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Zwischen Ideal und Wirklichkeit - Goethes Iphigenie auf Tauris und Leonore von Este im Vergleich

Titel: Zwischen Ideal und Wirklichkeit - Goethes Iphigenie auf Tauris und Leonore von Este im Vergleich

Hausarbeit , 2007 , 38 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Bachelor of Arts (B.A.) Susan Wangelik (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit zwei Dramen Johann Wolfgang von Goethes: Torquato Tasso und Iphigenie auf Tauris . Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen die Frauengestalten Prinzessin Leonore und Iphigenie, die in ihrer Funktion innerhalb des jeweiligen Dramenkontexts verglichen werden sollen.

Beide Figuren, sowohl Iphigenie als auch die Prinzessin Leonore, können im Kontext des jeweiligen Dramas als Vor- und Leitbilder, als „schöne Seelen“ gelten.

Wenn die vorliegende Arbeit nun die These aufstellt, es handele sich bei den beiden Frauengestalten um Idealfiguren, so muss die Prüfung der Ideale, das heißt die Konfrontation des Ideals mit der Wirklichkeit zur zentralen Fragestellung werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung 2

Zwischen Ideal und Wirklichkeit... 5

1 Die Frauengestalten im Kontext des jeweiligen Dramas... 5

1.1 Leonore von Este... 5

1.2 Iphigenie ... 9

1.3 Erste Zusammenfassung ... 12

2 Die Konfrontation des Ideals mit der Wirklichkeit ... 14

2.1 Leonore von Este ... 14

2.2 Iphigenie ... 24

Fazit... 33

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frauengestalten Prinzessin Leonore in Goethes Torquato Tasso und Iphigenie in Iphigenie auf Tauris hinsichtlich ihrer Funktion als Idealfiguren. Ziel ist es zu analysieren, inwiefern die Figuren ihre verkörperten Ideale im dramatischen Handlungsverlauf gegenüber der Wirklichkeit auf Gültigkeit prüfen können.

  • Vergleich von Prinzessin Leonore und Iphigenie als Idealfiguren
  • Einordnung der Frauen in den jeweiligen Dramenkontext
  • Untersuchung der Konfrontation von Ideal und Wirklichkeit
  • Analyse der charakterlichen Entwicklung vs. Beständigkeit
  • Prüfung der Gültigkeit des verkörperten Ideals im Handlungsverlauf

Auszug aus dem Buch

2.1 Leonore von Este

Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass die Bekränzungsszene und deren Vorbereitung im ersten Aufzug des Dramas auf die Zuordnung der Personen zueinander und deren Dichtungsverständnis verweist. Vergil, Tasso und die Prinzessin sind durch den Lorbeerkranz symbolisch verbunden. Die Prinzessin tritt hier in ihrer Funktion als Idealfigur auf. Sie vertritt die Tradition Ferraras als Musenhof und gesellt sich zu den Dichtern, die durch den Lorbeerkranz miteinander verbunden werden. Tasso erscheint als Erbe Vergils, dessen Arkadiendarstellung einer Idealwelt der Dichter seiner eigenen Vorstellung des Idealzustandes entspricht.

Die symbolisch dargestellte Verbundenheit zwischen der Prinzessin und Tasso scheint im Verlauf der Bekränzungsszene jedoch bereits zu wanken. Die Szene beginnt mit dem Auftritt Tassos, der gefasst und im Einklang mit der höfischen Gesellschaft sein vollendetes Werk dem Herzog Alfons übergibt:

„Dass Freunde seiner schonend sich erfreuen:

So kann ich auch nur sagen: Nimm es hin“.

Der Dichter übergibt sein Werk dem Mäzen. Es dient der Unterhaltung der Hofgesellschaft. Hier scheint zunächst harmonisches Übereinkommen im Dichtungsverständnis vorzuliegen. Das Übergeben des vollendeten Werkes entspricht der höfischen Sitte. In diesem Kontext ist auch Tassos Aussage über den Besitzanspruch des Werkes zu deuten:

„Wenn ihr zufrieden seid, so ist’s vollkommen;

Denn euch gehört es zu in jedem Sinn“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Dramen Torquato Tasso und Iphigenie auf Tauris ein und postuliert die These, dass die Protagonistinnen als Idealfiguren fungieren.

Zwischen Ideal und Wirklichkeit: Dieses einleitende Kapitel definiert den Begriff der Idealfigur und gibt einen Ausblick auf die komparative Untersuchung.

1 Die Frauengestalten im Kontext des jeweiligen Dramas: Die Figuren werden in ihr jeweiliges dramatisches Personengefüge eingeordnet, um ihre grundlegende Funktion und die Art ihres verkörperten Ideals zu bestimmen.

