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Welche wirtschaftspolitischen Konflikte mit dem Mutterland England führten zur Unabhängigkeitsbewegung in den nordamerikanischen Kolonien?

Title: Welche wirtschaftspolitischen Konflikte mit dem Mutterland England führten zur Unabhängigkeitsbewegung in den nordamerikanischen Kolonien?

Essay , 2006 , 7 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Mara Pankau (Author)

American Studies - Culture and Applied Geography
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Als die Briten den French and Indian War 1763 gegen die Franzosen und die Spanier gewonnen hatten, musste das Empire auf Grund der riesigen Gebietsgewinne in Nordamerika, in Afrika und in Indien neu strukturiert werden, „zumal der Siebenjährige Krieg die britische Staatsverschuldung auf eine neue schwindelnde Höhe emporgetrieben hatte“ (DIPPEL 1985.
S.41). Diese angestrebte Neuordnung der Kolonien führte zu einer Reihe von Ereignissen, die schließlich die amerikanische Revolution auslösten und zur Unabhängigkeit von England führten. Besonders die wirtschaftlichen Faktoren spielten hierbei eine große Rolle und erklären, warum der Wechsel von der wohlwollenden laissez-faire zur stark merkantilistischen Kolonialpolitik der Briten schließlich einen „erbitterten, mit friedlichen Mitteln kaum mehr zu lösenden Grundsatzstreit über gerechte Repräsentation, legitime Regierungsautorität und staatliche Souveränität“ auslöste (HEIDEKING 2004. S.18). Bemerkenswert ist hierbei, dass die Revolution schon früh von allen gesellschaftlichen Schichten gemeinsam getragen wurde, obwohl sich die Kolonialpolitik direkt nur auf kleine Teile der Bevölkerung auswirkten. Im Folgenden soll der Handlungsablauf erläutert und die wirtschaftlichen Faktoren beleuchtet werden. Ein genaues Augenmerk soll hierbei auf die gesellschaftlichen Klassen
und ihre Partizipation in den Ereignissen gelegt werden. Die folgende These wird im Mittelpunkt stehen: Ausschlaggebend für die Krise zwischen den Kolonien und dem englischen Mutterland war die Tatsache, dass die verschiedenen wirtschaftlichen Einschränkungen der Acts of Trade and Navigation den amerikanischen Idealen einer
wirtschaftlichen Expansion widersprachen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Salutary Neglect

3. Acts of Trade and Navigation

4. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die wirtschaftspolitischen Konflikte zwischen den nordamerikanischen Kolonien und dem britischen Mutterland nach dem Siebenjährigen Krieg, mit dem Ziel aufzuzeigen, wie imperiale Handelsbeschränkungen den amerikanischen Idealen wirtschaftlicher Expansion entgegenstanden und somit den Weg in die Unabhängigkeit ebneten.

  • Die Bedeutung der merkantilistischen Kolonialpolitik Großbritanniens
  • Die Entwicklung von der wohlwollenden "Salutary Neglect"-Phase hin zur repressiven Gesetzgebung
  • Die Rolle verschiedener gesellschaftlicher Klassen bei der Mobilisierung gegen britische Gesetze
  • Die Bedeutung von Protesten wie der "Boston Tea Party" als Wendepunkte
  • Der Zusammenhang zwischen ökonomischen Freiheitsidealen und politischer Souveränität

Auszug aus dem Buch

Acts of Trade and Navigation

Als die britische Krone unter dem neuen König George III 1763 nun beschloss, die Kolonien einen fairen Beitrag zur Lösung der finanziellen Nöte des Empires zahlen zu lassen, da „sie langfristig am meisten vom Ende der französischen Kolonialherrschaft profitierten“ (ADAMS 2000. S.2), rechnete sicher niemand mit einer so folgenschweren Ereigniskette wie sie nun ausgelöst werden sollte. Auch unter den einflussreichen Kolonisten gab es kein Abkommen, „nun entschiedener als bislang der Kolonialmacht eigene Kompetenzansprüche entgegenzusetzen oder gar den Geltungsbereich der britischen Verfassung zu verlassen und die staatliche Unabhängigkeit anzustreben“ (ADAMS 2000. S.1). Allerdings wurde in den kommenden Monaten und Jahren schnell klar, dass „the threshold at which the Americans considered British legislation to have become ‘intolerable’ was remarkably low, and the degree of resistance they proved willing to mount was remarkably high” (SCHEIBER 1976. S.6).

Am Ende des Krieges mit Frankreich waren „viele einfache Leute (...) landhungrig. (...) Es gab ein Durcheinander von Claims, Käufen und Vermessungen“ (NEVINS/COMMAGER 1958. S.84). Mit Bodenspekulationen und Pelzhandel im Westen war viel Geld zu verdienen und „eine Terraingesellschaft nach der anderen wurde gebildet“ (NEVINS/COMMAGER 1958. S.84). Es gab Zusammenstöße mit verschiedenen Indianerstämmen, denen Land abgekauft oder einfach abgenommen wurde und die sich zur Wehr setzten. Der König wusste sich kaum zu helfen und erließ 1763 ein Gesetz, wonach alle Gebiete jenseits der Appalachen den Indianern zugesprochen wurden und dort keine kolonialen Siedlungen oder Landkäufe erlaubt waren. Dieses Gesetz „schien jene Tür zuzuschlagen, deren Öffnung die Amerikaner eben erst im Kampf mit den Franzosen erzwungen hatten“ (NEVINS/COMMAGER 1958. S.85). Eine erste wirtschaftliche Einschränkung der amerikanischen Kolonien war somit vollzogen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die These auf, dass wirtschaftliche Einschränkungen der Acts of Trade and Navigation im Kontrast zu den amerikanischen Idealen der Expansion standen und die Krise auslösten.

2. Salutary Neglect: Beschreibt die Zeit der britischen "Nichteinmischungspolitik", in der die amerikanische Wirtschaft florierte und die Kolonien ein hohes Maß an ökonomischer Freiheit genossen.

3. Acts of Trade and Navigation: Analysiert den Übergang zu einer restriktiven britischen Steuer- und Zollpolitik nach 1763, die den Widerstand der Kolonisten formte und in Gesetzen wie dem Sugar Act, Stamp Act und Tea Act gipfelte.

4. Zusammenfassung und Fazit: Führt aus, dass trotz unterschiedlicher Interessenlagen der Kolonisten der Wunsch nach Sicherung des wirtschaftlichen Aufstiegs die Bevölkerung einte und den Unabhängigkeitskampf legitimierte.

Schlüsselwörter

Amerikanische Revolution, Unabhängigkeitsbewegung, Kolonialpolitik, Acts of Trade and Navigation, Salutary Neglect, Merkantilismus, Sugar Act, Stamp Act, Tea Act, Boston Tea Party, Wirtschaftliche Expansion, Taxation without representation, Coercive Acts, Britische Krone, Sozioökonomischer Aufstieg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Ursachen der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung unter besonderer Berücksichtigung der wirtschaftspolitischen Konflikte zwischen den Kolonien und dem Mutterland England.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen den Wandel der britischen Handelspolitik, den Einfluss auf die koloniale Wirtschaftsentwicklung sowie die Politisierung der Bevölkerung durch Steuern und Regulierungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche wirtschaftspolitischen Konflikte zur Unabhängigkeitsbewegung führten und inwiefern diese im Widerspruch zu amerikanischen Expansionsidealen standen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer Auswertung zeitgenössischer Sekundärliteratur und Quellen basiert, um ökonomische Kausalzusammenhänge aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die chronologische Abfolge der politischen Maßnahmen, von der "Salutary Neglect"-Ära über die Einführung spezifischer Handelsgesetze bis hin zum offenen Konflikt ab 1775.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Amerikanische Revolution, Merkantilismus, Acts of Trade and Navigation sowie Taxation without representation.

Welchen Einfluss hatte der "Salutary Neglect" auf die spätere Krise?

Die Zeit der Vernachlässigung ermöglichte eine wirtschaftliche Blütezeit; das plötzliche Ende dieser Freiheit nach 1763 wurde von den Kolonisten als besonders einschneidend und illegitim wahrgenommen.

Warum war der "Stamp Act" entscheidender für die Mobilisierung als vorangegangene Gesetze?

Während frühere Gesetze primär die ökonomische Elite betrafen, betraf der Stamp Act durch die Besteuerung aller Druckerzeugnisse die breite Öffentlichkeit und mobilisierte somit alle Gesellschaftsschichten.

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Details

Title
Welche wirtschaftspolitischen Konflikte mit dem Mutterland England führten zur Unabhängigkeitsbewegung in den nordamerikanischen Kolonien?
College
Free University of Berlin  (John-F.-Kennedy Institut)
Course
Einführung in wissenschaftliches Arbeiten
Grade
1,2
Author
Mara Pankau (Author)
Publication Year
2006
Pages
7
Catalog Number
V84159
ISBN (eBook)
9783638002165
Language
German
Tags
Welche Konflikte Mutterland England Unabhängigkeitsbewegung Kolonien Einführung Arbeiten Thema Amerikanische Revolution
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mara Pankau (Author), 2006, Welche wirtschaftspolitischen Konflikte mit dem Mutterland England führten zur Unabhängigkeitsbewegung in den nordamerikanischen Kolonien?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84159
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