Bernd Alois Zimmermann und die Literatur


Referat (Ausarbeitung), 2006

8 Seiten


Leseprobe

Inhalt

Die Bibel

Albert Camus

Alfred Jarry

James Joyce

Werke Zimmermanns, die Literatur zur Grundlage haben:

BIBLIOGRAPHIE

Die Bibel

Zimmermann wurde sehr katholisch erzogen, weswegen er wohl mit der Bibel vertraut gewesen sein muss. Er bevorzugte das Buch Kohelet, auch Liber ecclesiastes oder Prediger Salomo genannt. Es ist ein Buch des alten Testamentes.

„ Das Liber ecclesiastes ist eines nach Bedeutung und Kraft der Sprache wohl großartigsten Bücher der Bibel, wenn es überhaupt erlaubt sein mag, Eigenschaftsworte hier anzuwenden.“ (B.A. Zimmermann)

Ein immer wiederkehrendes Thema ist die Frage nach dem Sinn des Lebens und wie das Leben am besten zu führen sei. Zwischendurch findet sich ein ausführlicher Exkurs zum Tod. Die sowohl am Anfang als auch am Ende auftretende These „Alles ist Eitelkeit“ hat zu der These geführt, Kohelet sei ansatzweise nihilistisch. (wikipedia).

Dieser Inhalt des Buches Kohelet entspricht Zimmermanns Glauben daran, dass das Leben absurd und die endgültige Lösung der Tod sei. Auch spielt seine Todessehsucht und die immer wiederkehrenden Todesgedanken bei der Affinität zum Buch Kohelet eine große Rolle.

Albert Camus

Albert Camus’ Philosophie ist die Philosophie des Absurden. Der Ausgangspunkt ist die Sinnlosigkeit der Welt. Alle versuchten Sinngebungen, vor allem der Glaube an Gott, seien gescheitert, die Welt ist chaotisch und vom Zufall regiert, der Tod das unausweichliche Ende: „All die sinnlosen Taten und Auflehnungen gegen das Absurde werden durch den Tod ein für alle Mal besiegelt. Der Tod ist für Camus’ Menschen ein krönender Abschluss eines absurden Lebens / siehe Mythos des Sisyphos. (wikipedia).

Zimmermanns Gedanken kreisten wohl oft um den Tod. Auch er betrachtete das Leben als sinnlos und grotesk, muss seine eigene Denkweise in Camus’ Schriften wieder erkannt haben. Seine psychische Angeschlagenheit kongruiert mit der doch eher pessimistischen Weltansicht Camus’. Auch Zimmermanns Freitod als „krönender Abschluss eines sinnlosen Lebens“ ist in diesem Sinne zu verstehen. Dennoch ist der Selbstmord keine Lösung im Sinne der Camus’schen Philosophie, im Gegenteil: es gibt zwar keinen Ausweg aus der Sinnlosigkeit, dennoch kann das Absurde durch Annahme der Situation und kontinuierliches Streben ertragen werden. Bei Zimmermann zeigt sich dies sehr deutlich in der offensichtlichen Suche nach Antworten in der Bibel, obwohl laut Camus der Glaube an Gott gescheitert ist. Ob Zimmermann seine Antworten fand?

[...]

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Bernd Alois Zimmermann und die Literatur
Hochschule
Hochschule für Musik und Theater Hamburg  (Theaterakademie Hamburg)
Veranstaltung
Dramaturgie
Autor
Jahr
2006
Seiten
8
Katalognummer
V83738
ISBN (eBook)
9783638000963
Dateigröße
350 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit wurde als "bestanden" bewertet.
Schlagworte
Bernd, Alois, Zimmermann, Literatur, Dramaturgie
Arbeit zitieren
Nadine Hellriegel (Autor), 2006, Bernd Alois Zimmermann und die Literatur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83738

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