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Kaufpreisallokation und immaterielle Vermögenswerte nach IFRS

Title: Kaufpreisallokation und immaterielle Vermögenswerte nach IFRS

Seminar Paper , 2007 , 18 Pages

Autor:in: Benjamin Brucker (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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In der heutigen Zeit gewinnen Unternehmenszusammenschlüsse immer mehr an Bedeutung. Das IASB reagierte am 31.03.2004 auf diese Entwicklung, indem sie IAS 22 „Business Combinations“ ersetzte und IFRS 3 „Business Combinations“ verabschiedete. Dieser neue Standard veränderte die bilanzielle Abbildung von Unternehmenszusammenschlüssen von großem Ausmaß, war aber zugleich ein weiterer
Schritt zu einer marktwertorientierten Bilanzierung.1

Grundkonzeption des IFRS 3 ist die Erwerbesmethode. Danach ist in einem ersten Schritt zu klären, wer der Erwerber und wer das erworbene Unternehmen im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses darstellt. In einem nächsten Schritt, ist der Kaufpreis zu ermitteln. Der wichtigste Schritt ist die Vornahme einer sogenannten Kaufpreisallokation, die den Kaufpreis auf die einzelnen Vermögenswerte und Schulden aufteilt. Dabei steht die Identifizierung von bislang nicht bilanzierten und bereits bilanzierten immateriellen Vermögenswerten beim erworbenen Unternehmen im
Mittelpunkt der praktischen Abwicklung.2

In der Vergangenheit kam der Abgrenzung von immateriellen Vermögenswerten vom Goodwill bei einem Unternehmenserwerb keine Große Bedeutung zu. Vielmehr gingen diese, ohne eine gesonderte Ansatzprüfung vorzunehmen, in den Goodwill ein.3 Da IFRS 3 aber keine planmäßige Abschreibung des Goodwills mehr vorsieht, brächte ein Festhalten dieser Vorgehensweise erhebliche Probleme mit sich. Zum einen würde sich die Darstellung der Ertragslage stark verzerren und zum anderen stiege die Gefahr einer außerplanmäßigen Abschreibung des Goodwills, da dieser dann auch verstärkt aus planmäßig abzuschreibender immaterieller Vermögenswerte bestehen würde.4

Zusätzlich kommt es bei IFRS 3 zu weiteren Problembereichen, wie z.B. der unscharf definierte Anwendungsbereich des Standards oder die Goodwillbilanzierung. Diese Problembereiche und auch Inkonsistenzen innerhalb der Ansatzkriterien oder Bewertungsregeln für Vermögenswerte und Schulden werden im Rahmen des Business Combinations Projekt Phase II diskutiert, welches kurz vor der Verabschiedung steht.5

Excerpt


Struktur der Arbeit

1 Problemstellung

2 Vorbereitende Maßnahmen einer Kaufpreisallokation im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses

2.1 Ermittlung des Erwerbers und des Erwerbszeitpunktes

2.2 Feststellung und Zusammensetzung des Kaufpreises

3 Identifikation aller Vermögenswerte und Schulden

3.1 Allgemeine Ansatz- und Bewertungsregeln

3.2 Ansatz von materielle Vermögenswerte und Schulden

3.3 Ansatzkriterien für immateriellen Vermögenswerte

3.3.1 Grundlagen

3.3.2 Identifizierbarkeit immaterieller Vermögenswerte

3.3.3 Zuverlässige Bewertbarkeit

3.3.4 Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Nutzenzuflusses

3.4 Eventualverbindlichkeiten

3.5 Restrukturierungsrückstellung und Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge

4 Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Seminararbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die methodischen Anforderungen und Herausforderungen der Kaufpreisallokation bei Unternehmenszusammenschlüssen gemäß IFRS 3, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Identifizierung und Bewertung immaterieller Vermögenswerte liegt.

  • Methodik der Kaufpreisermittlung nach IFRS 3
  • Identifikationskriterien für immaterielle Vermögenswerte
  • Bewertungsverfahren für Vermögenswerte und Schulden im Erwerbszeitpunkt
  • Bilanzierung von Eventualverbindlichkeiten und Rückstellungen
  • Herausforderungen bei der Abgrenzung von Goodwill

Auszug aus der Seminararbeit

3.3.2 Identifizierbarkeit immaterieller Vermögenswerte

Ein immaterieller Vermögenswert ist nach IFRS 3.46 i. V. m. IAS 38.12 dann identifizierbar, wenn er vom Goodwill separiert werden kann (Separierbarkeit) oder auf einem vertraglichen oder gesetzlichen Recht (vertragliches oder gesetzliches Recht-Kriterium) beruht.34

