Die Diplomarbeit besteht aus 4 Kapiteln.
Im ersten und zweiten Kapitel wird die Theorie der latenten Steuern in der Internationalen Rechnungslegung im Einzel- und Konzernabschluss an Hand von verschieden Beispielaufgaben mit Buchungssätzen verdeutlicht.
Im Praxisteil der Arbeit wird gezeigt mit welchen Herausforderungen sich Unternehmen in Europa bei der Ermittlung der latenten Steuern in der Praxis konfrontiert sehen und welche Software für die Ermittlung mit welchen Vor- und Nachteilen eingesetzt werden.
Im letzten Kapitel wird ein Blick in die Zukunft geworfen. Wird die Position latente Steuern in Zukunft zunehmen oder hat die Politik Instrumentarien, um die Bilanzposition einzugrenzen.?
Eine informative Zusammenfassung sowie viele Übersichten und Screanshots verdeutlichen die Thematik.
Inhaltsverzeichnis
Einführung
A. IAS/ IFRS 12- Theorie der latenten Steuern
1. Theoretische Grundlagen der latenten Steuern
1.1 Zweck der IFRS -Rechnungslegung
1.2 Aktualität des Themas
1.3 Umsetzung der EU- Verordnung Nr. 1606/2002 in den anderen Mitgliedsstaaten
1.4 Erläuterung des Begriffs der latenten Steuern
1.5 Betriebswirtschaftlicher Hintergrund der latenten Steuern
1.6 Stille Lasten bei latenten Steuern
2. Latente Steuern im Einzelabschluss
2.1 Entstehung latenter Steuern
2.1.1 Permanente Differenzen
2.1.1.1 Beispiele für eine permanente Differenz
2.1.2 Timing difference
2.1.2.1 Beispiel für timing difference
2.1.3 Quasi-permanente Differenzen
2.1.3.1 Beispiel für quasi-permanente Differenzen
2.1.4 Erfolgswirksame und erfolgsneutrale Differenzen
2.1.4.1 Beispiel für eine erfolgsneutrale Differenz
2.1.5 Aktive und Passive latente Steuern
2.1.5.1 Passive latente Steuern
2.1.5.2 Aktive latente Steuern
2.2 Theoretisches Grundkonzept/ Bilanzansatz der latenten Steuern
2.3 Bewertung der latenten Steuern nach der Liability - Methode
2.4 Ausweis der latenten Steuern
2.4.1 Ausweis in der Bilanz
2.4.1.1 Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern
2.4.2 Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung
2.4.3 Einzeldifferenzbetrachtung
2.4.4 Ausweis im Anhang
2.4.4.1 Angaben der bilanziellen Steuereffekte
2.4.4.2 Steuerliche Überleitungsrechnung (Tax Rate Reconciliation)
2.4.4.3 Hauptbestandteile des Steueraufwandes und Steuerertrages
2.4.4.4 Sonstige steuerliche Angabenpflichten
2.4.5 Bedeutung der Steuerquote
3. Latente Steuern im Konzernabschluss
3.1 Aufstellungspflicht des Konzernabschluss nach IAS/IFRS
3.1.1 Control-Konzept
3.1.2 Einheitstheorie
3.2 Entstehung der latenten Steuern
3.3 Konsolidierungsprozess
3.3.1 Festlegen des Konsolidierungskreises
3.3.2 Vereinheitlichung der Einzelabschlüsse
3.4 Währungsumrechnung als Ursache für latente Steuern
3.4.1 Beispiel für die Entstehung von latenten Steuern auf der Basis der Währungsumrechnung
3.5 Konsolidierung
3.5.1 Kapitalkonsolidierung
3.5.1.1 Erwerbsmethode
3.5.1.1.1 Erstkonsolidierung
3.5.1.1.2 Folgekonsolidierung
3.5.1.2 Beispiel für latente Steuern bei einer Kapitalkonsolidierung
3.5.2 Schuldenkonsolidierung
3.5.2.1 Bespiel für latente Steuern bei einer Schuldenkonsolidierung
3.5.3 Zwischenergebniseliminierung
3.5.3.1 Beispiel für latente Steuern in der Zwischenergebniseliminierung und in der Aufwands- und Ertragskonsolidierung
