Basel II - Hintergrund, Inhalt und Anforderungen an die Kreditinstitute


Seminararbeit, 2004

19 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung

2. Hintergründe
2.1 Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht
2.2 Basel I
2.3 Ziele von Basel II

3. Inhalt
3.1 Säule 1 : Mindestkapitalanforderungen
3.1.1 Operationelles Risiko
3.1.2 Kreditrisiko
3.1.2.1 Standardansatz
3.1.2.2 IRB-Basisansatz
3.1.2.3 Fortgeschrittener Ansatz
3.2 Säule 2 : Aufsichtliches Überprüfungsverfahren
3.3 Säule 3 : Marktdisziplin

4. Anforderungen an die Kreditinstitute
4.1 Anforderungen für das interne Rating
4.2 Anforderungen an die Mitarbeiter

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Eidesstattliche Erklärung

Abbildungsverzeichnis

Abb.1: aktueller Grundsatz I der Kreditvergabe

Abb.2 : Formel zur Berechnung des erforderlichen Eigenkapitals

Abb.3: Formel zur Berechnung der EK-anforderungen

Abb. 4 Faktoren zur Berechnung von EK-Unterlegung bei Standardansatz (operationales Risiko) für jedes Geschäftsfeld

Abb.5 Risikogewichte nach dem Standardansatz

Abb.6 Anforderung vs. EK-unterlegung beim Kreditrisiko

1. Einführung

1.1. Problemstellung

Banken spielen eine wichtige Rolle in modernen Volkswirtschaften. Dabei müssen sie verschiedene Risiken beachten (Markt-, Kredit- und Operationelles Risiko). Denn die Insolvenz einer Bank kann zu einer Instabilität im Finanzsektor führen[1]. Darum wurde vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht zuerst 1988 Basel I und 1999 mit dem ersten Konsultationspapier Basel II auf den Weg gebracht um so etwas zu verhindern. Natürlich ist der Aufwand des neuen Akkords, größer als bei Basel I, allerdings wird der Vorteil den dieser mit sich bringt als wesentlich höher betrachtet[2].

Ziel dieser Arbeit ist es herauszustellen, warum es eine neue Eigenkapitalverordnung geben muss, was der Inhalt von Basel II ist und was die Banken zu tun haben, um die neuen Regelungen umzusetzen. Besonders herausgestellt werden soll der „Fortgeschrittene Ansatz“ zur Berechnung des Kreditrisikos, da dieser für die Banken am wichtigsten sein wird. Weiterhin sollen auch die Anforderungen an die Kreditinstitute, einen wichtigen Teil dieser Arbeit einnehmen. Dabei geht es um die Anforderungen der Banken selbst für das interne Rating und an die Mitarbeiter, die direkt mit den kreditnehmenden Kunden zu tun haben. Ein Thema, welches in dieser Arbeit aber vernachlässigt werden soll, ist das des Marktrisikos. Da sich bei der Berechnung des Marktrisikos im Vergleich zu Basel I nichts verändert hat.

1.2 Gang der Untersuchung

Im zweiten Kapitel wird begonnen mit den Hintergründen von Basel II. Es wird zunächst der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht vorgestellt, der die neue Eigenkapitalvereinbarung auf den Weg gebracht hat. Danach geht es dann um Basel I und die Ziele, die mit Basel II verfolgt werden sollen. In Kapitel 3 werden die drei Säulen von Basel II beschrieben. In der ersten Säule geht es um die drei Risikoarten, die bei dem neuen Akkord betrachtet werden und die drei Ansätze zur Berechnung des Kreditrisikos (Standardansatz, IRB-Basisansatz, fortgeschrittener Ansatz).

Weiterhin wird die zweite und dritte Säule (Aufsichtliches Überprüfungsverfahren, Martdisziplin) betrachtet. In Kapitel 4 geht es um die Anforderungen der Kreditinstitute und deren Mitarbeiter, die diese zu erfüllen haben um Basel II umzusetzen. Im 5. und letzten Kapitel wird dann noch mal ein Fazit gezogen.

2. Hintergründe

2.1. Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht wurde 1975 von den Zentralbankpräsidenten der G10 Staaten gegründet[3]. Er ist bei der 1930 in Basel gegründet Bank für internationalen Zahlungsausgleich ( Bank for international Settlements ( BIS )) angesiedelt. Mitglieder dieses Ausschusses sind die Vertreter der Zentralbanken, sowie die nationalen Aufsichtsbehörden der Gründerstaaten, aber auch Luxemburgs und der Schweiz. Die Treffen finden drei bis vier Mal jährlich statt. Dieses Gremium hat zur Aufgabe das Bankenrecht international zu standardisieren und die Qualität der Bankenaufsicht weltweit zu verbessern[4]. Die „Vorgaben“ des Komitees sind aber nur Empfehlungen: Außer international tätigen Banken muss keine Bank diesen nachkommen. Jedoch wird in der Europäischen Union Basel II für jedes Kreditinstitut zum großen Teil verbindlich sein, denn durch die EU-Richtlinien müssen sie auch im nationalen Aufsichtsrecht angewendet werden. Trotz der Freiwilligkeit wird der Standard aber in vielen anderen Ländern genutzt.

