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Die Peter-Müller-Wahl - eine Analyse von Parteistrategien, Medienberichterstattung und Wählerverhalten zur saarländischen Landtagswahl 2004

Title: Die Peter-Müller-Wahl - eine Analyse von Parteistrategien, Medienberichterstattung und Wählerverhalten zur saarländischen Landtagswahl 2004

Research Paper (postgraduate) , 2005 , 46 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bachelor of Arts in Social Science Christoph Tautz (Author)

Politics - Methods, Research
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In den letzten Jahren fanden Landtagswahlen im Saarland immer mehr oder weniger unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Bei der Landtagswahl am 05. September 2004 war das allerdings anders. Diese Wahl fand nämlich in einer „heißen Phase“ des Umbruchs statt. Im Frühjahr dieses Jahres hat die rot-grüne Bundesregierung, unter Führung von Gerhard Schröder, das umstrittene „Hartz IV“ – Gesetz verabschiedet. Im Sommer 2004 sind die Proteste gegen die umstrittene Reform immer weiter angestiegen, was zu einer Wiederaufnahme der „Montagsdemonstrationen“ geführt hat. Tausende Menschen gingen auf die Strasse um gegen das Gesetz zu demonstrieren. Ursachen für diesen Protest waren eine unzureichende Informationspolitik der Regierung und die immer wieder aufkeimenden Anschuldigungen der Opposition. Wegen dieser besonderen Situation kam der Landtagswahl im Saarland dieses Mal eine bedeutendere Rolle zu. Sie galt als ein erster Stimmungsmesser nach der Hartz IV – Debatte, die den ganzen Sommer über ausgetragen wurde. Außerdem gab es im Saarland noch eine weitere Besonderheit. Der Vorsitzende der Saar – SPD, Heiko Maas, hat sich nämlich ebenfalls von dieser Reform distanziert und sich zusätzlich noch Oskar Lafontaine als Wahlhelfer ins Boot geholt. Dieser ist als Schröder – Gegner bekannt und nutzte diese Plattform, um noch einmal mit dem Kanzler und der Regierung abzurechnen. Dementsprechend groß war auch das Medieninteresse bei dieser Wahl. In der folgenden Arbeit werde ich diesen besonderen Wahlkampf untersuchen. Zunächst einmal werde ich die Parteistrategien der beiden größten Parteien, CDU und SPD, untersuchen. Hier erläutere ich zunächst den aktuellen Forschungsstand, bevor ich die Strategien der Saar – Parteien analysiere. Anschließend werde ich eine Medienanalyse durchführen, wobei ich den Schwerpunkt bei der Thematik des Agenda Settings setzen werde. Auch hier beschränke ich mich auf die beiden Volksparteien CDU und SPD. Zwar sind alle saarländischen Medien Bestandteil der Untersuchung, der Schwerpunkt wird hier aber bei der Berichterstattung der Saarbrücker Zeitung, der einzigen im Saarland erscheinenden Tageszeitung, gesetzt. Im letzten Abschnitt werde ich mich dann mit dem Wahlverhalten der Erst- und Jungwähler auseinandersetzen. Auch hier werde ich zunächst auf den aktuellen Forschungsstand verweisen, bevor ich die Ergebnisse im Saarland darstellen und analysieren werde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aktueller Forschungsstand

3. Methodisches Vorgehen

4. Analyse der Parteistrategien

4.1 SPD

4.2 CDU

5. Medienanalyse

5.1 Medienanalyse SPD

5.2 Medienanalyse CDU

6. Wahlverhalten

6.1 Wählerwanderung

6.2 Erst- und Jungwähler

6.2.1 Aktueller Forschungsstand

6.2.2 Wahlverhalten im Saarland

7. Fazit

8. Literaturliste

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Strategien der beiden Volksparteien CDU und SPD im Kontext der saarländischen Landtagswahl 2004 unter besonderer Berücksichtigung der Medienberichterstattung und des resultierenden Wählerverhaltens, mit dem Ziel, die Faktoren für den Wahlerfolg beziehungsweise die Niederlage zu identifizieren.

  • Parteistrategien und Wahlkampfmethodik von CDU und SPD
  • Medienanalyse mit Fokus auf Agenda-Setting und Berichterstattung
  • Untersuchung der Wählerwanderung und des Wahlverhaltens
  • Analyse der Einstellungen und des Wahlverhaltens von Erst- und Jungwählern
  • Bedeutung des "Regierungsbonus" und personalisierter Kampagnen

Auszug aus dem Buch

Die Abhängigkeiten von Medien und Politik

Während die Inhalte bezahlter Medien von den Parteien selbst bestimmbar sind, sind sie bei den freien Medien auf die „Willkür“ der Journalisten angewiesen. „Medien berichten nicht über das Geschehene, sie entscheiden vielmehr was, wann, wie geschehen ist. Sie bewerten und schaffen durch ihre Berichterstattung eigene Ereigniswelten“ (Machnig 2002 S.148). Die politischen Akteure können also nur bis zu einem bestimmten Grad selbst bestimmen, wie über sie berichtet wird. Sie bieten den Journalisten Informationen oder Plattformen, z.B. durch Pseudoereignisse, und die Medien entscheiden selbst, was sie daraus machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Ausgangslage der saarländischen Landtagswahl 2004 im Kontext der bundesweiten Hartz-IV-Debatte und des damit verbundenen erhöhten Medieninteresses.

2. Aktueller Forschungsstand: Erläuterung theoretischer Konzepte moderner Wahlkämpfe, insbesondere der Amerikanisierung, Personalisierung und des Agenda-Settings.

