Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Canis Lupus Therapeuticus und anderes Getier

Möglichkeiten und Grenzen tiergestützter Therapie und Pädagogik auf der Basis bindungstheoretischer Erkenntnisse

Title: Canis Lupus Therapeuticus und anderes Getier

Diploma Thesis , 2007 , 80 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Christiane Schöll (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Ausgehend von der Mensch-Tier-Beziehung wird die Wirkungsweise der tiergestützten Arbeit unter bindungstheoretischen Gesichtspunkten betrachtet und es werden deren Erfolge aufgezeigt. Dazu wird auf die gemeinsame Historie der Mensch-Tier-Beziehung eingegangen und u.a. ein Vergleich der phylogenetisch entstandenen Bindungsprozesse diskutiert. Des Weiteren werden die Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Mensch und Tier erläutert, um auf die Bedeutung und verschiedene Einsatzmöglichkeiten der tiergestützte Arbeit in der Sozialen Arbeit hinzuweisen.
Nach einer Vorstellung der gängigsten Tierarten für diese Arbeit sowie der Erläuterung ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile werden anhand von verschiedenen Studien die physischen, psychischen und sozialen Auswirkungen der tiergestützten Arbeit belegt. Danach werden die unterschiedlichen Möglichkeiten des Einsatzes von Tieren in verschiedenen Arbeitsfeldern präsentiert. Zum Schluss werden die Probleme und Grenzen der tiergestützten Arbeit unter Bezugnahme auf die artgerechte Tierhaltung, die Ausbildung von Therapeut und Tier sowie auf allgemeine Kontraindikationen erörtert.

Based on the man-animal-relationship, animal assisted therapy, pedagogy and activities work are considered with respect to binding theoretical aspects and their success is explained.
As a first step, the history of the man-animal relationships is presented and a comparison of the phylogenetically varied binding processes is being discussed. Furthermore, the communication options between man and animal are considered in order to show the relevance and the range of application possibilities of animal assisted work. Next, the most prominent species for animal assisted work are introduced and their advantages and disadvantages are discussed, various studies of the physical, psychical and social effects of animal-assisted work proving the findings. Numerous application possibilities of different animals in various working ranges are presented. Finally, problems and limits of animal-assisted work like the necessities of the animals, the according regulations for their keeping/husbandry, the schooling of therapist and animal and general contraindications are discussed.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Mensch-Tier-Beziehung

1.1 Die Historie der Mensch-Tier-Beziehung mit Bezugnahme auf die Domestikation des Haushundes

1.2 Die Biophilie-Hypothese

1.3 Der Begriff der Du–Evidenz

1.4 Die Kommunikation zwischen Mensch und Tier

1.5 Die Bindungstheorie

1.5.1 Darstellung der Bindungstheorie

1.5.2 Die Fremden Situation und das Erwachsenen–Bindungsinterview (AAI)

1.5.3 Die Entstehung von Bindungsqualität

1.5.4 Die Psychobiologie des Bindungsverhaltens bei Mensch und Tier

2. Tiergestützte Therapie und Pädagogik

2.1 Die Historie der tiergestützten Arbeit

2.2 Erklärung verschiedener Begriffe der tiergestützten Arbeit

2.2.1 Tiergestützte Aktivitäten (AAA, Animal-Assisted-Activities)

2.2.2 Tiergestützte Erziehung/Pädagogik (AAE, Animal-Assisted Education/AAP, Animal-Assisted-Pedagogy)

2.2.3 Tiergestützte Therapie (AAT, Animal-Assisted-Therapy)

2.3 Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes verschiedener Spezies in der tiergestützten Arbeit

2.3.1 Allgemeine Auswahlkriterien der Tiere

2.3.2 Hunde

2.3.3 Katzen

2.3.4 Nagetiere

2.3.5 Vögel und Fische

2.3.6 Pferdeartige

2.3.7 Nutztiere

2.3.8 Kameliden

2.3.9 Delfine

2.4 (Aus-) Wirkungen der tiergestützten Arbeit

2.4.1 Physische Auswirkungen

2.4.2 Psychische Auswirkungen

2.4.3 Soziale Auswirkungen

3. Möglichkeiten und Auswirkungen des Einsatzes tiergestützter Arbeit in ausgewählten Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit

3.1 Die Auswirkungen des pädagogischen Einsatzes von Tieren auf die Arbeit mit Kindern

3.2 Der Einsatz von Tieren bei Arbeit mit Senioren

3.3 Behinderte Menschen und der Einsatz von Tieren

3.4 Möglichkeiten der Tiergestützten Arbeit in der Therapie

3.5 Die Resozialisation von Strafgefangenen unter zur Hilfenahme der Tiergestützten Arbeit

3.6 Probleme und Grenzen beim Einsatz tiergestützter Arbeit

3.6.1 Artgerechte Tierhaltung und Tierschutz

3.6.2 Ausbildung

3.6.3 Kontraindikationen

3.6.4 Grenzen der tiergestützten Arbeit

4. Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen tiergestützter Therapie und Pädagogik unter bindungstheoretischen Gesichtspunkten. Ziel ist es zu erklären, wie die Beziehung zwischen Mensch und Tier wirkt und unter welchen Voraussetzungen diese Arbeit erfolgreich in der Sozialen Arbeit eingesetzt werden kann, um Patienten bei ihrer Entwicklung und Heilung zu unterstützen.

  • Bindungstheorie als theoretische Basis der Mensch-Tier-Beziehung
  • Differenzierung von tiergestützten Aktivitäten, Pädagogik und Therapie
  • Analyse der Wirkungsweisen (physisch, psychisch, sozial) von Tieren auf den Menschen
  • Einsatzmöglichkeiten in verschiedenen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit (Kinder, Senioren, Behinderte, Strafgefangene)
  • Qualitätsstandards, Grenzen und ethische Probleme des Tier-Einsatzes

Auszug aus dem Buch

1.4 Die Kommunikation zwischen Mensch und Tier

In unserer „menschlichen Welt“ nimmt die digitale Kommunikation einen zentralen Raum ein. Gerade am Telefon, in E-Mails, Briefen u. ä. sind die analogen Anteile der Kommunikation nicht zu klassifizieren und können zu Missverständnissen beim Empfänger führen. Ähnliches geschieht bei Double-Bind-Botschaften. Dabei sendet der Sender inkongruente Nachrichten an den Empfänger, welche vom Empfänger oft nicht adäquat verstanden werden können. Insofern ist der von Angesicht zu Angesicht stattfindende Nachrichtenaustausch der verständlichste, da sowohl die verbal-digitale als auch die nonverbal-analoge Kommunikation vom Empfänger parallel empfangen werden können (vgl. Förster 2005, S. 23 f.).

Watzlawick unterscheidet digitale und analoge Kommunikation. Bei der digitalen Kommunikation ist die Beziehung zwischen dem Wort und dem ausgedrückten Gegenstand zufällig oder auch unwillkürlich gewählt. Es besteht eine semantische Übereinstimmung zwischen Gegenstand und Wort - ähnlich wie bei der Digitalisierung eines Computers. Dahingegen drückt die analoge Kommunikation immer auch die Beziehung zum Objekt aus. Sie hat ihre Wurzeln in archaischen Entwicklungsperioden und besitzt damit eine allgemeinere Gültigkeit. Sie ist nonverbal, nutzt Gestik, Mimik, Stimmmodulation, Rhythmus u. a. und ist unverfälscht.

Menschen benutzen beide Kommunikationsarten parallel, wobei der Schwerpunkt auf der digitalen Form, der Wissensvermittlung liegt. Die analoge Kommunikation haben wir trotz aller Veränderung im Verlauf der Phylogenese von unseren tierischen Vorfahren behalten und nutzen sie vor allem im weiten Bereich der (sozialen) Beziehungen (vgl. Watzlawick/ Beavin/Jackson 1969, S. 62 f.). Sie verläuft immer noch auf gleiche Art und Weise wie bei unseren Vorfahren und ist ein zentrales Moment, welches Kultur und vermutlich auch Spezies übergreifend existiert. Wir benötigen die analoge Kommunikation um Empathie auszudrücken. Es ist nicht der bloße Besitz des Tieres, welcher empathisch macht, „sondern es ist die durch Interaktion angeregte Fähigkeit zum Mitschwingen, aber auch zum Mitleiden mit anderen Lebewesen, die Fähigkeit, zum leidenschaftlich miteinander - Leben“ (Olbrich 1998, S. 119).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Hinführung zum Thema, Darstellung der Relevanz der Mensch-Tier-Beziehung und Zielsetzung der Arbeit.

