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Die Berücksichtigung von Steuern in Investitionskalkülen

Darstellung und kritische Würdigung

Title: Die Berücksichtigung von Steuern in Investitionskalkülen

Diploma Thesis , 2007 , 99 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom-Kaufmann Uwe Plesch (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die Investition ist eine der wichtigsten unternehmerischen Entscheidungen. Dabei ist auch der Einbezug der steuerlichen Folgen ins Kalkül der Investition unbedingt zu beachten. Die Berücksichtigung der verschiedenen Ertragsteuern, wie z. B. der Gewerbesteuer oder der Einkommensteuer, bereiten u. a. folgende Schwierigkeiten: Die Bemessungsgrundlage der Ertragsteuern bildet der steuerliche Gewinn. Dieser wird wiederum durch die Investitionstätigkeit beeinflusst. Zudem ist die Gewerbesteuer als Betriebsausgabe abzugsfähig und mindert somit ihre eigene Bemessungsgrundlage. Die Einkommensteuer hat dazu einen progressiven Steuertarif. Diese Beziehungen werden im Ertragsteuermultifaktor dargestellt. Zur Bestimmung der Vorteilhaftigkeit stehen dem Investor verschiedene Modelle der Bar- und Endwertbetrachtung zur Verfügung. Zu den Barwertmodellen zählen u. a. das Standardmodell und die Equitymethode. Diese versuchen die Steuerbelastung durch eine Anpassung der Zahlungsreihe und/oder des Kalkulationszinsfußes zu berücksichtigen. Aufgrund der Eigenschaften des vollkommenen Marktes eignen sich diese Modelle nur bedingt zur Berechnung der Vorteilhaftigkeit einer Investition. Zu den Modellen der Endwertbetrachtung zählen vor allem die vollständigen Finanzpläne. Diese beinhalten keinerlei Prämissen hinsichtlich eines Zinssatzes für die Geldaufnahme und Geldanlage. Dazu haben die vollständigen Finanzpläne ein flexibles Konzept, welches sich an die gegebenen Vertragsmodalitäten und möglichen Änderungen der Zins- und Steuersätze anpassen lässt. Sie sind daher besonders für die notwendige Berücksichtigung von Steuern im Investitionskalkül geeignet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Aufbau der Diplomarbeit

