Unterrichtsversuch - Beobachten im Praktikum


Hausarbeit, 2007

12 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Thematik

3. Planung des Unterrichts
3.1 Unterrichtsbedingung
3.2 Zielsetzungen des Unterrichts
3.3 Lernziele
3.3.1 Kognitiver Bereich: Kenntnisse, Verständnis, Beurteilung
3.4 Kompetenzen
3.4.1 Fachkompetenzen
3.4.2 Methodenkompetenz
3.4.3 Sozialkompetenzen
3.5 Geplanter Unterrichtsverlauf

4. Evaluation

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Im Rahmen der Schulpraktischen Übungen („SPÜ“) an der Universität Göttingen befassen sich die Studierenden mit Themen, die von Relevanz für ihr späteres Berufsleben als Lehrer bzw. Lehrerin sind. Die Themeninhalte werden den Teilnehmern in den Sitzungen jeweils von einem Gruppenmitglied in Form eines Unterrichts vermittelt. Dabei wird den Studierenden weitgehend freie Hand bei der Themenwahl gelassen.

2. Thematik

Mein Thema lautete „Beobachten im Praktikum“. Zuerst konnte ich mir nicht wirklich viel unter diesem Thema vorstellen. Ich erhielt dann Hilfestellung durch einen Fragebogen, der zur Qualitätsanalyse an Berufsschulen in NRW dienen soll. Dieser Beobachtungsbogen für Unterricht und Lernprozesse mit den 10 Merkmalen guten Unterrichts nach Hilbert Meyer erschien mir als sehr geeignete Vorlage zur Planung meines eigenen Unterrichtsversuches. Im Folgenden habe ich versucht, mich an die Gliederung des Beobachtungsbogens zu halten und habe die Punkte entsprechend übernommen und ausformuliert.

Hier eine kurze Übersicht Hilbert Meyers: „Zehn Merkmale guten Unterrichts“

- Klare Strukturierung
- Echte Lernzeit
- Lernförderliches Klima
- Inhaltliche Klarheit
- Sinnstiftendes Kommunizieren
- Methodenvielfalt
- Individuelles Fördern
- Intelligentes Üben
- Transparente Leistungserwartung
- Vorbereitete Umgebung

3. Planung des Unterrichts

3.1 Unterrichtsbedingung

Unsere Gruppe A unter der Leitung der Tutoren Julia Heilmann und Oliver Witzorky traf sich wöchentlich, im Sommersemester 2006 montags in der Zeit von 14:15 bis 15:15 im Raum 1616. Die Gruppe A setzte sich zum Zeitpunkt meines Unterrichts aus insgesamt 15 Studierenden der Wirtschaftspädagogik (exklusive unserer beiden Tutoren) zusammen. Dabei handelte es sich um 6 männliche Teilnehmer und 9 weibliche Teilnehmerinnen zwischen 21 und 31 Jahren, von denen 7 Wirtschaftspädagogik I und 6 Wirtschaftspädagogik II (mit den Doppelfächern Deutsch, Sport, Spanisch und Englisch) studieren, 2 Teilnehmer haben eine andere Studienrichtung belegt (Wirtschaftsinformatik und BWL). Bis auf 6 Teilnehmer haben alle eine Ausbildung in verschieden kaufmännischen Berufen absolviert, der Ausbildungsberuf „Reiseverkehrskaufmann/-frau“ ist hierbei am häufigsten vertreten. Meine Kommilitonen/innen[1] befanden sich zwischen dem vierten und neunten Fachsemester. Der Raum 1616 verfügt über eine Sitzordnung in Hufeisenform, so dass alle Teilnehmer sowohl Sicht auf den Lehrenden haben (auch wenn er sich im Raum von Teilnehmer zu Teilnehmer bewegt, um die typische Frontalunterricht-Ordnung zu verhindern), aber auch die Kommunikation untereinander möglich ist (in Bezug auf unterrichtsbezogene Diskussionen). Der Raum ist sowohl mit klassischer Wandtafel, als auch mit Overheadprojektor (OHP), Flipchart und Metaplan-Tafel ausgestattet, was ihn für eine Unterrichtsstunde zu meinem Thema prädestiniert erscheinen lässt, da ich keine zusätzlichen Medien organisieren musste.

3.2 Zielsetzungen des Unterrichts

Klare Strukturierung durch fachliche und didaktische Gestaltung der Unterrichtseinheit

