Eventmarketing kann einen großen Beitrag zum Reputationsmanagement von Unternehmen und Organisationen leisten. Das Kommunikationsinstrument „Event“ ermöglicht innovative Wege im Dialog mit den Stakeholdern. Da immer mehr Unternehmen und Non Profit-Organisationen die Begriffe CSR oder Nachhaltigkeit in ihrem Leitbild verankern, wird in der gegenständlichen Arbeit überprüft, in wie weit das Prinzip der Nachhaltigkeit, im Sinne von ökologischer, ökonomischer und sozialer Verantwortung, in der Eventkommunikation umgesetzt wird.
Aufbauend auf der Literaturrecherche werden Begrifflichkeiten definiert, die in der Folge für die Auswertung der Experteninterviews herangezogen werden. Für die vorliegende wissenschaftliche Untersuchung werden Unternehmen/Organisationen ausgewählt, die auf Grund ihres Tätigkeitsfeldes von der Gesellschaft sehr eng mit ökologischer, ökonomischer und sozialer Verantwortung in Verbindung gebracht werden. Das Ergebnis der qualitativen Forschung zeigt, dass sowohl Eventkommunikation als auch Nachhaltigkeit, im Sinne des triadischen Sustainability-Ansatzes, bei allen befragten Personen der Unternehmen/Organisationen von hoher Bedeutung ist. Die aktive Umsetzung der Nachhaltigkeitsgrundsätze im Eventmanagement findet nur in den Bereichen Soziales und Ökonomie statt. Der ökologische Aspekt wird kaum berücksichtig.
Bei der Beantwortung der Fragen zur Nachhaltigkeit in Verbindung mit Kommunikation werden die beiden Definitionen von „nachhaltig“ vermischt. Die Ziele von nachhaltiger Kommunikation werden von den Befragten in Verbindung mit der ökologischen, ökonomischen und sozialen Verantwortung des Unternehmens/Organisation gebracht. Nachhaltigkeit in der Eventkommunikation wird mit der Definition von lang andauernd assoziiert. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist in der Eventkommunikation nicht ausreichend verankert.
Bei den befragten Unternehmen und Organisationen zeigen sich unterschiedliche Räume für Verbesserungen auf. Auf Basis der Untersuchungsergebnisse lassen sich Konzepte ausarbeiten, um den nachhaltigen Gedanken verstärkt in das Eventmanagement einzubauen und dadurch die Reputation zu erhöhen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Zielsetzung der Arbeit
1.2. Übersicht Arbeitsschritte
2. Literaturrecherche und Stand des Wissens
2.1. Begriffsdefinitionen
2.1.1. Eventkommunikation und Eventmanagement
2.1.2. Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility
2.1.2.1. Nachhaltigkeit
2.1.2.2. Corporate Social Responsibility
2.1.3. Nachhaltigkeitskommunikation
2.1.4. Nachhaltige Eventkommunikation
2.1.5. Nachhaltige Eventkultur
2.2. Planungsprozess im Eventmanagement
2.2.1. Situationsanalyse
2.2.2. Eventziele
2.2.3. Zielgruppen
2.2.4. Strategie
2.2.5. Maßnahmenplanung und Budgetierung
2.2.6. Erfolgskontrolle
2.3. Literatur zu nachhaltigem Eventmanagement
3. Hypothesen
4. Systemabgrenzung
4.1. Sachliche Systemabgrenzung
4.2. Räumliche Systemabgrenzung
4.3. Zeitliche Systemabgrenzung
5. Untersuchungsmethode
5.1. Methodische Vorgangsweise
5.2. Auswahl der Untersuchungsgruppen
5.3. Datenerhebung
5.4. Befragungsablauf
6. Untersuchungsergebnisse der empirischen Erhebung
6.1. Demographie der Befragten
Fazit Kapitel 6.1.
6.2. Stellenwert von Eventkommunikation in den befragten Unternehmen/Organisationen
Fazit Kapitel 6.2.
6.3. Planungsprozess im Eventmanagements in den befragten Unternehmen/Organisationen
Fazit Kapitel 6.3.
6.4. Reputationsfaktoren der befragten Unternehmen/Organisationen
6.4.1. Unternehmenskompetenzen und Reputation
6.4.2. Nachhaltigkeit
Fazit Kapitel 6.4.
6.5. Nachhaltige Eventkommunikation in den befragten Unternehmen/Organisationen
6.5.1. Ökologische Dimension
6.5.2. Ökonomische Dimension
6.5.3. Soziale Dimension
6.5.4. Drei-Säulen-Modelle der befragten Unternehmen/Organisationen
Fazit Kapitel 6.5.
7. Schlussfolgerungen und weitere Forschungsnotwendigkeiten
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwieweit das Prinzip der Nachhaltigkeit – in Form der ökologischen, ökonomischen und sozialen Verantwortung – in der Eventkommunikation von Unternehmen und Organisationen umgesetzt wird, um auf dieser Basis Handlungsempfehlungen zur Reputationssteigerung abzuleiten.
