Aktuelle Themen der internationalen Energiepolitik


Hausarbeit, 2007
28 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Teil 1
1.1 What is your (or your family’s) energy and CO2 footprint? What policies or actions do you suggest to improve your own energy or CO2 footprint? How much more are you willing to pay?
1.2 What have been the macroeconomic effects of the recent oil price increases? In Germany? In net oil exporting and net oil importing countries? Why has the effect been less destabilizing than in the past?
1.3 Energy Policy attempts to meet the triple objectives of energy security, economic competitiveness and environmental sustainability. Why is it so difficult to achieve?
1.4 What is the price elasticity of demand for oil as presented in the literature. How do you explain the differences over time and by country?
1.5 What does the peak oil theory state? Why do critics not agree and what approach should policy makers take?

Teil 2:
2.4 What is the contribution of renewable energy to transport, electricity and heating world wide, in Europe and in Germany?
2.5 What policies are supporting the developement of renewable energies in Germany? How much is being spent per year?
2.6 What policies are being proposed in Europe to liberalize the electricity market?...

Tabellenverzeichnis
Tabelle 1
Tabelle 2

Teil 1

1.1 What is your (or your family’s) energy and CO2 footprint? What policies or actions do you suggest to improve your own energy or CO2 footprint? How much more are you willing to pay?

Bei der Berechnung meines persönlichen jährlichen CO2 Ausstoßes viel meine Wahl auf den CO2 Rechner von Bayerischen Landesamts für Umwelt, da dieser z.B. durch den Einbezug von Ernährungsgewohnheiten und die Art der Lebensmittel, die man kauft einen umfassenden Ansatz bietet. Gleichzeitig gewährleistet dieser Rechner eine neutrale Perspektive. Gibt man meine persönlichen Daten hingegen bei entsprechenden CO2 Rechnern von Greenpeace oder BP ein, so gelangt man zu stark abweichenden Werten. Dies kann auch für den Fall eines Durchschnittsdeutschen bestätigt werden. So gibt der CO2 Rechner von Greenpeace größere Werte aus, wohingegen BP einen sehr viel kleineren Wert ausgibt. Tabelle 1 gibt einen Überblick über meine persönlichen einzelnen Ergebnisse:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[1] [2]

Tabelle 1

Der Rechner gibt einen, gegenüber dem bundesweiten Durchschnitt leicht erhöhten persönlichen Wert an, wobei nicht ausgeschlossen werden kann, ob dieser nicht auf Zufallsschwankungen zurückzuführen ist. Weit unterdurchschnittlich ist der CO2 Verbrauch verursacht durch Heizung und Konsum, stark überdurchschnittlich hingegen sind der durch Stromverbrauch und die Nutzung des privaten Fahrzeugs verursachte CO2 Ausstoß.

Strategien zur Verbesserung meines persönlichen CO2 Fußabdrucks liegen in der Verringerung des Energieverbrauchs entweder durch achtsameren Umgang mit Energie, Substitution von Energiequellen oder Energie verbrauchende Objekten oder durch teilweisen Verzicht auf Energie verbrauchende Objekte.

Die größten Einsparpotentiale bezüglich meines eigenen CO2 Fußabdrucks ergeben sich zweifelsohne im Bereich der Privatfahrzeugnutzung. Laut Bayerischem Landesamt für Umwelt könnte ich durch die Substitution meines Autos durch ein immer noch komfortables, aber sparsameres Modell bei spritsparender Fahrweise 2.59 t CO2 einsparen. Meine jetzige Fahrweise jedoch ist schon gekennzeichnet durch frühes Schalten in einen höheren Gang, Fahren im niedrigen Drehzahlbereich, bei gleichzeitig vorausschauendem und gleichmäßigem Fahrverhalten. CO2 Einsparpotentiale ergeben sich also für mich nur durch das Umsatteln auf öffentliche Verkehrsmittel, den Verzicht auf das Auto auf kurzen Strecken und das Abstellen des Motors bei Kurzstopps (länger als 12 Sekunden) und im Stau. Mehr aus finanziellen, denn aus umwelttaktischen Gründen habe ich in jüngster Vergangenheit[3] tatsächlich die Gesamtfahrstrecke von 56 km zur Uni und zurück immer öfter durch Öffentliche Verkehrsmittel zurückgelegt.