1. Die Mensch-Tier-Beziehung: Theoretische Herleitung durch Evolutionsbiologie, Kommunikation und Bindungstheorie.

2. Tiergestützte Therapie und Pädagogik: Historische Entwicklung, Definitionen der Arbeitsformen und Analyse der Auswirkungen auf den Menschen.

3. Möglichkeiten und Auswirkungen des Einsatzes tiergestützter Arbeit in ausgewählten Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit: Konkrete Anwendung in pädagogischen, therapeutischen und resozialisierenden Kontexten sowie kritische Reflexion der Grenzen.

4. Zusammenfassung der Ergebnisse: Synthese der Erkenntnisse zur bindungstheoretischen Fundierung und zum praktischen Einsatz.

Schlüsselwörter

Tiergestützte Arbeit, Bindungstheorie, Mensch-Tier-Beziehung, Soziale Arbeit, Tiergestützte Therapie, Tiergestützte Pädagogik, Biophilie-Hypothese, Du-Evidenz, Kommunikation, Resozialisation, Therapiebegleithunde, Artgerechte Tierhaltung, Tierschutz, Psychosoziale Gesundheit, Heilung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Einsatz von Tieren in der Therapie und Pädagogik, insbesondere in der Sozialen Arbeit, und untersucht diesen auf der Basis bindungstheoretischer Erkenntnisse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Mensch-Tier-Beziehung, die theoretischen Grundlagen der Bindungstheorie, die verschiedenen Formen der tiergestützten Arbeit (AAA, AAE, AAT) sowie deren konkrete Einsatzmöglichkeiten und Grenzen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, ob tiergestützte Arbeit wissenschaftlich untermauert werden kann und wie diese unter bindungstheoretischen Gesichtspunkten zum Erfolg in pädagogischen und therapeutischen Settings beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung von Studien zu den physiologischen, psychologischen und sozialen Auswirkungen der Mensch-Tier-Interaktion basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung, die Definitionen der Begriffe, die spezifischen Einsatzmöglichkeiten bei verschiedenen Zielgruppen (Kinder, Senioren, Behinderte, Strafgefangene) sowie Probleme und Grenzen, einschließlich ethischer Aspekte und Tierschutz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Tiergestützte Arbeit, Bindungstheorie, Mensch-Tier-Beziehung, Soziale Arbeit, Psychosoziale Gesundheit und Tierschutz charakterisieren.

Wie profitieren Straftäter von der tiergestützten Arbeit?

Straftäter können durch die Verantwortung für Tiere während der Haftzeit soziale Kompetenzen entwickeln, Stress abbauen und durch den Umgang mit den Tieren positive Erfahrungen sammeln, die den Weg zur Resozialisation erleichtern.

Welche Rolle spielt die Bindungstheorie bei der Arbeit mit autistischen Kindern?

Die Bindungstheorie dient als Modell, um zu erklären, wie der Aufbau einer sicheren Bindung zum Tier autistischen Kindern helfen kann, Kommunikationsbarrieren zu durchbrechen und soziale Kompetenzen zu erwerben, da sie den "Königsweg" über die analoge, nonverbale Kommunikation bietet.

Excerpt out of 80 pages  - scroll top

Details

Title
Canis Lupus Therapeuticus und anderes Getier
Subtitle
Möglichkeiten und Grenzen tiergestützter Therapie und Pädagogik auf der Basis bindungstheoretischer Erkenntnisse
College
Fresenius University of Applied Sciences Darmstadt
Grade
2,3
Author
Christiane Schöll (Author)
Publication Year
2007
Pages
80
Catalog Number
V83978
ISBN (eBook)
9783638877305
ISBN (Book)
9783638879026
Language
German
Tags
Canis Lupus Therapeuticus Getier Hund Hunde Therapie Pädagogik Bindungsängste
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christiane Schöll (Author), 2007, Canis Lupus Therapeuticus und anderes Getier, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83978
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  80  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint