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Zur semantischen Beschaffenheit literarischer Sachbegriffe

Title: Zur semantischen Beschaffenheit literarischer Sachbegriffe

Scientific Essay , 2000 , 12 Pages

Autor:in: Dr. Wolfgang Ruttkowski (Author)

German Studies - Semiotics, Pragmatics, Semantics
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Inhalt
I. Einleitung:
1) Das Problem der Verflechtung von "Halbsynonymen"
2) in verschiedenen Anwendungsbereichen
3) durch Neuschöpfung von Begriffen durch verschiedene Schulen
4) als Verschärfung des allgemeinen Problems geisteswissenschaftlicher Begriffe
Il. Sinnverwandte Begriffe in einer Sprache:
1) "einfache Synonyme"
2) mehrere Versionen eines Begriffs
3) eingegrenzte Bedeutungen
4) pejorative Bedeutungseingrenzung
Ill. Sinnverwandte Begriffe in mehreren Sprachen:
1) einfachster Fall: aus einer Sprachwurzel
2) übersetzte: Akzeptanz von Übersetzungen
3) obskure nachbarsprachliche
4) geographisch und kulturell entlegene und dennoch geläufige
5) falsche Erwartungen an übersetzte Begriffe
6) literarische Sonderbedeutung allgemeinsprachlicher Begriffe
IV Spezielle Probleme:
1) "Echte" Synonyme?
2) Fließende Übergänge zwischen "Fremdworten" und "Lehnworten"
3) Gelegentliche Bevorzugung von Fremdworten und ihre Gründe
4) Das Problem der Auffächerung von Begriffen in Literaturlexika
5) Der Bedeutungswandel von Gattungsnamen
6) Homonyme
(Zuerst als Vortrag vor dem Jap. Germanistenverband, Chuo Daigaku Tokyo, 6.6.1998)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung:

1) Das Problem der Verflechtung von "Halbsynonymen"

2) in verschiedenen Anwendungsbereichen

3) durch Neuschöpfung von Begriffen durch verschiedene Schulen

4) als Verschärfung des allgemeinen Problems geisteswissenschaftlicher Begriffe

Il. Sinnverwandte Begriffe in einer Sprache:

1) "einfache Synonyme"

2) mehrere Versionen eines Begriffs

3) eingegrenzte Bedeutungen

4) pejorative Bedeutungseingrenzung

Ill. Sinnverwandte Begriffe in mehreren Sprachen:

1) einfachster Fall: aus einer Sprachwurzel

2) übersetzte: Akzeptanz von Übersetzungen

3) obskure nachbarsprachliche

4) geographisch und kulturell entlegene und dennoch geläufige

5) falsche Erwartungen an übersetzte Begriffe

6) literarische Sonderbedeutung allgemeinsprachlicher Begriffe

IV Spezielle Probleme:

1) "Echte" Synonyme?

2) Fließende Übergänge zwischen "Fremdworten" und "Lehnworten"

3) Gelegentliche Bevorzugung von Fremdworten und ihre Gründe

4) Das Problem der Auffächerung von Begriffen in Literaturlexika

5) Der Bedeutungswandel von Gattungsnamen

6) Homonyme

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die semantische Verflechtung und die terminologische Unschärfe literaturwissenschaftlicher Sachbegriffe, insbesondere im Kontext mehrsprachiger Lexika. Ziel ist es, die Herausforderungen bei der Abgrenzung und Definition solcher Begriffe aufzuzeigen, die oft als „Halbsynonyme“ in einem komplexen Netzwerk von Entsprechungen existieren.

  • Analyse der terminologischen Problematik in der Literaturwissenschaft
  • Untersuchung von Synonymie und Halbsynonymie innerhalb und zwischen Sprachen
  • Diskussion der Bedeutung von Fremd- und Lehnwörtern in der Fachterminologie
  • Problematisierung der Begriffsauffächerung in Literaturlexika
  • Reflexion über die Willkür und den Bedeutungswandel von Gattungsnamen

Auszug aus dem Buch

I

1) Beim Zusammenstellen der Sachbegriffe für zwei Literaturwörterbücher (zuerst ein dreisprachiges und dann ein siebensprachiges) fiel mir die besonders starke semantische Verflechtung dieser Begriffe auf. Mit "Verflechtung" meine ich ein Netz von "Halbsynonymen", das die säuberliche Abgrenzung und Definition solcher Begriffe erschwert, besonders in mehrsprachigen Lexika. Dieses Problem ist in der japanischen Literaturwissenschaft mindestens so stark ausgeprägt wie in den europäischen, also nichts Neues. Wir machen es uns aber nicht klar, wenn wir nur mit einzelnen Sachbegriffen umgehen. Erst wenn wir diese voneinander abgrenzen müssen, wird es uns bewusst. Beispiel: Wenn wir entscheiden müssen, ob verwandte Begriffe, als Synonyme, unter ein Stichwort gehören, oder ob sie getrennt aufgeführt werden müssen.

2) Das Problem der "Verflechtung" besteht auch für die verschiedenen Anwendungsbereiche literarischer Sachbegriffe in ganz verschiedenem Maße. Besonders charakterisiert es die Begriffe, die Todorov als "historische" bezeichnet (z. B. Gattungs- und Epochennamen). Westliche metrische und rhetorische Begriffe werden von diesem Problem dagegen weniger betroffen und moderne sogen. "systematische" Oberhaupt nicht.

