Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › History of Germany - Postwar Period, Cold War

Die USA und Deutschland

Politik der Westintegration 1945-1955

Title: Die USA und Deutschland

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 24 Pages

Autor:in: Samuel Greef (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

(aus der Einleitung)

Wie sah Deutschlands „Weg in den Westen“ aus und war er wirklich so geplant und
geradlinig, wie er auf den ersten Blick erscheint? Im Kontext dieser Fragen bewegt sich die vorliegende Arbeit.
Zur Einteilung der Entwicklung der deutschen Westbindung werden zwei Hauptphasen
verwendet. Phase Eins beginnt mit dem Ende des 2. Weltkriegs 1945 und endet mit der
Gründung der Bundesrepublik 1949. Sie umfasst die Zeit der direkten Besetzung
Deutschlands durch die Alliierten. Die zweite Hauptphase schließt direkt daran an und geht bis 1955, dem Jahr, in dem mit den Pariser Verträgen und dem Beitritt Deutschlands zur NATO die formale Souveränität der Bundesrepublik wiederhergestellt wurde. Diese zweite Phase umfasst damit die Zeit der partiellen Souveränität Westdeutschlands. Um die Westbindung mit Blick auf die amerikanische Deutschlandpolitik zu betrachten, wird auch ein kurzer Überblick über die Anfänge amerikanischer Nachkriegsplanung, vor dem Ende des 2. Weltkriegs, gegeben. Auch wenn mit der Gründung der Bundesrepublik die Hohe Kommission, die aus den
ehemaligen alliierten Militärregierungen hervorging, den Hauptansprechpartner für die
deutsche Regierung darstellte, waren für die Ausgestaltung der politischen Beziehungen die Außenministerien bzw. Minister der Westalliierten zuständig. Diese trafen regelmäßig zu Gesprächen zusammen, um Fragen der Deutschland- und Europapolitik zu erörtern. Den USA als westlicher Führungsmacht kommt dabei eine besondere Rolle zu. Damit steht für die entscheidende Phase des Anfangs der Bundesrepublik der amerikanische Außenminister Dean Acheson im Mittelpunkt der Betrachtung. Welchen Einfluss hatte er auf die Deutschlandpolitik und die Frage der Westbindung?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 US-Deutschlandpolitik am Ende des 2. Weltkriegs

3 Westorientierung 1945-1949

3.1 Marshallplan und Truman-Doktrin

3.2 Weststaatsgründung

4 Westbindung 1949-1955

4.1 Dean Acheson

4.2 Konrad Adenauer

4.3 Petersberger Abkommen

4.4 Schuman-Plan und Montanunion

4.5 Der Pleven-Plan: Europäische Verteidigungsgemeinschaft

5 Fazit

6 Quellen- und Literaturverzeichnis

6.1 Quellen

6.2 Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der Westintegration der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1945 und 1955. Dabei wird analysiert, inwieweit dieser „Weg in den Westen“ ein planmäßiger, eigenständiger deutscher Prozess war oder vielmehr im Ermessensspielraum und den strategischen Interessen der USA, insbesondere unter Außenminister Dean Acheson, lag.

  • Die Entwicklung der amerikanischen Deutschlandpolitik nach 1945.
  • Die Bedeutung des Marshallplans und der Truman-Doktrin für die Westbindung.
  • Die Rolle von Dean Acheson und Konrad Adenauer bei der staatlichen Konsolidierung.
  • Die europäische Integration als Instrument zur Kontrolle und Souveränitätsgewinnung.
  • Das Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) und deren Auswirkungen.

Auszug aus dem Buch

4.1 Dean Acheson

Dean Acheson, von 1949-1953 US-Außenminister unter Truman, war einer der wichtigsten Köpfe, der die amerikanische Außenpolitik, allen voran die Europa- und Deutschlandpolitik, in seiner Zeit als Außenminister und weit über diese Jahre hinaus entschieden prägte. Nicht umsonst schreibt Miscamble:

„Dean Acheson proved the essential builder of the structures which provided the framework for American foreign policy for four decades.“

Das State Department war zwar bereits vor dem Ende des 2. Weltkriegs in der Frage einer möglichen Nachkriegsordnung mit eingebunden, aber erst 1949 mit Acheson als Außenminister wurden die dort entwickelten Vorschläge zum bestimmenden Faktor der US-Außenpolitik. Es war Acheson, der klar machte, dass mit der Gründung der Bundesrepublik das Außenministerium und nicht mehr die US-Armee vor Ort „would have full responsibility for German affairs“.

