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Ermittlung von Kapitalkosten bei der Linos AG

Title: Ermittlung von Kapitalkosten bei der Linos AG

Seminar Paper , 2006 , 33 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Arno Melcher (Author), Mathias Gerhardt (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Durch die in den letzten Jahren zunehmende Kapitalmarktorientierung gewinnen Shareholder-Value Konzepte immer mehr an Bedeutung. Dabei wird gerne auf eines der aus dem angelsächsischen Raum stammende DCF-Verfahren zurückgegriffen, um den wirtschaftlichen Erfolg in Form des Unternehmenswertes messen zu können. Neben der Prognose zukünftig entziehbarer Überschüsse, besitzt die Kapitalkostenermittlung hierbei eine zentrale Rolle. Erst durch die Berücksichtigung der Kapitalkosten lässt sich der zukünftige unternehmerische Erfolg in die Gegenwart diskontieren. Dieser Wert kann jedoch sehr sensibel auf kleinste Änderungen der Kapitalkosten reagieren, weswegen die Ermittlung geeigneter Kapitalkostensätze eine gesonderte Aufmerksamkeit verdient.

Aufgabe in der Seminarveranstaltung „Unternehmensbewertung“ ist es, für die in Göttingen ansässige Linos AG einen Unternehmenswert zu ermitteln. Dabei handelt es sich um ein seit 1996 bestehendes Unternehmen, welches im Bereich der Photonic tätig ist. Die Erarbeitung eines Unternehmenswertes erfolgt durch drei Teilprojektgruppen. Die erste Gruppe befasst sich mit der Prognose zukünftiger Cash-Flows. In der hier vorliegenden Arbeit werden die Ergebnisse bezüglich der Kapitalkosten vorgestellt, die aus Eigen- und Fremdkapitalkostenbestandteilen bestehen. Abschließend wird die DCF-Gruppe die Ergebnisse der ersten beiden Teilprojekte in einen Unternehmenswert überführen. Nach Absprache mit der DCF-Gruppe werden bei der Ermittlung der Eigenkapitalkosten Ertragsteuern und Verschuldungsgrade berücksichtigt, während der Fremdkapitalkostensatz vor Steuern dargestellt wird. Die Berücksichtigung eines Steuervorteils, der aus der steuerlichen Abzugsfähigkeit der Fremdkapitalzinsen resultiert, sowie die entsprechende Gewichtung der Eigen- und Fremdkapitalkosten wird durch die DCF-Gruppe vorgenommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ermittlung der Eigenkapitalkosten

2.1 Nachsteuer-CAPM

2.2 Risikoloser Zinssatz

2.3 Marktrendite

2.3.1 Marktrendite nach Stehle

2.3.2 Benchmark

2.4 Betafaktor

2.4.1 Berechnung des Betafaktors

2.4.2 Periodizität, Indexwahl und Intervalllänge

2.4.3 Alternative Berechnung

2.5 Validierung des Betafaktors

2.5.1 Vorstellung der Peer Group

2.5.2 Peer Group Vergleich

2.6 Sensitivitätsanalyse

3 Ermittlung der Fremdkapitalkosten

4 Ergebnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das primäre Ziel dieser Seminararbeit ist die Ermittlung eines fundierten Kapitalkostensatzes für die Linos AG, um als Grundlage für eine Unternehmensbewertung mittels DCF-Verfahren zu dienen. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Eigen- und Fremdkapitalkosten unter Berücksichtigung spezifischer steuerlicher Rahmenbedingungen und risikobezogener Kennzahlen für ein Unternehmen der Photonic-Branche methodisch korrekt bestimmt werden können.

  • Anwendung des Nachsteuer-CAPM zur Bestimmung der Eigenkapitalkosten.
  • Analyse und Auswahl geeigneter Parameter für den risikolosen Zinssatz und die Marktrendite.
  • Methodische Auseinandersetzung mit der Betafaktor-Berechnung unter Einbeziehung des Intervalling-Effekts.
  • Validierung der Ergebnisse durch einen Peer Group Vergleich auf Basis von Fundamentaldaten.
  • Ermittlung der Fremdkapitalkosten unter Berücksichtigung marktbeobachtbarer Zinsstatistiken.

Auszug aus dem Buch

2.4 Betafaktor

Der Betafaktor ist ein Maß für das systematische Risiko, welches auch durch geschicktes Handeln am Markt nicht wegdiversifiziert werden kann. Hierbei wird die Sensitivität des Risikos einer Aktie im Vergleich zum Marktrisiko gemessen. Das Marktportfolio hat einen Wert von 1. Ein Betawert höher als 1 impliziert eine stärkere, ein Beta niedriger als 1 eine geringere und ein negatives Beta eine gegenläufige Reaktion zum Markt. Das systematische Risiko setzt sich zusammen aus einem Risiko, basierend aus der Finanzierungsstruktur (Finanzierungsrisiko) und aus dem Risiko aus der Geschäftstätigkeit (Geschäftsrisiko). Der Betafaktor lässt sich formal wie folgt darstellen.

