptierungsakkreditive

5.5.4 Negoziierungsakkreditive

5.6 Letter of Credit

5.7 Standby Letter of Credit

6 Die Rechtsbeziehungen zwischen Beteiligten

6.1 Akkreditivauftraggeber - Begünstigter

6.2 Akkreditivauftraggeber – Akkreditivbank

6.3 Akkreditivbank – Begünstigter

6.4 Akkreditivbank – Zweitbank

6.5 Zweitbank – Begünstigter

6.6 Auftraggeber – Zweitbank

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Dokumentenakkreditiv als zentrales Instrument der Außenhandelsfinanzierung und analysiert dessen rechtliche Grundlagen, wirtschaftliche Funktionen sowie die komplexen Rechtsbeziehungen zwischen den beteiligten Akteuren.

  • Historische Entwicklung des Akkreditivwesens
  • Wirtschaftliche Funktionen (Zahlungs-, Sicherungs- und Kreditfunktion)
  • Rechtliche Einordnung und Bedeutung der Einheitlichen Richtlinien (ERA)
  • Struktur und Abwicklung von Akkreditivgeschäften
  • Differenzierung verschiedener Akkreditivarten und ihrer Ausgestaltung
  • Analyse der Rechtsverhältnisse zwischen Importeuren, Exporteuren und Banken

Auszug aus dem Buch

2.2 Wirtschaftliche Funktionen des Dokumentenakkreditivs

Das Dokumentenakkreditiv verdankt seine heutige Bedeutung im internationalen Handelsverkehr dem Umstand, dass es unterschiedliche Funktionen gleichzeitig erfüllt. Diese Funktion betreffen die Zahlungsfunktion, Sicherungsfunktion und Kreditfunktion. Sie werden nachstehend näher erläutert.

2.2.1 Zahlungsfunktion

Im Wesentlichen dient das Dokumentenakkreditiv der bargeldlosen Abwicklung des Zahlungsverkehrs zwischen dem Importeur und dem Exporteur. Diese ist durch die direkte Zahlung vergleichbar mit einer Banküberweisung oder einem Auftrag zum Einzug von Wechseln oder Schecks. Wenn der Importeur das Akkreditiv eröffnet und dieses an den Exporteur übersendet hat, besitzt der Begünstigte sofort nach dem Einreichen vorgeschriebener Dokumente bei der Bank einen Anspruch auf Auszahlung des Warengegenwerts.

2.2.2 Sicherungsfunktion

Neben der Zahlungsfunktion nimmt das Dokumentenakkreditiv gleichzeitig auch eine Sicherungsfunktion ein, die in der Regel beiden Parteien, nämlich dem Exporteur und dem Importeur, zugute kommt. Die Sicherheit erlangt hierbei der Verkäufer dadurch, dass das Akkreditiv einen selbstständigen Zahlungsanspruch gegen eine sichere Bank und nicht gegen einen eventuell unbekannten ausländischen Käufer gewährt. Der durch die Einreichung ordnungsgemäßer Dokumenten bedingte Anspruch gegen die Bank, macht den Verkäufer unabhängig von der Zahlungsfähigkeit und Zahlungswilligkeit des Käufers. Somit wird der Exporteur vor der Gefahr geschützt, die Ware an den Käufer auszuliefern, ohne dafür den Kaufpreis zu erhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Erläutert die Risiken und die Notwendigkeit von Absicherungsinstrumenten im internationalen Handel sowie die historische Entwicklung des Akkreditivs.

2 Allgemeine Bemerkungen: Definiert das Wesen des Dokumentenakkreditivs als abstraktes Schuldversprechen und analysiert seine Zahlungs-, Sicherungs- und Kreditfunktionen.

3 Rechtsgrundlagen des Dokumentenakkreditivs: Behandelt die rechtliche Einordnung, insbesondere die Bedeutung der Einheitlichen Richtlinien (ERA) der Internationalen Handelskammer.

4 Grundstruktur und Abwicklung von Dokumentenakkreditiven: Beschreibt den Ablauf von der Akkreditiveröffnung über die Dokumentenprüfung bis hin zur Einbindung von Zweitbanken.