3.5.4 Steuerliche Verlustvorträge
3.5.4.1 Beispielaufgaben zu latenten Steuern aus Verlustvorträgen
3.5.4.2 Mischsteuersatz zur Berechnung der (latenten) Ertragssteuer
B. IAS/ IFRS 12- Praxis der latenten Steuern
1. Praktische Grundlagen der latenten Steuern
1.1 Studie: Herausforderung der Bilanzierung latenter Steuern nach IFRS
1.1.1 Herausforderung: Ermittlung der latenten Steuern
1.1.2 Herausforderung: Saldierung der latenten Steuern
1.1.3 Herausforderung: latente Steuern für Outside Differences
1.1.4 Herausforderung: Verantwortungsträger für die Ermittlung latenten Steuern
1.1.5 Herausforderung: Instrumente Tools
1.2 Vorstellen von webbasierten/ datenbankbasierten Softwarelösung für latenten Steuern
1.2.1 Offline - Erfassung der latenten Steuern
1.2.1.1 Offline - Erfassung der latenten Steuern mit MS Access
1.2.2 Online - Erfassung der latenten Steuern
1.2.2.1 Client/Server-Architektur
1.2.2.1.1 Präsentationsserver
1.2.2.1.2 Datenbankserver
1.2.2.1.3 Anwendungsserver/ Application Server
1.2.2.1.4 Dynamische Webseiten mit Zugriff auf Datenbanken
1.3 Webbasierte Softwarelösung für Latente Steuern mit TM1 von Applix
1.4 Alternative Softwarelösung für Latente Steuern
C. Ausblick: Beständigkeit des Maßgeblichkeitsprinzips
1. Maßgeblichkeit und steuerpolitische Bedeutung in der internationalen Rechnungslegung
2. Vor- und Nachteile einer Maßgeblichkeit der IFRS für die steuerliche Gewinnermittlung
2.1 Nachteile einer Maßgeblichkeit der IFRS für die steuerliche Gewinnermittlung
2.2 Vorteile einer Maßgeblichkeit der IFRS für die steuerliche Gewinnermittlung
3. Vor- und Nachteile einer eigenständigen Steuerbilanz als Alternative zum Maßgeblichkeitsprinzip
3.1 Vorteile einer eigenständigen Steuerbilanz
3.2 Nachteile einer eigenständigen Steuerbilanz
4. Fazit und Alternativen einer Maßgeblichkeit der IAS/IFRS
D. Zusammenfassung und wesentliche Aussagen
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, die Komplexität und die Schwierigkeiten bei der Ermittlung latenter Steuern im Einzel- und Konzernabschluss nach IAS/IFRS 12 darzustellen sowie praxistaugliche Lösungsansätze für Kapitalgesellschaften aufzuzeigen.
- Theoretische Grundlagen und betriebswirtschaftliche Ursachen für latente Steuern
- Analyse der Entstehung latenter Steuern im Einzel- und Konzernabschluss
- Detaillierte Untersuchung des Konsolidierungsprozesses und dessen steuerlicher Auswirkungen
- Einsatzmöglichkeiten moderner Softwarelösungen (webbasiert vs. offline)
- Diskussion der zukünftigen Entwicklung des Maßgeblichkeitsprinzips
Auszug aus dem Buch
1.4 Erläuterung des Begriffs der latenten Steuern
IAS 12 verpflichtet Unternehmen zum bilanziellen Ansatz von zukünftigen steuerlichen Verbindlichkeiten (liabilities) und Forderungen (assets), die auf Grund temporärer Unterschiede im Wertansatz zwischen Bilanz und Steuerrecht entstehen. Zusätzlich können auch Verlustvorträge und Steuerguthaben unter gewissen Voraussetzungen angesetzt werden. Ziel ist es, den aus der Steuerbilanz errechneten Steueraufwand in einem vertretbaren Verhältnis zum handelsrechtlichen Jahresergebnis auszuweisen, um dem Investor die Möglichkeit zu geben, die Steuerbelastung des Unternehmens oder Konzerns einschätzen zu können.