Auch im Bereich des Stromverbrauchs sehe ich persönlich Einsparpotentiale durch den Einsatz energiesparenden Haushaltsgeräte (Energieeffizienzklasse A), aber vor allem dadurch, dass ich Stand-by-Verluste vermeide, die in meinem Fall besonders beim Fernseher und PC- Bildschirm auftreten.

Genauso sehe ich in den gegenüber dem bundesweiten Durchschnitt unterdurchschnittlichen Kategorien Heizung, Ernährung und Konsum angesichts einer von Greenpeace für die Umwelt verträgliche angegebenen Quote von 2,50 t CO2 pro Kopf und Jahr weiteres Potential um meinen CO2 Fußabdruck zu verbessern, beispielweise durch den Verzicht auf Fleisch. Strategien um den von Greenpeace als verträglich eingestuften Verbrauch auch nur annähernd zu erreichen müssen meiner Meinung nach aber auch im Bereich der Politik ansetzen. So müssen entsprechende politische Rahmenbedingungen gefördert, zusätzliche Investitionen in Forschung & Entwicklung getätigt und gezielte Innovationen und Weiterentwicklungen von bekannten und sauberen Energietechnologien forcieren werden um wettbewerbesfähige, saubere alternative Technologien auf den Markt bringen zu können.

Zusätzliche Zahlungsbereitschaft ist von meiner Seite in großem Maße vorhanden. Eine Nutzung von teurer, erneuerbarer Energie stellt nicht nur einen Beitrag zu einem umweltfreundlicheren Energieverbrauch dar, sondern steht auch einem aufgrund der angebotsseitigen Verknappung und des nachfrageseitigen größeren Energieverbrauchs von fossilen Brennstoffen immer weiter ansteigenden Preis dieser Form der Energie entgegen. Durch die Nutzung erneuerbarer Energien wird also nicht nur die Umwelt geschont, sondern wird diese Form der Energiegewinnung auch langfristig billiger[4].

1.2 What have been the macroeconomic effects of the recent oil price increases? In Germany? In net oil exporting and net oil importing countries? Why has the effect been less destabilizing than in the past?

Inwieweit sich der Ölpreis auf die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes auswirkt, hängt vor allem von der Art der Preistreiber, den weltweiten aber auch nationalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie der Importabhängigkeit und Energieintensität des jeweiligen Landes ab. Dabei können diese Auswirkungen mannigfaltiger Natur sein, je nachdem, ob es sich um ein (netto) Öl exportierendes Land oder ein (netto) Öl importierendes Land handelt.

Netto Öl exportierende Länder profitieren von zusätzlichen Devisenzuflüssen und einem steigenden Handelsbilanzüberschuss. Gleichzeitig können sich aber auch Probleme für solche Länder ergeben. Eine mögliche Aufwertungstendenz der heimischen Währungen (netto) Öl exportierender Länder kann zwar durch entsprechendes Gegensteuern der Zentralbank durch Zinssenkungen begegnet werden, doch dadurch entsteht das Problem der Inflation.

Dieser Inflationsdruck wird zusätzlich erhöht, wenn der Staat die Einnahmen aus dem Ölgeschäft zu schnell ausgibt.

Neben einer Belastung des übrigen Exportsektors durch gestiegene Preise und einer Währungsaufwertung kann auch das Problem der "Dutch Desease" entstehen, wenn es zu einem sinkenden Ressourceneinsatz des industriellen Sektors kommt.

Hingegen bedeuten höhere Erdölpreise für (netto) Erdöl importierende Volkswirtschaften steigende Importkosten für Erdöl und Mineralölprodukte. Die gestiegenen Importkosten wirken sich belastend auf die Volkswirtschaft bzw. auf eine Verschlechterung der Terms of Trade aus. Dieser Effekt kann bei stark steigenden Erdölpreisen gesamtwirtschaftlich durchaus in Gewicht fallen, wenn ein großer Energieabhängigkeitsgrad[5] besteht.

Die Frage aber ist nun, in welchem Ausmaß es zu solchen Belastungen kommt. Dies hängt auch davon ab, ob es sich bei dem (netto) Öl importierenden Land um ein Entwicklungsland mit einem großen Energieabhängigkeitsgrad handelt.

Solche Länder bekommen Zahlungsbilanzprobleme, müssen also die inländische Nachfrage drosseln, mit möglichen langfristigen Folgen für Beschäftigung und Wachstum.

Negative Effekte durch Ölpreissteigerungen in solchen Ländern können nur über Steuersenkungen, einer Verbesserung der Infrastruktur, einem erhöhten Bildungsgrad und strukturellen Reformen abgemildert werden.

Im Jahr 2006 waren ein wesentlicher Treiber der Inflation in Deutschland die gestiegenen Energiepreise mit 0,9 von 1,84 Prozentpunkten. So genannte Zweitrundeneffekte, durch Überwälzung der gestiegenen Rohölpreise auf die Verbraucherpreise traten bisher jedoch nur in sehr schwachem Maße auf. Auch sind die Auswirkungen von 10 Prozent Ölpreisteigrungen in Euro auf das BIP mit ca. 0,1 Prozentpunkten in Deutschland nur halb so groß wie bei den Ölpreissteigerungen der Jahre 1973/74 und 1979/80.

Der bremsende Effekt von Ölpreissteigerungen hat also im Zeitverlauf in Deutschland nachgelassen.

Auch lassen sich weltweit weder erhöhte Inflationsraten, noch sinkende Bruttoinlandsprodukte identifizieren, vielmehr wachsen die BIPs sowohl der (netto) Öl exportierenden Staaten und (netto) Öl importierenden Staaten in den letzten Jahren konstant, die weltweiten Inflationsraten, auch die der Entwicklungsländer sind so niedrig, wie noch nie. Warum jedoch sind diese Effekte viel geringer als während der letzten Phasen ausgeprägter Ölpreisanstiege?

Im Jahr 1973 vervierfachte sich der Rohölpreis innerhalb weniger Wochen und verdreifachte sich noch einmal innerhalb einiger Monate Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre.

Dieser Angebotsschock ging in vielen Ländern mit einer Stagflation einher, also einer Inflation bei gleichzeitig Rezession. Ursache dafür war die durch den gestiegenen Ölpreis erhöhte Teuerungsrate und die dadurch ausgelöste Budgetbeschränkung, also dem Verlust an Kaufkraft mit negativen Folgen für die Beschäftigung.

Durch die erhöhten Rohstoffpreise stieg das Importvolumen die Handelsbilanzen der (netto) Erdöl importierenden Länder gerieten ins Defizit.

Geht man von realen, also um die Kaufkraft bereinigten Preisen aus, so lässt sich feststellen, dass der jetzige Ölpreis, obwohl nominell auf Spitzenniveau, noch immer unter den Rekordständen von 1980 liegt. Während der reale Durchschnittspreis für 1980 bei rückgerechnet rund USD 85 pro Fass lag, betrug dieser im Jahr 2005 rund USD 55 pro Fass, d.h., er lag ca. 36 Prozent unter den damaligen Rekordständen.

Die Ursachen für den Ölpreisanstieg der vergangenen Jahre hingegen sind nicht nur auf der Angebotsseite zu suchen. Zwar gibt es auch heute eine Angebotsverknappung durch die OPEC, bei gleichzeitigem Krieg im Irak und Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran oder Nigeria, jedoch kann hier nicht von einem Angebotsschock gesprochen werden, vielmehr verzeichnen wir heute einen vorwiegend Nachfrage getriebenen, recht allmählichen Anstieg, der 1999 begann und sich, nach einer kurzen konjunkturbedingten Unterbrechung, seit Anfang 2002 fortsetzt.

Diese steigende weltweite Nachfrage nach Öl mündet in Erdöl bedingten Mehreinnahmen (Petrodollars). In Zeiten wachsender internationaler Verflechtungen fließen heute jedoch diese Mehreinnahmen an die (netto) Erdöl exportierenden Länder zurück und mildern so die negativen Auswirkungen eines steigenden Ölpreises auf die Konjunktur.

In den Jahren 1970er Jahren hingegen gab es kaum weltweite, wie nationale Absorptionsmöglichkeiten (netto) Öl exportierender Länder. Wurden Investitionen getätigt, waren diese teilweise verschwenderisch und nicht etwa dazu gebraucht um die Steuern zu senken, Schulden abzubauen, in die heimische Infrastruktur, das Bildungswesen oder in andere Bereiche zu investieren, um daraus nachhaltige positive wirtschaftliche Effekte zu generieren um langfristig unabhängig zu werden von einer rein auf die Förderung von Erdöl fokussierten Wirtschaft.

Vielmehr wurden die Petrodollars damals in Zeiten niedriger Zinsen in Form von Krediten an Entwicklungsländer weitergegeben, damit diese ihre steigende Kosten für Ölimporte decken konnten und trugen so zum Beginn der Verschuldungskrise bei.

Gleichzeitig ist eine positive Folge der weltweiten geringen Inflationsraten, dass die monetären Rahmenbedingungen für die Konjunktur für lange Zeit günstig bleiben. Angesichts fehlender inflationärer Zweitrundeneffekte konnten die Notenbanken bisher den Ölpreis als eine ledigliche Erhöhung eines einzelnen Preises betrachten.

Zudem hat ein struktureller Wandel stattgefunden. Der fortschreitende Konkurrenzdruck hat im Zuge der Internationalisierung von Unternehmen stark zugenommen, mit dämpfender Wirkung auf die weltweiten Inflationsraten.

Struktureller Wandel findet aber auch in dem Sinne statt, dass sich die Wertschöpfung weg von der Industrie, hin zu Dienstleistungen entwickelt, mit restriktiver Wirkung auf den Erdölverbrauch. Im Zusammenhang mit einer gesteigerten Energieeffizienz führt dies dazu, dass das Wirtschaftswachstum in den Industrieländern im Vergleich zu früher deutlich weniger erdölintensiv ist, wodurch die wirtschaftliche Anfälligkeit ebenfalls gemindert wird.

Zusätzlich ist auf den Handel mit Ölderivaten auf den Futures-Märkten, welcher in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen hat, hinzuweisen. An diesen Märkten wird schon heute die Nachfrage von morgen gehandelt. Händler antizipieren zukünftige Preisänderungen, so dass mögliche zukünftige Preissteigerungen auf die realen Preise wirken. Abrupte Preisänderungen werden durch diesen Mechanismus also abgeschwächt, mögliche destabilisierende Wirkungen verringert.

1.3 Energy Policy attempts to meet the triple objectives of energy security, economic competitiveness and environmental sustainability. Why is it so difficult to achieve?

Moderne Energiepolitik findet im Zieldreieck von Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit statt.

Bei Erfüllung dieser Aufgaben kommt es zu einem Zielkonflikt. Um die Ursachen dafür zu analysieren, bedarf es zuallererst der Erläuterung dieser Ziele.

Wirtschaftlichkeit

Eine wirtschaftlich sinnvolle Energiepolitik ist eine, die Volkswirtschaft wenig belastende, effiziente, Energiebereitstellung und -nutzung. Ein großer Einfluss der Bedeutung von Wirtschaftlichkeit der Energieversorgung lässt sich nicht nur auf makroökonomischer, sondern auch auf mikroökonomischer, also auf Unternehmensebene feststellen.

Vor dem Hintergrund der Globalisierung ist sie insbesondere für energieintensive Industrien von großer Bedeutung.

[...]


[1] in t CO2

[2] Privater + öffentlicher Konsum

[3] Sommersemester 2007

[4] Siehe Theorie der Skaleneffekte

[5] Energieabhängigkeitsgrad Deutschland 64,6 Prozent im Jahr 2004

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Aktuelle Themen der internationalen Energiepolitik
Hochschule
Universität Hohenheim  (Institut für Volkswirtschaftslehre)
Veranstaltung
Seminar zur internationalen Energiepolitik II
Note
1,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
28
Katalognummer
V83940
ISBN (eBook)
9783638001588
ISBN (Buch)
9783638922753
Dateigröße
512 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aktuelle, Themen, Energiepolitik, Seminar
Arbeit zitieren
Akay Oezsen (Autor), 2007, Aktuelle Themen der internationalen Energiepolitik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83940

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