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Von der Bastille nach Brüssel - Vereinbarkeit des Nationengedankens mit der Europäischen Union

Titre: Von der Bastille nach Brüssel - Vereinbarkeit des Nationengedankens mit der Europäischen Union

Dossier / Travail de Séminaire , 2007 , 31 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Sascha Rudat (Auteur)

Sociologie - Politique, Majorités, Minorités
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Résumé Extrait Résumé des informations

Als die EU-Verfassung am 29. Mai 2005 in Frankreich und den Niederlanden abgelehnt wurde, war das ein Dämpfer und ein Schock für die gesamteuropäischen Bemühungen – und doch bezeichnend.
Diese Wahl zeigte eindeutig, dass die Menschen in Europas Nationalstaaten noch nicht so weit sind, sich unter die Führung einer transnationalen und globalen Regierung zu begeben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

2. Prolog

3. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit: Geburt eines modernen politischen Systems

3.1 1789: Die Französische Revolution als Ursprung und Wegbereiter der europäischen Demokratie

4. Einigkeit und Recht und Freiheit – Staatsentwicklung und Nationendefinition in Deutschland

4.1 1871: Die Geburt des Nationalstaates und die Pubertät der Nation

4.2 1945: Von der Unmöglichkeit einer Nationenteilung

5. Die Europäische Union – Untergang oder Chance für Europa

5.1 Die Stunde Null: Ursprung der EU

5.2 Junge Staaten: Stolpersteine für die EU

5.3 Die EU-Verfassung: Kalkulierbarkeit des Scheiterns

5.4 Der Wohlfahrtsstaat: Langsamer Tod durch die Globalisierung

5.5 Vereinigte Staaten von Europa: Strukturanpassung an die USA

6. Europas nationalstaatliches Puzzle

6.1 Muss sich Europa am Nationalstaat messen?

6.2 Erfolgsaussichten eines geeinten Europas?

7. Finale Kommentierung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Vereinbarkeit des traditionellen Nationengedankens mit der fortschreitenden politischen Integration in der Europäischen Union. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob die persistente Existenz von Nationalstaaten die politische Festigung der Europäischen Union behindert oder ob diese Systeme als notwendiges Fundament dienen können.

  • Historische Entwicklung des modernen Nationalstaates am Beispiel Deutschlands
  • Soziologische Analyse gesellschaftlicher Voraussetzungen für nationale Identität
  • Ursachenforschung zum Scheitern der EU-Verfassung
  • Konfliktfeld zwischen Wohlfahrtsstaat und globalisiertem Binnenmarkt
  • Perspektiven für eine europäische Einigung jenseits des Nationalstaatsmodells

Auszug aus dem Buch

4.1 1871: Die Geburt des Nationalstaates und die Pubertät der Nation

Erst ein Krieg, ein gemeinsamer Feind ermöglichte es, aus den einzelnen regionalen Identitäten ein kollektives Nationalbewusstsein zu schaffen und so beschrieb der Historiker Golo Mann das funktionale, politisch verändernde, Endergebnis mit den Worten:

„Was die beiden Revolutionsjahre nicht zuwege gebracht hatten und fünfzig schleppende Friedensjahre nicht, drei Tage Krieg gegen Frankreich brachten es zuwege.“

Als nach dem Gewinn des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 Wilhelm I. in Versailles zum Kaiser des Deutschen Reiches ausgerufen wurde, war dies der Versuch, der deutschen Nation durch den ersten deutschen Nationalstaat eine geographische Heimat zu geben, eine rahmende Systemvorgabe.

Dadurch erfuhr auch die Charakterisierung der deutschen Nation – wie bereits allgemein unter 3.1 erläutert – eine weitreichende Veränderung. Wie in der neueren Forschungsliteratur als die zwölf Merkmale des modernen Nationalismus beschrieben, erfuhr die deutsche Nation eine Integration in den deutschen Nationalstaat. Bis zu diesem Zeitpunkt in viele differenzierte autarke Herrschaftssysteme gebunden, erfuhr das deutsche Volk, auch und vor allem durch die Abgrenzung zu anderen Nationen, eine bis dahin weitestgehend unbekannte Vereinigung. Der neu gegründete Staat brachte somit „die Grenzen von Nation und Staat zur Deckung“.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Prolog: Das Kapitel führt in die Problematik der EU-Verfassung ein und skizziert die Fragestellung nach der gesellschaftspolitischen Ablösung der Nationalstaaten.

3. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit: Geburt eines modernen politischen Systems: Hier wird die Französische Revolution als Ursprung des modernen demokratisch geprägten Nationalstaates und als Ausgangspunkt der modernen Identitätsbildung analysiert.

4. Einigkeit und Recht und Freiheit – Staatsentwicklung und Nationendefinition in Deutschland: Dieses Kapitel behandelt die deutsche Staatsbildung im Jahr 1871 und die spätere Problematik der deutschen Teilung unter soziologischen Gesichtspunkten.

5. Die Europäische Union – Untergang oder Chance für Europa: Das Kapitel beleuchtet den Ursprung der EU, die Schwierigkeiten bei der Integration jüngerer Staaten wie der Ukraine und das Scheitern der EU-Verfassung im Kontext des Wohlfahrtsstaates.

6. Europas nationalstaatliches Puzzle: Der Hauptteil diskutiert die Notwendigkeit, Europa nicht mehr am klassischen Nationalstaat zu messen, und bewertet die Erfolgsaussichten eines vereinten Europas durch eine neue, transnationale Geschichtskultur.

7. Finale Kommentierung: Die Schlussbetrachtung fasst die Herausforderungen der transnationalen Führung zusammen und bewertet die zukünftige Stabilität der EU als Weltmacht.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Nationalstaat, Nation, Globalisierung, Wohlfahrtsstaat, EU-Verfassung, Nationalismus, Transformation, Demokratie, Identität, Souveränität, Integration, politische Systeme, Geschichte, gesellschaftlicher Wandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Spannungsverhältnis zwischen dem historischen Konzept des Nationalstaates und den Anforderungen einer supranationalen Integration innerhalb der Europäischen Union.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Felder sind die historische Staatsentwicklung Deutschlands, die soziologischen Grundlagen von Nationalidentität, die wirtschaftlichen Herausforderungen der Globalisierung sowie die Integrationsprobleme der EU.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Ziel ist es zu klären, ob die Existenz von Nationalstaaten die politische Festigung der Europäischen Union verhindert oder ob sie eine notwendige Basis für zukünftige Entwicklungen darstellt.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?

Der Autor führt eine historisch-soziologische Analyse durch, wobei er primär auf bestehende Forschungsliteratur, historische Analysen und aktuelle gesellschaftspolitische Diskurse zurückgreift.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Exkursion zur Nationswerdung, die Analyse des EU-Integrationsprozesses sowie eine soziologische Auseinandersetzung mit der Zukunft Europas als politische Macht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie europäische Einigung, Nationalstaat, Identität, gesellschaftspolitische Transformation und globale Wettbewerbsfähigkeit.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der Globalisierung auf den Wohlfahrtsstaat?

Der Autor argumentiert, dass die Globalisierung die ökonomische Kraft der alten Wohlfahrtsstaaten schwächt, da eine zunehmende Anpassung an internationale Marktbedingungen erforderlich wird.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich des Scheiterns der EU-Verfassung?

Das Scheitern wird primär als Ausdruck der ungenügenden Differenzierung zwischen Nation und Nationalstaat sowie als Protest gegen das demokratische Defizit und die mangelnde Transparenz der EU-Institutionen gewertet.

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Résumé des informations

Titre
Von der Bastille nach Brüssel - Vereinbarkeit des Nationengedankens mit der Europäischen Union
Université
University of Kassel  (Fachbereich Gesellschaftswissenschaften)
Cours
Europa im Spannungsfeld zwischen Globalisierung und Transformation
Note
1,3
Auteur
Sascha Rudat (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
31
N° de catalogue
V84153
ISBN (ebook)
9783638002134
ISBN (Livre)
9783638912433
Langue
allemand
mots-clé
Bastille Brüssel Vereinbarkeit Nationengedankens Europäischen Union Europa Spannungsfeld Globalisierung Transformation
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sascha Rudat (Auteur), 2007, Von der Bastille nach Brüssel - Vereinbarkeit des Nationengedankens mit der Europäischen Union, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84153
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Extrait de  31  pages
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