Möglichkeiten der Online-Lexikographie


Diplomarbeit, 2002

134 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abstract und Schlagworte

Abkurzungsverzeichnis

1 Einfuhrung
1.1 Begriffsabgrenzungen
1.2 Geschichte der Enzyklopadie
1.3 Der Verlag F.A.Brockhaus
1.4 Zielsetzung
1.5 Aufbau und Strukturierung der Arbeit
1.6 S chreibwei sen etc

2 Der Brockhaus in einem Band als Beispiel fur eine Enzyklopadie
2.1 Allgemeine Merkmale von einsprachigen Print-Lexika
2.1.1 Makrostruktur
2.1.2 Lemmaselektion
2.1.3 Linguistische Informationen
2.1.4 Mikrostruktur
2.1.5 Enzyklopadische Informationen
2.1.6 V erweisstruktur
2.1.7 Worterbuchteile
2.2 Das Beispiel: Der Brockhaus in einem Band
2.2.1 Einleitung
2.2.2 Lexikalischer Aufbau und Strukturen
2.2.2.1 Makrostruktur
2.2.2.2 Lemmaselektion
2.2.2.3 Linguistische Informationen
2.2.2.4 Mikrostruktur
2.2.2.5 Enzyklopadische Informationen
2.2.2.6 Verweisstruktur
2.2.2.7 Worterbuchteile

3 Die Umsetzung des Brockhaus in einem Band fur das WWW als Beispiel fur ein Online-Lexikon
3.1 Informationeller Mehrwert von Online-Lexika
3.1.1 Allgemeine Definition des Informationellen Mehrwerts
3.1.2 Mehrwert maschinellerstellter und elektronischpublizierter Produkte
3.1.3 Mehrwert durch Hyp erm edia
3.1.3.1 Integrativer Mehrwert durch Multimedia
3.1.3.2 Inharenter Mehrwert durch die nicht-lineare Organisationsform des Hypertexts
3.1.3.3 Agglomerativer Mehrwert durch die Moglichkeit der externen Vernetzung verschiedener Informationsdienstleistungen im WWW..
3.1.3.4 Inharenter Mehrwert durch die Kommunikationsformen des WWW (Interaktivitat)
3.1.3.5 Inharenter Mehrwert durch die Moglichkeit der permanenten Aktualisierbarkeit einer Informationsdienstleistung im WWW
3.1.3.6 Komparativer Mehrwert durch den W egfall von Umfangsbeschrankungen bei elektronischen Informationssystemen .
3.2.1 Einleitung
3.2.2 Die Tanto Xipolis GmbH und Xipolis.NET
3.2.3 Technische Umsetzung
3.2.4 Untersuchungen zur Mehrwertentstehung durch Hypermedia- Aspekte
3.2.4.1 Integrativer Mehrwert durch Multimedia
3.2.4.2 Inharenter Mehrwert durch die nicht-lineare Organisationsform des Hypertexts
3.2.4.3 Agglomerativer Mehrwert durch die Moglichkeit der externen Vernetzung verschiedener Informationsdienstleistungen im WWW..
3.2.4.4 Inharenter Mehrwert durch die Kommunikationsformen des WWW (Interaktivitat)
3.2.4.5 Inharenter Mehrwert durch die Moglichkeit der permanenten Aktualisierbarkeit einer Informationsdienstleistung im WWW
3.2.4.6 Komparativer Mehrwert durch den Wegfall von Umfangs­beschrankungen bei elektronischen Informationssystemen
3.2.5 Untersuchungen zur Web Usability (Usability Evaluations)
3.2.5.1 Usability Inspektionen
3.2.5.1.1 Inspektion der gesamten Webseite von F.A.Brockhaus
3.2.5.1.2 Inspektion des B1-Online
3.2.5.2 Usability Tests

4 Fazit: Der Brockhaus in einem Band Print vs. Online

5 Ausblick: (Notwendige) Entwicklungen im Bereich der Online- Lexikographie
5.1 Blick auf F.A.Brockhaus
5.1.1 Die Zukunft des Brockhaus in einem Band - Online
5.2 Neue Aspekte fur die (Online-)Lexikographie
5.3 Web Usability Kriterien fur Online-Lexika (Richtlinienkatalog)
5.4 Schlusswort

6 Glossar

Anhang 1 SGML und XML Beispieldatensatze des Bl(-Online)

Anhang 2 Verwendungsformen der B1-Online Datensubstanz

Anhang 3 Fragebogen zur Benutzerforschung von Xipolis (Auszug)

Anhang 4 Updates der Webseite von F.A.Brockhaus

Anhang 5 Browsertest der F.A.Brockhaus Webseite

Quellen- und Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Exhaustiv mechanische Alphabetisierung

Abbildung 2a: Sonderzeichenbehandlung A

Abbildung 2b: Sonderzeichenbehandlung B

Abbildung 3: Ordnungsrelation und Zugriffsstruktur

Abbildung 4a: Wortherkunft - Sprachkurzel

Abbildung 4b: Wortherkunft - Erlauterungen

Abbildung 4c: Wortherkunft - Symbole

Abbildung 5a: Mikrostruktur - Sachbegriffe

Abbildung 5b: Mikrostruktur - Eigennamen

Abbildung 6a: Homonyme getrennt als eigenstandige Lemmata

Abbildung 6b: Homonyme als Auflistung

Abbildung 7: Potentielle Externe Verweise

Abbildung 8: Verweisteil

Abbildung 9a: Verweise als Teil des Enzyklopadischen Texts

Abbildung 9b: Verweise als Enzyklopadischer Text

Abbildung 9c: Funktional-Positionale Verweise als Enzyklopadischer Text

Abbildung 10: Worterbuchteile

Abbildung 11: Entstehung von Informationellem Mehrwert

Abbildung 12: Struktureller Aspekt des Hypertexts - Fehlende Modulbildung Mikrostruktureller Einheiten

Abbildung 13a: Struktureller Aspekt des Hypertexts - Fehlende Modulbildung bei Homonymen: Ergebnisubersicht

Abbildung 13b: Struktureller Aspekt des Hypertext - Fehlende Modulbildung bei Homonymen: Detaillierte Ergebnisdarstellung

Abbildung 14: Struktureller Aspekt des Hypertexts - Fehlende gezielte Verlinkung

Abbildung 15: Struktureller Aspekt des Hypertexts - Negativbeispiel

Abbildung 16a: Externe Vernetzung Recherchebeispiel 1 - Ergebnisubersicht

Abbildung 16b: Externe Vernetzung Recherchebeispiel 1 - Ergebnis Details

Abbildung 16c: Externe Vernetzung Recherchebeispiel 1 - fehlende Weiterleitung

Abbildung 17a: Externe Vernetzung Recherchebeispiel 2 - Ergebnisanzeige

Abbildung 17b: Exteme Vemetzung Recherchebeispiel 2 - Erfolgte exteme Vemetzung

Abbildung 18: Kommunikationsmoglichkeiten

Abbildung 19: Aktualisierungen

Abbildung 20: Betonungs- und Aussprachehilfen

Abbildung 21: Homepage der FAB Webseite

Abbildung 22: Navigationselemente FAB Webseite

Abbildung 23a: Auswirkungen Frameeinsatz auf Browserfenster

Abbildung 23b: Auswirkungen Frameeinsatz bei Einbindung Xipolis

Abbildung 24: Einfache Suche

Abbildung 25: Profisuche

Abbildung 26a: Ergebnisausgabe

Abbildung 26b: Null-Treffermeldung

Abbildung 27a: Verlinkung Ergebnisuberblick

Abbildung 27b: Verlinkung Detaillierte Ergebnisdarstellung

Abbildung 27c: Verlinkung Verweisverfolgung

Abbildung 28: Navigation innerhalb der Trefferliste

Abbildung 29: Visuelle Hierarchie

Abbildung 30a: Visueller Aufbau Artikel im Original

Abbildung 30b: Visueller Aufbau Artikel Aufbereitungsvorschlag

Abbildung 31a: Vergleich mit anderen Informationsportalen: B1-Online

Abbildung 31b: Vergleich mit anderen Informationsportalen: Xrefer

Abbildung 31c: Vergleich mit anderen Informationsportalen: Wissen.de

Abbildung 31d: Vergleich mit anderen Informationsportalen: Encyclopaedia Britannica

Abbildung 32a: Verwendungsform Onlinedienst Xipolis.NET

Abbildung 32b: Verwendungsform Onlinedienst Xipolis.NET uber Fremdzugriff

Abbildung 32c: Verwendungsform Mandant T-Info

Abbildung 32d: Verwendungszweck On- und Offline-Applikation iFinger

Abbildung 32e: Verwendungsform „Wortschatzmanager“ Mr.Check

Abbildung 33a: Homepage der FAB Webseite am 28.02

Abbildung 33b: Homepage der FAB Webseite am 09.04

Abbildung 33c: Homepage der FAB Webseite am 14.04

Abbildung 33d: Feature vBook

Abbildung 34a: Fehlfunktion Mr.Check beim Internet Explorer 6 Teill

Abbildung 34b: Fehlfunktion Mr.Check beim Internet Explorer 6 Teil2

Abbildung 35a: Netscape 6.2 Bereich Lexika

Abbildung 35b: Netscape 6.2 B1-Online Erste Darstellung

Abbildung 35c: Netscape 6.2 (B1-Online) Absatze

Abbildung 35d: Netscape 6.2 Funktionsstorungen der gesamten Webseite nach Einbindung Xipolis.NET Webseite

Abbildung 36: Opera 6.0 Homepage

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Linguistische Informationen

Tabelle 2: Hinweise fur den Benutzer

Tabelle 3: Formen des Informationellen Mehrwerts

Tabelle 4a: Kommunikationsformen Nutzer-Nutzer/Lexikograph

Tabelle 4b: Kommunikationsformen Nutzer-System

Tabelle 5: Technologischer Background des Tanto Xipolis Systems

Tabelle 6: Auflosung Textverdichtungen durch Wegfall Umfangsbeschrankungen

Tabelle 7a: Usability Test Ergebnisse Navigationselemente und Zugriffsfunktionen

Tabelle 7b: Usability Test Ergebnisse Inhaltliche Aufbereitung

Abstract und Schlagworte

Gegenstand der Ausarbeitung ist der Vergleich des Wissensspeichers Lexikon als traditionelles Printwerk mit den neuen hypermedialen Publikationen der Online-Lexika.

Als Beispiel hierfur fungiert der Brockhaus in einem Band in seiner Print- und Onlineversion. Ein erster Schwerpunkte der Untersuchungen liegt auf der Entstehung von Informationellem Mehrwert durch die Umsetzung und Aufbereitung lexikographischer Inhalte in die hyper- mediale Umgebung des World Wide Web.

Zweiter Aspekt ist die Analyse hypermedialer Online-Lexika unter dem Gesichtspunkt der Web Usability.

Resultate sind ein Fazit zum aktuellen Stand, Ausblicke auf Entwicklungen und ein Richtlinien- katalog fur die Usability von Online-Lexika.

Lexikographie ; Online-Lexikographie Lexika ; Online-Lexika Brockhaus

Informationeller Mehrwert

Hypermedia

Web Usability

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einfuhrung

Mit der weiten Verbreitung des World Wide Web1 (im weiteren Verlauf als WWW bezeichnet) als aktuelles in sich vernetztes Medium mit verschiedensten Darstellungsmoglichkeiten entstand ein schneller, unkomplizierter, uberall verfugbarer Zugang zu einer Fulle von Information.

Auch traditionsreichen Wissensspeichern wie Lexika bietet dieses Medium neue Perspektiven zur Verbesserung und Weiterentwicklung. Schnell lassen sich erste Ubereinstimmungen z.B. bei der Informationsprasentation in kurzen Einheiten und der Kombination von Text und Bild zur Erlauterung eines Gegenstands finden. So ist in der Fachwelt mittlerweile unbestritten, dass sich hier Chancen auftun von unbefriedigenden Strukturen wie der alphabetischen Ordnung und unhandlichen Verweissystemen zu neuen effizienteren Formen der Informationsspeicherung und -findung zu gelangen.

In wie weit sich die sogenannte Online-Lexikographie von traditionellen Verfahren und Struk- turen der Print-Lexika bereits gelost hat, um diese neuen Moglichkeiten wahrnehmen zu kon- nen, aber auch welche neuen Probleme und Hurden sich ihr in den Weg stellen, soll anhand des Beispiels Der Brockhaus in einem Band (im weiteren Verlauf als B1 bezeichnet), untersucht werden.

Vor den Darstellungen der konkreten Ziele der Ausarbeitung und ihrem Aufbau, erfolgen zu- nachst in den Kapiteln 1.1-1.3 Begriffsabgrenzungen aus der Lexikographie, ein Entwicklungs- uberblick der durch den B1 als Beispiel gewahlten Textgattung Enzyklopadie und Naheres zum Verlag F.A.Brockhaus (im weiteren Verlauf als FAB bezeichnet).[1]

1.1 Begriffsabgrenzungen

Online-Lexikographie setzt sich zusammen aus der Vorsilbe „Online“ und der wissen- schaftlichen Bezeichnung „Lexikographie“.

„Online“ steht fur die direkte Kopplung an einen Computer oder im allgemeinen Sprach- gebrauch fur den Aufenthalt im WWW.

Die Definition fur „Lexikographie“ lautet nach DIN Norm 2342:

„Lexikographie ist die geordnete Darstellung von Wortschatz der Gemeinsprache und der Fachsprache auf der Grundlage der in der Lexikologie[2] gewonnenen Erkenntnisse sowie der Lehre der Darstellung des Wortschatzes“ [vgl. DIN 2342 1992].

Man versteht also unter Online-Lexikographie, die elektronisch publiziert und uber das WWW verfugbare Darstellung des Wortschatzes.