Unter Separierbarkeit wird gemäß IFRS 3.46(a) verstanden, dass der immaterielle Vermögenswert einzeln oder in Verbindung mit anderen Vermögenswerten abgesondert (z.B. verkauft, vermietet, lizenziert oder getauscht) werden kann.35 Zu beachten ist, dass eine Separierbarkeit bei einer internen Verwertbarkeit (z.B. in der Produktion) nicht gegeben ist, vielmehr muss auf eine externe Verwertbarkeit abgestellt werden.36

Wird das Kriterium der Separierbarkeit nicht erfüllt, wird ein immaterieller Vermögenswert dennoch gesondert angesetzt, wenn er auf einem vertraglichen oder gesetzlichen Recht beruht. Dabei ist es IFRS 3.46(b) zufolge unerheblich, ob dieses Recht separierbar oder transferierbar ist. Beispiele für einen immateriellen Vermögenswert, der auf einem vertraglichen oder gesetzlichen Recht beruht, sind Lizenzen, Leasingverträge oder Markenzeichen.37

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Bedeutung von Unternehmenszusammenschlüssen und die zentrale Rolle der Kaufpreisallokation nach IFRS 3 zur marktwerorientierten Bilanzierung.

2 Vorbereitende Maßnahmen einer Kaufpreisallokation im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses: Hier werden die Bestimmung des Erwerbers, des Erwerbszeitpunkts sowie die Ermittlung und Zusammensetzung des Kaufpreises behandelt.

3 Identifikation aller Vermögenswerte und Schulden: Dieses Kapitel analysiert die allgemeinen Ansatzregeln, die spezifische Identifizierung materieller und immaterieller Vermögenswerte sowie den Umgang mit Rückstellungen.

4 Thesenförmige Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer prägnanten, punktuellen Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse zur Kaufpreisallokation und den damit verbundenen Ansatzkriterien.

Schlüsselwörter

Kaufpreisallokation, IFRS 3, Unternehmenszusammenschluss, immaterielle Vermögenswerte, Goodwill, Badwill, Erwerbsmethode, Fair Value, Identifizierbarkeit, Neubewertungsbilanz, Ansatzkriterien, Eventualverbindlichkeiten, Restrukturierungsrückstellung, latente Steuern

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die bilanzielle Behandlung von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3, insbesondere die Verteilung des Kaufpreises auf die erworbenen Vermögenswerte und Schulden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Kaufpreisallokation, die Bewertung zum Fair Value sowie die spezifischen Ansatzkriterien für materielle und immaterielle Vermögenswerte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Prozess der Identifizierung und Bewertung von Vermögenswerten beim Unternehmenskauf unter IFRS-Rechnungslegung systematisch darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die auf den geltenden IFRS-Standards und der einschlägigen Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorbereitung der Kaufpreisallokation, die detaillierte Prüfung von Ansatzkriterien für verschiedene Asset-Klassen und die Diskussion von Problembereichen wie Rückstellungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kaufpreisallokation, IFRS 3, Goodwill, Fair Value, Identifizierbarkeit und immaterielle Vermögenswerte sind die prägenden Begriffe.

Was unterscheidet die Identifizierung von immateriellen Vermögenswerten von materiellen?

Immaterielle Vermögenswerte müssen zusätzlich zum allgemeinen Ansatzkriterium das Kriterium der Identifizierbarkeit erfüllen, also separierbar sein oder auf vertraglichen/gesetzlichen Rechten basieren.

Welche Rolle spielt das "probable-Kriterium" bei immateriellen Vermögenswerten?

Nach IAS 38.12 wird das probable-Kriterium im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen stets als erfüllt angesehen, was die Hürde für eine Aktivierung senkt.

Wie wird mit einem negativen Unterschiedsbetrag (Badwill) umgegangen?

Entsteht ein Badwill, müssen die Bewertungen erneut geprüft werden. Bleibt der negative Betrag bestehen, ist dieser erfolgswirksam zu vereinnahmen.

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Details

Title
Kaufpreisallokation und immaterielle Vermögenswerte nach IFRS
College
University of Hohenheim
Author
Benjamin Brucker (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V84280
ISBN (eBook)
9783638002547
ISBN (Book)
9783640328628
Language
German
Tags
Kaufpreisallokation Vermögenswerte IFRS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Brucker (Author), 2007, Kaufpreisallokation und immaterielle Vermögenswerte nach IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84280
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