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Der Kausalitätsbegriff David Humes

Title: Der Kausalitätsbegriff David Humes

Seminar Paper , 2002 , 20 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Andre Käswurm (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Hausarbeit beinhaltet eine Auseinandersetzung mit dem Kausalitätsbegriff David Humes.
Um eine grundlegende Analyse zu gewährleisten, habe ich im ersten Abschnitt zunächst ′Hume´s Fork′ als Einstieg gewählt. Sicherlich ist dieser erste Abschnitt bezüglich des Kausalitätsprinzips in vieler Hinsicht argumentierbar, doch muss er aufgrund der räumlichen Beschränkung dieser Hausarbeit natürlich minimierter ausfallen.
Der zweite Abschnitt beschäftigt sich mit dem "Uniformitätsprinzip". Er beinhaltet erstmals Humes Skepsis gegenüber a priorischen Verstandesschlüssen und verdeutlicht, warum dem Prinzip der Gewohnheit in Humes Philosophie eine so eminente Bedeutung beigemessen wird.
Dieser Abschnitt kann wiederum als Basis für den dritten verstanden werden, denn sein Ende leitet direkt in die konstante Verflechtung der Objekte über.
Nach dem negativen Befund Humes, dass unser Geist in den außenweltlichen Objekten als solchen keinen Anhaltspunkt für einen Kausalitätsschluss finden kann, schließt sich im darauffolgenden Abschnitt Humes Notwendigkeitsbegriff an. Erst dieser versetzt Hume in die Lage, eine befriedigende Kausalitätsdefinition zu liefern. Im vierten Abschnitt habe ich außerdem einen kurzen Teil über die Humesche Widerlegung der metaphysischen Maxime angefügt. Im letzten Teil gehe ich auf einige Problematisierungen bezüglich Humes Kausalitätsdefinition ein. Auch dieser Abschnitt kann aufgrund der räumlichen Begrenzung nur ansatzweise vervollständigt werden. Im Schlusskapitel werden dann die wichtigsten Ergebnisse dieser Arbeit zusammengefasst.
Die Zitate sind sowohl aus dem Treatise, wie aus der Enquiry entnommen. Die Verflechtung beider Zitatquellen belegt meiner Ansicht nach, dass Humes Position in beiden Werken in den grundsätzlichen philosophischen Fragen übereinstimmt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. ‘Hume´s Fork‘

2. Das Uniformitätsprinzip ( uniformity principle )

3. Die konstante Verflechtung ( constant conjunction )

4. Notwendigkeit ( necessity )

4.1. Humes Kausalitätsbegriff hinsichtlich der metaphysichen Maxime

5. Kritik am Humeschen Kausalitätsbegriff

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Kausalitätsbegriff von David Hume und analysiert, wie Hume die Vorstellung einer notwendigen Verknüpfung von Ereignissen durch das Prinzip der Gewohnheit begründet. Das primäre Ziel ist es, Humes skeptische Herangehensweise und die damit verbundenen epistemologischen Konsequenzen für das Verständnis von Kausalität kritisch zu beleuchten.

  • Die Distinktion zwischen Vorstellungsbeziehungen und Tatsachenfragen ('Hume's Fork')
  • Die Bedeutung des Uniformitätsprinzips und der menschlichen Gewohnheit
  • Die Analyse der konstanten Verflechtung ('constant conjunction') als Grundlage kausaler Schlüsse
  • Die Herausforderung durch die metaphysische Maxime und die Kritik am Humeschen Modell

Auszug aus dem Buch

3. Die konstante Verflechtung ( constant conjunction )

Der Ausgangspunkt eines jeden ursächlichen Schließens muss nach Hume von einer Perzeption ( perception ) ausgehen, die entweder in einem dem Geist gegenwärtigen Eindruck ( impression ) gegründet sein kann, oder aber reflexiv dem Gedächtnis ( memory ) entlehnt ist:

‘All our arguments concerning causes and effects consist both of the memory or senses, [...]‘ ( THU, p. 84 ).

Doch macht Humes epistemologische Analyse auch hier nicht Halt. Denn selbst ein gegenwärtiger Eindruck reicht nicht aus, um einen Kausalitätsschluss vom Beobachteten auf das Unbeobachtete zu vollziehen. Denn die bloße Existenz eines Eindrucks des Ereignisses der Art A birgt nicht notgedrungen den Glauben ( belief ) an das Eintreten eines Ereignisses der Art B ( vgl. THN, pp. 86-7 ). Stroud gibt in diesem Sinne ein anschauliches Beispiel:

‘We can look out of the window and see rain, and, although we cannot see the street, still infer, and hence come to belief, that the street is wet. Why, having the first belief, do we get the particular belief about the street that we do? Why don´t we come to the believe that it is paved with gold?‘ ( Stroud, p. 51 )

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung erläutert den Aufbau der Untersuchung und definiert den Fokus auf die zentralen Konzepte von Humes Kausalitätstheorie.

1. ‘Hume´s Fork‘: Dieses Kapitel führt die Unterscheidung zwischen Vorstellungsbeziehungen und Tatsachenfragen ein, die als Basis für Humes empiristische Analyse dient.

2. Das Uniformitätsprinzip ( uniformity principle ): Hier wird Humes Skepsis gegenüber Verstandesschlüssen bei der Annahme eines gleichförmigen Naturverlaufs diskutiert.

3. Die konstante Verflechtung ( constant conjunction ): Dieses Kapitel behandelt die Beobachtung wiederkehrender Ereignisabfolgen als notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für kausale Schlüsse.

4. Notwendigkeit ( necessity ): Hier wird untersucht, wie Hume den Begriff der notwendigen Verknüpfung aus der subjektiven Gewohnheit des Geistes ableitet.

4.1. Humes Kausalitätsbegriff hinsichtlich der metaphysichen Maxime: Dieser Unterpunkt analysiert die Widerlegung der rationalistischen Auffassung, dass jeder Anfang einer Existenz eine Ursache benötigt.

5. Kritik am Humeschen Kausalitätsbegriff: Dieses Kapitel reflektiert Einwände gegen Humes empiristische Grundlegung, insbesondere durch Kreimendahl und andere Kritiker.

6. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bedeutung des Prinzips der Gewohnheit für Humes Philosophie.

Schlüsselwörter

David Hume, Kausalitätsbegriff, Empirismus, Gewohnheit, konstante Verflechtung, Notwendigkeit, Uniformitätsprinzip, Perzeption, Vorstellung, Eindruck, Erkenntnistheorie, Tatsachenfragen, Vorstellungsbeziehungen, Metaphysik, Skepsis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Untersuchung des Kausalitätsbegriffs bei David Hume und hinterfragt, wie unser Verstand den Schluss von Ursache auf Wirkung legitimiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Unterscheidung von Erkenntnisinhalten, die Rolle der Erfahrung und der Gewohnheit sowie die Kritik an metaphysischen Begründungen von Kausalität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Humes Herleitung der Kausalitätsvorstellung zu rekonstruieren und zu prüfen, inwieweit sein Modell trotz der aufgezeigten skeptischen Herausforderungen überzeugt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine textanalytische Methode, indem er primär auf Humes Hauptwerke 'Treatise' und 'Enquiry' zurückgreift und diese im Kontext relevanter philosophischer Sekundärliteratur interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise Humes Erkenntnistheorie: von der 'Hume's Fork' über das Uniformitätsprinzip und die 'konstante Verflechtung' bis hin zur Definition der Notwendigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kausalität, Empirismus, Gewohnheit (custom), notwendige Verknüpfung und Erkenntniskritik charakterisiert.

Wie bewertet Hume die metaphysische Maxime der Ursächlichkeit?

Hume widerlegt die rationalistische Annahme einer metaphysischen Notwendigkeit, indem er aufzeigt, dass die Ursache-Wirkungs-Beziehung eine Erfahrungsfrage ist, die sich nicht rein a priori begründen lässt.

Warum ist das Erinnerungsvermögen laut Hume wichtig?

Das Erinnerungsvermögen ist essenziell, da es die Speicherung früherer Eindrücke ermöglicht; ohne diese Transformation wäre das Knüpfen von kausalen Schlussfolgerungen, die über die unmittelbare Gegenwart hinausgehen, unmöglich.

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Details

Title
Der Kausalitätsbegriff David Humes
College
University of Potsdam  (Philosophie)
Course
David Hume - Untersuchung über den menschlichen Verstand
Grade
1.3
Author
Andre Käswurm (Author)
Publication Year
2002
Pages
20
Catalog Number
V8410
ISBN (eBook)
9783638153874
Language
German
Tags
Hume Kausalität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andre Käswurm (Author), 2002, Der Kausalitätsbegriff David Humes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8410
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