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Möglichkeiten zur Intensivierung des Kassenwettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland

Title: Möglichkeiten zur Intensivierung des Kassenwettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland

Diploma Thesis , 2007 , 72 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Thomas-Naoki Nakashima (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Die zentrale Fragestellung dieser Arbeit ist, welche Wettbewerbsinstrumente und -strategien betriebswirtschaftlich und gesamtwirtschaftlich gegenwärtig von Bedeutung sind und wie sie sich unter möglichen zukünftigen Reformen und Änderungen des Gesundheitssystems in Deutschland verändern könnten. Um diese Frage zu beantworten, wird zunächst der Begriff des Wettbewerbs theoretisch erläutert und im Anschluss auf die GKV übertragen. Dabei sollen vor allem die Ziele und Zwecke des Wettbewerbs erläutert werden. Im nächsten Schritt werden die wettbewerbsbeschränkenden Regelungen der GKV analysiert und ihre Auswirkungen auf den Kassenwettbewerb erläutert. Das dritte Kapitel widmet sich darauf aufbauend den gegenwärtig bedeutsamen und zum Einsatz gebrachten Wettbewerbsinstrumenten und -strategien der KKn unter Berücksichtigung der Wettbewerbsbeschränkungen.
Im vierten Kapitel wird zunächst auf das Konstrukt des Gesundheitsfonds als geplante Reform der GKV eingegangen. Die systematischen Veränderungen dieses Gesundheitsfonds werden Auswirkungen auf den Kassenwettbewerb haben. Daher sollen die wichtigsten potentiellen Änderungen und ihre Auswirkungen auf die Wettbewerbsstrategien theoretisch hergeleitet werden. Hierbei werden ebenfalls die gesamtwirtschaftlichen Aspekte des Gesundheitsfonds skizziert. Daran anschließend sollen im fünften Kapitel weitere exemplarische Reformoptionen, die immer wieder in der politischen und wissenschaftlichen Diskussion auftauchen, auf ihre möglichen Auswirkungen auf den Kassenwettbewerb hin untersucht werden.
Im letzen Kapitel der Arbeit soll vor diesem Hintergrund ein Fazit aus den vorangegangenen Analysen und Diskussionen gezogen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Hinführung und Zielsetzung der Arbeit

1.1 Einführung in die Thematik

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Regulierung des Wettbewerbs zwischen gesetzlichen Krankenkassen im gegenwärtigen System

2.1 Erläuterung des Begriffes Wettbewerb und seine Bedeutung für den Krankenversicherungsmarkt

2.2 Wettbewerbsregulierung durch den Kontrahierungszwang

2.3 Wettbewerbsregulierung durch den einheitlichen Leistungskatalog

2.4 Wettbewerbsregulierung durch den Risikostrukturausgleich

2.4.1 Funktionsweise des Risikostrukturausgleichs

2.4.2 Risikoselektion in der Gesetzlichen Krankenversicherung

3 Gegenwärtige Situation und Möglichkeiten des Wettbewerbs in der Gesetzlichen Krankenversicherung

3.1 Preispolitik der Krankenkassen

3.1.1 Der Versicherungsbeitrag als Wettbewerbsinstrument

3.1.2 Instrumente der Preispolitik

3.1.3 Risikoselektion durch Preispolitik

3.2 Produktpolitik der gesetzlichen Krankenversicherungen

3.2.1 Instrumente der Produktpolitik

3.2.2 Risikoselektion durch Produktpolitik

3.3 Distributionspolitik

3.3.1 Instrumente der Distributionspolitik

3.3.2 Risikoselektion durch Distributionspolitik

3.4 Kommunikationspolitik

3.4.1 Instrumente der Kommunikationspolitik

3.4.2 Risikoselektion durch Kommunikationspolitik

4 Möglichkeiten zu verstärktem Wettbewerb im Rahmen des geplanten „Gesundheitsfonds“

4.1 Auswirkungen der Modifizierung des Beitragseinzugs, zusätzliche Beitragserhebung und Beitragserstattung

4.2 Auswirkung einer Verringerung der Anzahl der gesetzlichen Krankenkassen auf den Wettbewerb

4.3 Auswirkungen des geplanten morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs

4.4 Risikoselektion im zukünftigen System des Gesundheitsfonds

5 Weitere Möglichkeiten zur Intensivierung des Kassenwettbewerbs und deren „soziale Verträglichkeit"

5.1 Auflockerung des einheitlichen Leistungskataloges

5.2 Auflockerung der einheitlichen Beitragsbemessung

5.3 Beseitigung des kollektiven Sicherstellungsauftrags und Ermöglichung individuellen Kontrahierens mit Leistungserbringern