5 Erscheinungsformen des Dokumentenakkreditivs: Unterscheidet verschiedene Akkreditivtypen wie widerrufliche/unwiderrufliche, bestätigte/unbestätigte sowie spezielle Formen wie Letter of Credit.

6 Die Rechtsbeziehungen zwischen Beteiligten: Analysiert detailliert die vertraglichen Beziehungen zwischen Importeur, Exporteur, Eröffnungsbank und beteiligten Zweitbanken.

7 Fazit: Resümiert die Bedeutung des Akkreditivs als bewährtes, wenn auch komplexes Instrument der Außenhandelsfinanzierung unter Berücksichtigung aktueller Markttrends.

Schlüsselwörter

Dokumentenakkreditiv, Außenhandelsfinanzierung, ERA 500, Akkreditivbank, Zahlungsfunktion, Sicherungsfunktion, Kreditfunktion, Importeur, Exporteur, Akkreditivabwicklung, abstraktes Schuldversprechen, Bestätigungsbank, Negoziierung, Letter of Credit, Standby Letter of Credit.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Dokumentenakkreditiv als ein zentrales Instrument zur Risikominderung im internationalen Zahlungsverkehr und untersucht dabei sowohl die ökonomischen Funktionen als auch die zugrundeliegenden rechtlichen Strukturen.

Welche zentralen Themenbereiche werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Genese, den wirtschaftlichen Kernfunktionen, den rechtlichen Rahmenbedingungen durch die ERA 500 sowie der praktischen Abwicklung und den Rechtsbeziehungen zwischen den Beteiligten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für die Funktionsweise des Dokumentenakkreditivs zu vermitteln und aufzuzeigen, wie dieses Instrument die Vertrauensgrundlage zwischen Handelspartnern in unterschiedlichen Rechtsräumen schafft.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung relevanter Fachliteratur, Kommentierungen sowie nationaler und internationaler Rechtsgrundlagen, ergänzt durch die Analyse bankpraktischer Abläufe.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der ökonomischen Funktionen (Kapitel 2), die rechtliche Fundierung durch die ERA (Kapitel 3), die technische Abwicklung (Kapitel 4), verschiedene Akkreditivformen (Kapitel 5) und die vertraglichen Beziehungen der Parteien (Kapitel 6).

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit geprägt?

Wesentliche Begriffe sind Dokumentenakkreditiv, Außenhandelsfinanzierung, ERA 500, Zahlungs- und Sicherungsfunktion sowie die abstrakte Verpflichtung der Bank.

Warum spielt die Bestätigungsbank eine so wichtige Rolle für den Exporteur?

Die Bestätigungsbank bietet dem Exporteur zusätzliche Sicherheit, da sie sich gegenüber dem Begünstigten eigenverpflichtet. Dadurch ist er nicht nur vom Ausfallrisiko des Käufers, sondern auch von eventuellen Schwierigkeiten der Eröffnungsbank oder politischen Risiken im Land des Importeurs geschützt.

Welche Herausforderung ergibt sich bei der rechtlichen Qualifikation der ERA?

Die Schwierigkeit besteht darin, dass die ERA keine gesetzliche Kodifikation darstellen, sondern als private Absprachen der Banken weltweit angewendet werden. Die Einordnung als Gewohnheitsrecht oder Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) ist juristisch umstritten, da sie nicht in nationale Gesetze überführt wurden.

Wie unterscheidet sich ein Standby Letter of Credit von einem normalen Dokumentenakkreditiv?

Während das normale Dokumentenakkreditiv die ordnungsgemäße Lieferung und Abwicklung des Geschäfts sichert, dient der Standby Letter of Credit primär als Absicherung gegen eine Nichterfüllung der vertraglichen Pflichten des Auftraggebers.

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Details

Title
Dokumentenakkreditive und verwandte Zahlungssicherungsinstrumentarien
College
University of Wuppertal
Grade
1,0
Author
Irina Haverkamp (Author)
Publication Year
2007
Pages
31
Catalog Number
V83733
ISBN (eBook)
9783638000925
Language
German
Tags
Dokumentenakkreditive Zahlungssicherungsinstrumentarien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Irina Haverkamp (Author), 2007, Dokumentenakkreditive und verwandte Zahlungssicherungsinstrumentarien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83733
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