2.2 Basel I

Die erste Baseler Eigenkapitalvereinbarung wurde 1988 eingeführt, weil es immer mehr Insolvenzen unter den Kreditnehmern gab und somit das Eigenkapital der Kreditinstitute bedrohlich sank. Es sollte also die Eigenkapitalausstattung der Banken auf einem angemessenen Niveau gehalten werden. Um dies zu garantieren, wurde ein einfacher Ansatz gebildet, der nur quantitative Faktoren mit einbezieht. Die Banken sollten nicht in ihrer individuellen Risikosteuerung eingeschränkt werden.

Die Kreditinstitute müssen nach Basel I, mindestens 8% ihrer Risikoaktiva, als Eigenkapital (EK) halten[5]. Allerdings gibt verschiedene Gewichtungsklassen, bei denen je nach Risikogehalt der Aktiva unterschieden wird.

Abb. 1: aktueller Grundsatz I der Kreditvergabe

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: in Anlehnung an: Keiner, Thomas : Rating für den Mittelstand, 2001, S.25

Demzufolge wird die Eigenkapitalunterlegung nach der folgenden Formel berechnet:

Abb.2: Formel zur Berechnung des erforderlichen Eigenkapitals

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: o.V , http://de.wikipedia.org/wiki/Basel_I , 2004

Eine Bank muss also für ein Kredit an Unternehmen über 500.000 Euro eine EK von 40.000 Euro halten. Dagegen bei einem Kredit über die gleiche Höhe an eine inländischen Bank nur 8.000 Euro. Aufgrund dessen kommt es auch zu unterschiedlich hohen Zinsen, die bei solchen Kreditgeschäften anfallen.

2.3 Ziele von Basel II

Mit Basel II soll all jenes erreicht werden, was an Basel I kritisiert wurde. Zum einen werden bei Basel I Methoden zur Senkung des Risikos für Kreditinstitute nicht unterstützt. Weiterhin spiegeln die Eigenkapitalunterlegungen bei den Banken nur sehr schlecht die tatsächlich eingegangenen Risiken wieder. Mit dem neuen Akkord sollen diese Schwächen beseitigt werden. Zur Berechnung des Kredit- und des operationellen Risikos gibt es verschiedene Ansätze, die je nachdem was die Bank für Ansprüche hat, standardisiert, oder aber durch bankinterne Verfahren verfeinert sind[6]. Die Berechnung des Marktrisikos wird aus dem alten Akkord übernommen. D.h. für weniger kreditwürdigere Kunden muss mehr EK gehalten werden und für Kunden mit sehr guter Bonität jedoch weniger. Im Großen und. Ganzen soll das Eigenkapitalniveau der Banken, aber erhalten bleiben[7].

3. Inhalt

3.1 Säule 1: Mindestkapitalanforderungen

In diesem Abschnitt sollen alle Berechnungen für die Mindestkapitalanforderungen des Kredit-, Markt- und operationellen Risikos aufgezeigt werden. Das operationale Risiko war in Basel I nicht beinhaltet, während die anderen beiden dort schon verwendet worden sind. Der Mindestkapitalkoeffizient liegt auch hier weiterhin bei 8%. Die neue Formel zur Berechnung der Mindestkapitalanforderung sieht somit folgendermaßen aus.

[...]


[1] Groh, Martin, Bankenaufsicht, 2003

[2] ebenda

[3] Vgl. Hückmann, Carolin: Kreditrating, 2003, S.23f

[4] BIS, History of Basel Committee, 2004, S.1

[5] Vgl. Tietmeyer, Hans/ Rolfes, Bernd: 2002, S.16ff

[6] Dt. Bundesbank, Monatsbericht, 2004, S.75

[7] Matthias Groh, Bankenaufsicht, 2003

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Basel II - Hintergrund, Inhalt und Anforderungen an die Kreditinstitute
Hochschule
Fachhochschule Wedel
Note
2,3
Autor
Jahr
2004
Seiten
19
Katalognummer
V84295
ISBN (eBook)
9783638002639
Dateigröße
593 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Basel, Hintergrund, Inhalt, Anforderungen, Kreditinstitute
Arbeit zitieren
Dennis Piepjunge (Autor), 2004, Basel II - Hintergrund, Inhalt und Anforderungen an die Kreditinstitute, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84295

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