2. Unternehmensziele und Investitionskalküle

2.1 Der Stakeholder-Ansatz

2.2 Der Shareholder Value-Ansatz

3. Die betriebliche Investitionsentscheidung

3.1 Der Investitionsbegriff

3.2 Erscheinungsformen von Investitionen

3.3 Methoden der Investitionsrechnung in der Praxis

3.4 Verfahren der Investitionsrechnung

3.4.1 Statische Verfahren

3.4.2 Dynamische Verfahren

3.4.2.1 Kapitalwertmethode

3.4.2.2 Annuitätenmethode

3.4.2.3 Interner Zinssatz-Methode

3.4.2.4 Dynamische Amortisationsrechnung

3.4.2.5 Vermögensendwertmethode

3.4.2.6 Kritische Sollzinssatzmethode

3.4.2.7 Vollständige Finanzpläne

3.5 Bestimmung des einheitlichen Zinskalküls

4. Der steuerliche Einfluss im Unternehmen

4.1 Abgrenzung

4.2 Steuerbelastung und Steuersatz

4.2.1 Steuerbelastung

4.2.2 Steuersatz

4.3 Steuerarten

4.3.1 Erfolgsunabhängige Steuern

4.3.2 Erfolgsabhängige Steuern

4.3.2.1 Einkommensteuer

4.3.2.2 Körperschaftsteuer

4.3.2.3 Gewerbesteuer

4.4 Veränderungen der steuerlichen Bemessungsgrundlage

5. Steuern im Investitionskalkül

5.1 Zurechnungsproblematik

5.2 Annahmen

5.3 Herleitung eines einheitlichen Ertragsteuersatzes

5.3.1 Personenunternehmen

5.3.2 Kapitalgesellschaften

6. Methoden der steuerlichen Integration

6.1 Kapitalwertmethode mit ertragsteuerlicher Berücksichtigung

6.2 Modelle mit korrigierter Zahlungsreihe

6.2.1 Basismodell

6.2.1.1 Verfahrensbeschreibung

6.2.1.2 Exemplarische Darstellung

6.2.1.3 Modellbeurteilung

6.2.2 Zinsmodell

6.3 Modelle mit korrigiertem Kalkulationszinsfuß und korrigierter Zahlungsreihe

6.3.1 Standardmodell

6.3.2 Standard- und Zinsmodell im Vergleich

6.3.3 Equity- bzw. Nettomethode

6.3.3.1 Verfahrensbeschreibung

6.3.3.2 Finanzierungsregeln

6.3.3.3 Exemplarische Darstellung

6.3.3.4 Modellbeurteilung

6.4 Modell mit korrigiertem Kalkulationszinsfuß – Bruttomethode

6.4.1 Verfahrensbeschreibung

6.4.2 Modifizierte Bruttomethode

6.4.3 Exemplarische Darstellung

6.4.4 Modellbeurteilung

6.5 Vollständige Finanzpläne

6.5.1 Steuer- und Finanzierungs-Cash Flow

6.5.2 Verfahrensbeschreibung

6.5.3 Exemplarische Darstellung

6.5.4 Modellbeurteilung

7. Das Steuerparadoxon

7.1 Ausgangssituation

7.2 Das Steuerparadoxon im weiteren und im engeren Sinne

7.3 Auflösung im Endwertmodell

7.3.1 Eigenfinanzierung

7.3.2 Fremdfinanzierung

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die steuerlichen Einflüsse auf betriebliche Investitionsentscheidungen und entwickelt Lösungsansätze für deren Integration in gängige Investitionsrechnungsverfahren. Ziel ist es, die Problematik der Steuerbelastung durch verschiedene Modellbeispiele kritisch darzulegen, um eine korrekte und langfristige Gewinnmaximierung zu gewährleisten.

  • Methoden der Investitionsrechnung und deren steuerliche Integration
  • Unterscheidung und Einordnung relevanter Steuerarten
  • Herleitung einheitlicher Ertragsteuersätze für Personenunternehmen und Kapitalgesellschaften
  • Analyse des "Steuerparadoxons" bei verschiedenen Finanzierungsformen
  • Einsatz vollständiger Finanzpläne (VOFI) als Entscheidungsinstrument

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Investitionsbegriff

Zur genauen Betrachtung von Investitionen ist es erforderlich eine Begriffsbestimmung vorzunehmen. In der Literatur existiert keine einheitliche Definition. Es werden dabei verschiedene Blickwinkel zum Investitionsbegriff unterschieden. Investitionen lassen sich sowohl als Vorgang definieren als auch als Zustand. Der für diese Diplomarbeit relevante Vorgang ist der des Zahlungsstromes. Da sich diese Arbeit thematisch mit Investitionskalkülen auseinandersetzt, setzt dieses einen Zahlungsstrom zur Bewertung voraus. Der Zahlungsbestimmende Investitionsbegriff lässt sich wie folgt definieren:

Zahlungsbestimmender Investitionsbegriff

Dieter Schneider charakterisiert die Investition als einen Zahlungsstrom bzw. als einen Vorgang, der mit der Ausgabe von finanziellen Mitteln in das Investitionsobjekt beginnt und im Weiteren Zeitablauf Einnahmen (und auch Ausgaben) erwarten lässt. Durch diesen Strom lassen sich Investitionen in Kalkülen erfassen und bewerten. Analog dazu ist der Begriff der Finanzierung zu sehen. Finanzierung wird als Zahlungsstrom definiert, der mit einer Einnahme (Kreditauszahlung) beginnt und im weiteren Zeitablauf Ausgaben (Zins und Tilgung) erwarten lässt.

Dieser Zahlungsstrom der Investition wird dann in den verschiedenen Methoden der Investitionsrechnung erfasst. Mit dem ermittelten Ergebnis kann dann eine Aussage über die Vorteilhaftigkeit der Investition getroffen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung steuerlicher Aspekte für Investitionsentscheidungen und definiert die Zielsetzung der Arbeit.

2. Unternehmensziele und Investitionskalküle: Dieses Kapitel stellt den Stakeholder- und Shareholder-Ansatz als theoretische Grundlage für unternehmerische Entscheidungen vor.

3. Die betriebliche Investitionsentscheidung: Hier werden die Grundlagen der Investitionsrechnung, klassische Verfahren sowie der Investitionsbegriff umfassend dargestellt.

4. Der steuerliche Einfluss im Unternehmen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über steuerliche Grundlagen, Steuerarten und deren Relevanz für betriebliche Entscheidungen.

5. Steuern im Investitionskalkül: Die Problematik der Zurechnung von Steuern auf Investitionen wird analysiert und ein Ertragsteuersatz hergeleitet.

6. Methoden der steuerlichen Integration: Die Arbeit vergleicht verschiedene Modelle zur Integration von Steuern in Investitionskalküle, insbesondere Kapitalwert- und Endwertmethoden.

7. Das Steuerparadoxon: Das Phänomen, bei dem sich Vorteilhaftigkeiten durch Steuern umkehren können, wird analysiert und mittels Endwertmodellen aufgelöst.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Steuern in der Investitionsanalyse explizit zu berücksichtigen.

Schlüsselwörter

Investitionsrechnung, Steuern, Investitionsentscheidung, Kapitalwertmethode, Ertragsteuern, Unternehmensziele, Vollständige Finanzpläne, Steuerparadoxon, Steuerbelastung, Finanzierung, Gewinnmaximierung, Cash Flow, Nettomethode, Bruttomethode, Steuerrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Integration steuerlicher Auswirkungen in betriebliche Investitionsrechnungsverfahren, um eine präzise Beurteilung der Vorteilhaftigkeit von Investitionsprojekten unter realen steuerlichen Rahmenbedingungen zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die Investitionsrechnung, die betriebliche Steuerlehre, die Herleitung von Ertragsteuersätzen sowie die Analyse verschiedener Modelle zur steuerlichen Integration, wie das Basismodell, das Zinsmodell und die Methode der vollständigen Finanzpläne.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Problematik der Berücksichtigung von Steuern in Investitionskalkülen darzulegen und durch Modellbeispiele Lösungen aufzuzeigen, die eine Einbeziehung der Steuerbelastung in die Vorteilhaftigkeitsberechnung ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor verwendet eine analytische und modellbasierte Vorgehensweise, bei der theoretische Konzepte wie der Stakeholder- und Shareholder-Ansatz mit finanzmathematischen Formeln und beispielhaften Fallrechnungen zur steuerlichen Integration kombiniert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Grundlagen der Investitionsrechnung, die steuerlichen Einflussfaktoren im Unternehmen, die Problematik der Zurechnung von Steuern sowie die konkrete methodische Umsetzung der steuerlichen Integration mittels verschiedener Barwert- und Endwertmodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Investitionsrechnung, Ertragsteuern, Kapitalwertmethode, Vollständige Finanzpläne (VOFI) und Steuerparadoxon definieren.

Was genau ist das im Text beschriebene Steuerparadoxon?

Das Steuerparadoxon bezeichnet das Phänomen, dass sich die Vorteilhaftigkeit einer Investition nach Steuern scheinbar erhöht oder umkehrt, was primär durch die unterschiedliche Handhabung von steuerlichen Effekten und Abschreibungen in verschiedenen Modellen verursacht wird.

Warum sind die "vollständigen Finanzpläne" laut Autor so wichtig?

Vollständige Finanzpläne (VOFI) sind laut Autor besonders vorteilhaft, da sie als dynamische Endwertmodelle flexibler sind, keine einschränkenden Prämissen bezüglich Zinssätzen erfordern und die Finanzstruktur sowie steuerliche Konsequenzen explizit und umfassend in die tabellarische Darstellung einbeziehen.

Excerpt out of 99 pages  - scroll top

Details

Title
Die Berücksichtigung von Steuern in Investitionskalkülen
Subtitle
Darstellung und kritische Würdigung
College
University of Applied Sciences Osnabrück
Grade
1,3
Author
Diplom-Kaufmann Uwe Plesch (Author)
Publication Year
2007
Pages
99
Catalog Number
V84193
ISBN (eBook)
9783638881265
Language
German
Tags
Berücksichtigung Steuern Investitionskalkülen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Kaufmann Uwe Plesch (Author), 2007, Die Berücksichtigung von Steuern in Investitionskalkülen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84193
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