6 Schlussbemerkung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Wettbewerb innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) unter Berücksichtigung gegenwärtiger regulatorischer Rahmenbedingungen. Die zentrale Forschungsfrage ist, welche Wettbewerbsinstrumente und -strategien betriebswirtschaftlich und gesamtwirtschaftlich aktuell von Bedeutung sind und wie sich diese durch geplante Reformen im deutschen Gesundheitssystem verändern könnten, wobei ein besonderer Fokus auf dem Spannungsfeld zwischen Wettbewerb und Risikoselektion liegt.

  • Regulierung des Wettbewerbs und Risikostrukturausgleich (RSA)
  • Einsatz von Marketing-Mix-Instrumenten (Preis-, Produkt-, Distributions- und Kommunikationspolitik)
  • Auswirkungen der Einführung eines „Gesundheitsfonds“ auf den Kassenwettbewerb
  • Analyse von Reformoptionen wie die Auflockerung des Leistungskataloges oder individuelles Kontrahieren
  • Soziale Verträglichkeit und Effizienz verschiedener Wettbewerbsstrategien

Auszug aus dem Buch

Risikoselektion in der Gesetzlichen Krankenversicherung

Zunächst soll an dieser Stelle der Begriff der Risikoselektion erklärt werden. Grundsätzlich beschreibt Risikoselektion die gezielte Strategie einer Versicherung, in diesem Fall einer KK, zur Verbesserung der eigenen Risikostruktur. Dies kann geschehen, indem Versicherungen versuchen, Versicherte mit guten Risiken anzulocken bzw. zu halten oder Versicherte mit ungünstigen Merkmalen abzuschrecken bzw. zu einer Kündigung zu bewegen. Dabei tritt eine Risikoselektion durch Versicherungen grundsätzlich nur in Versicherungsmärkten auf, in denen keine risikoadjustierten Prämien bzw. Beiträge erhoben werden. Dies ist in der deutschen GKV der Fall, da die Beiträge nicht am individuellen Morbiditätsrisiko des Versicherten, sondern an seinem beitragspflichtigen Einkommen bemessen werden.

Theoretisch lassen sich vier Arten der Risikoselektion differenzieren, wobei nicht alle in der GKV zur Anwendung kommen. Man kann dabei die offene Risikoselektion von der subtilen bzw. verdeckten Risikoselektion sowie die ex ante von der ex post Risikoselektion unterscheiden. Die offene Risikoselektion wird offenkundig, d.h. unter Mitwissen der Beteiligten, durchgeführt. Auf Grund des Kontrahierungszwangs in der GKV ist diese Form allerdings gesetzlich verboten. Die verdeckte Risikoselektion hingegen wird ohne Wissen der externen Beteiligten, d.h. Interessenten oder Versicherten und des Gesetzgebers, durchgeführt. Auf Grund des Verbots der offenen Risikoselektion muss in der GKV Risikoselektion stets subtil bzw. verdeckt erfolgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Hinführung und Zielsetzung der Arbeit: Einleitung in die finanzielle Problematik der GKV und Darlegung der Zielsetzung, Wettbewerbsstrategien unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen zu analysieren.

2 Regulierung des Wettbewerbs zwischen gesetzlichen Krankenkassen im gegenwärtigen System: Theoretische Erörterung des Wettbewerbsbegriffs und Analyse staatlicher Regulierungsmechanismen, die den Kassenwettbewerb prägen und einschränken.

3 Gegenwärtige Situation und Möglichkeiten des Wettbewerbs in der Gesetzlichen Krankenversicherung: Untersuchung der operativen Marketing-Mix-Instrumente der Kassen und deren gezielter Einsatz zur Risikoselektion.