Aus der Definition von Lexikographie lasst sich eine Unterteilung in eine Sprach- und eine Sachlexikographie herauslesen, wobei Uberschneidungen in der Praxis fliebend sein konnen. Die erstgenannte Sprachlexikographie befasst sich mit der Vermittlung von vorwiegend sprach- lichen Informationen zu einem Wort in einer oder vergleichend in mehreren Sprachen (bi- und multilinguale Lexika). Eine Unterteilung erfolgt in synchronische fur eine bestimmte Sprach- stufe, meist die der Gegenwartssprache, und diachronische Sprachlexika, welche sich mit der Sprachentwicklung beschaftigt [vgl. ARNTZ, PICHT 1995, S.191].

Uber die genauen Bezeichnungszuordnungen in Verbindung mit Sprachlexika herrscht in der Fachwelt jedoch Uneinigkeit. Die einen verwenden Lexikon und Nachschlagewerk parallel als Oberbegriffe und Worterbuch als Bezeichnung fur ein Sprachlexikon, die Anderen wiederum verwenden Worterbuch auch als Oberbegriff anstelle des Lexikons.

Demgegenuber lautet die eindeutige Bezeichnung fur ein Sachlexikon Enzyklopadie. Diese haben ihren Schwerpunkt in einer systematischen Beschreibung eines Themenkomplexes, welcher durch ein Wort als Artikeltitel reprasentiert wird [vgl. LANDAU 1984, S.6] wahrend auf die Erlauterung von Wortern des Grund- und Allgemeinwortschatzes verzichtet wird [vgl. HAB-ZUMKEHR 2001a, S.294].

Da es sich bei dem in dieser Arbeit verwendeten Beispiel des B1 eindeutig um eine Enzyklopa- die handelt und somit Sprachlexika nicht naher in die Untersuchungen einbezogen wurden, wird auf die Diskussion bezuglich deren Bezeichnung auch nicht weiter eingegangen. So erfolgt generell nur die Verwendung von Lexikon bzw. Lexika als ubergeordneter Begriff bei einer Verallgemeinerung oder Gemeinsamkeiten von Werken der Sprach- und Sachlexikographie, wahrend Worterbuch und Nachschlagewerk nur in Form feststehender Termini wie den Worter- buchteilen integriert werden. Ansonsten erfolgt, wo es kontextuell moglich ist, Enzyklopadie als Begriffswahl.

1.2 Geschichte der Enzyklopadie

Der Ursprung des Wortes Enzyklopadie findet sich in der griechischen Antike und bedeutet soviel wie ,Kreis der Wissenschaften“ Im europaischen Mittelalter etablierte si ch das mittel- lateinische Wort „ encyclopaedia “ als Bezeichnung fur Werke, die der Idee einer umfassenden Sammlung des Wissens folgten. Erwahnt seien hier die Etymologien von Isidor von Sevilla etwa um 600.

Die damals vorherrschende systematische Ordnung nach theologischen oder philosophischen Begrundungen, verbunden mit dem Ziel der vollstandigen Reprasentation des Wissens, wich mit Ende des Mittelalters und dem Anstieg des Wissens zu Beginn der Renaissance einem zuneh- menden Fokus auf Strukturierung und somit der alphabetischen Ordnung. [vgl. HAB- ZUMKEHR 2001a, S. 297-300]

Einen weiteren Wandel erfuhr die Enzyklopadie durch die zunehmende Professionalisierung und Industrialisierung des Buchdrucks gegen Ende des 18.

Jahrhunderts, wodurch die Zahl der Publikationen erheblich anstieg. In dieser Zeit entstanden so bekannte Werke wie die Encyclopedie ou Dictionnaire raisonne des sciences, des arts et des metiers von Diderot und d’Alembert, die erste Ausgabe der Encyclopaedia Britannica und das Conversations-Lexikon von Brockhaus. So vollzog sich auch ein weiterer Wandel in der Funktion der Enzyklopadie von einer Wissenssammlung fur Gelehrte hin zu der neuen Text- sorte des Konversationslexikons, einem , Instrument zur geistigen Emanzipation“[3].

Die heutigen Enzyklopadien dienen vor allem der Speicherung von Information und der Orien- tierung der Nutzer in unserer hoch technisierten und spezialisierten Umwelt. Auf der Basis dieses technische Fortschritts entstanden Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts dann auch neue Formen der Enzyklopadie, namlich elektronische Produkte in Form von CD-ROMS[4], DVDs[5] und Onlinediensten.

1.3 Der Verlag F.A.Brockhaus

Der Name Brockhaus [vgl. KLEINE GESCHICHTE GROSSER LEXIKA 1990, S.91-100] steht fur eines der bekanntesten deutschen Lexika und dessen Begrunder, Friedrich Arnold Brockhaus.

Der 1772 in Dortmund geborene Buchhandler grundete 1805 eine Verlagsbuchhandlung in Amsterdam und erwarb auf der Leipziger Buchhandlermesse 1808 das von Lobel-Franke 1796 begonnene unvollendete Konversationslexikon, dem Vorlaufer der Brockhaus Enzyklopadie (im weiteren Verlauf als B24 bezeichnet), und setzte dieses fort.

In den folgenden Jahren wechselte der Firmensitz dann erst ins thuringische Altenburg und 1817/18 in die damalige deutsche Buchmetropole Leipzig, wo eine Druckerei an das Verlags- haus angeschlossen wurde.

Nach seinem Tod 1823 ubernahmen seine beiden Sohne Friedrich und Heinrich die Fuhrung des Hauses und in den folgenden Jahrzehnten erweiterte und verbesserte sich das Angebot im Familienbesitz kontinuierlich.

Im nachsten Jahrhundert folgte auf den Nationalsozialismus dann die Zerstorung durch alliierte Luftangriffe.

Auf Veranlassung der Amerikaner nahm 1945 in Wiesbaden eine „Verlagsfiliale“ ihren Betrieb auf, wahrend das Stammhaus 1953 von der sowjetischen Besatzungsmacht enteignet wurde.

1984 fusionierte FAB dann mit dem Bibliographischen Institut und verlegte den Firmensitz nach Mannheim.

Nur vier Jahre spater erwarb die Munchner Langenscheidt KG dann die Aktienmehrheit der Bibliographisches Institut & F.A.Brockhaus AG (im weiteren Verlauf als BIFAB bezeichnet) und ubernahm so deren Leitung.

Mit Aufkommen der neuen Multimediatechnologien erweiterte man die Angebotspalette, welche Printausgaben verschiedener Enzyklopadien und Sachlexika fur Erwachsene und Kinder umfasste, auch um CD-ROM und DVD Angebote und so erschien 1996 der Kompakt Brockhaus multimedial A-Z.

Fur den expandierenden Onlinemarkt und den damit verbundenen Bereich des eContent[6] grundete BIFAB zusammen mit anderen Gesellschaftern 1999 die Firma Megalex Xipolis.net, die heutige Tanto Xipolis GmbH (vgl. Kapitel 3.2.2).

1.4 Zielsetzung

Ziel dieser Arbeit ist darzustellen, welche neuen und vielseitigen Moglichkeiten das Medium WWW und seine Prasentationsform Hypertext bzw. Hypermedia[7] einem traditionsreichen Wis- sensspeicher wie der Enzyklopadie unter dem lexikographischen Gesichtspunkten der Ent- stehung von Informationellem Mehrwert [vgl. KUHLEN 1995, S. 80-94] bieten kann.

