Neues Eigenkapital durch Beteiligungsfinanzierung bei mittelständischen Unternehmen vor dem Hintergrund von Basel II


Diplomarbeit, 2006

78 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Mittelstandsfinanzierung im Wandel
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) – „Rückgrat“ der deutschen Wirtschaft?
2.1 Definitorische Abgrenzung
2.2 Bedeutung für den Standort Deutschland
2.3 Finanzierungssituation
2.4 Eigenkapitalausstattung

3. Basel II – Neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung
3.1 Konzept und Bestandteile
3.2 Erleichterungen für den Mittelstand
3.3 Rating mittelständischer Unternehmen
3.4 Auswirkungen und Konsequenzen für den Mittelstand
3.5 Beurteilung

4. Möglichkeiten der Beteiligungskapitalbeschaffung
4.1 Kapitalerhöhung durch bestehende Gesellschafter
4.2 Kapitalerhöhung durch Aufnahme neuer Gesellschafter
4.2.1 Eignung einer Direktbeteiligung
4.2.1.1 Einzelunternehmen
4.2.1.2 Personengesellschaften
4.2.1.3 Kapitalgesellschaften
4.2.1.4 Beurteilung
4.2.2 Eignung einer stillen Beteiligung
4.2.2.1 Begriffliche Klärung
4.2.2.2 Praxisrelevanz
4.2.2.3 Beurteilung
4.3 Mitarbeiter-Kapitalbeteiligung (MAKB)
4.3.1 Begriffliche Einordnung und Überblick
4.3.2 Finanzwirtschaftliche Ziele und Auswirkungen
4.3.3 Personalpolitische Ziele und Auswirkungen
4.3.4 Staatliche Förderung der Vermögensbeteiligung
4.3.5 Mögliche Beteiligungsformen
4.3.5.1 Direktbeteiligung
4.3.5.2 Indirekte Beteiligung
4.3.5.3 Stille Beteiligung
4.3.6 Kosten
4.3.7 Kritische Würdigung
4.4 Private Equity-Finanzierung
4.4.1 Begriffliche Einordnung und Überblick
4.4.2 Renditeorientierte Beteiligungsgesellschaften
4.4.2.1 Private Equity (PE)-Gesellschaften
4.4.2.2 Venture Capital (VC)-Gesellschaften
4.4.2.3 Corporate Venture Capital (CVC)-Gesellschaften
4.4.2.4 Kritische Würdigung
4.4.3 Informelles Beteiligungskapital
4.4.3.1 Privatplatzierung (Private Placement)
4.4.3.2 Business Angels
4.4.4 Förderorientiertes Beteiligungskapital
4.4.4.1 Mittelständische Beteiligungsgesellschaften (MBG)
4.4.4.2 Staatliche Förderung
4.5 Börsengang / Initial Public Offering (IPO)
4.5.1 Kennzeichnung und Überblick
4.5.2 Vorbereitungsphase und Ablauf eines IPO´s
4.5.3 Ausgewählte Börsensegmente für KMU
4.5.3.1 Entry Standard (Frankfurter Wertpapierbörse)
4.5.3.2 M:access (Bayerische Börse München)
4.5.4 Kosten
4.5.5 Vor- und Nachteile
4.5.6 Kritische Würdigung

5. Zusammenfassung und Ausblick
5.1 Relevanz der Beteiligungsfinanzierung für KMU
5.2 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Quantitative Mittelstandsdefinition des IfM Bonn

Abbildung 2: Quantitative Mittelstandsdefinition durch die EU (seit 01.01.2005)

Abbildung 3: Unternehmen in Deutschland 2003 nach Umsatzgrößenklassen

Abbildung 4: Bedeutung von Finanzierungsquellen im Jahr 2003

Abbildung 5: Eigenkapitalausstattung des Mittelstands im Verhältnis zur Bilanzsumme

Abbildung 6: Die 3 Säulen der Neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung

Abbildung 7: Internationale Rating-Klassifizierung

Abbildung 8: Musterkreditportfolio einer mittelstandsorientierten Bank

Abbildung 9: Nutzung von Mitarbeiterkapitalbeteiligung in Deutschland (Stand 01.01.2004)

Abbildung 10: Mitarbeiter-Beteiligungsgesellschaft

Abbildung 11: Geforderte Internal Rate of Return deutscher Kapitalbeteiligungs- gesellschaften

Abbildung 12: Ablauf einer Private Equity-/Venture Capital-Finanzierung

Abbildung 13: Marktstruktur an den deutschen Börsen (am Beispiel der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB))

Abbildung 14: Direkte Kosten einer Börsennotierung

Abbildung 15: Beschränkte Möglichkeiten der Eigenkapitalfinanzierung, (Unternehmen nach Umsatzgrößen und Eignung von Finanzierungsalternativen)

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Mittelstandsfinanzierung im Wandel

1.1 Problemstellung

Die Kapitalversorgung der deutschen Unternehmen befindet sich in einem gravierenden Veränderungsprozess. Von dieser Entwicklung werden ganz besonders kleinere und mittlere Betriebe, die in Deutschland 99,7 % aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen ausmachen und rund 70 % aller Arbeitnehmer beschäftigen, betroffen. In nur wenigen anderen Volkswirtschaften wird dieser Unternehmensgruppe eine ähnlich hohe gesamt-wirtschaftliche Bedeutung zugeschrieben wie in Deutschland. Der relativ stark über Bankkredite finanzierte Mittelstand sieht sich jedoch einem signifikanten Struktur-wandel in der Kreditwirtschaft gegenüber.

Gemäß der Neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) muss ab dem Jahr 2007 jeder Kreditnehmer mittels eines Ratings seine Bonität prüfen lassen. Dessen Ergebnis wird bei den Kreditinstituten für die Höhe der Eigenkapitalunterlegung von Krediten und für den vom Unternehmen zu zahlenden Kreditzins ausschlaggebend sein. Für viele mittelständische Unternehmen bedeutet dies, dass ihre Kreditfinanzierung teurer wird und unter Umständen nicht oder nur noch bedingt zur Verfügung steht.

Die ersten Auswirkungen der Basel II-Reform sind bereits heute erkennbar. Vor allem mittelständische Unternehmen sehen sich oftmals einer Verteuerung ihrer Kredite gegenüber. Ein wesentlicher Grund ist, dass sie in ihrer Unternehmensbilanz eine im europäischen wie internationalen Vergleich geringere Eigenkapitalquote ausweisen. Ausreichend vorhandenes Eigenkapital ist aber eine Vorraussetzung dafür, zusätzliches Fremdkapital überhaupt aufnehmen zu können. Über Jahrzehnte hinweg war die Kredit-versorgung mittelständischer Unternehmen durch enge Hausbankbeziehungen gesichert. Heute ziehen sich jedoch die Kreditinstitute mehr und mehr aus der Kreditfinanzierung kleiner und mittelgroßer Unternehmen zurück. Als Hauptgrund hierfür wird ein sich intensivierender, internationaler Wettbewerb genannt, der die üblichen Margen bei Kreditgeschäften nicht mehr zulässt. Die zahlreichen Kreditausfälle in jüngster Ver-gangenheit tun angesichts der schleppenden Konjunkturerholung ein Übriges[1].

Eine Unternehmensbefragung der KfW Bankengruppe im September 2005 kam zu dem Ergebnis, dass bei 24 % der Unternehmen, die zur Finanzierung anstehender Investi-tionen einen Bankkredit beantragt hatten, der Kreditantrag abgelehnt wurde. Für 42 % der Unternehmen ist die Kreditaufnahme spürbar schwieriger geworden. Nur knapp 7 % sprechen von einer Verbesserung. Als die bedeutendsten Gründe für abgelehnte Kredit-wünsche wurden dabei eine unzureichende Eigenkapitalquote, mangelnde Offenlegung von Informationen und fehlende zusätzliche Sicherheiten angeführt[2].

Viele Unternehmen leiden unter den zunehmend schlechteren Kreditbedingungen, ohne jedoch andere Wege der Finanzierung anzugehen. Nicht selten ist eine restriktive Kreditvergabe der Banken erst der Anfang vom Ende[3]. Die schwache Konjunktur und die Entwicklung der Insolvenzzahlen[4], die in den letzten Jahren neue Rekordhöhen erreichten, verdeutlichen dass das niedrige Eigenkapital vieler deutscher Mittelständler in einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld unzureichend ist. Die Diskus-sionen um Basel II scheinen folglich das in Deutschland häufig vorzufindende Merkmal der Eigenkapitalschwäche des Mittelstands aufzudecken.

Auch in Zukunft wird der Kredit eine zentrale Finanzierungsquelle für den Mittelstand bleiben. Der Eigenkapitalquote wird allerdings – bei der für die Zinsgestaltung so wich-tigen Bonitätsbeurteilung – eine noch wichtigere Rolle zukommen als bisher. In den letzten Jahren war in Deutschland aufgrund der konjunkturellen Lage eine Stärkung der Eigenkapitalbasis im Wege der Gewinnthesaurierung kaum möglich. Deshalb haben sich mittelständische Unternehmen verstärkt der Zuführung von externem Eigenkapital zu öffnen[5].

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Die vorliegende Arbeit möchte Handlungsbedarf bei den mittelständischen Unterneh-men im Bereich der Unternehmensfinanzierung aufzeigen und Denkansätze bezüglich alternativer Finanzierungsvarianten anstoßen. Insbesondere will sie eine Hilfestellung bei der Suche nach einer geeigneten Form der Eigenkapitalfinanzierung geben und als Informationsquelle für weitere Ansprechpartner im Bereich der Beteiligungsfinan-zierung dienen. Dazu erfolgt zunächst eine definitorische Abgrenzung und Typisierung mittelständischer Unternehmen, bevor auf deren gesamtwirtschaftlichen Stellenwert und die Besonderheiten bei der Finanzierung dieses Segments eingegangen wird.

