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Eltern- und Familienbildung

Titel: Eltern- und Familienbildung

Seminararbeit , 2002 , 14 Seiten , Note: 2

Autor:in: Belinda Johnson (Autor:in)

Pädagogik - Erwachsenenbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Lebensplanung und Lebensgestaltung bieten jungen Erwachsenen heutzutage viele unterschiedliche Optionen. Die eigene Berufstätigkeit und Berufskarriere, und, in diesem Zusammenhang, Wohlstand und Konsum, werden nicht selten zum Lebensziel. Aber auch die Planung und Gestaltung der Freizeit genießt einen immer höheren Stellenwert. Partnerschaft und insbesondere Elternschaft stehen in ständigem Konkurrenzkampf zu diesen in unserer Gesellschaft so wichtig gewordenen Lebenszielen. Hinzu kommt, dass der jungen Elterngeneration Alternativen zur Verfügung stehen, die einige Generationen zuvor nicht vorhanden oder gesellschaftlich sehr schwer zu verwirklichen waren, z.B. haben Eltern die Möglichkeit, in einer nichtehelichen Gemeinschaft zu leben, Kinder alleine zu erziehen oder Verantwortung für Kinder im Sinne sozialer Elternschaft (also für ein nicht leibliches Kind) zu übernehmen, auf eine Berufskarriere zu Gunsten der Familie zu verzichten oder umgekehrt. Kurz gesagt: Alles ist möglich, und vielleicht erscheint die Lebensplanung und -gestaltung deshalb heute schwieriger als je zuvor. Schon allein die Wahl des Ausbildungsberufs stellt junge Menschen nicht selten vor eine Entscheidung, die sie überfordert. Doch dass Ausbildung notwendig und wichtig ist, darüber wird kaum noch diskutiert. Deshalb müsste es doch verwundern, dass der wichtigste gesellschaftliche Produktionsprozess, nämlich die Erziehung der Kinder in der Familie, von "Laien" betrieben wird. Eine Ausbildungsvoraussetzung für Elternschaft gibt es in unserer Gesellschaft nicht. Die Elternrolle ist eine Ungelerntenrolle, die die emotional tief verwurzelte Einstellung und gesellschaftliche Selbstverständlichkeit bezeichnet. Auf Unverständnis stößt man, wenn man diese Selbstverständlichkeit in Frage stellt. Oft hört man von Eltern den Satz: "Ich bin doch auch ein ordentlicher Mensch geworden, ohne, dass meine Eltern erziehen gelernt haben! Kleine Reibereien gibt es immer mal, wozu also Erziehen und Familie Leben lernen?" Selbst als starker Befürworter der Familienbildung hat man einer solchen Argumentation zunächst wenig entgegenzusetzen. Schließlich ist es ein Faktum, dass auch ohne Familienbildung Kinder erzogen wurden und werden, und dass Familie gelebt wird. Die zentrale Frage zu diesem Thema ist doch viel mehr, mit welcher Qualität erzogen wird und auf welche anthropologischen und gesellschaftspolitischen Zielvorstellungen hin dies getan wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Warum Elternbildung?

2. Die drei Grundformen: Beratung, Bildung, Behandlung

2.1. Die Beratung

2.2. Die Elternbildung

2.3. Die Elternbehandlung

3. Familienbildung in Einrichtungen

4. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Feld der Eltern- und Familienbildung als notwendige Unterstützung für moderne Erziehungsverantwortung. Sie hinterfragt, warum trotz der zentralen gesellschaftlichen Bedeutung der Kindererziehung eine fundierte Ausbildung für die Elternrolle fehlt, und beleuchtet die verschiedenen institutionellen und methodischen Ansätze, um Familien präventiv in ihrem Alltag zu stärken.

  • Die Notwendigkeit und gesellschaftliche Einordnung von Familienbildung.
  • Differenzierung zwischen Elternberatung, Elternbildung und Elternbehandlung.
  • Präventive Ansätze der Familienbildung in sozialen Einrichtungen.
  • Anforderungen an ein bedarfsgerechtes Familienbildungsangebot.
  • Die Bedeutung der Förderung von Handlungskompetenzen im Familienalltag.

Auszug aus dem Buch

2. Die drei Grundformen: Beratung, Bildung, Behandlung

Nun ist es allerdings schwierig, den Begriff der Elternbildung für sich alleine zu definieren. Die Hilfe für Eltern lässt sich nach Bäuerle in drei Grundformen teilen: Elternbildung, Elternberatung und Elternbehandlung. Der zweite Katalog des Fachausschusses Jugendwohlfahrt beim Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt, der sich zum einen auf den gesetzlichen Auftrag des Jugendamtes bezieht, „die notwendigen Hilfen zur Erziehung für einzelne Minderjährige dem jeweiligen Bedarf entsprechend rechtzeitig und ausreichend zu gewähren (§ 6 JWG)“, enthält auch die folgenden Punkte, die sich auf die Hilfe für Eltern beziehen.