Im Gegensatz zu vielen bereits erschienen Fachpublikationen, welche sich eingehend mit diesem Thema befassen und alle theoretischen Moglichkeiten aufzeigen, soll hier untersucht werden wie sich dies im WWW so umsetzen lasst, dass dies fur den Informationssuchenden benutzerfreundlich bleibt.

Als Beispiel hierfur wurde der B1 gewahlt, ein Standardwerk der deutschen Sprache, welches als aktuelle Printausgabe in der 9. Auflage aus dem Jahr 2000 und auch als kostenfreier Online- dienst im WWW vorliegt. Allein schon an dieser Tatsache lasst sich ein erster wichtiger Aspekt der Online-Lexikographie aufzeigen, namlich die so genannte Losung von der Buchmetapher. So findet dann auch ein Vergleich zwischen der Print- und der Onlineaus- gabe unter dem erwahnten lexikographischen Mehrwertaspekt statt. Allerdings lassen sich anhand der Umsetzung des B1 auch viele Moglichkeiten zur weiteren Verwendung der elektro- nisch vorliegenden Daten aufzeigen. Ein weiteres Auswahlkriterium war der kommerzielle Hintergrund. Im Gegensatz zu vielen in der Fachliteratur herangezogenen und besprochenen Beispielen verfolgt FAB mit seinen Angeboten ein wirtschaftliches Interesse, dies lasst die Entwicklungen in einem anderen Licht erscheinen als dies Projekte staatlicher Einrichtungen und Hochschulen zulassen.

1.5 Aufbau und Strukturierung der Arbeit

In Kapitel 2 werden als Basis der Untersuchungen zuerst allgemeine Merkmale von ein- sprachigen Print-Lexika herausgearbeitet, das Beispiel B1 naher vorgestellt und dann auf die Auspragungen der vorher beschriebenen Merkmale untersucht.

Das dritte Kapitel definiert eingangs den Begriff des Informationellen Mehrwertes von Online- Lexika gegenuber gedruckten Publikationen. Im weiteren Verlauf wird die Onlineversion des B1 (im weiteren Verlauf als Bl-Online bezeichnet) vorgestellt und auf die tatsachliche Entstehung von Informationellen Mehrwert untersucht. Daran schliebt sich eine Inspektion der gesamten Webseite von FAB mit Fokus auf den eingebundenen Dienst Bl- Online auf Basis der Web Usability[8] und selbst durchgefuhrter Usability Tests.

Ein Fazit des Vergleichs B1 vs. Bl-Online folgt in Kapitel 4.

Das funfte und letzte Kapitel unternimmt einen Ausblick auf Entwicklungen in der Online- Lexikographie. Einleitend erfolgt ein Blick auf Projekte des Hauses FAB, einschlieblich der Zukunft des B1-Online. In den weiteren Abschnitten werden aufgrund des Mediums WWW neu hinzugekommene Aspekte und ein Richtlinienkatalog fur Usability Kriterien von Online- Lexika, basierend auf den dazu durchgefuhrten Untersuchungen, vorgestellt. Das Schlusswort fasst die Ergebnisse nochmals zusammen und bezieht Stellung zur aktuellen Situation der Online-Lexikographie und zu notwendigen Veranderungen.

Detaillierte Darstellungen zu bestimmten Hintergrundaspekten erfolgen erganzend im Anhang.

1.6 Schreibweisen etc.

Begriffe, die nach ihrer ersten Verwendung nicht unmittelbar im folgenden Kontext erlautert werden, sondern in einer FuBnote, in spateren Kapiteln oder im Glossar, werden bei ihrer Erst- verwendung kursiv dargestellt.

Dies betrifft vor allem Ausdrucke aus den Bereichen der Neuen Medien und des WWW, welche sich durch eine Vielzahl englischer Fachbegriffe und Kurzformen auszeichnen. Die Verwen- dungen erfolgen im Original, sofern dies auch im Deutschen die gangigeren Ausdrucke sind.

Des weiteren erhalt auch die Ersterwahnung einer bestimmten Publikation eine kursive Darstellung.

Haufiger aufgefuhrte Publikationen und Firmennamen erhalten eine gangige Kurzform.

2. Der Brockhaus in einem Band als Beispiel fur eine Enzyklopadie

Als Basis der Ausarbeitungen untersucht das vorliegende Kapitel einsprachige Print-Lexika und im Speziellen das gewahlte Beispiel B1.

2.1 Allgemeine Merkmale von einsprachigen Print-Lexika

Einfuhrend sollen zunachst kurz die wichtigsten Strukturen und der Aufbau von einsprachigen Print-Lexika skizziert werden, wobei sich das Hauptaugenmerk bereits auf gewisse Eigenheiten der Textsorte Enzyklopadie richtet.

2.1.1 Makrostruktur

Die Makrostruktur eines Lexikons beschreibt das Ordnungsprinzip einer nichtleeren endlichen Menge von Lemmata (Plural von Lemma) (vgl. Kapitel 2.1.2) als Leitelementtrager. Dieses Ordnungsprinzip nennt man Ordnungsrelation, es beschreibt in welcher Beziehung die Lemmata zueinander stehen. Dies kann eine systematische oder eine alphabetische Anordnung sein, welche man traditionell haufiger antrifft und welche in unterschiedlichen Auspragungen reali- siert werden kann[9].

Weiteres Merkmal der Makrostruktur ist die Zugriffstruktur, welche das gezielte Auffinden von Information fur den Benutzer gewahrleistet.

Diese ist nicht zu verwechseln mit dem Inneren Zugriff, welcher der Mikrostruktur (vgl. Kapitel 2.1.4) zugerechnet wird.

Verfugt ein Lexikon uber nur eine AuBere Zugriffsmoglichkeit, liegt ein monoakzessives Werk vor, besitzt es jedoch mehrere AuBere Zugriffe so nennt man es polyakzessiv.

Nicht als Teile einer solchen Struktur gelten jedoch sogenannte Registerexterne Zugriffe, wie Anhange in Form Verzeichnissen fur Abkurzungen oder fremdsprachige Ausdrucke, da diese kein eigenes Register vorweisen sondern nur auf ein solches verweisen.

Erwahnenswert sind hier auch noch sogenannte Schnellzugriffstrukturen, die dem Benutzer einen ,schnelleren Zugriff‘ auf den Artikel mit Hilfe eines Teilbereichuberblicks ermoglichen sollen, beispielsweise durch eine Lebende Kolumne oder ein Daumenregister auf jeder Seite.

2.1.2 Lemmaselektion

Das Lemma stellt einen speziellen Fall eines Leitelementtragers in Form eines ,Artikelkopfes“ dar. Sie sind so einerseits ein Baustein des Artikels, gewahrleisten gleichzeitig aber auch den Zugriff auf die gesuchte Information. Generell konnen alle Elemente aufgrund einer bestimmten Eigenschaft Leitelementtrager sein, auch Ziffern,

Farben, alle Arten von Schriftzeichen, usw., Lemmata hingegen werden gebildet aus Wortern, Wortteilen (Affixe) oder Wortkombinationen[10] der Sprache.

Sie sind das Ergebnis eines systematischen Selektionsprozesses, der Lemmatisierung. Wichtigste Aufgabe ist wohl die Bestimmung des Lemmas, verbunden mit der Festlegung der Form, welche bei Enzyklopadien von Substantiven beherrscht wird. Diese weisen auch eine Reihe von Eigennamen wichtiger Personlichkeiten und Geographika als Lemmata auf, wohin- gegen auf Begriffe des Allgemein- und Grundwortschatzes verzichtet wird.

Ein anderer wichtiger Punkt bei der Lemmatisierung ist die Endlichkeit der Tragermenge von Lemmata in einem (Print-)Lexikon, deshalb muss auch eine quantitative Auswahl je nach Umfang des Werkes erfolgen. Eine Maximale Lemmaselektion steht fur die groBtmogliche Ab- deckung des Vokabulars, wahrend eine Minimale Lemmaselektion eine relative auBere Voll- standigkeit gewahrleisten soll, die Realitat durfte in den meisten Fallen irgendwo dazwischen liegen.

2.1.3 Linguistische Informationen

Mit Linguistischen Informationen sollen hier Informationen zur Form des Lemmas gemeint sein. Erwahnt seien an dieser Stelle als wichtige Beispiele etwa Informationen bezuglich der Grammatik, Aussprache- und Betonungshilfen, Synonyme, Aquivalente und Antonyme, die Herkunft eines Begriffs und seine Verwendungen in Wortkombinationen. Auf diese Art von lexikographischer Information hat sich die Sprachlexikographie, vor allem fur zwei- und mehr- sprachige Lexika, spezialisiert, wahrend Enzyklopadien in der Regel mit einem geringeren Anteil an Linguistischen Informationen auskommen.

2.1.4 Mikrostruktur

Ausgehend vom Lemma als ,Artikelkopf‘ regelt die Mikrostruktur eines Lexikons den Aufbau und die Abfolge der verschiedenen Arten von Information im zum Lemma gehorigen Artikel. Ein sehr wichtiger Punkt ist diesbezuglich auch das Kenntlichmachen der Teilartikeln von homonym oder polysem verwendeten Wortern. Letztendlich entscheidet sich aufgrund dieser schematischen Ordnung wie schnell und gezielt der Nutzer die verschiedenen Informationen im Artikel auffinden kann.

Dies nennt man dann den Inneren Zugriff. Um diesen zu erleichtern konnen Informationen in getrennten Feldern untergebracht sein. Haufige Verwendung finden auch einfache Hilfsmittel wie Absatze oder typographische Elemente, z.B. kursive oder fettere Schriften oder spezielle Symbole als Anzeiger.

2.1.5 Enzyklopadische Informationen

Diese Art der Information dient der inhaltlichen Erlauterung eines durch ein Lemma in der Enzyklopadie reprasentierten Wortes und behandelt sozusagen das Wissen zu einem bestimmten Thema.

Naturlich finden sich auch in Sprachlexika inhaltliche Informationen zu einem Lemma. Dieses Ausfuhrungen konnen als Semantische Informationen bezeichnet werden, welche Wissen vor allem allgemein- und grundsprachlicher Inhalte darstellen und von Geeb [vgl. GEEB 1998] als ,Representatives Lexemwissen“ bezeichnet werden.

Demgegenuber stellt er Enzyklopadische Informationen als ,Erganzendes Lexemwissen“ dar, welches uber die Darstellungstiefe der Semantischen Informationen hinausgehende erganzende thematische Angaben der Fachsprache liefert. Aber auch diese konnen in ihrer Tiefe variieren. Eine auf ein bestimmtes Thema spezialisierte Enzyklopadie, z.B. aus dem medizinischen Bereich, erklart den Begriff ,Lunge“ sicherlich eingehender als dies eine universelle Enzyklo - padie tut, und ein Arzt definiert einen Fachbegriff sicher anders als sein Patient.

Weiter lassen sich Enzyklopadische Informationen nochmals in verschiedene Arten der Dar- stellung unterteilen. Wohl die wichtigste ist der Enzyklopadische Text in Form des geschrie- benen Artikels. Bei umfangreicheren Darstellungen eines Themas empfehlen sich Aufteilungen in verschiedene Sektionen, welche sich einem bestimmten Themenaspekt widmen. Bei Erlaute- rungen zu Staaten findet man etwa haufig inhaltliche Aufteilungen in „Geschichte“,

„Wirts chaft“, ,Politik“, o.a.

Des weiteren kann die Verwendung von Enzyklopadischen Zeichen, in Form von Kurzeln oder Symbolen fur bestimmte Sachgebiete, welche in einem Anhang zugeordnet werden, sehr hilf- reich fur den Nutzer sein.

Weit verbreitet, speziell in Enzyklopadien, sind auch Illustrationen, welche verschiedene Funktionen ausuben konnen, sie:

- sprechen fur sich selbst,
- veranschaulichen den Enzyklopadischen Text,
- erklaren den Enzyklopadischen Text, da dieser sich direkt auf die Darstellung der Illustration bezieht,
- unterstutzen den Enzyklopadischen Text,
- sind inhaltlich identisch mit der Information des Enzyklopadischen Textes, sind sozusagen eine alternative Darstellung.

Illustrationen konnen also sowohl eine Unterstutzung des Enzyklopadischen Textes, als in geeigneten Fallen auch eine Ersatz sein.

Weiter unterscheiden lassen sich Illustrationen nach der Art ihrer Darstellung. Photographien bilden die Konkreten Reproduktionen, wahrend Zeichnungen je nach Inhalt der Darstellung Teilabstrakt oder Vollstandig Abstrakt sind. Als Teilabstrakte Reproduktion bezeichnet werden etwa skizzierte Abbildungen von Pflanzen, Diagramme waren hingegen Vollstandig Abstrakte Illustrationen. [vgl. BERGENHOLTZ, TARP 1995, S.159-166]

Weiter besitzen Illustrationen jeglicher Art und Funktion naturlich einen hohen asthetischen Wert fur das Erscheinungsbild eines Lexikons.

2.1.6 Verweisstruktur

Die Verweis- oder Mediostruktur beschreibt die Art der Verweise, der Hinweise auf weiter- fuhrende oder zusatzliche Information zu einem bestimmten Aspekt, in einem Lexikon und soll sicherstellen, dass der Benutzer die Information auch in dem von ihm gewunschten Umfang mit entsprechenden Zusammenhangen erhalt. Gleichzeitig erfolgt so eine Vermeidung unnotiger Wiederholungen von bestimmten Angaben.

Eine erste Unterscheidung wird vorgenommen bezuglich Expliziter, Impliziter und Potentieller Verweise. Explizite sind durch Anzeiger und Adressenangaben als solche erkennbaren Ver­weise auf ein Lemma oder einen bestimmten Artikelabschnitt. Besitzen sie zusatzlich noch eine Beziehungsangabe so nennt man sie erganzend Funktional-Positional.

Implizite, auch Verdichtete Verweise genannt, unterscheiden sich demgegenuber durch ein Auslassen dieser Anzeiger und der Beziehungsabgabe. Diese Tatbestand resultiert daraus, dass sie nicht sachliche Zusammenhange der Begriffe zueinander, sondern lexikonspezifische Bezie- hungen zwischen verschiedenen Elementen darstellen. Eingesetzt werden sie beispielsweise bei einem Verweis auf eine Abbildung oder auf zentrale Worterbuchteile, erganzt durch eine Seiten- oder andere Zahlungsangabe.