Im dritten Kapitel werden Änderungen der Rahmenbedingungen in der Mittelstands-finanzierung hinsichtlich Kreditvergabebereitschaft der Banken sowie die Rating-thematik erläutert. Dabei werden vor dem Hintergrund von Basel II die Auswirkungen auf Unternehmen und deren Finanzierung untersucht. Unter anderem wird auch notwen-diger Handlungsbedarf in Finanzabteilungen bzw. auf strategischer Managementebene aufgezeigt.

Das vierte Kapitel befasst sich ausführlich mit den Möglichkeiten der Beteiligungs-kapitalbeschaffung. Dabei werden zunächst die Vorgaben durch das deutsche Gesell-schaftsrecht abgesteckt und die Eignung einer Kapitalerhöhung bei den verschiedenen Gesellschaftsformen untersucht. Das wesentliche Ziel der Ausführungen liegt anschlie-ßend darin, in einer systematischen Vorgehensweise verschiedene Möglichkeiten einer Beteiligungskapitalbeschaffung zu kennzeichnen. Außerdem sollen diese auf deren Relevanz für mittelständische Unternehmen hin überprüft und beurteilt werden. Dazu zählen die Kapitalbeteiligung durch Mitarbeiter, die verschiedenen Ausgestaltungs-formen einer Private Equity-Finanzierung sowie die Eigenkapitalbeschaffung durch einen Börsengang.

Das letzte Kapitel dient schließlich der Zusammenfassung gewonnener Erkenntnisse und bietet einen Ausblick auf künftige Anforderungen und Finanzierungskonzeptionen für mittelständische Unternehmen.

Um eine Untersuchung zu dem vorliegenden Thema überhaupt durchführen zu können, ist es zuallererst notwendig, den Begriff der mittelständischen Unternehmen zu defi-nieren. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass im Rahmen der Arbeit die Begriffe „Mittelstand“ oder „mittelständisch“ als Synonyme für klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) verwendet werden.

2. Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) – „Rückgrat“ der deutschen Wirtschaft?

2.1 Definitorische Abgrenzung

In der Literatur lässt sich keine einheitliche Definition für KMU finden. Um Unterneh-men dennoch voneinander abgrenzen zu können, verwendet man häufig quantitative Merkmale wie Umsatz, Mitarbeiterzahl oder Bilanzsumme. Nach der in Deutschland gebräuchlichen Definition des Institutes für Mittelstandsforschung (IfM) zählen Unter-nehmen mit weniger als 500 Beschäftigten oder bis 50 Mio. € Jahresumsatz zu den KMU[6]. Diese Klassifizierung dient auch als Maßstab für die vorliegende Arbeit.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 : Quantitative Mittelstandsdefinition des IfM Bonn [7] .

Eine darüber hinaus anerkannte KMU-Definition stammt von der Europäischen Union. Sie rechnet dem Mittelstand nur Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten zu. Beiden Definitionen gemeinsam ist neben dem Jahresumsatz (bis 50 Mio. €) auch das Kriterium der Unabhängigkeit. Demnach darf sich ein Unternehmen nicht zu 25 % oder mehr im Besitz eines oder mehrerer Unternehmen befinden, die nicht der KMU-Definition entsprechen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 : Quantitative Mittelstandsdefinition durch die EU (seit 01.01.2005) [8] .

Für das Verständnis des Mittelstands sind rein aus quantitativen Größen abgeleitete Berechnungsmethoden und Darstellungen hilfreich. Allerdings wird der Mittelstand nicht nur über eine Zahl, sondern auch über qualitative Kriterien definiert. Darin liegt laut IfM Bonn sogar eine zentrale Bedeutung für das Verständnis der Besonderheiten und Wesensmerkmale der Unternehmen[9].

In der Literatur wird dabei häufig die Position des Unternehmers stark hervorgehoben. Großunternehmen – üblicherweise in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft – zeichnen sich aus durch eine Trennung der Bereiche Leitung, Kontrolle und Eigentum in die drei Organe Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung (bzw. Aktionäre). Bei den KMU liegt dagegen oftmals eine Konzentration dieser Funktionen in der Person des Unternehmers vor[10]. Durch diese Einheit von Eigentum und Leitung prägt dieser Unternehmer die Unternehmenskultur und -strategie maßgeblich. Auch der Unterneh-menserfolg hängt stark von der Person des Unternehmers ab, der wegen einer geringen formalisierten Planung seine Entscheidungen häufig nicht nur auf Basis von Fakten, sondern nicht unwesentlich auch auf Basis von Intuition trifft.

Auch in den Zielsetzungen unterscheiden sich diese Betriebe von den großen Unterneh-men: Während Großunternehmen grundsätzlich von ökonomischen Zielen ausgehen, streben die Eigentümer der KMU häufig nach finanzieller Unabhängigkeit. Aber auch das Anbieten qualitativ hochwertiger Produkte steht im Vordergrund. Auf der persön-lichen Ebene des Unternehmers stehen oft auch zusätzlich die Freude an der Arbeit und der Wunsch nach Selbstverwirklichung[11]. Durch seine signifikante Beteiligung am Risiko und Erfolg des Unternehmens werden ferner Entscheidungen nicht im Hinblick auf deren Öffentlichkeitswirkung – wie bei den börsennotierten Publikumsgesell-schaften bekannt – getroffen. Im Vordergrund steht dagegen die Sicherung der Vermö-genssituation der Eigentümer durch den Unternehmenserfolg.

Die starke Identifikation mit dem Unternehmen äußert sich auch in der gewählten Rechtsform: In Deutschland dominieren die Einzelunternehmen mit einem Anteil von nahezu 70 %. Daneben werden zumeist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) bzw. die GmbH & Co. KG oder die Offene Handelsgesellschaft (OHG) gewählt. Die Rechtsform der Aktiengesellschaft (AG) spielt dagegen mit einem Anteil von gerade einmal 0,2 Prozent eine völlig untergeordnete Rolle[12].

2.2 Bedeutung für den Standort Deutschland

Das deutsche Phänomen „Mittelstand“ ist weltweit einzigartig. So ist sein maßgeblicher Anteil am deutschen „Wirtschaftswunder“ der Nachkriegsjahre offenkundig und steht in einer Linie mit Begriffen und Namen wie Soziale Marktwirtschaft, Wohlstand und Ludwig Erhard. Der Mittelstand ist jedoch etwas äußerst Heterogenes. Bekannte Familienunternehmen mit hohen Millionenumsätzen fallen ebenso darunter wie der Bäcker um die Ecke oder das Autohaus im Gewerbegebiet[13].

Bei der Ermittlung der Anzahl aller deutschen Unternehmen stößt man auf erhebliche Probleme, da weder eine vollständige Erfassung dieser Unternehmen noch eine ent-sprechende einheitliche Statistik existiert. Den höchsten Erfassungsgrad dürfte jedoch die Umsatzsteuerstatistik aufweisen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 : Unternehmen in Deutschland 2003 nach Umsatzgrößenklassen

(Statistisches Bundesamt: Sonderauswertung der Umsatzsteuerstatistik 2003 im Auftrag des IfM Bonn, Wiesbaden, 2005, alle Angaben in Euro)[14].

In dieser sind alle Unternehmen mit steuerbaren Umsätzen von mindestens 17.500 € pro Jahr erfasst. Die deutsche Umsatzsteuerstatistik weist für das Jahr 2003 einen Bestand von über 2,9 Mio. Unternehmen[15] auf. Davon zählen laut einheitlicher Definition von IfM und EU nach Umsatzgrößenklassen nur 7.998 Unternehmen nicht zu den KMU.

Allein die Abbildung der unternehmerischen Größenklassen verdeutlicht bereits die Bedeutung, die den KMU als „Rückgrat der deutschen Wirtschaft“ zukommt. Unter Zugrundelegung der Definition des IfM Bonn sind 99,7 % aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen dem Mittelstand zuzurechnen. Sie beschäftigen rund 70 % aller Arbeit-nehmer, bilden 82 % aller Auszubildenden aus und erwirtschaften 41 % aller steuer-pflichtigen Umsätze in Deutschland[16].

Die Mittelstandskonjunktur hat ihren Tiefpunkt im Jahr 2002 mittlerweile deutlich hinter sich gelassen. Seit 2003 ist ein leichter Aufschwung erkennbar, allerdings haben bisher kleinere und mittlere Unternehmen von der hauptsächlich exportgetriebenen Konjunkturerholung deutlich weniger profitiert als Großunternehmen[17]. In wieweit sich die angekündigte Mehrwertsteuererhöhung (19 % ab 01.01.2007) mit vorgezogenen Käufen im Jahr 2006 auf die deutschen mittelständischen Unternehmen auswirken wird, muss sich erst noch herausstellen.

2.3 Finanzierungssituation

Wie eine vom IfM Bonn durchgeführte Befragung belegt, bevorzugt der Mittelstand eindeutig die Selbstfinanzierung aus Gewinnen, Abschreibungen und Rückstellungen. Es folgen nach der Bedeutungsrangziffer Bankkredite, Leasing, Lieferantenkredite und das Beteiligungskapital.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4 : Bedeutung von Finanzierungsquellen im Jahr 2003 [18] .

Das Finanzierungsverhalten der KMU ist seit jeher – im Gegensatz zum Ausland – besonders mit Krediten verbunden. Verschiedene Gründe, die insbesondere in den rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen zu suchen sind, haben zu dieser Situation geführt:

Die Ausgestaltung des deutschen Kreditsicherheitenrechts mit der Anerkennung besitzloser Sicherheiten (Sicherungsübereignung, Sicherungszession) ermöglicht eine einfache und unbürokratische Stellung von Sicherheiten. Auch durch die starke Wettbe-werbssituation im deutschen Bankenmarkt (Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Privat-banken) wurde die Bereitstellung günstiger Kredite gefördert. Nicht zuletzt hat die Steuergesetzgebung einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, da die Darlehenszinsen eines Unternehmens grundsätzlich als Betriebsausgabe abziehbar sind und so zu einer geringeren Ertragssteuerbelastung führen. Durch diese Möglichkeit wurde der Anreiz geschaffen, Fremdkapital dem Eigenkapital als Finanzierungsquelle vorzuziehen[19].

Betrachtet man die Liquiditätssituation deutscher KMU so ist festzustellen, dass Existenzprobleme insbesondere durch eine Abhängigkeit von kurzfristigem Fremd-kapital und durch eine schlechte Zahlungsmoral und –fähigkeit der eigenen Kunden entstehen[20].

Die meist geringen betrieblichen Sicherheiten verbunden mit der geringen Eigenkapital-ausstattung (siehe 2.4) begrenzen die Möglichkeiten der Kreditfinanzierung[21]. Etwas abgemildert wird dieser Nachteil oft durch sehr enge Beziehungen zur jeweiligen Hausbank. Dadurch wird eine Vertrauensbasis geschaffen, die für beide Seiten Vorteile bietet. Für die Banken sinken die Kreditrisiken durch eine bessere Risikoeinschätzung und für die Unternehmen sollte sich dies in niedrigeren Kreditkosten widerspiegeln. Es gibt jedoch Indizien, dass das Hausbankprinzip durch den starken Wettbewerb der Banken um die gewinnträchtigen Unternehmen allmählich verdrängt wird. Nach einer Studie der Kreditanstalt für Wiederaufbau wickeln derzeit aber noch 40 % aller deutschen Unternehmen ihre Bankgeschäfte mit nur einer einzigen Bank ab[22].

2.4 Eigenkapitalausstattung

Die eingangs erwähnten Veränderungen im Finanzsektor haben die Diskussion um die Eigenkapitalausstattung des Mittelstands neu belebt. Im Zentrum der Diskussion steht nicht mehr allein die Funktion des Eigenkapitals als Mittel der Selbstfinanzierung, sondern vor allem im Rahmen einer Aufnahme von Fremdkapital.

Die Eigenkapitalquote der deutschen KMU zeigt sich insbesondere im internationalen Vergleich auffallend niedrig. Je nach Analyse- und Erhebungsformen bewegen sich die durchschnittlich ermittelten Eigenkapitalquoten zwischen 7,5 % und 18 %. Insgesamt ist vor allem bemerkenswert, dass sich in den letzten 30 Jahren in Deutschland die durchschnittliche Eigenkapitalausstattung fast halbiert hat[23].

In einer Untersuchung der Creditreform im Herbst 2005 wurde festgestellt, dass sich die Schere zwischen den solide und den weniger solide finanzierten KMU weiter öffnet. Zwar stieg der Anteil von Betrieben mit über 30 % Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozentpunkte, gleichzeitig erhöhte sich aber auch die Zahl der mit einer Eigenkapitalquote von unter zehn Prozent unterkapitalisierten Betriebe auf 36,6 % (Vorjahr: 36,0 %).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5 : Eigenkapitalausstattung des Mittelstands im Verhältnis zur Bilanzsumme

In Klammern: Vorjahresangaben[24].

Eine niedrige Eigenkapitalquote ist – aufgrund der Verlustausgleichsfunktion des Eigenkapitals – ein Indiz für die geringe Bestandsfestigkeit eines Unternehmens. Die Ursachen hierfür wurden bereits in Punkt 2.3 benannt. Es sollte allerdings auch auf die Besonderheiten der deutschen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nach HGB (Möglichkeiten zur Bildung stiller Reserven, Niederstwert- und Vorsichtsprinzip) hin-gewiesen werden, wonach das tatsächliche Eigenkapital oftmals höher als das ausge-wiesene Eigenkapital ist[25].

Besonders bemerkenswert ist aber, dass die Eigenkapitalquote bei KMU im Schnitt umso geringer ist, je kleiner das Unternehmen[26]. Auch die Inanspruchnahme von Bankkrediten zeigt, dass kleinere Unternehmen höhere Kreditvolumina beanspruchen als große Unternehmen. Das Schlagwort von der Fremdfinanzierungskultur im deutschen Mittelstand ist also durchaus berechtigt. Die Gründe hierfür liegen u.a. in einem besseren Zugang der größeren Unternehmen zu anderen Finanzierungsquellen wie z.B. dem Kapitalmarkt[27].

Die beliebteste aber auch die mit Abstand wichtigste Finanzierungsquelle des Mittelstands ist die Gewinnthesaurierung. In den letzten Jahren hatten die KMU allerdings besonders unter der schwachen Binnenkonjunktur zu leiden, so dass diese Finanzierungsform oftmals ausfiel. Meist konnten nur exportorientierte größere Unter-nehmen – aufgrund der guten Weltkonjunktur – entstandene Gewinne thesaurieren und so ihre Eigenkapitalbasis stärken[28]. Eine durchschnittliche Umsatzrentabilität von 3 % und die Tatsache, dass fast jedes dritte Unternehmen keinen Gewinn oder sogar Ver-luste realisiert, zeigt dass der Mittelstand allein durch Innenfinanzierung kaum das notwendige Kapital für weitere Investitionen aufbringen kann[29].