Diese veränderten Bedingungen unter Truman wurden an der Zusammenarbeit zwischen Präsident und Außenminister deutlich. Hatte Roosevelt 1943 auf der Konferenz von Teheran noch seine persönlichen Positionen vorgetragen ohne die Ideen und Ausarbeitungen des Außenministeriums aufzugreifen, wurde Acheson unter Truman zum „administration's sole spokesman“, der jede öffentliche Verlautbarung zuvor mit dem Präsident abklärte. Dean Acheson und das ihm unterstellte Außenministerium nimmt somit eine wichtige Rolle in der Entwicklung der US-Außenpolitik ab 1949 ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung skizziert den Weg des besetzten Deutschlands zur Souveränität und führt in die Fragestellung ein, inwieweit die Westbindung Deutschlands eine bewusste, eigenständige Strategie war.

2 US-Deutschlandpolitik am Ende des 2. Weltkriegs: Dieses Kapitel behandelt die anfängliche, oft widersprüchliche Nachkriegsplanung der USA, die zwischen dem Wunsch nach Kontrolle und dem Bedürfnis nach Friedenssicherung schwankte.

3 Westorientierung 1945-1949: Hier wird der Übergang von der direkten Besatzungsverwaltung hin zu einer stärkeren Westorientierung analysiert, maßgeblich geprägt durch den Marshallplan und die Gründung der Bundesrepublik.

4 Westbindung 1949-1955: Das Hauptkapitel untersucht die Konsolidierung der jungen Republik durch die Zusammenarbeit zwischen Acheson und Adenauer sowie die Einbindung in europäische Strukturen wie die Montanunion.

5 Fazit: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass die Westbindung ein von den USA vorangetriebener Prozess war, der für Adenauer jedoch die einzige realistische Möglichkeit bot, Souveränität zu erlangen.

6 Quellen- und Literaturverzeichnis: Ein Verzeichnis der verwendeten Primärquellen und der wissenschaftlichen Fachliteratur, auf denen die Analyse basiert.

Schlüsselwörter

Westintegration, Bundesrepublik Deutschland, USA, Dean Acheson, Konrad Adenauer, Westbindung, Marshallplan, Truman-Doktrin, Kalter Krieg, Souveränität, Europäische Verteidigungsgemeinschaft, Besatzungspolitik, Wiederbewaffnung, Montanunion, Containment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die politische Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1945 und 1955 mit besonderem Fokus auf die Westintegration unter amerikanischem Einfluss.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Themen sind die amerikanische Deutschlandpolitik, das Verhältnis zwischen den USA und der Bundesrepublik sowie die Einbettung Deutschlands in das europäische Sicherheits- und Wirtschaftssystem.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, ob der „Weg in den Westen“ ein geradlinig geplanter deutscher Prozess war oder ob er primär den strategischen Vorgaben der USA entsprach.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung historischer Quellen und politikwissenschaftlicher Fachliteratur zur deutsch-amerikanischen Geschichte des frühen Kalten Krieges.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Entwicklungsphasen der Westbindung, die Akteure (Acheson und Adenauer), der Einfluss internationaler Krisen sowie konkrete Abkommen wie der Schuman-Plan detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Westintegration, Containment-Politik, Souveränitätsgewinn, deutsch-amerikanische Beziehungen und europäische Einigung.

Welche Rolle spielte Dean Acheson konkret?

Acheson agierte als Architekt der amerikanischen Europapolitik und forcierte den Aufbau eines stabilen westdeutschen Staates als notwendigen Partner im System der westlichen Sicherheit.

Wie bewertet der Autor den „Kanzler der Alliierten“-Vorwurf gegen Adenauer?

Der Autor ordnet diesen Vorwurf als politisches Kalkül von Oppositionsführer Kurt Schumacher ein, betont jedoch, dass Adenauer tatsächlich realpolitisch erkannte, dass eine Souveränität nur in enger Abstimmung mit den westlichen Sieger- und Besatzungsmächten möglich war.

Warum war der Pleven-Plan so bedeutend für das Scheitern der EVG?

Der Plan zur Schaffung einer europäischen Armee war hochgradig strittig, da er die deutsche Wiederbewaffnung forcierte, was in Frankreich zu massiven politischen Widerständen führte, die schließlich zur Ablehnung des EVG-Vertrags 1954 führten.

Excerpt out of 24 pages  - scroll top

Details

Title
Die USA und Deutschland
Subtitle
Politik der Westintegration 1945-1955
College
University of Kassel  (Fachbereich 5 Gesellschaftswissenschaften)
Course
Die USA und die Neuordnung Europas nach dem 2. Weltkrieg
Author
Samuel Greef (Author)
Publication Year
2007
Pages
24
Catalog Number
V83972
ISBN (eBook)
9783638001700
Language
German
Tags
Deutschland Neuordnung Europas Weltkrieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Samuel Greef (Author), 2007, Die USA und Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83972
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  24  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint