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Die Neutralitätspolitik Schwedens im Zweiten Weltkrieg

Titre: Die Neutralitätspolitik Schwedens im Zweiten Weltkrieg

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2005 , 13 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Sebastian Putzier (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - National-socialisme, La seconde guerre mondiale
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Einleitung
Die Machtverschiebungen nach dem Ersten Weltkrieg machten in Deutschland die Umwandlung des Kaiserreiches in ein demokratisches Reich, die Weimarer Republik, möglich. Der Versailler Vertrag, als Regelwerk für Reparationszahlungen des Reiches an die alliierten Siegermächte, sowie das Abtreten und die Fremdverwaltung deutscher Gebiete, ließ die Demokratie in vielen sozialen Schichten als Politik des Rückschrittes erscheinen. Durch die Weltwirtschaftskrise von 1929-1933 gab es eine vorher nicht gekannte Welle der Arbeitslosigkeit die die Versprechungen der Nationalsozialisten als positive Zukunftsvisionen erscheinen ließ. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten und ihrer Partei, der NSDAP, kam auch schnell das Ende des demokratisch anvisierten Deutschlands.
Die europäischen Großmächte beobachteten den Aufstieg des deutschen Reichskanzlers Adolf Hitler. Zunächst erkannte man aber nicht die Gefahr, die später von diesem Österreicher für die Welt ausgehen sollte. Auch wenn sich die Anti-Deutschen Stimmen weltweit zu regen begannen, eine Intervention begann erst, nachdem Nazi-Deutschland begonnen hatte, Polen am 1. September 1939 anzugreifen. In dieser Zeit sind die europäischen Bestrebungen für militärisches Aufrüsten anzusiedeln. Es gab zu dieser Zeit aber auch Reiche und Staaten, die sich nicht in einen global werdenden Krieg involvieren lassen wollten. Zu nennen sind dort vor allem Schweden, Irland und die Schweiz.
Die Neutralität Schwedens ist ein viel diskutiertes Thema in der Fachliteratur und bietet zahlreiche Anregungen, Erklärungen und Möglichkeiten das Neutralitätsverhalten eines Staates zu beleuchten. In dieser Arbeit soll vorrangig geklärt werden, ob sich die schwedische Regierung neutral gegenüber den Alliierten Mächten und dem Dritten Reich sowie seinen Anhängern verhielt oder nicht. Für eine solche Ausarbeitung muss voranging die Wirtschaft und das Militär samt Staatsführung beleuchtet werden. Diese Arbeit erhebt als eine Proseminararbeit keinen Anspruch einer vollständigen Darstellung gerecht zu werden. Hier können lediglich markante Thesen aufgegriffen und beleuchtet werden.
Um die Stellung des Schwedischen Reiches zur Zeit des Zweiten Weltkrieges klären zu können, ist ein Diskurs in die politischen und gesellschaftlichen Beziehungen zu Deutschland nötig. Des weiteren muss die 1939 gültige Definition der Neutralität herangezogen werden, um nach damals gängigem Recht urteilen und bewerten zu können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Schwedisch-Deutsche Beziehungen bis zum Zweiten Weltkrieg

2. Der Neutralitätsbegriff um 1939

3. Die Entwicklung der Neutralität in Schweden und die Beziehungen zu Deutschland

4. Deutsches Eroberungsbestreben in Skandinavien

4.1 Dänemark

4.2 Norwegen

5. Schweden im Zweiten Weltkrieg

5.1 Die Neutralität in der Praxis

5.2 Deutscher Verkehr über Schweden

5.3 Schweden ab 1943

6. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die schwedische Neutralitätspolitik während des Zweiten Weltkriegs, um zu klären, inwieweit Schweden tatsächlich eine neutrale Haltung gegenüber den Alliierten und dem Dritten Reich bewahrte oder diese durch wirtschaftliche und militärische Zugeständnisse untergrub.

  • Historische Entwicklung der schwedisch-deutschen Beziehungen
  • Interpretation des Neutralitätsbegriffs um 1939
  • Wirtschaftliche Handelsbeziehungen und Rohstoffexporte
  • Transitbestimmungen für deutsche Truppen und Kriegsmaterial
  • Der Wandel der schwedischen Außenpolitik ab 1943

Auszug aus dem Buch

5.1 Die Neutralität in der Praxis

Durch den im Folgenden dargestellten Verlauf der schwedischen Haltung während des Zweiten Weltkrieges lässt sich von Schweden als Verfechter einer unflexiblen Form der Neutralität sprechen. Mögliche Begründungen findet man durch die genauere Betrachtung der wichtigsten Handelspartner. Auf der einen Seite das Dritte Reich und auf der anderen Seite das zu den Alliierten gehörende Großbritannien. Beide Staaten waren Hauptabnehmer für schwedisches Eisenerz.

Durch die Haager Konventionen war ein Fortbestand der Handelsbeziehungen zu sich im Krieg befindlichen Staaten grundsätzlich erlaubt. Ein Ausschluss bestand nur für Güter die der direkten Unterstützung für die Rüstungsindustrie dienten. Die beiden Königreiche Schweden und Großbritannien schlossen nach langen Verhandlungen am 07.12.1939 einen Handelspakt. Nur wenige Tage später kam es auch zu Vertragsabschlüssen mit Deutschland. Es wurde vereinbart, dass das Dritte Reich jährlich über 10t Eisenerz erhalten sollte. Im Gegenzug wurden Kohle, Koks und Chemikalien an Schweden geliefert. Die Handelsbeziehungen mit Britannien und dem Deutschen Reich wurden von Schweden offen zugegeben. Die genauen Details der Abkommen blieben aber vertraulich.