Die Formel zeigt einen der zwei Gründe auf, warum der Betafaktor im CAPM Modell eine besondere Stellung einnimmt. Er ist nämlich im Gegensatz zur Marktrendite und zum risikolosen Zins eine individuelle Kennzahl des zu untersuchenden Unternehmens. Der zweite Grund für seine besondere Bedeutung ist der, dass er durch seinen multiplikativen Zusammenhang in diesem Modell starken Einfluss auf die Eigenkapitalkosten nimmt. Der Betafaktor von börsennotierten Unternehmen kann bei Finanzdienstleistern wie Barra, ThomsonTM Financial oder Bloomberg bezogen werden. Doch es müssen Annahmen zu drei Faktoren getroffen werden, die den Betafaktor besonders beeinflussen. Der erste Faktor ist die Periodizität, also ob tägliche, wöchentliche oder monatliche Renditen in die Betaberechnung einbezogen werden. Zweitens muss der Index gewählt werden, der als Stellvertreter für die Marktrendite herangezogen wird. Drittens wird die Intervalllänge festgelegt, dass heißt, der Zeitraum, über den die Renditen in die Berechnung mit einbezogen werden. Auf diese zu treffenden Annahmen wird im weiteren Verlauf dieser Arbeit näher eingegangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Unternehmensbewertung ein, erläutert die Bedeutung der Kapitalkosten für Shareholder-Value Konzepte und definiert den Auftrag zur Bewertung der Linos AG.

2 Ermittlung der Eigenkapitalkosten: Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretische und praktische Herleitung der Eigenkapitalkosten mittels Nachsteuer-CAPM, inklusive detaillierter Analysen zu risikolosem Zinssatz, Marktrendite, Betafaktor-Berechnungen und deren Validierung.

3 Ermittlung der Fremdkapitalkosten: Dieses Kapitel widmet sich der Bestimmung des Fremdkapitalkostensatzes durch die Heranziehung von Zinsstatistiken der Deutschen Bundesbank, da unternehmensspezifische Daten nur begrenzt aussagekräftig sind.

4 Ergebnis: Hier werden die abschließenden Kennzahlen für die unverschuldeten und verschuldeten Eigenkapitalkosten sowie die Fremdkapitalkosten der Linos AG übersichtlich zusammengefasst.

Schlüsselwörter

Kapitalkosten, Unternehmensbewertung, Linos AG, DCF-Verfahren, Nachsteuer-CAPM, Betafaktor, systematisches Risiko, Marktrendite, risikoloser Zinssatz, Intervalling-Effekt, Peer Group, Fremdkapitalkosten, Sensitivitätsanalyse, Photonic, Unternehmensfinanzierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit befasst sich mit der methodisch korrekten Ermittlung der Kapitalkosten für die Linos AG als notwendigen Schritt für eine Unternehmensbewertung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Bestimmung der Eigenkapitalkosten mittels Nachsteuer-CAPM sowie die Herleitung der Fremdkapitalkosten auf Basis marktüblicher Zinsstatistiken.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die präzise Berechnung des Eigen- und Fremdkapitalkostensatzes unter Berücksichtigung unternehmensspezifischer Risiken und steuerlicher Effekte für die Linos AG.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt das Nachsteuer-CAPM-Modell für die Eigenkapitalkosten und stützt sich für die Fremdkapitalkosten auf statistische Daten der Deutschen Bundesbank sowie fundamentale Peer-Group-Analysen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Bestimmung der CAPM-Parameter, die Berechnung und Validierung des Betafaktors sowie die methodische Aufteilung und Bewertung der Fremdkapitalzinsen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kapitalkosten, Unternehmensbewertung, Betafaktor, Nachsteuer-CAPM, Intervalling-Effekt und Fremdkapitalkosten.

Warum wird das Nachsteuer-CAPM dem Standard-CAPM vorgezogen?

Da in Deutschland die steuerliche Behandlung von Zinsen, Dividenden und Kursgewinnen erheblich ist, ist eine Berücksichtigung der Ertragsteuern essenziell für eine realistische Bewertung.

Was bewirkt der Intervalling-Effekt bei der Beta-Berechnung?

Der Intervalling-Effekt beschreibt den Anstieg des Betafaktors bei längeren Periodizitäten, was eine sorgfältige Wahl des Berechnungsintervalls erforderlich macht, um Verzerrungen durch illiquiden Handel zu minimieren.

Wie wurde die Peer Group für die Linos AG ausgewählt?

Die Auswahl erfolgte auf Basis der Branchenzugehörigkeit zur Photonic sowie einer anschließenden Selektion anhand von Fundamentaldaten, um Unternehmen mit ähnlichem Risiko- und Profitabilitätsprofil zu finden.

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Details

Title
Ermittlung von Kapitalkosten bei der Linos AG
College
Leibniz Academy Hanover - Administrative and Economic Academy Hanover  (Lehrstuhl für Banken und Finanzierung)
Course
Unternehmensbewertung
Grade
1,3
Authors
Arno Melcher (Author), Mathias Gerhardt (Author)
Publication Year
2006
Pages
33
Catalog Number
V84061
ISBN (eBook)
9783638004664
ISBN (Book)
9783638912365
Language
German
Tags
Ermittlung Kapitalkosten Linos Unternehmensbewertung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Arno Melcher (Author), Mathias Gerhardt (Author), 2006, Ermittlung von Kapitalkosten bei der Linos AG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84061
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