4 Möglichkeiten zu verstärktem Wettbewerb im Rahmen des geplanten „Gesundheitsfonds“: Analyse der geplanten Strukturreformen, insbesondere der Einführung eines Gesundheitsfonds und eines morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs, hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Wettbewerb.

5 Weitere Möglichkeiten zur Intensivierung des Kassenwettbewerbs und deren „soziale Verträglichkeit": Diskussion alternativer Reformoptionen und deren Auswirkungen auf den Kassenwettbewerb sowie deren Bewertung hinsichtlich sozialer Gerechtigkeit.

6 Schlussbemerkung und Ausblick: Fazit der Analyse, welches die Grenzen des Kassenwettbewerbs bei der Lösung grundlegender Finanzierungsprobleme aufzeigt und zukünftige Herausforderungen skizziert.

Schlüsselwörter

Gesetzliche Krankenversicherung, Kassenwettbewerb, Risikoselektion, Risikostrukturausgleich, Gesundheitsfonds, Krankenkassen, Beitragssatz, Leistungsdifferenzierung, Marketing-Mix, Sozialverträglichkeit, Effizienz, Versichertenstruktur, Morbi-RSA, Kontrahierungszwang, Qualitätswettbewerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Möglichkeiten und Grenzen des Wettbewerbs zwischen gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland, insbesondere unter dem Aspekt, wie Kassen trotz staatlicher Regulierungen strategisch agieren können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Regulierungen der GKV (wie den Risikostrukturausgleich), die Anwendung von Marketinginstrumenten (Preis, Produkt, Distribution, Kommunikation) und die Auswirkungen geplanter Reformen wie des Gesundheitsfonds.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Kassen ihre Wettbewerbsposition stärken können und welche Rolle dabei Strategien zur Risikoselektion spielen, insbesondere im Kontext möglicher zukünftiger Reformen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Herleitung wettbewerbsökonomischer Konzepte, der Analyse regulatorischer Rahmenbedingungen sowie einer Auswertung bestehender Fachliteratur und empirischer Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der gegenwärtigen Wettbewerbssituation, eine Untersuchung der Marketinginstrumente zur Risikoselektion sowie eine Evaluierung künftiger Reformkonzepte, wie dem morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem GKV, Kassenwettbewerb, Risikoselektion, Risikostrukturausgleich, Gesundheitsfonds und Qualität im Versorgungssystem.

Welche spezifischen Auswirkungen hat der geplante Gesundheitsfonds laut der Arbeit?

Der Fonds führt zu einer einheitlichen Beitragsfestlegung, was den Preiswettbewerb erschwert und zu einer Tendenz führt, dass Kassen versuchen, durch Zusatzbeiträge oder Leistungskürzungen ihre Wirtschaftlichkeit zu steuern.

Wie wird Risikoselektion in der GKV umgesetzt?

Kassen nutzen Strategien wie das Ansprechen spezifischer Zielgruppen (Werbung), die geschickte Standortwahl für Filialen oder eine gezielte Gestaltung von Mehrleistungen, um Versicherte mit geringem Krankheitsrisiko anzuziehen und Versicherte mit hohem Risiko abzuwehren.

Was ist das Fazit zur Option des individuellen Kontrahierens mit Leistungserbringern?

Der Autor stuft das individuelle Kontrahieren als eine der wenigen umsetzbaren Optionen ein, die tatsächlich zu einer Intensivierung des Wettbewerbs um Qualität und Effizienz führen könnte, mahnt jedoch vor bürokratischem Mehraufwand.

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Details

Title
Möglichkeiten zur Intensivierung des Kassenwettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
1,3
Author
Thomas-Naoki Nakashima (Author)
Publication Year
2007
Pages
72
Catalog Number
V83743
ISBN (eBook)
9783638874076
ISBN (Book)
9783638874175
Language
German
Tags
Möglichkeiten Intensivierung Kassenwettbewerbs Krankenversicherung Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas-Naoki Nakashima (Author), 2007, Möglichkeiten zur Intensivierung des Kassenwettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83743
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