3. Methodisches Vorgehen: Beschreibung der empirischen Datengrundlage, bestehend aus Medienanalyse der Saarbrücker Zeitung, Experteninterviews und Datenmaterial der Wahlforschungsinstitute.

4. Analyse der Parteistrategien: Untersuchung der verschiedenen Strategien von SPD und CDU im saarländischen Wahlkampf unter Berücksichtigung ihrer Spitzenkandidaten und thematischen Schwerpunkte.

4.1 SPD: Analyse der missglückten Strategie der SPD, die trotz eines aufsuchenden Wahlkampfes ihre Themen nicht erfolgreich in der Öffentlichkeit positionieren konnte.

4.2 CDU: Beleuchtung der erfolgreichen Leistungsbilanzstrategie der CDU, die stark auf die Person Peter Müller zugeschnitten war.

5. Medienanalyse: Untersuchung der Wirksamkeit medialer Kommunikation und deren Abhängigkeit von der Akteuren und den Strukturen der Berichterstattung.

5.1 Medienanalyse SPD: Darstellung, warum die SPD trotz Pressemitteilungen kaum mediale Aufmerksamkeit für ihre zentralen Wahlkampfthemen erreichen konnte.

5.2 Medienanalyse CDU: Analyse des "Regierungsbonus" und der professionellen Nutzung von Pseudoereignissen, die der CDU eine bevorzugte Medienberichterstattung sicherten.

6. Wahlverhalten: Analyse der Wählerströme, wobei insbesondere die Rolle von Stamm- und Wechselwählern sowie die hohe Nichtwählerquote betrachtet werden.

6.1 Wählerwanderung: Zusammenfassung der Verluste der SPD an die CDU sowie die hohe Nichtwählerbeteiligung im gesamten Wahlprozess.

6.2 Erst- und Jungwähler: Diskussion der politischen Entfremdung junger Wähler und der verstärkten Hinwendung zu Randparteien.

6.2.1 Aktueller Forschungsstand: Überblick über die Jugendforschung in Deutschland bezüglich der Politikverdrossenheit und demokratischer Einstellungen.

6.2.2 Wahlverhalten im Saarland: Darstellung der spezifischen Ergebnisse der Erstwähler, die eine besorgniserregende Unterstützung rechtsextremer Parteien zeigen.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Erfolgsfaktoren der CDU gegenüber der SPD sowie der Notwendigkeit, der politischen Entfremdung der Jugend entgegenzuwirken.

8. Literaturliste: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und weiteren Internetressourcen.

Schlüsselwörter

Landtagswahl, Saarland, Parteistrategien, Medienanalyse, Agenda-Setting, Wählerverhalten, Erstwähler, Politische Kommunikation, Wahlkampf, Regierungsbonus, Personalisierung, Hartz IV, Pseudoereignisse, Leistungsbilanzstrategie, Wahlumfragen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den saarländischen Landtagswahlkampf des Jahres 2004 und analysiert, wie die Parteistrategien von CDU und SPD, die Medienberichterstattung und das Wählerverhalten den Wahlausgang beeinflussten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die Wahlkampfstrategien, die Rolle der Medien bei der Platzierung politischer Botschaften, die Bedeutung von Spitzenkandidaten und die Analyse des Verhaltens spezifischer Wählergruppen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifischen Faktoren zu identifizieren, die den Erfolg der CDU unter Peter Müller sowie das schlechte Abschneiden der SPD unter Heiko Maas erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer Kombination aus einer Medieninhaltsanalyse der Saarbrücker Zeitung, der Auswertung von Daten der Wahlforschungsinstitute Infratest dimap und Forschungsgruppe Wahlen sowie qualitativen Experteninterviews.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Strategieanalyse der beiden Parteien, eine Medienanalyse hinsichtlich der Agenda-Setting-Effekte und eine umfassende Auswertung des Wahlverhaltens der Bevölkerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Landtagswahl, Medienanalyse, Agenda-Setting, Parteistrategien, Wählerverhalten und Erstwähler geprägt.

Warum war die Strategie der CDU erfolgreicher als die der SPD?

Die CDU profitierte massiv von der Popularität ihres Amtsinhabers, einem klaren "Regierungsbonus" und einer professionelleren Inszenierung ihrer Themen, während die SPD mit einem weniger bekannten Kandidaten und fehlender Unterstützung aus Berlin kämpfte.

Welche Rolle spielten Erst- und Jungwähler bei dieser Wahl?

Die Gruppe der Erstwähler zeigte eine besorgniserregende Politikverdrossenheit. Neben der CDU konnten insbesondere kleine Parteien, wie etwa die NPD, von den Stimmen enttäuschter junger Wähler profitieren.

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Details

Title
Die Peter-Müller-Wahl - eine Analyse von Parteistrategien, Medienberichterstattung und Wählerverhalten zur saarländischen Landtagswahl 2004
College
University of Siegen
Course
Moderne Wahlkämpfe
Grade
1,3
Author
Bachelor of Arts in Social Science Christoph Tautz (Author)
Publication Year
2005
Pages
46
Catalog Number
V84097
ISBN (eBook)
9783638033572
Language
German
Tags
Peter-Müller-Wahl Analyse Parteistrategien Medienberichterstattung Wählerverhalten Landtagswahl Moderne Wahlkämpfe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts in Social Science Christoph Tautz (Author), 2005, Die Peter-Müller-Wahl - eine Analyse von Parteistrategien, Medienberichterstattung und Wählerverhalten zur saarländischen Landtagswahl 2004, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84097
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