Für meine Unterrichtseinheit habe ich verschiedene Phasen geplant, die zum Zwecke des Abwechslungsreichtums sowie auch der Förderung der Methodenkompetenz der Kommilitonen dienen sollen. Als erstes beginne ich meinen Unterrichtsversuch „Beobachten im Praktikum“ mit einer Inhaltsangabe (Einleitung). Hierzu lege ich eine Folie auf den Overheadprojektor, welche die einzelnen Schritte des folgenden Unterrichts widerspiegeln (Anlage 1). Auf den nachfolgenden Seiten werden, die Überschrift, der jeweils aktuelle Themenpunkt, sowie das Fachgebiet angegeben. Als Schriftgröße wähle ich Arial 22 für die Überschrift und Arial 18 für den Fließtext. Die Gruppenmitglieder haben so jederzeit die Möglichkeit, sich zu orientieren, an welcher Stelle wir uns inhaltlich gerade befinden. Des Weiteren eröffnet dies dem Vortragenden die Möglichkeit, jederzeit während der Unterrichtseinheit auf den Ablaufplan und den Aufenthaltsort innerhalb der Mikrosequenzierung zu verweisen. Ich habe die Medien und Arbeitsmittel für meinen Unterrichtsversuch teilnehmernah gewählt, dass heißt die eingesetzten Medien sind verständlich, sie sorgen für Anschaulichkeit der Gegenstände und die zu präsentierenden Fachinhalte und Fachmethoden werden in guter medialer Qualität übermittelt. Da durch die Lehrkraft eine rahmende bzw. sinnstiftende Problemstellung deutlich gemacht werden soll, habe ich als Einstieg folgendes gewählt: Ich werde aufstehen und mich an verschiedenen Stellen in der Klasse bewusst hinter einige Kommilitonen positionieren und diese auffordern, mir meine Frage zu beantworten: „Wie fühlt man sich, wenn man beobachtet wird?“. Des Weiteren soll die Frage geklärt werden, aus welchem Blickwinkel sich die Perspektive der Beobachtung verändert und wie man sich unter diesen Bedingungen fühlt. Die Fragen sollten problembezogenes Denken und entdeckendes Lernen fördern. Die nächste Folie: Schülerbild – Lehrerbild (Anlage 2). Im folgenden Unterrichtsabschnitt (Erarbeitungsphase) werde ich die Gruppe in zwei Arbeitsgruppen aufteilen. Ich stelle den Schülern die Aufgabe, eine kurze Verhaltensbeschreibung bzw. Charakterisierung der jeweiligen Lehrer aus ihrer eigenen Schulzeit wiederzugeben. Die eine Hälfte übernimmt die „guten Lehrer“[2] und ihre Eigenschaften bzw. Charakteristika und die andere Hälfte der Klasse hat die Aufgabe, die „schlechten Lehrer“ darzustellen. Hierzu werden die Schüler soweit instruiert, dass sie weitgehend ohne Nachfragen arbeiten können. Der Arbeitsauftrag wird von mir mit einer Zeitangabe von 5 Minuten versehen, so wissen die Gruppen genau, wie viel Zeit ihnen für die Aufgabe zur Verfügung steht. In der anschließenden Ergebnissicherungsphase werden die Ergebnisse in einer Gruppendiskussion zusammengetragen und an der Tafel aufbereitet. Zuvor werde ich, während der Gruppenarbeitsphase, ein Tafelbild erstellen. Die Kommilitonen brauchen ihre Ergebnisse dann nur noch entsprechend einzutragen. Im Anschluss hake ich die Übereinstimmungen auf der aufgelegten Folie (Overheadprojektor – Anlage 3) ab. Der Einsatz der Folie und das Abhaken der gemeinsam gesammelten und erarbeiteten Ergebnisse sorgen für Anschaulichkeit. Zur Abrundung vergleichen wir die Ergebnisse mit den von mir recherchierten Daten und einer Schülerstatistik[3], welche eine Rangliste der „guten und schlechten Eigenschaften von Lehrern“ enthält. Als nächstes folgt eine Folie zu „Zielen und Inhalte der Beobachtung“ (Anlage 4) hier werde ich die Frage aufwerfen: „Wie kann man die nun erworbenen Kenntnisse umsetzen?“. Diese Frage werde ich im Frontalunterricht selbst beantworten. Danach folgt die Folie „Didaktisches Dreieck“ (Anlage 5), ich werde auf das didaktische Dreieck eingehen, da es sich hierbei bereits um Vorwissen der Teilnehmer handelt, da wir dieses Thema bereits in einem vorangegangenen Vortrag ausgiebig besprochen haben, werde ich das bereits vorhandene Wissen nur kurz stimulieren und aktivieren. Danach folgt die Folie: Schule und Unterricht (Anlage 6) Beobachtungsgesichtspunkte, mit einer kurzen Zusammenfassung der wichtigsten Beobachtungsbereiche[4]:

- Schulart, Einzugsbereich, Region
- Innerschulische Organisation
- Ausstattung und Zustand von Schulgebäuden, Fach- und Klassenräumen
- Schüler Deiner Praktikumsklasse
- Lehrer (Mentor) und Praktikant
- Unterricht

[...]


[1] Im nachfolgenden wird der Begriff „Kommilitone“ geschlechtsneutral für Kommilitonen/innen verwendet.

[2] Haenisch zit. nach TERHART 1997, Seite 51

[3] Gröschel (1980, zitiert nach MERZ, Seite 141) aus einer Untersuchung von ca. 500 Schüler-aufsätzen

[4] SCHWARK, vgl. Seite 116- 120

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsversuch - Beobachten im Praktikum
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Pädagogik)
Veranstaltung
Schulpraktische Übung
Note
2,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
12
Katalognummer
V83923
ISBN (eBook)
9783638887625
Dateigröße
469 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichtsversuch, Beobachten, Praktikum, Schulpraktische
Arbeit zitieren
Verena Witt (Autor), 2007, Unterrichtsversuch - Beobachten im Praktikum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83923

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