Alle ubrigen Worter eines Artikels, die nicht als Verweise kenntlich gemacht sind, die einem Nutzer aber eventuell verfolgungswurdig erscheinen und auch als Lemma der Wortliste vor- handen sind, nennt man Potentielle Verweise[11].

Weiter lasst sich die Mediostruktur in einen Intemen und einen Extemen Teil gliedem. Interne Verweise sind immer adressiert auf Informationen innerhalb des Lexikons. Fuhren sie von einem Worterbuchteil zu einem anderen, so nennt man sie Worterbuchteil- Extern.

Bleibt der Nutzer in der Wortliste, so nennt man dies Wortlisten-Intern oder Artikel-Extern, da ja ein Verweis vom einen zum anderen Artikel der Wortliste erfolgt.

Verweise innerhalb eines Artikels auf Mikrostrukturelle Einheiten oder bestimmte Abschnitte des Enzyklopadischen Texts werden als Artikel-Intern bezeichnet.

Dem hingegen fuhren Externe Verweise zu Informationen in anderen Publikationen.

2.1.7 Worterbuchteile

Neben der Wortliste, die den zentralen Teil jeder Enzyklopadie und jedes Lexikons darstellt, finden sich auch noch unterschiedlichste andere Bausteine, welche die Publikation komplet- tieren. Dies konnen sowohl das Vorwort, als auch Benutzerhinweise oder Anhange jeglicher Art sein. Ihre Ordnung erfolgt ausgehend von der Lage zur Wortliste, meist vor- oder nachgestellt, in manchen Fallen aber auch innerhalb.

2.2 Das Beispiel: Der Brockhaus in einem Band

Nach dem allgemeinen Uberblick zu Strukturen von Print-Lexika folgt in diesem Abschnitt nun die Untersuchung der Beispiel-Enzyklopadie B1 in der aktuellen Printausgabe, beginnend mit einem einfuhrenden Teil zur Publikationsentwicklung.

2.2.1 Einleitung

Die Geschichte des B1 [vgl. KLEINE GESCHICHTE GROSSER LEXIKA 1990, S. 93-96] beginnt im Jahr 1931, wo er unter dem Namen Volks-Brockhaus erstmalig als einbandiges Werk auf den Markt kam.

Als eigentlicher Vorlaufer und erstes Werk seiner Art darf aber das zwischen 1854 und 1856 entstandene erste Kompaktlexikon, das Kleine Brockhaus ’sche Conversations-Lexikon fur den

Handgebrauch in vier Banden betrachtet werden. Obwohl auch dieses heute noch unter dem Namen Der Brockhaus in funf Banden zur Produktpalette des Verlages gehort, entwickelten sich beide aus der selben Grundidee des kompakten universellen Lexikontyps.

Der Volks-Brockhaus erschien nach NS-Regime und 2. Weltkrieg dann 1955 uberarbeitet unter dem neuen Namen B1.

Heute liegt die neunte Auflage aus dem Jahr 2000 vor, welche auch fur die Untersuchungen verwendet wurde. Diese verfugt uber rund 55 000 Stichworter und 4 500 Abbildungen, Zeich- nungen und Tabellen auf 1 024 Seiten [vgl. BIFAB GV 2002]. Laut Hersteller handelt es sich beim B1 um „ein [...] bewahrtes Kompaktlexikon fur Schule, Beruf und Alltag [...]“ [vgl. B1 2000, S. 6] und dient der allgemeinen Erstinformation des Nutzers und nicht der komplexen Darstellung eines Themas. Somit lasst er sich der breiten Zielgruppe des sogenannten Laiennutzers[12] zuord- nen.

2.2.2 Lexikalischer Aufbau und Strukturen

In den folgenden Gliederungspunkten werden nun, basierend auf den in Kapitel 2.1 mit Unter- kapiteln vorgestellten allgemeinen Strukturen und dem Aufbau, die lexikographischen Merk- male des B1 herausgearbeitet. Viele dieser Strukturauspragungen resultieren direkt aus dessen Zielsetzungen und den damit verbundenen Beschrankungen als Kompaktlexikon.

2.2.2.1 Makrostruktur

Ordnungsrelation

Wie in den meisten Lexika erfolgt auch beim B1 die Anordnung der Lemmata alphabetisch, dabei wird sie konsequent auf alle Buchstaben eines Lemmas angewandt, also exhaustiv mechanisch, wie Abbildung 1 zeigt.

Newa die, Abfluss des Ladogasees, Russland, 74 km; miindet in St. Petersburg in den Finn. Meerbusen. New Age [nju: eidj, engl. »neues Zeitalter«], seit den 1980er-Jahren von den USA ausgehende, esoterisch gepragte weltanschaul. Bewegung; sieht die Gegen- wart als kosm. Wendezeit, erwartet die Umgestaltung der Welt zu einer spirituellen Einheit mit neuen Le- bens- und Technologieformen in einem neuen Zeitalter (Wassermannzcitalter).

Abbildung 1: Exhaustiv mechanische Alphabetisierung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Sonderzeichen werden den Vokalen gleichgesetzt behandelt, in einzelnen Fallen jedoch, bei ansonsten identischen Begriffen, wie in Abbildung 2b, nachgestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2a: Sonderzeichenbehandlung A

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2b: Sonderzeichenbehandlung B

Aus dieser exhaustiv mechanischen Anwendung resultiert dann die vorliegende striktinitia- lalphabetische, genauer eine glattinitialalphabetische Ordnungsrelation, in der keine Sublem­mata vorhanden sind, jedes Lemma seinen eigenen Platz besitzt und deren Anordnung einer vertikalen Linie, in Abbildung 3 grun dargestellt, folgt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Ordnungsrelation und Zugriffsstruktur

Aufiere Zugriffstruktur

Der B1 besitzt einen Auberen Zugriff uber die Wortliste plus einen Registerextemen Zugriff uber ein Abkurzungsverzeichnis, somit handelt es sich um ein monoakzessives Werk.

Fur einen schnelleren Zugriff dienen Lebende Kolumnen, welche jeweils das erste und letzte Lemma jeder Seite, positioniert im Seitenkopf, anzeigen. In Abbildung 3 findet sich eine Kolumnenanzeige fur das abschliebende Lemma der Seite als Beispiel rot eingekreist.

In selbiger Abbildung durch die blaue Markierung ersichtlich, bedient man sich der Fettschrift als typographisches Hilfsmittel zum Kenntlichmachen des Lemmas als Artikelanfang, wahrend auf zusatzliche Absatze zwischen den Artikeln verzichtet wird.

2.2.2.2 Lemmaselektion

Wie einleitend bereits erwahnt liegt mit dem B1 eine universelle Enzyklopadie vor, es soll also einen Querschnitt uber alle Wissensgebiete hinweg vermittelt werden, ohne Begriffe aus Allgemein- und Grundwortschatz zu erklaren.

