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Obdachlos und psychisch krank - Herausforderung für Wohnungslosenhilfe und Psychiatrie

Title: Obdachlos und psychisch krank - Herausforderung für Wohnungslosenhilfe und Psychiatrie

Term Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Eva Fischer (Author)

Social Work
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Sie schlafen in Abbruchhäusern und Parkanlagen, auf Bänken, unter Brücken oder in Hauseingängen. Sie halten sich in Einkaufspassagen, Fußgängerzonen oder Unterführungen auf. Abfällig werden sie auch mit Bezeichnungen wie „Penner“ tituliert oder mit Bettlern gleichgesetzt: Obdachlose sind heute in den meisten Großstädten präsent. Einige von ihnen sind alkoholisiert, andere „irgendwie auffällig“. Sie gehören zu einer Randgruppe unserer Gesellschaft.

Im Rahmen der vorliegenden Hausarbeit möchte ich mich mit der Gruppe der obdachlosen, psychisch kranken Menschen auseinandersetzen. Was heißt „obdachlos“? In welcher gesundheitlichen und sozialen Verfassung sind diese Menschen? Was bedeutet „psychisch krank“? Wie hängen Obdachlosigkeit und psychische Erkrankung zusammen? Welche Hilfen gibt es für diese Klientel? Inwiefern sind diese Menschen hinsichtlich der Versorgungsstruktur eine Herausforderung für Psychiatrie und Wohnungslosenhilfe? Diese Fragen zum Thema „Obdachlos und psychisch krank – Herausforderung an Psychiatrie und Wohnungslosenhilfe“ sollen im Folgenden geklärt werden.

Im ersten Kapitel sollen Definitionen, Zahl und Umfang sowie ein Überblick zur gesundheitlichen Verfassung Obdachloser gegeben werden.
Im zweiten Kapitel möchte ich auf die psychischen Erkrankungen, die gerade bei Obdachlosen häufig zu finden sind, eingehen.
Auf den Zusammenhang zwischen Obdachlosigkeit und psychischer Erkrankung möchte ich im dritten Kapitel eingehen.
Im vierten Kapitel soll ein Überblick bzgl. der Hilfesysteme für psychisch kranke obdachlose Menschen gegeben werden.
Im fünften Kapitel möchte ich die Konsequenzen für die Versorgungsstruktur aufzeigen sowie verschiedene Modelle und Ansätze in Bezug auf die Versorgung darstellen.
In der Schlussbetrachtung sollen schließlich die Ergebnisse und Erkenntnisse noch einmal zusammengefasst werden.

Excerpt


Struktur der Arbeit

1. Obdachlosigkeit

1.1 Definitionen

1.2 Zahl und Umfang der Obdachlosigkeit

1.3 Gesundheitliche Verfassung obdachloser Menschen

2. Psychische Erkrankungen

2.1 Psychosoziale Störungen

2.2 Psychoneurotische Störungen und Psychosen

3. Zusammenhang zwischen Obdachlosigkeit und psychischen Erkrankungen

3.1 Statistische Angaben

3.2 Wege in die Obdachlosigkeit psychisch Kranker

4. Hilfesysteme

4.1 Gesetzliche Grundlagen und rechtliche Möglichkeiten der Hilfe

4.2 Psychiatrie und sozialpsychiatrische Hilfen

4.3 Wohnungslosenhilfen

5. Konsequenzen für die Versorgungsstruktur

5.1 Case Management

5.2 Streetwork(er)

5.2.1 Medical Streetwork

5.3 Lebensweltorientierung

5.4 Kooperation der Hilfesysteme

Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Lebenssituation von obdachlosen, psychisch kranken Menschen und analysiert die Herausforderungen für das psychiatrische sowie das wohnungslosenhilfliche Versorgungssystem. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie die beiden Hilfesysteme besser kooperieren können, um die Versorgungslücken zu schließen, die diese vulnerable Zielgruppe häufig zurück auf die Straße drängen.

  • Definition und Ausmaß von Obdachlosigkeit sowie gesundheitliche Risikofaktoren.
  • Klassifikation psychischer Erkrankungen im Kontext von Wohnungslosigkeit.
  • Rechtliche Grundlagen und bestehende Hilfsangebote beider Systeme.
  • Optimierungsansätze wie Case Management und lebensweltorientierte soziale Arbeit.
  • Bedeutung interdisziplinärer Kooperation zur Vermeidung von Versorgungslücken.

Auszug aus dem Buch

3.2 Wege in die Obdachlosigkeit psychisch Kranker

Bei psychisch kranken Menschen, die auf der Straße leben oder sich in Hilfesystemen bewegen, ist der Wohnungsverlust oft mit vorausgehenden oder begleitenden materiellen, sozialen und persönlichen Problemen und Schwierigkeiten verbunden. Wohnungslosigkeit ist dabei die Folge eines langfristigen Verarmungs- und Ausgrenzungsprozesses benachteiligter Menschen und einer Spirale von persönlichen Misserfolgen und Scheitern.