3) Das beste Beispiel für das Dilemma ist der Gattungsbegriff selbst und seine Abgrenzung gegen verwandte Begriffe wie "Genre", „Art", „Typ", "Schreibweise", "Textsorte", "Grundbegriff, -haltung und -struktur". An diesem Beispiel sieht man auch bereits einen Grund für die Sprachverwirrung: jede "Schule" der Germanistik und Linguistik hat den Ehrgeiz, ihre eigenen Begriffe für mehr oder weniger gleiche Phänomene einzufahren. (Das Wort "Grundbegriffe" erinnert sofort an Staiger und die immanente Interpretationsschule; "Textsorte" und "Schreibweise" sind modernere Begriffe etc.) Ich sage nicht, dass diese Begriffe aus verschiedenen Schulen genau das gleiche meinen! Natürlich setzen sie verschiedene Akzente. Und darin liegt eben das Problem. Man kann sich in jedem einzelnen Falle fragen, ob es wirklich notwendig war, neue Begriffe einzuführen, oder ob die herkömmlichen auch gereicht hätten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Problematik der semantischen Verflechtung von "Halbsynonymen" und die Herausforderungen bei der Definition geisteswissenschaftlicher Begriffe.

Il. Sinnverwandte Begriffe in einer Sprache: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Grade der Synonymie innerhalb einer einzelnen Sprache, von einfachen Synonymen bis hin zu pejorativen Bedeutungseingrenzungen.

Ill. Sinnverwandte Begriffe in mehreren Sprachen: Hier werden die Komplikationen bei Entsprechungen über Sprachgrenzen hinweg untersucht, inklusive der Rolle von Übersetzungen und kulturell bedingten Sonderbedeutungen.

IV Spezielle Probleme: Das abschließende Kapitel behandelt fortgeschrittene terminologische Herausforderungen wie Homonyme, das Verhältnis von Fremd- und Lehnwörtern sowie die oft willkürliche Auffächerung von Begriffen in Lexika.

Schlüsselwörter

Literaturterminologie, Literaturwissenschaftliche Sachbegriffe, Mehrsprachige Literaturlexika, Terminologieprobleme, Literatur, Halbsynonyme, Synonymie, Gattungsbegriff, Fremdwörter, Lehnwörter, Semantik, Begriffsabgrenzung, Lexikographie, Sprachvergleich, Literaturtheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die semantische Komplexität und die terminologischen Schwierigkeiten bei der Definition und Abgrenzung literaturwissenschaftlicher Fachbegriffe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Synonymie, die Verwendung von Fachbegriffen in unterschiedlichen Schulen, die Probleme bei der Übersetzung in mehrsprachigen Lexika und die Abgrenzung von Literatur- zu Alltagssprache.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Bewusstsein für die "Verflechtung" von Begriffen zu schärfen, die eine präzise Definition in der Literaturwissenschaft und insbesondere in mehrsprachigen Wörterbüchern erschwert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine sprachanalytische Betrachtungsweise, stützt sich auf Modellfälle und veranschaulicht diese durch grafische Diagramme von Bedeutungsbereichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert sinnverwandte Begriffe innerhalb einer Sprache sowie im Sprachvergleich, diskutiert den Einfluss von "Schulen" auf die Begriffsbildung und problematisiert die Auffächerung von Begriffen in bekannten Literaturlexika.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Literaturterminologie, Halbsynonyme, semantische Verflechtung und mehrsprachige Lexikographie charakterisiert.

Inwiefern beeinflussen verschiedene "Schulen" die Terminologie?

Jede Schule hat laut Autor den Ehrgeiz, eigene Begriffe für ähnliche Phänomene einzuführen, was zu einer unnötigen Sprachverwirrung und zu Überschneidungen führt, die eine klare Definition erschweren.

Warum ist das Problem der Begriffsauffächerung laut Autor so gravierend?

Es führt zu einer unendlichen Vermehrung von Stichwörtern in Lexika, bei der oft die Grenze zwischen notwendiger Differenzierung und willkürlicher Begriffsneuschöpfung überschritten wird.

Warum sind nach Ansicht des Autors Übersetzungen in der Literaturwissenschaft problematisch?

Begriffe sind oft in kulturelle Traditionen eingebettet; eine direkte Übersetzung kann Bedeutungsnuancen verlieren oder zu falschen Erwartungen bei der Anwendung auf ein anderes literarisches System führen.

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Details

Title
Zur semantischen Beschaffenheit literarischer Sachbegriffe
College
Kyoto Sangyo University  (German Department)
Author
Dr. Wolfgang Ruttkowski (Author)
Publication Year
2000
Pages
12
Catalog Number
V8423
ISBN (eBook)
9783638153980
ISBN (Book)
9783638799072
Language
German
Tags
Literaturterminologie literaturw. Sachbegriffe mehrsprachige Literaturlexika Terminologieprobleme Literatur
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GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Wolfgang Ruttkowski (Author), 2000, Zur semantischen Beschaffenheit literarischer Sachbegriffe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8423
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