Die Tatsache, dass es sich beim B1, mit rund 55 000 Stichwortern in nur einem Band, im Ver- gleich zum B24 mit zirka 260 000 Stichwortern in vierundzwanzig plus derzeit sechs separaten Erganzungsbanden [vgl. BIFAB GV 2002], um ein Kompaktlexikon mit sehr geringen Umfang handelt, lasst zweifelsfrei darauf schlieben, dass eine Minimalisierte Lemmaauswahl vorge- nommen und somit nur eine relative aubere Vollstandigkeit gewahrt wurde. Die tatsachliche Selektion und die Ansetzung der schlieblich verwendeten Lemmata folgt internen redaktionellen Gesichtspunkten basierend auf der Auswahl von Stichworter der ,Jdassischen“ Allgemein - bildung (z.B. Goethe, Zweiter Weltkrieg), erganzt durch aktuelle Abschnitte aus Wirtschaft, Politik und Personlichkeiten des Zeitgeschehens[13].

Prinzipiell lassen sich die Verwendung findenden Lemmata in zwei grobe Gruppen aufteilen.

Erstens sind dies die Sachbegriffe, bestehend aus:

- Generell erklarungswurdigen Begriffen zu bestimmten Sachthemen,
- gangigen eingedeutschten Fremdwortern (z.B. ,Manager‘),
- Fremdwortern ohne deutsche Entsprechungen (z.B. „College‘),
- fremdsprachigen Affixen (z.B. „anti‘),
- gangigen Abkurzungen von bestimmten Sachtermini (z.B. ,EDV‘),
- Formeln chemischer Elemente,
- zusammengesetzten Begriffen aus Lemmata (z.B. ,Feuerdorn‘), einem Lemma und einem nicht als eigenstandiges Lemma verwendetem Begriff (z.B. ,Feuer- bestattung‘), einem Lemma und einem Affix (z.B. ,Antiallergika‘) sofern daraus ein neuer eigenstandiger sinntragender erklarungswurdiger Begriff zu einem bestimmten Sachthema entsteht,
- einigen wenigen feststehenden Wortkombinationen (z.B. „Trunkenheit im Verkehr‘),

Und die zweite Gruppe bilden die Eigennamen:

- wichtiger Personlichkeiten,
- geographischer Ortsbezeichnungen, falls erforderlich sowohl die -deutsche als auch die Originalbezeichnung (z.B. „Belgrad“ und „Beograd‘)
- eingetragener Marken (z.B. ,JnterCityExpress‘)
- bekannter Firmen und Konzerne.

2.2.2.3 Linguistische Informationen

Zum besseren Verstandnis der gewahlten Lemmata und deren Zusammenhange werden im B1 folgende Linguistische Informationen verwendet:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Linguistische Informationen

Die in der Tabelle zuletzt aufgefuhrten Linguistischen Informationen zur Wortherkunft sind vor allem diaintegrativer Natur, es betrifft somit also wie oben dargestellt in der Regel Fremd- worter, welche durch ein entsprechendes Sprachenkurzel direkt ihrer Herkunftssprache zuge- ordnet werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4a: Wortherkunft - Sprachkurzel

Bei anderen Ableitungsformen eines Wortes erfolgt eine kurze Erlauterung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4b: Wortherkunft - Erlauterungen

Weiter dienen zwei symbolisch verwendete Buchstaben und ein Zeichen im Enzyklopadischen Text zur Herkunftsbestimmung. Als diamediale Anzeiger reprasentiert das „U“ die deutsche Umgangssprache, das „U“ findet sich fur ubertragene Bedeutungen (vgl. Abbildung 4c) und ein Hirschgeweih steht fur Ausdrucke aus der Waidmannssprache.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4c: Wortherkunft - Symbole

2.2.2.4 Mikrostruktur

Eigentlich kann man sagen, dass der B1 zwei leicht variierte Mikrostrukturen besitzt. Diese bilden sich durch die beiden groBen Gruppen der verwendeten Lemmata heraus (vgl. Kapitel 2.2.2.2). Verstandlicherweise verfugen Sachbegriffe uber keine Namenszusatze, besitzen gegenuber den Eigennamen aber eventuell zusatzlich nutzliche Linguistische Informationen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5a: Mikrostruktur - Sachbegriffe

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5b: Mikrostruktur - Eigennamen

Prinzipiell lasst sich aber, von diesen kleinen Eigenheiten abgesehen, deutlich das einheitliche Schema der Mikrostruktur erkennen. Durch die in den Abbildungen bereits dargestellten typo- graphische Hilfsmittel in Form von Schriftvariationen und Satzzeichen lassen sich die verschie- denen Informationen im Inneren Zugriff auffinden, wobei auf zusatzliche Absatze oder gar auf Felder verzichtet wird.

Ein weiter wichtiger Punkt beim Inneren Zugriff ist die Anordnung der Homonyme und Polyseme. Ausklammern lassen sich hier als homonym verwendete Worter, die sowohl einen Sachbegriff als auch einen Eigenname reprasentieren, da diese als getrennte Lemmata aufge- listet werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6a: Homonyme getrennt als eigenständige Lemmata

Ansonsten erfolgt aber eine numerische Aufzahlung, generell nach der Relevanz oder bei Eigennamen mit Zusatzen nach der alphabetischen Ordnungsrelation, wobei das Lemma bei der Wiederholung nur abgekurzt wird. Sowohl die Nummerierung als auch die Zusatze erfahren eine typographische Hervorhebung durch Halbfettschrift und die Teilartikel grenzen sich durch ,Leerzeichen - Bindestrich - Leerzeichen“ voneinander ab (vgl. Abbildung 6b).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6b: Homonyme als Auflistung

2.2.2.5 Enzyklopadische Informationen

Der eigentliche Enzyklopadische Teil der B1 Artikel besteht aus bis zu drei Komponenten, Symbolen als Enzyklopadische Zeichen fur bestimmte Sachgebiete, dem Enzyklopadischen Text und Illustrationen.

Ausgehend vom Lemma sind die Enzyklopadischen Zeichen, falls vorhanden, die erste Infor­mation zu einem Begriff. Aufgrund der Definition von Enzyklopadischer und Semantischer Information (vgl. Kapitel 2.1.5) mussen diese Zeichen eigentlich den Semantischen Informa­tionen zugerechnet werden, da sie eine erste nur grobe inhaltliche Zuordnung vornehmen. Insgesamt besitzt der B1 dreiunddreiBig solcher definierter Sachgebietssymbole von Astronomie uber Medizin bis zur Zoologie. Eine Liste dieser Zeichen mit entsprechenden Erlauterungen findet der Nutzer in den Nachgestellten Worterbuchteilen.

Die wirklich essentiellen Informationen folgen dann anschlieBend im Enzyklopadischen Text. Er besteht aus einem oder mehreren Satzen in telegrammahnlichem Stil oder einfach nur einem Verweis bei als Synonym aufgefuhrten Begriffen in der Wortliste.

Bei ausfuhrlicheren Themen, wie z.B. bei Staaten, erfolgt eine Aufteilung in Sektoren, wobei das Unterthema mit einem halbfett gedruckten einleitenden Begriff, beim Beispiel der Staaten waren etwa „Geschichte“ oder „Wirtschaft“ so ein Fall, in einer neuen Zeilen beginnt.