Da die Bestimmungen der IFRS – Rechnungslegung zurzeit nicht mit der des Steuerrechts in Deutschland übereinstimmen und so die Ausübung bestimmter handelsrechtlicher Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte ermöglicht wird, führt dies zu einer Durchbrechungen des Maßgeblichkeitsprinzips. Hieraus resultieren temporäre, quasi-permanente und permanente Unterschiede zwischen dem buchhalterischen Bilanzgewinn und den zu versteuernden Einkommen. Werden die temporären bzw. quasi- permanenten Unterschiede mit dem jeweiligen Ertragssteuersatz multipliziert, ergibt sich die tatsächliche bzw. latente Steuer. Die latenten Steuern stellen dann den Korrekturposten dar, der das handelsrechtliche Ergebnis an den sich aus der Steuerbilanz ergebenden Steueraufwand anpasst.
Zusammenfassung der Kapitel
Theoretische Grundlagen der latenten Steuern: Dieses Kapitel erläutert die Ziele der IFRS-Rechnungslegung und die betriebswirtschaftlichen Ursachen, die zur Entstehung von latenten Steuern führen.
Latente Steuern im Einzelabschluss: Hier wird detailliert dargestellt, wie latente Steuern durch temporäre, permanente und quasi-permanente Differenzen entstehen und nach der Liability-Methode bewertet werden.
Latente Steuern im Konzernabschluss: Das Kapitel behandelt die Besonderheiten der Konsolidierung, wie Kapitalkonsolidierung und Währungsumrechnung, sowie deren Einfluss auf die Bildung latenter Steuern.
Praktische Grundlagen der latenten Steuern: Basierend auf einer Studie wird aufgezeigt, wie Unternehmen die Ermittlung latenter Steuern organisatorisch bewältigen und welche IT-Instrumente hierbei zum Einsatz kommen.
Ausblick: Beständigkeit des Maßgeblichkeitsprinzips: Das abschließende Kapitel diskutiert die Zukunft der Verbindung zwischen Handels- und Steuerbilanz unter Berücksichtigung der EU-weiten Harmonisierung.
Schlüsselwörter
Latente Steuern, IAS 12, IFRS, Konzernabschluss, Einzelabschluss, Konsolidierung, Maßgeblichkeitsprinzip, Temporäre Differenzen, Steuerbilanz, Liability-Methode, Steuerquote, Bilanzpolitik, Softwarelösung, Steueraufwand, Verlustvorträge
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit primär?
Die Arbeit behandelt das Thema latente Steuern gemäß dem Rechnungslegungsstandard IAS 12 und deren Anwendung in Theorie und Praxis für Kapitalgesellschaften.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die Bilanzierung latenter Steuern, der Konsolidierungsprozess im Konzern, die Auswirkungen von Währungsumrechnungen sowie die technologische Unterstützung bei der Ermittlung durch Softwarelösungen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Ziel ist es, die Schwierigkeiten bei der Ermittlung latenter Steuern im Einzel- und Konzernabschluss aufzuzeigen und Lösungsansätze für die betriebliche Praxis anzubieten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung der IFRS-Standards sowie eine Fallstudie von PricewaterhouseCoopers zur Ermittlung praktischer Herausforderungen und technischer Umsetzungen in Konzernen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der latenten Steuern im Einzel- und Konzernabschluss sowie in eine Untersuchung praktischer Aspekte, wie die Wahl geeigneter Software-Tools zur Datenverarbeitung.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie "IAS 12", "Konzernabschluss", "Maßgeblichkeitsprinzip", "Konsolidierung" und "latente Steuern" definieren.
Warum ist die Unterscheidung zwischen dem Maßgeblichkeitsprinzip und der IFRS-Bilanzierung so wichtig?
Die Unterschiede beeinflussen maßgeblich die Steuerbelastung und die Aussagekraft des Jahresabschlusses, da IFRS-Abschlüsse den Fokus auf Investoreninformationen legen, während die Steuerbilanz fiskalischen Prinzipien folgt.
Welche Rolle spielt die Software bei der Ermittlung latenter Steuern?
Softwarelösungen, insbesondere webbasierte Anwendungen, erhöhen die Datenqualität, Sicherheit und den Automatisierungsgrad bei der Erstellung der steuerlichen Überleitungsrechnung, was den Arbeitsaufwand in den Steuerabteilungen reduziert.
- Quote paper
- Nadin Schäfer (Author), 2006, IAS / IFRS 12. Theorie und Praxis der latenten Steuern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84006