1.1 Leonore von Este: Die Prinzessin wird als Idealfigur im Kontext der höfischen Tradition Ferraras und in ihrer Beziehung zum Dichter Tasso analysiert.

1.2 Iphigenie: Iphigenie wird als zentrale Figur und Verkörperung eines allgemeingültigen Humanitätsideals im Kontext des Tauris-Dramas eingeordnet.

1.3 Erste Zusammenfassung: Ein Vergleich der Ergebnisse zeigt erste Unterschiede in Ursprung, Wirkungsart und Zielsetzung der beiden Frauengestalten auf.

2 Die Konfrontation des Ideals mit der Wirklichkeit: Das Kapitel untersucht die dynamische Prüfung der Ideale im tatsächlichen Handlungsverlauf beider Dramen.

2.1 Leonore von Este: Die Analyse zeigt das Scheitern der Prinzessin als Idealfigur für Tasso, da ihr statisches Ideal der Wirklichkeit des Konflikts nicht standhält.

2.2 Iphigenie: Die Untersuchung belegt, dass Iphigenie ihre Prüfung durch einen Entwicklungsprozess und eine Wahrheitsfindung besteht und ihre Idealität bewahrt.

Fazit: Die Arbeit resümiert, dass das dynamische, auf Entwicklung basierende Ideal Iphigenies die Prüfung besteht, während das statische Ideal Leonores seine Gültigkeit verliert.

Schlüsselwörter

Goethe, Torquato Tasso, Iphigenie auf Tauris, Idealfigur, Humanität, Ideal, Wirklichkeit, Frauengestalten, Dramenanalyse, Humanitätsideal, Personenkonstellation, Prüfung, Wahrheitsfindung, Entsagung, Klassik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht zwei Frauengestalten aus Dramen von Johann Wolfgang von Goethe – die Prinzessin Leonore aus Torquato Tasso und Iphigenie aus Iphigenie auf Tauris – und analysiert deren Funktion als Idealfiguren innerhalb der jeweiligen Dramenkontexte.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Spannungsfeld zwischen Ideal und Wirklichkeit, die Bedeutung von Charakterentwicklung, der Begriff der "schönen Seele" sowie die unterschiedliche Ausprägung von Humanität in den beiden Dramen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu klären, inwiefern die beiden Frauen als Idealfiguren fungieren und ob sie in der Lage sind, ihre Ideale im Verlauf der dramatischen Handlung in der Konfrontation mit der Wirklichkeit zu bewahren und erfolgreich zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, die auf den Texten Goethes sowie auf existierenden Interpretationen und Fachliteratur zur Goethe-Forschung basiert, um die Funktionsweise der Idealfiguren deduktiv und analytisch zu erarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Figuren in ihr dramatisches Umfeld eingeordnet und deren Idealcharakter definiert. Im zweiten Schritt erfolgt eine detaillierte Untersuchung des Handlungsverlaufs, um zu prüfen, wie die Figuren auf reale Konfliktsituationen reagieren und ob ihr Idealbild der Prüfung durch die Wirklichkeit standhält.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Idealfigur, Humanität, Goethes Dramen, Konfrontation, Wahrheitsfindung, statisches vs. dynamisches Ideal, sowie die spezifischen Dramentitel Tasso und Iphigenie.

Warum verliert Prinzessin Leonore ihre Gültigkeit als Idealfigur?

Ihre Idealfunktion ist statisch und an die höfische Tradition gebunden. Da sie den Bedürfnissen des Dichters Tasso in der kritischen Konfliktsituation nicht gerecht wird und eher passiv agiert, erweist sich ihr Ideal als nicht tragfähig für die Bewältigung der Realität.

Wie unterscheidet sich Iphigenies Umgang mit ihrer Prüfung?

Im Gegensatz zu Leonore verkörpert Iphigenie ein dynamisches Idealbild. Durch einen Erkenntnisprozess, in dem sie Wahrheit spricht und eigenverantwortlich handelt, gelingt es ihr, den Fluch zu brechen und ihre Idealität auch in der Konfrontation mit der Wirklichkeit zu bewahren.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zwischen Ideal und Wirklichkeit - Goethes Iphigenie auf Tauris und Leonore von Este im Vergleich
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Germanistisches Institut - Fakultät für Philologie an der Ruhr - Universität Bochum)
Note
1,5
Autor
Bachelor of Arts (B.A.) Susan Wangelik (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
38
Katalognummer
V83819
ISBN (eBook)
9783638875868
ISBN (Buch)
9783638914345
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zwischen Ideal Wirklichkeit Goethes Iphigenie Tauris Leonore Este Vergleich Iphigenie auf Tauris
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts (B.A.) Susan Wangelik (Autor:in), 2007, Zwischen Ideal und Wirklichkeit - Goethes Iphigenie auf Tauris und Leonore von Este im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83819
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Leseprobe aus  38  Seiten
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