Verwendete Illustrationen im B1 dienen meist der Unterstutzung oder der Veranschaulichung des Enzyklopadischen Textes, in Einzelfallen, wie etwa der Welt- und den Kontinentalkarten stehen sie aber fur sich selbst.

Es gibt sowohl Konkrete, Teil- als auch Vollstandig Abstrakte Reproduktionen in Farbe und Schwarzweib.

Da sie sich nicht immer unmittelbar im Kontext des Artikels befinden besitzen fast alle Illustra­tionen im B1 einen kleinen Beitext in Form eines Verweises auf den zugehorigen Lemmabegriff in blauer Fettschrift und gegebenenfalls einer kurzen zusatzlichen Erlauterung zur Darstellung.

2.2.2.6 Verweisstruktur

Schon beim ersten Aufschlagen stellt man fest, dass beim B1 im Vergleich zu anderen Enzyklo- padien keine Angaben zur Sekundarliteratur vorhanden sind, und er somit uber keine Expliziten Externen Verweise verfugt. Dies begrundet sich wieder mit der Definition als Kompaktlexikon und dem geringen Umfang.

Allerdings finden sich aber bei Artikeln mit juristischem Hintergrund, am Ende des dortigen Enzyklopadischen Textes, noch nicht im separatem Verweisabschnitt, in runde Klammern ein- gebetteten Hinweis auf die zugehorigen Paragraphen des Deutschen Rechts mit zugehorigem Gesetzbuch. Diese Angaben gehoren jedoch in die Kategorie der Potentiellen Verweise, da sie nicht ausdrucklich gekennzeichnet sind oder auf eine vorgenommene Verdichtung hindeuten, sondern sie belegen nur die Herkunft des als Enzyklopadischen Text verwendeten Zitats.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Potentielle Externe Verweise

Also befindet sich der Verweisschwerpunkt in der Inneren Mediostruktur.

Dominiert wird diese von Expliziten Artikel-Externen Verweisen innerhalb der Wortliste. Weiterfuhrende Verweise zu dem vom Nutzer gerade gelesenen Artikel finden sich in einem eigenstandigen Verweisteil am Ende des Artikels (vgl. Abbildungen 5a-b).

[...]


[1] Das World Wide Web ist ein Teilbereich des Internet mit graphischer Benutzeroberflache.

Lexikologie ist die Wissenschaft vom Wortschatz der Gemein- und Fachsprache [vgl. DIN 2342 1992].

[3] Selbstverstandnis der Brockhaus Enzyklopadie (B24) [vgl. FAB MARKE 2002]

[4] CD-ROM ist die Abk. fur Compact Disc-Read Only Memory, eine einseitig digital bespielte, optische Speicherplatte fur Computer.

[5] DVD ist die Abk. fur Digital Versatile Disc, eine digital bespielte, optische Speicherplatte mit ein- oder zweifacher Beschichtung und ein- oder zweiseitiger Beschreibung.

[6] eContent ist der Ausdruck fur virtuell verfugbare Inhalte in elektronischen Informationsnetzen (Internet, Intranet und Mobilfunknetze).

[7] Unter Hypertext versteht man eine nicht-lineare Struktur- und Prasentationsform von Textinformation, Hypermedia bezeichnet die zusatzliche Einbindung von audiovisuellen Medien (vgl. Kapitel 3.1.3).

[8] „Usability ist die Effektivitat, Effizienz und das Ausmab der Zufriedenheit, mit denen bestimmte Benutzer spezifizierte Ziele in vorhergegebenen Umgebungen erreichen“[vgl. ISO 9241 -11 1998]. Diese Umgebung ist in diesem Fall das sogenannte Web, wie WWW eine Kurzform fur das World Wide Web. Methoden die Usability von Anwendungen zu untersuchen sind u.a. verschiedene Verfahren der Inspektion und Usability Tests. (vgl. Kapitel 3.2.5 und Unterkapitel)

[9] Fur eine genauere Klassifizierung und Beschreibung von verschiedenen Auspragungen der alphabetischen Makrostruktur sei hier verwiesen auf spezielle Fachliteratur und -aufsatze [vgl. BERGENHOLTZ, TARP 1995, S.190-195 oder ROTHENHOFER, KORKEL 1999]. Die fur diese Arbeit relevante Form wird in Kapitel 2.2.2.1 bei der Untersuchung zur Makrostruktur des B1 naher besprochen.

[10] Wortkombinationen bezeichnen JKlassen komplexer lexikalischer Zeichen“ Diese lassen sich in drei verschiedene Gruppen untergliedern: Komplexe Funktionsworter (z.B. ,sondern auch“), Mehrgliedrige Lexikalische Zeichen, sogenannte Phraseme und idiomatische Wendungen (z.B. jemandem einen Baren aufbinden“) und Kollokationen, welche sich durch eine bestimmte Vorzugsbenennung auszeichnen (z.B. „einen Vogel beobachten“ als gangige Bezeichnung gegenuber der gleichen Bedeutung von ,einem Vogel zusehen“) [vgl. LEMNITZER 1998, S.86].

[11] In weit Potentielle Verweise wirklich auch als Verweise konstituiert werden mussen hangt haufig auch von der Qualitat eines Lexikons ab. Wichtigster Verfolgungsgrund ist naturlich, dass ein Nutzer die Ausfuhrungen eines Artikels nicht versteht, da ihm bestimmte in diesem verwendete Worter nicht gelaufig sind. Sollten diese Worter dann nicht als Explizite Verweis kenntlich gemacht sein und der Nutzer der eigentlichen Zielgruppe angehoren, so kann dieser Umstand dann als eine Verminderung der Benutzerfreundlichkeit bezeichnet werden, da es das lexikographische Anliegen sein muss den Nutzer bei seiner Informationssuche gezielt zu unterstutzen. Weiter wirken eine Reihe von Indizien wie etwa Abkurzungen und vorangestellte alpha-numerische Zeichen initiierend zur Verweisverfolgung. [vgl. KAMMERER, LEHR 1996]

[12] In der Benutzerforschung erfolgt eine grobe Unterteilung der Nutzer von Lexika in vier Gruppen: Laien, Wissenschaftler, Lexikographen und Kritiker. Demnach ist ein Laie ein Nutzer, der aufgrund eines sprachkommunikativen Problems zu einem Lexikon greift [vgl. WIEGAND 1998].

[13] Diese Informationen stammen aus der Quelle der BIFAB Lexikonauskunft.

Ende der Leseprobe aus 134 Seiten

Details

Titel
Möglichkeiten der Online-Lexikographie
Hochschule
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg  (Bibliothek und Information)
Veranstaltung
Wissensmanagement
Note
1,7
Autor
Jahr
2002
Seiten
134
Katalognummer
V8411
ISBN (eBook)
9783638153881
Dateigröße
5844 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Online-Lexikographie, Website Usability, Brockhaus, Hypermedia, Lexika, Informationeller Mehrwert
Arbeit zitieren
Kay Hauser (Autor), 2002, Möglichkeiten der Online-Lexikographie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8411

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