Insgesamt ist die Eigenkapitaldecke mittelständischer Unternehmen dürftig. Bei vielen reichen die erwirtschafteten Gewinne nicht aus, um nachhaltig ihr Eigenkapital auf-stocken zu können. So beziffert die Bundesbank die Eigenkapitallücke bei den deutschen KMU auf 300 Mrd. €. Angesichts des fortschreitenden Wandels der Finanz-märkte und des näher rückenden Inkrafttretens der Basel II - Regelungen (siehe folgen-des Kapitel) ist laut Hans Reich (Vorstandssprecher der KfW Bankengruppe) eine Verbesserung dieser Situation dringend geboten[30].

3. Basel II – Neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung

3.1 Konzept und Bestandteile

Die generell zu niedrige Eigenkapitalquote deutscher KMU wurde bereits ausgiebig besprochen. Der Grund warum dieses Thema in den letzten Jahren vermehrt die Aufmerksamkeit sowohl bei Banken als auch Unternehmen auf sich zieht, ist in den Beschlüssen zu sehen, die vom Baseler Ausschuss – einem Gremium der internatio-nalen Bankenaufsicht – ausgehen.

Das oberste Ziel des Ausschusses liegt in der Erhöhung der Sicherheit und Stabilität des Finanzsektors in den Volkswirtschaften. Im komplexen, weltweiten Bankensystem von heute sollen durch internationale Vereinbarungen einheitliche Wettbewerbssituationen geschaffen werden, um das Insolvenzrisiko von Kreditinstituten zu verringern. Das Risiko eines „Bankenkrachs“, der in der Regel durch hohe Kreditausfälle verursacht wird und in den globalisierten Finanzmärkten von heute einen „Dominoeffekt“ wie zuletzt bei der Asienkrise 1997/98 auslösen kann, soll dadurch verhindert werden[31].

Seit dem Jahr 1988 gilt für Kreditinstitute die Eigenkapitalvereinbarung Basel I. Demnach müssen zur Sicherung von Kundeneinlagen 8 % der Höhe eines nicht besicherten Kredits[32] mit Eigenkapital unterlegt werden (d.h. bei einer Kredithöhe von 1 Mio. € sind dies 80.000 €). Jeder Kredit wird folglich mit dem gleichen Sicherheits-risiko behandelt, wodurch im Kreditengagement der Kreditinstitute eine Wachstums-grenze beim 12,5-fachen des Eigenkapitals festgelegt ist[33].

Diese Pauschalisierung von 8 % bei der Eigenkapitalunterlegung hat die ökonomischen Risiken der Banken nur ungenau abgebildet und zu einer Quersubventionierung der Kreditnehmer schlechter Bonität durch Kreditnehmer guter Bonität geführt. Aufgrund dessen geriet diese Regelung in den 90-iger Jahren zunehmend in die Kritik.

Mit Basel II soll nun ab 2007 die Eigenmittelunterlegung mit Hilfe eines Ratings (vgl. 3.3) risikogerechter und damit in erster Linie abhängig von der Bonität des Kredit-nehmers gestaltet werden. Bei einem Kredit mit dem geringsten Risikograd sind dann nur noch 1,6 % und bei einem Kredit mit dem höchsten Risikograd dagegen bis zu 12 % Eigenkapitalunterlegung erforderlich[34].

Diese Kosteneinsparung bei den Kreditinstituten sollte für Unternehmen mit einer guten Bonität auch zu günstigeren Kreditkonditionen[35] führen. Im Durchschnitt aller Kredit-vergaben sollte jedoch die Eigenkapitalanforderung von 8 % auch mit Basel II erhalten bleiben. Dem Trend, durch riskantere Kreditgewährungen höhere Erträge zu erzielen, wie er weltweit immer mehr nachgeahmt wurde, soll so aufsichtsrechtlich mit einer höheren Kapitalbindung ein Ende bereitet werden[36].

Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung – Basel II ist in drei, sich gegenseitig verstärkende Säulen gegliedert. Sie besteht aus:

- den Mindestkapitalanforderungen (Minimal Capital Requirements).
- den Überprüfungsverfahren der Aufsichtsbehörden (Supervisory Review Process).
- der Transparenz und Offenlegung (Market Discipline).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6 : Die 3 Säulen der Neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung.

Für mittelständische Unternehmen wirkt sich aber nur die erste Säule – sie gibt vor, wie viel Eigenkapital ein Kreditinstitut vorhalten muss – auf die Kreditvergabe bzw. den Kreditzins aus. Die Säulen zwei und drei gelten primär für den Bankensektor[37]. Auf weitere Details zu Basel II wird hinsichtlich Umfang und Schwerpunktsetzung dieser Arbeit nicht näher eingegangen. Diese sind in der einschlägig genannten Literatur nachzulesen.

[...]


[1] Vgl. Lüpken, Silke: Alternative Finanzierungsinstrumente für mittelständische Unternehmen (2003), S. 1 f.

[2] Vgl. KfW Bankengruppe: Unternehmensfinanzierung: Immer noch schwierig, aber erste Anzeichen einer Besserung (2005), S. 4, in Internet: www.basel-ii.info/artikel120.html, Zugriff am 08.12.2005.

[3] Anm.: Ein Schlagwort, das häufig in diesem Zusammenhang verwendet wird, ist der „Credit Crunch“ (oft auch übersetzt mit dem Begriff „Kreditklemme“). In Zeiten zurückgehender Wachstumsraten steigt tendenziell die Ausfallwahrscheinlichkeit von Krediten. Somit sinkt gleichzeitig die Bereitschaft der Banken, weitere Kredite und günstige Kreditkonditionen zu gewähren. Daraus kann ein Teufelskreis mit einer weiteren Verschlechterung der Konjunktur entstehen. Vgl. Ehlers: Basel II/Rating: Die Hausauf-gaben für Mittelstandsunternehmen und ihre Berater (2005), 2. Auflage, S. 2.

[4] Anm.: So gab es im Jahr 1993 noch rund 15.000 Unternehmensinsolvenzen, während im Jahr 2004 insgesamt 39.270 Unternehmensinsolvenzen zu verzeichnen waren. Für das Gesamtjahr 2005 rechnet die Wirtschafts- und Konjunkturforschung mit etwa 38.000 insolventen Unternehmen. Vgl. Creditreform: Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand – Herbst 2005 (2005), S. 24, in Internet: www.credit reform.de/Ressourcen/Creditreform_Analysen/Wirtschaftslage_und_Finanzierung_im_Mittelstand/20051011_wirtschaftslage_mittelstand_herbst_2005.pdf, Zugriff am 30.11.2005.

Seit Ende 2005 gibt es jedoch vermehrt Anzeichen für eine Verbesserung der Investitionsneigung bei den mittelständischen Unternehmen und einer konjunkturellen Erholung. Vgl. Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB): MittelstandsNews 1/2006 (2006), S. 9, in Internet: www.voeb.de/ content_frame/downloads/MiM-1-2006.pdf, Zugriff am 10.01.2006.

[5] Vgl. Bundesverband deutscher Banken: Mittelstandsfinanzierung – Partnerschaftliche Zusammenarbeit von Unternehmen und Banken (2005), S. 5.

[6] Vgl. Bundesverband deutscher Banken (2005), S. 6 f.

[7] Vgl. Wallau, Frank Prof. Dr. (Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn): Mittelstandsfinanzierung – heute und morgen (2005), S. 4, in Internet: www.ifm-bonn.org/presse/focus.htm, Zugriff am 03.12.2005.

[8] Vgl. Wallau (2005), S. 4.

[9] Vgl. Lüpken (2003), S. 5.

[10] Anm.: Annähernd 90 % der mittelständischen Unternehmen in Deutschland werden vom Inhaber geführt. Vgl. Achleitner, Ann-Kristin et Christian Fingerle: Finanzierungssituation des deutschen Mittel-stands, in: Achleitner, Ann-Kristin, Christoph von Einem et Benedikt von Schröder: Private Debt – Alternative Finanzierung für den Mittelstand (2004), S. 9.

[11] Vgl. Berens, Wolfgang et Bernd Högemann et Klaus Segbers: Das mittelständische Unternehmen – Status Quo und Perspektiven in der Finanzierung, in: Berens, Wolfgang et Hans Brauner et Jürgen Frodermann: Unternehmensentwicklung mit Finanzinvestoren (2005), S. 11 f.

[12] Vgl. Ahrweiler, Sonja et Christoph Börner: Neue Finanzierungswege für den Mittelstand: Ausgangs-situation, Notwendigkeit und Instrumente, in: Kienbaum, Jochen et Christoph Börner: Neue Finanzier-ungswege für den Mittelstand (2003), S. 7 f.

[13] Vgl. Uhlig, Stefan (Wirtschaftsjunioren Deutschland): Neue Wege bei der Mittelstandsfinanzierung (2005), S. 2 f., in Internet: www.wjd-mittelstandsfinanzierung.com/download.php?media_id=00000352, Zugriff am 17.11.2005.

[14] Vgl. Wallau (2005), S. 3.

[15] Anm.: Diese Zahl bedarf jedoch weiterer Korrekturen. So sind beispielsweise die nicht umsatzsteuer-pflichtigen freien Heilberufe und Versicherungsagenten sowie Unternehmen mit Umsätzen unterhalb der Erfassungsgrenze nicht enthalten. Insgesamt agieren nach Berechnungen des IfM Bonn rund 3,3 Mio. Unternehmen mit 20 Mio. Beschäftigten am Markt. Vgl. Wallau (2005), S. 3. Vgl. auch Bundesverband deutscher Banken: Daten, Fakten, Argumente - Mittelstandsfinanzierung vor neuen Herausforderungen (2003), S. 8.

[16] Vgl. Bundesverband deutscher Banken (2005), S. 6.

[17] Vgl. Hofelich, Markus: KfW-Studien zum Mittelstand, in: Venture Capital Magazin: Sonderausgabe: „Mittelstandsfinanzierung 2005“, April 2005, S. 14.

[18] Vgl. Wallau (2005), S. 6.

[19] Vgl. Bundesverband deutscher Banken (2005), S. 13.

[20] Anm.: Über 40 % der Unternehmen berichten laut einer Umfrage der KfW Bankengruppe von einer Verschlechterung des Zahlungsverhaltens ihrer privaten Firmenkunden. Ein Drittel der befragten Firmen klagt über Verschlechterungen bei öffentlichen Auftraggebern. Auf die ausbleibenden Zahlungen reagieren 80 % der Unternehmen mit Maßnahmen wie der Verbesserung des Mahnwesens oder eine ständige Überwachung der Zahlungsströme. 20 % der Unternehmen hingegen nehmen die schlechte Zahlungsmoral einfach hin. Häufigster Grund hierfür ist die Furcht, sonst einen guten Kunden zu verlieren. Vgl. KfW Bankengruppe (2005), S. 6.

[21] Vgl. KfW Bankengruppe (2005), S. 4.

[22] Vgl. Achleitner et Fingerle (2004), S. 19 f.

[23] Vgl. Bundesverband deutscher Banken (2005), S. 13. Vgl. auch Fentz (2004), S. 13.

Anm.: In den USA liegt die durchschnittliche Eigenkapitalquote des Mittelstandes bei rund 50 %, in Portugal bei 42 %, in Frankreich bei 35 %. Vgl. Ehlers (2005), S. 21.

[24] Vgl. Creditreform (2005), S. 19.

[25] Vgl. Berens et Högemann et Segbers (2005), S. 13.

[26] Anm.: Bei Unternehmen mit mehr als 40 Mio. € Umsatz beträgt die durchschnittliche Eigenkapital-quote 31 %, bei Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 7 und 40 Mio. € 22 % und bei Unternehmen mit weniger als 7 Mio. € Umsatz nur 14 %. Vgl. Stäglich, Jörg: Eigenkapital für den Mittelstand, in: Kienbaum, Jochen et Christoph Börner: Neue Finanzierungswege für den Mittelstand (2003), S. 352.

[27] Vgl. Berens et Högemann et Segbers (2005), S. 14 f.

[28] Vgl. Creditreform (2005), S. 20.

[29] Vgl. Achleitner et Fingerle (2004), S. 15.

[30] Vgl. Creditreform (2005), S. 21.

[31] Vgl. Ehlers (2005), S. 7.

[32] Anm.: Dies gilt für sonstige Kreditnehmer (=Unternehmen). Kredite an Staaten und Banken müssen mit wenig oder sogar keinem Eigenkapital unterlegt werden. Vgl. Ehrmann: Kompakt-Training Risiko-management – Rating-Basel II (2005), S. 20 f. Vgl. auch Bisani, Paul Prof. Dr.: Eigenmittel der Finanz-institute, Unveröffentlichtes Vorlesungsskript im Fach Geschäftspolitik der Finanzdienstleister, Fach-hochschule Deggendorf, Sommersemester 2004, S. 5.

[33] Vgl. Übelhör, Matthias et Christian Warns: Basel II – Auswirkungen auf die Finanzierung – Unterneh-men und Banken im Strukturwandel (2004), S. 21 f.

[34] Vgl. Ehlers (2005), S. 7-13.

[35] Anm.: Die Gesamtkosten einer Kreditvergabe, die bei einer Bank anfallen, setzen sich zusammen aus den Kosten für das zu hinterlegende Eigenkapital, den Kosten der Refinanzierung des Kredites am Markt, den Bearbeitungs- und Fixkosten und den Risikokosten (Rating, Sicherheiten).

[36] Vgl. Bundesverband deutscher Banken (2005), S. 18. Vgl. auch Ehlers (2005), S. 7-13.

[37] Vgl. Ehrmann (2005), S. 20, S. 177.

Ende der Leseprobe aus 78 Seiten

Details

Titel
Neues Eigenkapital durch Beteiligungsfinanzierung bei mittelständischen Unternehmen vor dem Hintergrund von Basel II
Hochschule
Hochschule Deggendorf
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
78
Katalognummer
V83793
ISBN (eBook)
9783638877077
ISBN (Buch)
9783640865321
Dateigröße
1148 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Neues, Eigenkapital, Beteiligungsfinanzierung, Unternehmen, Hintergrund, Basel
Arbeit zitieren
Michael Wimmer (Autor), 2006, Neues Eigenkapital durch Beteiligungsfinanzierung bei mittelständischen Unternehmen vor dem Hintergrund von Basel II, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83793

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