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Macht und Herrschaft in Unternehmen

Entscheidungsfindung im Vorstand als Aspekt der Unternehmensführung

Title: Macht und Herrschaft in Unternehmen

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Ralf Werner (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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In den letzten Jahren wird intensiv eine Diskussion über die Kontrolle und Führung von Unternehmen geführt. Der Begriff der Corporate Governance soll dabei die beiden Elemente der Unternehmenssteuerung und der Unternehmenskontrolle erfassen. Festzuhalten ist aber, dass diese Definition sehr allgemein und allumfassend ist. Die Definition reicht von den Kontrollmechanismen innerhalb des Unternehmens über Strukturen in der Unternehmensführung bis hin zur Kontrolle durch die Kapitalgeber. Weiterhin müssen nach dieser Definition auch die Interessen anderer beteiligter Gruppen berücksichtigt werden, wie zum Beispiel Interessen der Politik oder der Arbeiternehmer. Eine Definition von Corporate Governance als System der Unternehmenssteuerung und Unternehmenskontrolle unterscheidet dabei nicht in innere und äußere Kontrollmechanismen, sondern ist sehr weit gefasst. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Schmidt formuliert, dass es „… no clear-cut definition …“ für Corporate Governance gibt (vgl. Schmidt, 1997, S.15).
Ich werde mich in dieser Arbeit mit der Perspektive des Vorstandes beschäftigen. Dabei kommt es mir besonders darauf an, darzustellen, inwieweit der Vorstandsvorsitzende Entscheidungen im Vorstand bestimmt und lenkt und somit Einfluss auf die Unternehmenspolitik und die strategische Ausrichtung des Unternehmens hat. Dazu werde ich im ersten Abschnitt grundlegend auf die Funktion und die Gliederung des Vorstands in deutschen Aktiengesellschaften eingehen. Weiterhin werde ich in diesem Abschnitt den Shareholder Value und den Stakeholder Ansatz verdeutlichen. Im weiteren Verlauf der Seminararbeit werde ich die Entwicklung der Bayer AG darstellen und die strategische Ausrichtung in der geschichtlichen Entwicklung aufzeigen. Um den Einfluss des Vorstandsvorsitzenden zu untersuchen, betrachte ich kurz die Übernahmepolitik der Bayer AG seit 1972. Auch die Unternehmensphilosophie in Bezug auf Shareholder Value werde ich thematisieren.
Im dritten und letzten Abschnitt werde ich mich mit der Frage der Entscheidungsfindung im Vorstand befassen und dabei besonders auf das Direktorial- und Kollegialprinzip eingehen.
Den Abschluss bilden eine kurze Zusammenfassung der in dieser Arbeit aufgeworfenen Probleme und auch eine Bewertung meinerseits.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Unterscheidung Single Board- Struktur und Duales System

2.1 Single Board- Struktur

2.2 Duales System bestehend aus Aufsichtsrat und Vorstand

3. Unterscheidung zwischen Shareholder- und Stakeholder-Ansatz

3.1 Shareholder-Ansatz

3.2 Stakeholder-Ansatz

4. Veränderung der Unternehmensausrichtung am Beispiel der Bayer AG

4.1 Geschichtliche Entwicklung der Bayer AG

4.2 Gliederung in Arbeitsgebiete

4.3 Übernahmepolitik der Bayer AG

4.4 Zwischen Shareholder-Value und den Stakeholdern

5. Entscheidungsfindung im Vorstand

5.1 Unterscheidung zwischen Kollegialprinzip und Direktorialprinzip

5.2 Möglichkeiten der Entschlussfassung im Vorstand

5.3 Direktorialprinzip

5.3.1 Etablierung eines Direktorialprinzips

5.3.2 Handlungsrationale Bewertung des Direktorialprinzips

5.3.3 Handlungsreale Bewertung

6. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Vorstandsvorsitzenden auf die Unternehmenspolitik und die strategische Ausrichtung einer Aktiengesellschaft. Dabei wird insbesondere analysiert, inwieweit unterschiedliche Prinzipien der Entscheidungsfindung im Vorstand – das Kollegial- und das Direktorialprinzip – die Machtverteilung innerhalb der Unternehmensführung beeinflussen.

  • Vergleich von Corporate-Governance-Systemen (Single Board vs. Duales System).
  • Gegenüberstellung von Shareholder- und Stakeholder-Ansatz als Leitlinien der Unternehmenspolitik.
  • Analyse der strategischen Entwicklung und Übernahmepolitik der Bayer AG.
  • Untersuchung der Machtverhältnisse und Entscheidungsstrukturen im Vorstand.
  • Bewertung von Direktorial- und Kollegialprinzip hinsichtlich ihrer Effizienz und internen Kontrolle.