Diese drei Grundformen der Elternarbeit haben gemein, dass sie jeweils auf verschiedene Weise versuchen, bei den Eltern Lernprozesse auszulösen. Solche Bildungshilfen für Eltern sind in der heutigen Gesellschaft, die immer noch den Versuch unternimmt, den Übergang von einer teilweise noch unbewussten, weitgehend gefühlsbedingten, durch Tradition gesicherten alten Erziehungshaltung zu einer bewussten, rationalen und auf Erfahrungsaustausch aufgebauten modernen Erziehung zu gestalten, ständig aktuell. Elternbildung und Elternberatung unterscheiden sich bei dieser Hilfe weniger durch den Inhalt, denn durch die Verfahrensweise.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Warum Elternbildung?: Dieses Kapitel beleuchtet den Wandel der Lebensentwürfe und die damit einhergehende Herausforderung, die erzieherische Kompetenz in einer modernen Gesellschaft sicherzustellen.

2. Die drei Grundformen: Beratung, Bildung, Behandlung: Es wird eine systematische Differenzierung der Hilfsangebote vorgenommen, um die unterschiedlichen Verfahrensweisen und Zielsetzungen bei der Elternunterstützung abzugrenzen.

2.1. Die Beratung: Das Kapitel definiert den Begriff der Beratung im Kontext der Jugend- und Sozialhilfe und ordnet dessen Stellenwert als Orientierungs- und Entscheidungshilfe ein.

2.2. Die Elternbildung: Hier wird der Charakter der Elternbildung als vorbereitende und berufsbegleitende Bildungsmaßnahme herausgestellt, die ein ganzheitliches Verständnis von Erziehung vermitteln soll.

2.3. Die Elternbehandlung: Dieses Kapitel ordnet die therapeutisch ausgerichtete Hilfe als ergänzende Maßnahme ein, die über den sozialpädagogischen Bereich hinausgeht.

3. Familienbildung in Einrichtungen: Die Ausführungen analysieren aktuelle Studien und präventive Ansätze, wie Familienbildung bedarfsgerecht in bestehenden sozialen Strukturen verankert werden kann.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Familienbildung ein dynamisches, weit gefächertes Feld bleibt, für das es keine universelle Einheitsmethode gibt.

Schlüsselwörter

Elternbildung, Familienbildung, Erziehung, Beratung, Prävention, Sozialpädagogik, Elternrolle, Jugendhilfe, Handlungskompetenz, Familienpolitik, Elternberatung, Erwachsenenbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Konzeption und der praktischen Umsetzung von Eltern- und Familienbildungsangeboten im Kontext moderner gesellschaftlicher Anforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Abgrenzung verschiedener Hilfsformen (Beratung, Bildung, Behandlung), die Rolle der Prävention sowie die strukturelle Einbindung dieser Angebote in soziale Einrichtungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Eltern bei ihrer anspruchsvollen Erziehungsaufgabe durch gezielte Bildungs- und Beratungsangebote unterstützt werden können, um Handlungskompetenzen im Familienalltag zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse bestehender Konzepte, rechtlicher Grundlagen (wie § 16 SGB VIII) und die Auswertung relevanter Fachstudien zum Thema Familienbildung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Kategorien der Elternarbeit definiert, die theoretischen Unterschiede zwischen Beratung und Bildung herausgearbeitet und präventive Ansätze in der institutionellen Familienarbeit untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Elternbildung, Prävention, Erziehungsverantwortung, Sozialpädagogik und Familienpolitik charakterisiert.

Wie unterscheidet sich Elternbildung von Elternberatung?

Während die Beratung sich meist auf gezielte Problemstellungen und Ausschnitte der Erziehung fokussiert, zielt die Elternbildung auf eine ganzheitliche Betrachtung und die Vermittlung eines fundamentalen Grundverständnisses für Erziehung ab.

Warum wird Familienbildung als präventiv eingestuft?

Sie gilt als präventiv, da sie proaktiv Handlungskompetenzen vermittelt, bevor akute familiäre Probleme entstehen, und Familien in ihrem Alltag sowie in ihrer Selbsthilfe stärkt.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eltern- und Familienbildung
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Pädagogik)
Veranstaltung
Familienseminar: Theoretische Konzepte und Praxis von Eltern- und Familienbildung
Note
2
Autor
Belinda Johnson (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
14
Katalognummer
V8432
ISBN (eBook)
9783638154062
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eltern- Familienbildung Familienseminar Theoretische Konzepte Praxis Eltern- Familienbildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Belinda Johnson (Autor:in), 2002, Eltern- und Familienbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8432
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Leseprobe aus  14  Seiten
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