Auf der einen Seite führen Arbeitsmarktkrise, Modernisierungsprozesse und Sozialabbau zu sozialen Ungerechtigkeiten und Armutsrisiken. Hinzu kommen Diskriminierung und Stigmatisierung auffälliger Menschen in unserer Gesellschaft sowie die Verweigerung von notwendigen und frühzeitigen Hilfen.

Auf der anderen Seite kommen Menschen durch persönliche Krisen und belastende Lebensumstände in Notlagen, die sie überfordern, existenziell bedrohen und aus denen sie sich nicht mehr aus eigener Kraft herausziehen können.

Folgende Risikofaktoren begünstigen bei Menschen, die durch psychische Erkrankung und Sucht ohnehin schon eingeschränkt und belastet sind, die Wahrscheinlichkeit obdachlos zu werden: - besondere Belastung durch Lebensereignisse wie Trennung, Scheidung, Krankheit, Tod, Unfall - materiell und wirtschaftlich schlechte Ausgangssituationen; unzureichende soziale Sicherung und Einkommensarmut - erschwerten Zugang zum Bildungssystem und Arbeitsmarkt; dadurch Bildungs- und Qualifikationsdefizite - akute und chronische Erkrankungen, die vor allem durch die extreme Lebensweise auf der Straße entstehen

Zusammenfassung der Kapitel

1. Obdachlosigkeit: Dieses Kapitel definiert die verschiedenen Begriffe der Wohnungslosigkeit und beleuchtet die prekäre gesundheitliche Verfassung der betroffenen Menschen.

2. Psychische Erkrankungen: Hier werden psychosoziale Störungen sowie Neurosen und Psychosen theoretisch erläutert, um ein Verständnis für die häufig auftretenden Krankheitsbilder bei Obdachlosen zu schaffen.

3. Zusammenhang zwischen Obdachlosigkeit und psychischen Erkrankungen: Es wird dargelegt, warum psychische Erkrankungen das Risiko für einen sozialen Abstieg massiv erhöhen und welche Teufelskreisläufe dabei entstehen.

4. Hilfesysteme: Das Kapitel bietet einen Überblick über die rechtlichen Anspruchsgrundlagen im SGB XII und die Aufgabenbereiche von psychiatrischen Hilfen sowie der Wohnungslosenhilfe.

5. Konsequenzen für die Versorgungsstruktur: Hier werden moderne Ansätze wie Case Management und Medical Streetwork vorgestellt, die eine bessere Vernetzung der Hilfesysteme ermöglichen sollen.

Schlüsselwörter

Obdachlosigkeit, Psychische Erkrankung, Wohnungslosenhilfe, Psychiatrie, Case Management, Sozialarbeit, Doppeldiagnose, Armut, Stigmatisierung, Lebensweltorientierung, Streetwork, Versorgungssystem, Rehabilitation, soziale Ausgrenzung, Gesundheitsprävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die prekäre Lebenssituation von Menschen, die gleichzeitig von Obdachlosigkeit und psychischen Erkrankungen betroffen sind, und analysiert die daraus resultierenden Anforderungen an das Hilfesystem.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft sozialwissenschaftliche Perspektiven der Wohnungslosenhilfe mit psychiatrischen Erkenntnissen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Sozialgesetzgebung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Mängel in der aktuellen Versorgungsstruktur aufzuzeigen und Lösungsansätze zu formulieren, um eine ganzheitliche Rehabilitation der Betroffenen zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien und fachwissenschaftlicher Konzepte, um den Zusammenhang zwischen psychischer Erkrankung und Wohnungslosigkeit fundiert darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der verschiedenen Krankheitsbilder, die Analyse der Ursachen für den Wohnungsverlust sowie die Beschreibung der bestehenden Hilfesysteme und deren Optimierungsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Obdachlosigkeit, psychische Erkrankung, Case Management, interdisziplinäre Kooperation und Lebensweltorientierung.

Warum fällt es vielen Betroffenen schwer, Hilfe anzunehmen?

Oftmals führt eine wechselseitige Überforderung des Hilfesystems dazu, dass Klienten zwischen den Zuständigkeiten der Psychiatrie und der Wohnungslosenhilfe hin- und hergeschoben werden, was den Teufelskreis der Ausgrenzung festigt.

Welche Rolle spielt „Medical Streetwork“ in der Arbeit?

Es dient als Beispiel für eine aufsuchende Hilfeform, die die klassische Arzt-Patienten-Beziehung durch eine „Geh-Struktur“ ergänzt, um medizinische Versorgung dorthin zu bringen, wo sich die Klientel tatsächlich aufhält.

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Details

Title
Obdachlos und psychisch krank - Herausforderung für Wohnungslosenhilfe und Psychiatrie
College
Wiesbaden University of Applied Sciences
Course
Aktuelle Entwicklungen und Perspektiven der Wohnungslosenhilfe
Grade
1,0
Author
Eva Fischer (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V83748
ISBN (eBook)
9783638000994
Language
German
Tags
Obdachlos Herausforderung Wohnungslosenhilfe Psychiatrie Aktuelle Entwicklungen Perspektiven Wohnungslosenhilfe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Fischer (Author), 2006, Obdachlos und psychisch krank - Herausforderung für Wohnungslosenhilfe und Psychiatrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83748
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