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Höfisches und Unhöfisches der Figuren Iwein und Lunete

Title: Höfisches und Unhöfisches der Figuren Iwein und Lunete

Term Paper , 2006 , 11 Pages

Autor:in: Stephanie Fischer (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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In dieser Arbeit möchte ich das Höfische, bzw. das Unhöfische der beiden Figuren Iwein und Lunete aus Hartmann von Aues Roman „Iwein“ untersuchen.
Dazu wird in einem ersten Kapitel einen allgemeinen Überblick gegeben, was unter dem höfischen Ideal verstanden wird und in welchem Zusammenhang die höfische Dichtung mit der damaligen Realität steht. Die darauf folgenden zwei Kapitel sind den beiden (Haupt-)Figuren aus Hartmanns Roman gewidmet und ich versuche das Idealbild eines mittelalterlichen Ritters, bzw. einer höfischen Dame mit den beiden konkreten Figuren zu vergleichen. Es gilt herauszufinden, inwiefern sie dem jeweiligen Ideal entsprechen oder ob sie dies nicht tun, was an einigen wichtigen und eindrücklichen Stellen des Romans untersucht wird. Den jeweiligen Verweis auf die entsprechenden Verse wird im Lauftext angegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das höfische Gesellschaftsideal

2.1. „hövescheit“

3. Iwein

3.1. Der höfische Ritter

3.2. Der höfische Iwein

4. Lunete

4.1. Die höfische Dame

4.2. Die unhöfische Lunete

5. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die normativen Ideale des höfischen Ritters und der höfischen Dame anhand der Figuren Iwein und Lunete aus Hartmann von Aues Roman „Iwein“. Es wird analysiert, inwieweit diese Charaktere dem jeweiligen höfischen Idealbild entsprechen oder von diesem abweichen.

  • Das höfische Gesellschaftsideal und der Begriff „hövescheit“.
  • Die Analyse von Iwein als höfischer Ritter und sein Entwicklungsweg.
  • Das Bild der höfischen Dame im Kontrast zu Lunetes Handeln.
  • Die Untersuchung von Lunete als unhöfische, aber zentrale Figur.
  • Der Vergleich zwischen fiktionaler Darstellung und gesellschaftlicher Realität.

Auszug aus dem Buch

3.2. Der höfische Iwein

Iwein entspricht grundsätzlich dem Ritterbild eines höfischen Romans. Jedoch ist festzustellen, dass der Protagonist, wie so viele Helden der damaligen Literatur, den Hof vorübergehend verlässt, sich also abseits der sozialen Gemeinschaft und alleine durch die aventiuren schlägt. Es scheint, als erlange er erst durch die Trennung vom Hof die nötige Reife, um sich als starkes Individuum in die Hofgemeinschaft einzufügen.

Nachdem Iwein Askalon getötet hat, ist er zwar entschlossen zu kämpfen und sich zu verteidigen „[…] michn vindet nieman âne wer.“ (V. 1171), was dem Ritterideal entsprechen würde, lässt sich aber durch Lunete davon abhalten. Diese verköstigt ihn erst einmal und rettet ihm anschliessend mit dem unsichtbar machenden Ring das Leben (V. 1200-1255).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob die Figuren Iwein und Lunete dem Idealbild des höfischen Romans entsprechen.

2. Das höfische Gesellschaftsideal: Es wird dargelegt, dass das höfische Ideal ein Konstrukt der Dichter war, welches kaum der historischen Realität entsprach.

2.1. „hövescheit“: Dieser Abschnitt definiert den Begriff als höfische Erziehung, Tugend und gesellschaftliche Verhaltensnormen, die im Gegensatz zur bäuerlichen Unhöflichkeit standen.

3. Iwein: Dieses Kapitel widmet sich der Hauptfigur des Romans und ihrer Einordnung in das höfische Ritterbild.

3.1. Der höfische Ritter: Hier werden die moralischen, christlichen und gesellschaftlichen Tugenden beschrieben, die einen idealen Ritter ausmachten.

3.2. Der höfische Iwein: Die Analyse zeigt Iweins Entwicklung vom Ritter, der den Hof verlässt, über seine Verwahrlosung bis hin zur Rückkehr zur höfischen Gemeinschaft.

4. Lunete: In diesem Kapitel wird die Sonderrolle Lunetes als handelnde Frauenfigur und Freundin der Königin untersucht.

4.1. Die höfische Dame: Es wird das zeitgenössische, meist passive Idealbild der Frau in der höfischen Dichtung skizziert.

4.2. Die unhöfische Lunete: Dieser Teil belegt, warum Lunete durch ihr pragmatisches und eigenständiges Handeln vom höfischen Frauenideal abweicht.

5. Schlusswort: Das Fazit fasst zusammen, dass Lunete trotz ihrer Abweichung vom Ideal eine wesentliche Sympathieträgerin bleibt, während Iwein dem Ritterideal grundsätzlich entspricht.

Schlüsselwörter

Höfisches Ideal, hövescheit, Iwein, Lunete, Hartmann von Aue, Rittertum, höfische Dame, Mittelalter, aventiure, Tugendlehre, Minne, Literaturanalyse, Gesellschaftsideal, Mittelalterliche Dichtung, Höfischer Roman.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Übereinstimmung der literarischen Figuren Iwein und Lunete mit den zeitgenössischen Idealen des höfischen Romans.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Begriffe des höfischen Ritterideals, der „hövescheit“ sowie die geschlechtsspezifischen Rollenbilder und deren dichterische Ausgestaltung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird der Frage nachgegangen, inwiefern die beiden Hauptfiguren Iwein und Lunete den jeweiligen höfischen Idealen entsprechen oder in ihrem Handeln von diesen Normen abweichen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die literaturwissenschaftliche Analyse von Textstellen und vergleicht diese mit historischen Konzepten höfischer Kultur und gesellschaftlicher Leitbilder.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zum Gesellschaftsideal sowie in zwei spezifische Kapitel, die Iwein als Ritter und Lunete als untypische Frauenfigur unter die Lupe nehmen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Besonders prägend sind die Begriffe „hövescheit“, Ritterideal, höfische Dame, literarische Fiktion und die Analyse individueller Handlungsspielräume im Mittelalter.

Warum wird Lunete als „unhöfisch“ eingestuft?

Lunete handelt pragmatisch, ergreift die Initiative und steuert aktiv das Geschehen, was im Widerspruch zum damals postulierten Ideal der passiven, schmückenden höfischen Dame steht.

Inwiefern zeigt die Figur Iwein eine innere Entwicklung?

Iwein durchläuft eine Wandlung von der Trennung vom Hof über die Verwahrlosung im Wald hin zur Rückbesinnung auf Tugenden, wodurch er schließlich seine Reife beweist.

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Details

Title
Höfisches und Unhöfisches der Figuren Iwein und Lunete
College
University of Zurich
Course
Seminar: Lebensformen zwischen Antike und Mittelalter
Author
Stephanie Fischer (Author)
Publication Year
2006
Pages
11
Catalog Number
V83929
ISBN (eBook)
9783638001519
Language
German
Tags
Höfisches Unhöfisches Figuren Iwein Lunete Seminar Lebensformen Antike Mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Fischer (Author), 2006, Höfisches und Unhöfisches der Figuren Iwein und Lunete, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83929
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