Wissenschaftler wie Boethius und F.H. Setzen weisen darauf hin, dass das Schwedisch-britische Abkommen eine Exportmarke für den Handel mit Deutschland enthielt. Großbritannien berechnete diese Marke mit 8t. Die Lieferungen Schwedens beliefen sich aber auf über 10t, da man die annektierten Gebiete auf schwedischer Seite für die Berechnung mit einbezog. Damit erkannte das schwedische Königreich die illegitime Aneignung von Dänemark, Norwegen, Polen und der Tschechoslowakei als rechtmäßig an. Diese Verletzung der Haager Konventionen versuchte die schwedische Regierung wie folgt zu erklären. Die Angst vor einem deutschen Militärschlag gegen das Königreich wurde als Hauptgrund ausgewiesen. In wie weit eine reelle Gefährdung für die schwedische Souveränität bestand ist schwer zu klären.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Umreißt die politische Ausgangslage Europas nach dem Ersten Weltkrieg und definiert das Ziel der Arbeit, das schwedische Neutralitätsverhalten zu hinterfragen.

1. Schwedisch-Deutsche Beziehungen bis zum Zweiten Weltkrieg: Beleuchtet die lange Tradition enger kultureller und wirtschaftlicher Verflechtungen zwischen Schweden und Deutschland seit dem Mittelalter.

2. Der Neutralitätsbegriff um 1939: Erläutert die völkerrechtlichen Rahmenbedingungen und die klassischen Rechte sowie Pflichten neutraler Staaten zu Beginn des Zweiten Weltkriegs.

3. Die Entwicklung der Neutralität in Schweden und die Beziehungen zu Deutschland: Zeichnet den historischen Weg Schwedens zur Neutralitätspolitik ab dem 19. Jahrhundert nach.

4. Deutsches Eroberungsbestreben in Skandinavien: Analysiert die deutsche Besetzung Dänemarks und Norwegens im Rahmen der Operation „Weserübung“.

5. Schweden im Zweiten Weltkrieg: Untersucht die praktische Anwendung der Neutralität, insbesondere den Eisenerzhandel und die Transitgewährung für deutsche Truppen.

6. Fazit: Reflektiert kritisch über die Verstöße gegen internationale Rechte und ordnet die schwedische Haltung im historischen Kontext ein.

Schlüsselwörter

Neutralitätspolitik, Zweiter Weltkrieg, Schweden, Deutschland, Eisenerz, Haager Konventionen, Transitverkehr, Skandinavien, Völkerbund, Diplomatie, Außenpolitik, Souveränität, Kriegsrecht, Wehrmacht, Alliierten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die schwedische Neutralitätspolitik während des Zweiten Weltkriegs unter Berücksichtigung historischer Handelsbeziehungen und politischer Abhängigkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Spannung zwischen offizieller Neutralität, wirtschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Dritten Reich und den militärischen Transitgewährungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Klärung der Frage, ob sich Schweden tatsächlich neutral gegenüber den Kriegsparteien verhielt oder ob es durch Zugeständnisse das Völkerrecht verletzte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf Fachliteratur, Chroniken und die Auswertung von Abkommen basiert, um die schwedische Außenpolitik jener Zeit kritisch zu hinterfragen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Vorgeschichte, den Neutralitätsbegriff, das deutsche Eroberungsbestreben in Skandinavien und die spezifische Praxis Schwedens, inklusive der Transitproblematik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt?

Die zentralen Begriffe sind Neutralitätspolitik, Eisenerzhandel, Haager Konventionen, deutsche Besatzung in Skandinavien und die politische Neuausrichtung ab 1943.

Wie bewertet der Autor den schwedischen Transit von Wehrmachtsoldaten?

Der Autor führt auf, dass der Transit von ca. 2,2 Millionen Soldaten zwischen 1940 und 1943 einen eklatanten Verstoß gegen das Kriegsrecht und die erklärte Neutralität darstellte.

Welche Rolle spielten die Eisenerzlieferungen für die schwedische Neutralität?

Die Lieferungen waren essentiell für die deutsche Kriegswirtschaft; der Autor kritisiert, dass Schweden durch die bewusste Überschreitung vertraglicher Exportmarken indirekt den Krieg unterstützte.

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Résumé des informations

Titre
Die Neutralitätspolitik Schwedens im Zweiten Weltkrieg
Université
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Historisches Institut Nordische Geschichte )
Note
2,3
Auteur
Sebastian Putzier (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
13
N° de catalogue
V84161
ISBN (ebook)
9783638002172
ISBN (Livre)
9783656057895
Langue
allemand
mots-clé
Neutralitätspolitik Schwedens Zweiten Weltkrieg
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sebastian Putzier (Auteur), 2005, Die Neutralitätspolitik Schwedens im Zweiten Weltkrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84161
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Extrait de  13  pages
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