Zusammenhang zwischen Kommunikation und Interaktion


Seminararbeit, 2006
14 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kommunikative Handlungskompetenz
2.1 Annahmen der Berufsanfänger
2.2 Widersprüchliche Momente

3 Kommunikation
3.1 Grundvorstellung von Kommunikation
3.1.1 einfache, gradlinige Kommunikation
3.1.2 dynamische, fortlaufende Kommunikation
3.2 Sprache in der Kommunikation

4 Interaktion
4.1 Sozialpsychologie
4.2 Die Interaktion
4.3 Das Problem der persönlichen Eigenarten in der Interaktion
4.4 Das Problem der Eigendynamik in der Interaktion
4.5 Wahrnehmung von Personen
4.6 Ausdruckzeichen

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Zusammenwirken von Sender, Botschaft, Kanal und Empfänger

Abbildung 2: Kommunikationsstile nach Schulz von Thun

1 Einleitung

Menschen, die sich dazu entschließen, den Beruf des Sozialarbeiters/Sozialpädagogen nachzugehen, begründen ihre Entscheidung oft damit, dass sie mit den Menschen, denen sie helfen wollen, gerne in direktem Kontakt stehen möchten. Das heißt, dass sie nicht über Dritte mit ihnen kommunizieren möchten, sondern von Angesicht zu Angesicht mit ihnen über ihre Anliegen, Probleme oder Wünsche sprechen möchten. Doch was macht es aus, eine erfolgreiche Interaktion, die erforderlich ist zur Konfliktlösung oder Problembewältigung, herzustellen? Inwiefern wirken Kommunikation und Interaktion dabei zusammen?

2 Kommunikative Handlungskompetenz

Zunächst soll darauf eingegangen werden, welche Kompetenzen Sozialarbeiter in der Ausübung ihres Berufes für erforderlich halten und ob diese allein genügen. Unter Kompetenz „lat. competere: zusammentreffen“ (http://de.wikipedia.org/-wiki/Kompetenz#Verst.C3.A4ndnis_in_Psychologie_undP.C3.A4dagogik 2006: 1) versteht man allgemein eine Zuständigkeit und den Bereich fachlicher sowie sachlicher Verantwortung für eine Person oder einen Gegenstand (vgl. F. A. Brockhaus GmbH 1997: 64).

2.1 Annahmen der Berufsanfänger

Diejenigen, die den Beruf des Sozialarbeiters ausüben möchten, gehen meist von folgenden vier Grundgedanken über Handlungskompetenzen aus, die man mitbringen und erlernen sollte, um jemandem erfolgreich helfen zu können (vgl. Effinger 2003: 11).

Empathiefähigkeit: „Ich weiß, wie es jetzt in dir aussehen muss“ (Fiehler 1990: 153). Unter Empathie wird ein wohlwollendes Einfühlungsvermögen und Mitempfinden für eine Persönlichkeit verstanden. Zudem ist hiermit das Verständnis gemeint, welches für den Betroffenen bezüglich seines Anliegens aufgebracht werden und wie man auf die Situation reagieren sollte (vgl. Effinger 2003: 11).

Parteilichkeit: Der Betroffene sollte bezüglich diesen Aspektes in der Rolle des Leidtragenden oder desjenigen, der Hilfe benötigt, gesehen werden. Allerdings ist eine positive Einstellung zum Gegenüber Voraussetzung für die „moralische Grundlage der Hilfe“ (Effinger 2003: 11). Ansonsten würde sich der Betroffene in seiner Intention Hilfe zu suchen und Verständnis zu erfahren nicht bestätigt fühlen (vgl. Effinger 2003: 11).

Defizit- und Veredlungstheorie: Dies bedeutet, dass davon ausgegangen wird, dass derjenige, der Hilfe sucht, sich folglich auch in der Opferrolle befindet, da er Problembewältigung durch Hilfe anderer fordert. Um ihm diese Hilfe gewährleisten zu können sollen die verschiedenen Lebenssituationen der Betroffenen kenngelernt werden und sich Techniken angeeignet werden, um auf diese so gut es geht Einfluss nehmen zu können (vgl. Effinger 2003: 12).

Methodenplanung und Lösungen: Viele gehen der Annahme nach, die unter-schiedlichen Methoden seien anwenderneutral und dementsprechend einfach nur richtig auf die jeweilige Person abzustimmen. So glaubt man, dass quasi bei der richtigen Anwendung einer Methode auf den jeweiligen Betroffenen Patentrezepte verwendet werden können, die auch zu erfolgreichen Konfliktbewältigung und Problemlösung führen (vgl. Effinger 2003: 12).

2.2 Widersprüchliche Momente

Doch geht es in der Sozialen Arbeit nicht nur um die angenommenen Kompetenzen der Studienanfänger und ihrer Ausfeilung durch Aneignung von fachlichem Wissen. Durch den Umgang mit Menschen in den verschiedensten Lebenslagen, -umwelten und -situationen ist es durchaus erforderlich zu lernen, die gegensätzlichen Momente, die das Zusammenarbeiten mit anderen Personen mit sich bringt, abzuwägen und mit ihnen umzugehen. (vgl. Effinger 2003: 14) Um einige Widerspruchsbeispiele zu nennen:

- Parteilichkeit und Neutralität
- Transparenz und Geheimhaltung
- Nähe und Distanz
- Humanität und Effektivität
- Wahrheit und Wirksamkeit
- Mitsprache und Entscheidungsvollmacht

Da sich der Sozialarbeiter immer in dem Konflikt des Widerspruchsmomentes befindet, sich also entweder für das Eine oder das Andere zu entscheiden, ist es wichtig, dass ihm möglichst viele verschiedene Kommunikationstechniken und -theorien nahegebracht werden (vgl. Effinger 2003: 14). Denn ist es doch so, dass jedes Individuum, mit dem man sich befasst, verschiedene Charakterstärken sowie -schwächen aufweist, die es zu ergründen gilt. Man muss sich also mit dem betroffenen Person insoweit auseinander setzen, dass man seinen persönlichen inneren Kern kennen lernt, um einschätzen zu können wie er auf gewisse Art und Weise auf andere Personen reagiert oder in bestimmten Situationen handelt (vgl. Schultze von Thun 1999: 14). Um dies zu erreichen gehen wir nun über in das Thema der Kommunikation, die notwendig ist, um mit Personen überhaupt interagieren zu können.

3 Kommunikation

Was aber verstehen wir unter Kommunikation? Dies soll im folgenden Kapitel unter Einbeziehung der Sprache erläutert werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Zusammenhang zwischen Kommunikation und Interaktion
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg  (Fakultät I: Bereich Soziale Arbeit)
Veranstaltung
Einführung in wissenschaftliches Arbeiten
Note
1,3
Autor
Jahr
2006
Seiten
14
Katalognummer
V84029
ISBN (eBook)
9783638001908
ISBN (Buch)
9783638955829
Dateigröße
584 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zusammenhang, Kommunikation, Interaktion, Einführung, Arbeiten
Arbeit zitieren
Simone Böckem (Autor), 2006, Zusammenhang zwischen Kommunikation und Interaktion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84029

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