Banken spielen eine wichtige Rolle in modernen Volkswirtschaften. Dabei müssen
sie verschiedene Risiken beachten (Markt-, Kredit- und Operationelles Risiko).
Denn die Insolvenz einer Bank kann zu einer Instabilität im Finanzsektor führen1.
Darum wurde vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht zuerst 1988 Basel I und
1999 mit dem ersten Konsultationspapier Basel II auf den Weg gebracht um so etwas
zu verhindern. Natürlich ist der Aufwand des neuen Akkords, größer als bei Basel I,
allerdings wird der Vorteil den dieser mit sich bringt als wesentlich höher betrachtet2.
Ziel dieser Arbeit ist es herauszustellen, warum es eine neue Eigenkapitalverordnung
geben muss, was der Inhalt von Basel II ist und was die Banken zu tun haben, um die
neuen Regelungen umzusetzen. Besonders herausgestellt werden soll der
„Fortgeschrittene Ansatz“ zur Berechnung des Kreditrisikos, da dieser für die
Banken am wichtigsten sein wird. Weiterhin sollen auch die Anforderungen an die
Kreditinstitute, einen wichtigen Teil dieser Arbeit einnehmen. Dabei geht es um die
Anforderungen der Banken selbst für das interne Rating und an die Mitarbeiter, die
direkt mit den kreditnehmenden Kunden zu tun haben. Ein Thema, welches in dieser
Arbeit aber vernachlässigt werden soll, ist das des Marktrisikos. Da sich bei der
Berechnung des Marktrisikos im Vergleich zu Basel I nichts verändert hat.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Hintergründe
2.1 Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht
2.2 Basel I
2.3 Ziele von Basel II
3. Inhalt
3.1 Säule 1: Mindestkapitalanforderungen
3.1.1 Operationelles Risiko
3.1.2 Kreditrisiko
3.1.2.1 Standardansatz
3.1.2.2 IRB-Basisansatz
3.1.2.3 Fortgeschrittener Ansatz
3.2 Säule 2: Aufsichtliches Überprüfungsverfahren
3.3 Säule 3: Marktdisziplin
4. Anforderungen an die Kreditinstitute…
4.1 …für das interne Rating
4.2 …an die Mitarbeiter
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe, Inhalte und regulatorischen Anforderungen von Basel II an Kreditinstitute, wobei der Fokus insbesondere auf den Methoden zur Berechnung des Kreditrisikos sowie den notwendigen organisatorischen und personellen Anpassungen in Banken liegt.
- Grundlagen der Baseler Eigenkapitalvereinbarungen (Basel I und II)
- Struktur der drei Säulen von Basel II
- Methoden zur Berechnung des Kreditrisikos (Standardansatz vs. interne Ratings)
- Anforderungen an das operationelle Risikomanagement
- Implikationen für Kreditinstitute und deren Mitarbeiter
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Kreditrisiko
Kreditrisiko ist das Risiko, das der Kreditnehmer vor der vollständigen Zurückzahlung in die Insolvenz geht. Das bedeutet, dass die Höhe des zu unterlegenden Eigenkapitals in diesem Falle von der Bonität des Schuldners abhängt13. Je nach Bonität wird dem Kreditnehmer ein Faktor zugewiesen. Bei Basel I war dieser Faktor noch etwas „steif“. Doch nach Basel II kann das Kreditrisiko individueller auf den Kunden abgestimmt werden. Zur Messung des Kreditrisikos gibt es zwei Ansätze. Den Standardansatz und den Ansatz des internen Ratings.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Das Kapitel erläutert die Relevanz des Bankensektors für die Stabilität moderner Volkswirtschaften und definiert das Ziel der Arbeit, die neuen Eigenkapitalregelungen von Basel II zu analysieren.
2. Hintergründe: Hier werden der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht sowie der historische Kontext von Basel I und die grundlegenden Zielsetzungen der Neuregelungen beschrieben.
3. Inhalt: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert die drei Säulen von Basel II, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Berechnung des Kreditrisikos sowie des operationellen Risikos liegt.
4. Anforderungen an die Kreditinstitute…: Das Kapitel beleuchtet die praktischen Konsequenzen von Basel II für Banken, insbesondere im Hinblick auf interne Ratingverfahren und die notwendige Qualifizierung des Personals.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Auswirkungen der neuen Regeln zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die erhöhte Standardisierung und Risikodifferenzierung langfristig den Bankensektor stabilisieren.
Schlüsselwörter
Basel II, Kreditrisiko, Eigenkapital, Bankenaufsicht, Baseler Ausschuss, Internes Rating, Standardansatz, IRB-Basisansatz, Fortgeschrittener Ansatz, Operationelles Risiko, Marktdisziplin, Aufsichtliches Überprüfungsverfahren, Bonität, Risikogewichtung, Eigenkapitalunterlegung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Anforderungen und Inhalten des regulatorischen Rahmenwerks "Basel II" und dessen Einfluss auf Kreditinstitute.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind die drei Säulen von Basel II, Methoden zur Risikoberechnung sowie die organisatorischen Anpassungen innerhalb der Kreditinstitute.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Notwendigkeit der neuen Eigenkapitalverordnung zu erläutern, ihren Inhalt darzustellen und aufzuzeigen, wie Banken die Regelungen umsetzen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven Darstellung der Regulierungsansätze des Baseler Ausschusses.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die drei Säulen von Basel II: Mindestkapitalanforderungen, aufsichtliches Überprüfungsverfahren und Marktdisziplin.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Basel II, Kreditrisiko, Eigenkapital, internes Rating und Bankenaufsicht.
Was unterscheidet den IRB-Basisansatz vom fortgeschrittenen Ansatz?
Beim IRB-Basisansatz müssen Banken primär die Ausfallwahrscheinlichkeit schätzen, während sie beim fortgeschrittenen Ansatz auch den LGD (Loss Given Default) und EAD (Exposure at Default) selbst bestimmen müssen.
Welche Rolle spielt der Mittelstand unter Basel II?
Für den Mittelstand ändert sich zwar das Umfeld, jedoch haben Unternehmen die Möglichkeit, auf ein Rating zu verzichten, um weiterhin unter dem bestehenden System zu agieren.
Wie hat sich die Berechnung des Marktrisikos durch Basel II verändert?
Das Marktrisiko wird laut Arbeit unverändert aus dem alten Akkord (Basel I) übernommen, weshalb es in dieser Untersuchung vernachlässigt wurde.
- Quote paper
- Dennis Piepjunge (Author), 2004, Basel II - Hintergrund, Inhalt und Anforderungen an die Kreditinstitute, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84295