In unserer heutigen Zeit gebraucht fast jeder Mensch das Wort Depression, ohne genau zu Wissen, wie gefährlich diese Krankheit sein kann. In der folgenden Arbeit werde ich mich mit dem Thema der Depressionen auseinandersetzen. Vorerst werde ich einen Einblick in die Definition von Depressionen geben. Dieses ist nicht einfach, da es viele verschiedene Arten von Depressionen gibt. Zudem gibt es viele verschiedenen Ursachen und Symptome, auf die ebenfalls kurz in dieser Arbeit eingegangen wird. Ebenfalls ist eine Unterscheidung von Depression und depressiver Stimmung von großer Bedeutung.
Wie bereits erwähnt, gibt es viele verschieden Formen von Depressionen, die sich in Art und Dauer unterscheiden. Ich habe mir 3 der häufigsten Störungsbilder rausgesucht und werde diese genauer beschreiben. Auch wenn Depressionen nicht vererbt werden können, sind Kinder und Jugendliche, deren Eltern an einer Depression leiden, deutlich häufiger von einer Depression betroffen, als
Kinder nicht betroffener Eltern. Die Hintergründe dieser Tatsache werden in dieser Arbeit genauer beschrieben. Ebenfalls werde ich einen kurzen Einblick in die Geschichte von Depressionen bei Kindern und Jugendlichen gewähren. Leider ist der Suizid ein großes Kapitel bei einer Depression, da die meisten Suizide von depressiven Menschen durchgeführt werden. Dieses Thema werde ich näher erläutern, da ich es für wichtig halte, dass man suizidgefährdete Menschen nicht abwertet. Ich habe mich für die Art der Gliederung entschieden, weil ich denke, dass es sinnvoll ist, erst einmal einen Einblick zu bekommen, was Depressionen überhaupt sind und woher diese
kommen. Ebenfalls halte ich es für sehr wichtig, inwiefern Kinder depressiver Elternteile gefährdet sind, einmal selbst an einer Depression zu erkranken. Aus diesem Grund stellt dieses Thema auch ein Kapitel dieser Arbeit dar. Zudem sollte man Kinder und Jugendliche im Bereich Depressionen nicht vergessen, da diese ebenso gefährdet sind, an einer Depression zu erkranken, wie Erwachsene. Wenn man erst einmal an einer Depression erkrankt ist, ist es schwer diesem Teufelskreis wieder zu entfliehen. Man sollte nicht zu stolz sein und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Die Therapiemöglichkeiten werde ich jedoch nicht behandeln, da dieses zu viel psychologisches Wissen erfordert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Depressionen
2.1 Definition
2.2 Ursachen
2.3 Symptome
2.4 Depression oder depressiv?
3. Arten von Depressionen
3.1 Klinische Störungsbilder
3.2 Major Depression
3.3 Dysthyme Störung
3.4 Bipolare Störung
4. Häufigkeit der Erkrankung
4.1 Erkrankung bei Erwachsenen – und deren Kinder?
4.2 Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen
5. Suizid
5.1 Suizid Allgemein
5.2 Unfall oder Selbstmord?
6. Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich mit dem Krankheitsbild der Depression auseinander, um ein Verständnis für die Definition, Ursachen und unterschiedlichen Erscheinungsformen zu vermitteln. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei insbesondere, wie sich Depressionen bei verschiedenen Altersgruppen äußern, welche Risikofaktoren für Kinder depressiver Eltern bestehen und welche Zusammenhänge zwischen depressiven Erkrankungen und suizidalem Verhalten existieren.
- Definition und Abgrenzung von Depression und depressiver Stimmung
- Biologische, soziale und psychische Ursachen von Depressionen
- Differenzierung klinischer Störungsbilder (Major Depression, Dysthyme Störung, Bipolare Störung)
- Epidemiologie bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen
- Psychologische Hintergründe von Suizidgedanken und Suizidalität
Auszug aus dem Buch
5.1 Suizid Allgemein
Es ist nicht richtig, wenn man davon ausgeht, dass nur Erwachsene Suizidgedanken haben. Auch Kinder und Jugendliche spielen schon mit dem Gedanken, Selbstmord zu begehen. Über die Hälfe der Menschen, die einen Selbstmordgedanken haben, leiden an einer Depression. „Ca.15% der Menschen, bei denen eine Depression diagnostiziert wurde, nehmen sich das Leben“ (Hautzinger, 2002, S. 341).