Auszug aus dem Buch

5.3 Direktorialprinzip

Dieser Abschnitt soll sich im speziellen mit dem Direktorialmodell auseinander setzen. Ich werde aufzeigen wie sich ein Direktorialmodell etablieren kann und anschliessend eine handlungsrationale und eine handlungsreale Bewertung dieses Modells vornehmen.

5.3.1 Etablierung eines Direktorialprinzips

Zur Etablierung des Direktorialprinzips kann man bei Grundei lesen, dass Oesterle den Standpunkt vertritt, dass es ausreicht, dass ein Vorstandsvorsitzender gewählt wird und somit formal akzeptiert und legitimiert ist (vgl. Grundei, 2004, S. 5). Das reine Vorhandensein eines Vorstandsvorsitzenden führt somit zur Akzeptanz eines Direktorialprinzips und damit verbunden zu einer gewissen Hierarchie im Vorstand.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Diskussion um Corporate Governance ein und definiert den Fokus auf die Entscheidungsfindung und Machtstellung innerhalb des Vorstands.

2. Unterscheidung Single Board- Struktur und Duales System: Dieses Kapitel erläutert die Unterschiede zwischen dem einstufigen angelsächsischen Modell und dem zweistufigen deutschen System mit Vorstand und Aufsichtsrat.

3. Unterscheidung zwischen Shareholder- und Stakeholder-Ansatz: Hier werden die beiden normativen Ansätze beleuchtet, welche die Ziele und die Ausrichtung der Unternehmenspolitik maßgeblich prägen.

4. Veränderung der Unternehmensausrichtung am Beispiel der Bayer AG: Anhand der historischen Entwicklung und Übernahmepolitik der Bayer AG wird die strategische Ausrichtung und der Einfluss des Managements verdeutlicht.

5. Entscheidungsfindung im Vorstand: Das Kapitel analysiert detailliert die Organisationsprinzipien des Vorstands sowie die Auswirkungen von Direktorial- und Kollegialstrukturen.

6. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse über Machtakkumulation in den Unternehmensmodellen zusammen und bewertet die Eignung der Führungsprinzipien.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, Vorstand, Aufsichtsrat, Shareholder-Ansatz, Stakeholder-Ansatz, Bayer AG, Direktorialprinzip, Kollegialprinzip, Unternehmensführung, Machtakkumulation, Entscheidungsfindung, Unternehmenspolitik, Strategie, Unternehmenswert, Unternehmenssteuerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Strukturen der Unternehmensführung und -kontrolle in Aktiengesellschaften, mit einem besonderen Fokus auf die Machtverteilung und die Art der Entscheidungsfindung im Vorstand.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen Corporate Governance, den Vergleich zwischen Shareholder- und Stakeholder-Ansätzen sowie die Analyse von Entscheidungsprinzipien im Vorstand.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Einfluss des Vorstandsvorsitzenden auf die strategische Unternehmensausrichtung zu untersuchen und zu bewerten, wie das Direktorial- im Vergleich zum Kollegialprinzip die internen Machtverhältnisse beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein theoretischer Vergleich der Governance-Modelle vorgenommen, ergänzt durch eine Fallstudie zur strategischen Entwicklung der Bayer AG.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Governance-Systeme, strategische Leitbilder an der Bayer AG sowie die theoretischen und realen Aspekte der Vorstandsorganisation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Corporate Governance, Direktorialprinzip, Shareholder-Value, Stakeholder-Ansatz und Unternehmensführung definieren.

Wie wirkt sich das Direktorialprinzip auf die anderen Vorstandsmitglieder aus?

Nach den Ausführungen in der Arbeit kann das Direktorialprinzip zu einer Hierarchisierung führen, bei der andere Vorstandsmitglieder weniger Mitsprache haben, was potenziell ihre Motivation mindern kann.

Warum wird das Direktorialprinzip im Fazit kritisch betrachtet?

Der Autor argumentiert, dass das Direktorialprinzip die Kontrollfunktion des Aufsichtsrats schwächen kann und im Kontext moderner Demokratien als antiquiert angesehen wird.

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Details

Title
Macht und Herrschaft in Unternehmen
Subtitle
Entscheidungsfindung im Vorstand als Aspekt der Unternehmensführung
College
University of the Federal Armed Forces München
Grade
1,0
Author
Ralf Werner (Author)
Publication Year
2007
Pages
24
Catalog Number
V84082
ISBN (eBook)
9783638004770
ISBN (Book)
9783638922852
Language
German
Tags
Macht Herrschaft Unternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ralf Werner (Author), 2007, Macht und Herrschaft in Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84082
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