- Stellenwert von Eventmarketing und Eventkommunikation
- Integration von Corporate Social Responsibility (CSR) in Kommunikationsstrategien
- Analyse des Planungsprozesses und der Erfolgsfaktoren für Events
- Empirische Untersuchung des Nachhaltigkeitsverständnisses bei Eventverantwortlichen
- Vergleich von profitorientierten Unternehmen und Non-Profit-Organisationen
Auszug aus dem Buch
6.5.1. Ökologische Dimension
Das Eventmanagement von nachhaltigen Events bedeutet sowohl ein ökologisches Verantwortungsbewusstsein als auch zielgruppenspezifisches Gestalten unter Berücksichtigung der Wertgrundsätze. (vgl. Kapitel 2.3., S. 21ff)
Die Ausprägung der ökologischen Dimension wird an Hand einer vierstufigen Skala gemessen. Für die nachstehende Auswertung werden folgende Kriterien für die Zuteilung der Aussagen festgelegt:
o Nicht vorhanden
o Latent: Erwähnung eines ökologische Gedankens
o Median: Ansatz einer Miteinbeziehung der Ökologie in das Eventmanagement
o Ausgeprägt: aktive Miteinbeziehung der Ökologie in das Eventmanagement
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Globalisierung, nachhaltiger Entwicklung und Corporate Social Responsibility ein und erläutert die Relevanz der Eventkommunikation für das Reputationsmanagement.
2. Literaturrecherche und Stand des Wissens: Dieses Kapitel definiert zentrale Begrifflichkeiten wie Eventkommunikation, Nachhaltigkeit und CSR und erläutert den idealtypischen Planungsprozess im Eventmanagement nach Bruhn.
3. Hypothesen: Hier werden die Forschungsannahmen formuliert, die den Vergleich zwischen profitorientierten Unternehmen und Non-Profit-Organisationen sowie deren Verständnis von Nachhaltigkeit im Eventkontext betreffen.
4. Systemabgrenzung: Dieses Kapitel definiert den Untersuchungsrahmen hinsichtlich inhaltlicher, räumlicher und zeitlicher Kriterien, um die Gültigkeit der Ergebnisse zu gewährleisten.
5. Untersuchungsmethode: Beschreibung des qualitativen Forschungsdesigns, der Auswahl der Untersuchungsgruppen sowie des Ablaufs der Experteninterviews zur Gewinnung der empirischen Daten.
6. Untersuchungsergebnisse der empirischen Erhebung: Detaillierte Darstellung und Auswertung der erhobenen Daten zu Demographie, Stellenwert von Events, Planungsprozessen, Reputationsfaktoren und dem Nachhaltigkeitsverständnis der befragten Experten.
7. Schlussfolgerungen und weitere Forschungsnotwendigkeiten: Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse in Bezug auf die Hypothesen und Identifikation konkreter Handlungsfelder zur Optimierung nachhaltiger Eventkommunikation.
Schlüsselwörter
Eventmanagement, Eventkommunikation, Corporate Social Responsibility, CSR, Nachhaltigkeit, Nachhaltige Entwicklung, Reputation, Reputationsmanagement, Integrierte Kommunikation, Drei-Säulen-Modell, Stakeholder, Unternehmenskommunikation, Qualitative Forschung, Experteninterviews, Erlebnisgesellschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Master-Thesis grundlegend?
Die Arbeit analysiert den Stellenwert der Nachhaltigkeit im Sinne der ökologischen, ökonomischen und sozialen Verantwortung innerhalb der Eventkommunikation von Unternehmen und Organisationen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Schwerpunkte sind die Definition von Eventmanagement im Kontext von CSR, der idealtypische Planungsprozess von Veranstaltungen und die empirische Untersuchung, wie diese Konzepte in der Praxis tatsächlich umgesetzt werden.
Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu prüfen, inwieweit Nachhaltigkeitsgrundsätze bei der Planung und Durchführung von Events Anwendung finden und wie Unternehmen diese zur Stärkung ihrer Reputation nutzen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin wählt eine qualitative Untersuchungsmethode, basierend auf Experteninterviews mit Vertretern aus verschiedenen Unternehmen und Non-Profit-Organisationen, um tiefgehende Einblicke in deren Praxis und Denkweisen zu gewinnen.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Literaturrecherche, die methodische Abgrenzung sowie eine detaillierte Auswertung der empirischen Erhebung, in der die Ergebnisse anhand von Drei-Säulen-Modellen visualisiert und interpretiert werden.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten beschreiben?
Die Kernbegriffe umfassen Eventmanagement, Nachhaltigkeit, Corporate Social Responsibility, Reputation, Stakeholder-Dialog und integrierte Kommunikation.
Wie bewerten die befragten Unternehmen die ökologische Dimension bei Events?
Die Ergebnisse zeigen, dass der ökologische Aspekt bei der Mehrheit der Befragten kaum eine Rolle spielt; viele Unternehmen erwähnen ihn allenfalls oberflächlich, während eine aktive Miteinbeziehung eher selten ist.
Gibt es Unterschiede zwischen profitorientierten Unternehmen und Non-Profit-Organisationen?
Ja, Unternehmen agieren in der Eventkommunikation tendenziell nachhaltiger als Organisationen, wobei jedoch beide Gruppen in der sozialen und ökonomischen Dimension deutlich stärker verankert sind als in der ökologischen.
- Quote paper
- Martina Schuhmann (Author), 2007, Eventmanagement und Corporate Social Responsibility, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84320