Auch wenn man an einer anderen schweren Krankheit, wie z.B. Multiple Sklerose erkrankt ist und versucht sich das Leben zu nehmen, geht man immer von einer begleitenden Depression aufgrund der Krankheit aus.
Es ist zu erwähnen, dass deutlich mehr Frauen als Männer Suizidversuche unternehmen, jedoch deutlich mehr Männer an Suizid sterben. Dieses liegt daran, dass Frauen ihre Tat oftmals ankündigen und eher zu „harmloseren“ Mitteln, wie z.B. Schlaftabletten greifen. Männer hingegen ziehen Versuche vor, die gleich den sicheren Tod bedeuten, wie z.B. den Sprung von einem Hochhaus.
Die meisten Menschen, die mit einem Selbstmordgedanken spielen, haben nicht wirklich die Absicht, zu sterben. Dieses gilt besonders bei Kindern (Hautzinger, 2002, Nevermann & Reicher, 2001). Bei Kindern vor dem 15. Lebensjahr ist vollendeter Selbstmord zudem ausgesprochen selten (McKnew, Cytryn & Yahraes, 1985).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Depression ein, erläutert die Relevanz der Krankheit und skizziert den Aufbau der Arbeit unter Berücksichtigung von Ursachen, Symptomen und dem Aspekt der Suizidalität.
2. Depressionen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Depression, unterscheidet ihn von depressiven Verstimmungen und beleuchtet die biologischen, sozialen und psychischen Ursachen sowie die Symptomatik.
3. Arten von Depressionen: Hier werden klinische Störungsbilder, insbesondere die Major Depression, die Dysthyme Störung und die Bipolare Störung, detailliert voneinander abgegrenzt.
4. Häufigkeit der Erkrankung: Der Fokus liegt auf der Prävalenz der Erkrankung bei Erwachsenen sowie bei Kindern und Jugendlichen, wobei besonders das familiäre Umfeld und das Risiko für Kinder depressiver Eltern betrachtet werden.
5. Suizid: Dieses Kapitel behandelt das kritische Thema Suizid, analysiert Suizidgedanken bei verschiedenen Altersgruppen und hinterfragt die statistische Erfassung von Selbsttötungen im Kontext von Unfällen.
6. Schlussfolgerung: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, bei depressiven Erkrankungen frühzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Schlüsselwörter
Depression, Psychologie, Major Depression, Dysthyme Störung, Bipolare Störung, Suizidalität, psychische Gesundheit, Kindesalter, Jugendalter, Gesundheitspsychologie, Krankheitsbewältigung, Symptomatik, Suizidprävention
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen Überblick über das Krankheitsbild der Depression, ihre verschiedenen Erscheinungsformen und die damit verbundenen psychischen und sozialen Belastungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Definition und Ursachenforschung, die Unterscheidung verschiedener Störungsbilder, die Häufigkeit in verschiedenen Altersgruppen sowie der Zusammenhang zwischen Depression und Suizid.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Wesen der Depression zu schaffen und aufzuzeigen, wie sich diese Krankheit bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen darstellt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der Thematik auf Basis existierender fachwissenschaftlicher Literatur und klinischer Definitionen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Symptomatik, die verschiedenen klinischen Störungsbilder, das erhöhte Risiko für Kinder depressiver Eltern sowie die Suizidproblematik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Depression, klinische Störungsbilder, Suizidalität, Dysthyme Störung und psychische Gesundheit.
Warum wird im Dokument zwischen "Depression" und "depressiv" unterschieden?
Die Arbeit stellt klar, dass eine depressive Verstimmung meist kurzfristig auftritt, während eine Depression als lang anhaltende, ernsthafte Störung mit spezifischen diagnostischen Kriterien definiert ist.
Welche besondere Herausforderung wird bei der Diagnose von Suiziden genannt?
Die Autorin weist darauf hin, dass die Dunkelziffer bei Suiziden hoch ist, da viele selbsttötende Handlungen fälschlicherweise als Unfälle dokumentiert werden.
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- Kim Busch (Author), 2007, Depressionen - Ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83904