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Werkstattunterricht als Form offenen Lernens

Titel: Werkstattunterricht als Form offenen Lernens

Examensarbeit , 2006 , 108 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Simone Humkamp (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept und der Methodik des Werkstattunterrichts. Das Konzept wurde in den 1970er Jahren insbesondere von Jürgen Reichen entwickelt und erprobt. Werkstattunterricht stellt neben Wochenplanunterricht, Lernen an Stationen, Projektunterricht und Freier Arbeit eine weitere Form „Offenen Unterrichts“ dar.
Die Forderung nach einer Öffnung von Unterricht und Schule lässt sich sowohl durch eine veränderte gesellschaftliche Umwelt als auch durch eine gewandelte Kindheit begründen. Um Kindern heute gerecht zu werden ist es notwendig und wichtig, diese Veränderungen und Wandlungen als Grundlage für das Lernen im Blick zu behalten. Dabei wird der Ruf nach Selbstständigkeit, Individualisierung und Gemeinschaftsbildung laut. Werkstattunterricht berücksichtigt die genannten Aspekte, was noch zu zeigen ist. Zunächst wird im ersten Kapitel ein allgemeiner Überblick über die Konzeption „Offenen Unterricht“ gegeben. Dabei wird auf das Problem der Messbarkeit und Definition Offenen Unterrichts eingegangen. Daran anschließend werden Merkmale und Dimensionen von Offenheit herausgestellt, um den Begriff vor allem für die Praxis fassbarer zu machen.
Das zweite Kapitel stellt den Werkstattunterricht als Konzept und Methode „Offenen Unterrichts“ in den Mittelpunkt. Nach einer Begriffbestimmung folgt die Darstellung unterschiedlicher Varianten sowie verschiedener Organisationsmöglichkeiten.
Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit den Zielen von Werkstattunterricht.
Im vierten Kapitel geht es um die Rahmenbedingungen, die zur Realisierung von Werkstattunterricht notwendig sind, und ohne die ein erfolgreiches Gelingen nicht möglich wäre.
Das fünfte Kapitel beinhaltet die Kompetenz- und Aufgabendelegation als organisatorisches Kernstück von Werkstattunterricht. Die Kompetenz- und Aufgabendelegation stellt eine in anderen Formen „Offenen Unterricht“ nicht anzutreffende Herausforderung dar.
Schüler zur Selbstständigkeit zu erziehen, bedeutet auch, ihnen weitere Möglichkeiten der Lernerfolgsfeststellung und -rückmeldung anzubieten, als ausschließlich eine Bewertungsform durch die Lehrkraft. Daher thematisiert das sechste Kapitel Formen der Lernerfolgsfeststellung und -rückmeldung die im Werkstattunterricht zum Einsatz kommen.
Das achte Kapitel befasst sich mit Problemen im Werkstattunterricht und gibt Anregungen, um sich von möglichen Schwierigkeiten nicht entmutigen zulassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Öffnung von Schule und Unterricht

1. 1. Problem der Definition und Messbarkeit „Offenen Unterrichts“

1. 2. Merkmale „Offenen Unterrichts“

1. 3. Dimensionen von Offenheit

2. Werkstattunterricht als Konzept und Methode „Offenen Unterrichts“

2. 1. Begriffsbestimmung „Werkstattunterricht“

2. 2. Varianten von Werkstattunterricht

2. 3. Organisationsformen von Werkstattunterricht

3. Ziele von Werkstattunterricht

3.1. Berücksichtigung unterschiedlicher Lernvoraussetzungen und -bedürfnisse

3. 2. Förderung der sozialen Beziehungen und des kooperativen Verhaltens

3. 3. Stärkung des Aufbaus von Schlüsselqualifikationen

4. Rahmenbedingungen zur Realisierung von Werkstattunterricht

4. 1. Die Rolle der Lehrkraft

4. 2. Gestaltung der Lernumgebung

4. 3. Qualität der Arbeitsmaterialien

4. 4. Strukturierung der Zeit

4. 5. Gemeinsame Vereinbarungen von Regeln für Verhalten und Umgang

4. 6. Kooperation im Kollegium

4. 7. Information der Eltern

5. Die Aufgaben- und Kompetenzdelegation als organisatorisches Kernstück von Werkstattunterricht

6. Formen der Lernerfolgsfeststellung und -rückmeldung

6. 1. Selbstkontrolle

6. 2. Partnerkontrolle

6. 3. Lehrerkontrolle

7. Phasengliederung von Werkstattunterricht

7. 1. Vorbereitung einer Werkstatt

7. 2. Präsentation und Besprechung der Werkstattangebote

7. 3. Selbstständige Arbeit an den Werkstattangeboten

7. 4. Zwischen- und Abschlussreflexionen

7. 5. Dokumentation

8. Mögliche Probleme im Werkstattunterricht

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Werkstattunterricht als eine Form offenen Lernens fundiert darzustellen, seine methodischen Voraussetzungen zu beleuchten und konkrete Anregungen für die Unterrichtspraxis zu geben. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie dieses Konzept zur Förderung von Selbstständigkeit, Individualisierung und Gemeinschaftsbildung bei Kindern in der Primarstufe beitragen kann.

  • Grundlagen des Offenen Unterrichts und dessen Öffnungsdimensionen.
  • Konzeptualisierung und Varianten des Werkstattunterrichts.
  • Analyse notwendiger Rahmenbedingungen zur erfolgreichen Realisierung.
  • Die Rolle der Aufgaben- und Kompetenzdelegation (Chefsystem).
  • Formen der Lernerfolgsfeststellung sowie der Umgang mit Problemen im Unterricht.

Auszug aus dem Buch

2. 1. Begriffsbestimmung „Werkstattunterricht“

Es handelt sich beim Werkstattunterricht um eine junge Form Offenen Unterrichts. Für diese Form von Unterricht werden in der Literatur weitgehend synonym die Begriffe „Werkstattunterricht“, „Werkstattarbeit“, „Lernwerkstatt“ oder auch „Werkstattlernen“ genutzt, die in den weiteren Ausführungen hier ebenfalls nicht unterschieden werden sollen.

Der Werkstattunterricht basiert auf dem Prinzip einer Werkstatt, wie man sie vom Handwerk kennt. Dabei ist jedoch nicht im wörtlichen Sinne ein Unterricht an einer Werkbank mit Hammer und Hobel gemeint, sondern „Unterricht in der Art einer Werkstatt“65. Zur Veranschaulichung wird die Arbeitweise in einer Handwerkstatt der Arbeit in einer Lernwerkstatt gegenübergestellt:

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des Konzepts Werkstattunterricht als junge Form offenen Lernens und Erläuterung der Motivation für diese Unterrichtsform.

1. Öffnung von Schule und Unterricht: Theoretische Herleitung des Begriffs „Offener Unterricht“ und Einordnung in die Reformpädagogik sowie dessen Dimensionen.

2. Werkstattunterricht als Konzept und Methode „Offenen Unterrichts“: Definition des Werkstattunterrichts, Abgrenzung und Darstellung verschiedener Varianten und Organisationsmodelle.

3. Ziele von Werkstattunterricht: Erörterung der pädagogischen Ziele wie Differenzierung, soziale Förderung und der Erwerb von Schlüsselqualifikationen.

4. Rahmenbedingungen zur Realisierung von Werkstattunterricht: Analyse der notwendigen Voraussetzungen hinsichtlich Lehrkraftrolle, Lernumgebung, Materialien, Zeitstruktur und Kooperation.

5. Die Aufgaben- und Kompetenzdelegation als organisatorisches Kernstück von Werkstattunterricht: Einführung des „Chefsystems“ als Methode zur Kompetenzübertragung auf Schüler.

6. Formen der Lernerfolgsfeststellung und -rückmeldung: Darstellung von Möglichkeiten der Selbst-, Partner- und Lehrerkontrolle zur Lernprozessbegleitung.

7. Phasengliederung von Werkstattunterricht: Praktische Anleitung von der Vorbereitung einer Werkstatt bis hin zur Dokumentation und Reflexion.

8. Mögliche Probleme im Werkstattunterricht: Auseinandersetzung mit Schwierigkeiten und Lösungsstrategien bei der praktischen Umsetzung.

Schlüsselwörter

Werkstattunterricht, Offener Unterricht, Individualisierung, Selbstständigkeit, Kompetenzdelegation, Lernumgebung, Reformpädagogik, Schüleraktivierung, Differenzierung, Lernberatung, Schlüsselqualifikationen, Lernerfolgsfeststellung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Konzept hinter dem Werkstattunterricht?

Der Werkstattunterricht ist eine Form offenen Unterrichts, bei der das selbstständige Lernen der Schüler in einer vorbereiteten Lernumgebung im Mittelpunkt steht, ähnlich dem Prinzip einer handwerklichen Werkstatt.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Offenen Unterrichts, die spezifische Methode des Werkstattunterrichts, die erforderlichen Rahmenbedingungen für die Lehrkraft und die Klasse sowie Formen der Kontrolle und Problembewältigung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Arbeit?

Ziel ist es, die didaktische Fundierung des Werkstattunterrichts darzulegen, um eine methodische Basis für die eigene spätere Unterrichtspraxis in der Primarstufe zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Hausarbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und das Konzept des Werkstattunterrichts mit den Anforderungen an modernen Grundschulunterricht verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil erörtert die notwendigen Rahmenbedingungen wie die Rolle der Lehrkraft, die Gestaltung der Lernumgebung, die Qualität der Arbeitsmaterialien und die Bedeutung der Zeitstrukturierung für den Lernerfolg.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Aufgaben- und Kompetenzdelegation, Selbstkontrolle, Öffnung von Unterricht, Schlüsselqualifikationen und die Rolle der Lehrkraft als Lernberaterin.

Was genau versteht man unter der Kompetenzdelegation im Werkstattunterricht?

Hierbei werden Schülern als „Chefs“ für bestimmte Werkstattbereiche Aufgaben und Verantwortungen übertragen, die sonst klassischerweise von der Lehrkraft wahrgenommen werden.

Wie geht die Autorin mit den Herausforderungen bei der Umsetzung um?

Die Autorin stellt im achten Kapitel spezifische Probleme dar (z.B. Überforderung oder Motivationsmangel) und bietet dazu konkrete, praxisnahe Lösungsansätze wie die Anpassung von Schwierigkeitsgraden oder tutorielle Unterstützung an.

Warum ist die Kooperation im Kollegium für den Werkstattunterricht so wichtig?

Der Austausch zwischen Lehrkräften entlastet den Einzelnen, ermöglicht die gemeinsame Entwicklung vielfältigerer Lernangebote und stärkt das professionelle Handeln bei der Einführung offener Unterrichtsformen.

Ende der Leseprobe aus 108 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Werkstattunterricht als Form offenen Lernens
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,3
Autor
Simone Humkamp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
108
Katalognummer
V83966
ISBN (eBook)
9783638877299
ISBN (Buch)
9783638879033
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Werkstattunterricht Form Lernens
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Simone Humkamp (Autor:in), 2006, Werkstattunterricht als Form offenen Lernens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83966
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Leseprobe aus  108  Seiten
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