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Frauenbewegung in der Frauenliteratur der 60er und 70er Jahre in der DDR

Title: Frauenbewegung in der Frauenliteratur der 60er und 70er Jahre in der DDR

Diploma Thesis , 1999 , 51 Pages , Grade: 1

Autor:in: Siegfried Bauer (Author)

German Studies - Literature of History, Eras
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Die anscheinend garantierte Gleichbewertung der Frau mit dem Mann brachte im Laufe des Befreiungsprozesses erste Probleme mit.

Die Frauen fangen an , sich erste Fragen zu stellen. Ist das wirklich wahr? Haben die Frauen gleiche Rechte in der Gesellschaft? Kann man sich verwirklichen, selbst finden, wenn in unserer Gesellschaft alte Rollenverteilungen zwischen Mann und Frau, dazu verkrustete Ansichten über die neue Rolle der Frau und ihre Entdeckung herrschen?
Ist es eigentlich in einer von Männern beherrschten Gesellschaft möglich, sich als Frau durchzusetzen und vielleicht auch auf die Mutterrolle und Rolle der Frau im Haushalt zu verzichten, wenn es jahrhundertelang anders war?

In meiner Arbeit widme ich mich dem Thema "Frauenbewegung in der Frauenliteratur in der damaligen DDR in den 60er und 70er " widmen. Zuerst erwähne ich die Entwicklung der Tendenzen der Frauenbewegung in verschiedenen Bereichen des Lebens, die schon im 19. Jh. allmählich an Bedeutung gewann. Dann beschreibe ich die Situation in der DDR, wie sich dort die Frauen mit dem Problem der Eingliederung in das gesellschaftliche Geschehen und die Selbstverwirklichung in der Gesellschaft mit sozialistischen Ideen auseinandersetzen, wo die Gleichberechtigung der Frau in der Verfassung fest verankert ist.

Ich möchte in dieser Arbeit beobachten, wie die Frauen in der DDR mit dem Problem des neuen Rollenverständnisses und der Angst vor neuen Verantwortungen und Pflichten kämpfen.
Diese Erscheinungen zeige ich auf den Werken der DDR- Autorinnen der 60er und 70er Jahre, die sich mit den Problemen und Schwierigkeiten der "arbeitenden Frauen" befassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

I. DIE FRAUENBEWEGUNG

1.1. ERSTE IMPULSE ZUR FRAUENBEWEGUNG IN DEUTSCHLAND

1.2. GESELLSCHAFTLICHE UND POLITISCHE STELLUNG DER FRAU IN DER DDR IN DEN 60er UND 70er JAHREN DES 20. JHs.

1.3. Entstehende Frauenliteratur

II. AUTHENTISCHE PROTOKOLLE DER FRAUEN IN DER DDR MAXIE WANDER

III. BRIGITTE REIMANN - FRANZISKA LINKERHAND

3.1. EMANZIPATION IM PRIVATLEBEN

3.2. IDEE DER SELBSTVERWIRKLICHUNG

IV. IRMTRAUD MORGNER

"LEBEN UND ABENTEUER DER TROBADORA BEATRIZ NACH ZEUGNISSEN IHRER SPIELFRAU LAURA"

4.1. DER VERGLEICH DER STELLUNG DER FRAU IN DEM 70er UND 60er JAHREN MIT DER STELLUNG DER FRAU IM MITTELALTER

4.2. DER MITTLERE WEG ZUR PARTNERSCHAFT

V. ZUR PROBLEMATIK DER WEIBLICHEN ÄUßERUNG

VI. SCHLUßBETRACHTUNG

VII. RESÜMEE

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Darstellung der Frauenbewegung in der Frauenliteratur der DDR während der 1960er und 1970er Jahre. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der in der Verfassung verankerten Gleichberechtigung und der tatsächlichen gesellschaftlichen Lebensrealität der Frauen aufzuzeigen sowie die Suche nach einer eigenständigen weiblichen Identität im sozialistischen Kontext zu analysieren.

  • Die historische Entwicklung der Frauenbewegung in Deutschland und deren Impulse.
  • Die sozio-politische Stellung der Frau in der DDR im Vergleich zu westlichen Gesellschaftsmodellen.
  • Die Analyse repräsentativer Werke von Maxie Wander, Brigitte Reimann und Irmtraud Morgner.
  • Die Problematik der weiblichen Doppelbelastung im Beruf und in der Familie.
  • Die Suche nach neuen Lebensformen und einer partnerschaftlichen Kooperation statt Dominanz.

Auszug aus dem Buch

3.2. IDEE DER SELBSTVERWIRKLICHUNG

"Brigitte Reimanns Franziska Linkerhand zielt auf die große Utopie einer umfassenden Selbstverwirklichung, die Lieben und Arbeiten , schöpferische Berufstätigkeit und mit Kindern zu leben verbindet: oder besser verbinden will" (EMMERICH, W. 1996; S. 300 ).

Die scheinbar schön klingelnde Idee der Selbstverwirklichung der Frauen stößt aber im praktischen Leben an erste Probleme. Die Frau muß darüber nachdenken, wie sie ihre Vorstellungen über die Selbstverwirklichung mit der Ehe und der Mutterrolle verketten könnte, damit sie erfüllt, was von ihr erwartet wird. Natürlich läßt sich solch eine Situation (ebenfalls bei Franziska ) nicht lange durchhalten.

Die Verwirklichung der Pläne der Frauen beeinflußen folgende Faktoren: unterschiedliches Selbstverständnis der älteren und jüngeren Generation, Aufnahme der jüngeren Menschen in das Berufsleben vor dem Hintergrund ihrer Studien- und Berufswünsche, in der hohen Belastung der Frauen in Familie und Beruf..." ( BREMER, W. 1987; S. 30).

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Diskrepanz zwischen gesetzlich garantierter Gleichstellung und der gelebten Realität der Frau in der DDR und führt in das Thema der Frauenliteratur als Ausdrucksform dieser Problematik ein.

I. DIE FRAUENBEWEGUNG: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historischen Anfänge der deutschen Frauenbewegung und beschreibt die spezifische gesellschaftspolitische Situation der Frau in der DDR der 60er und 70er Jahre.

II. AUTHENTISCHE PROTOKOLLE DER FRAUEN IN DER DDR MAXIE WANDER: Hier wird das Werk von Maxie Wander analysiert, das anhand authentischer Protokolle die Gedankenwelt und Lebenswirklichkeit von Frauen unterschiedlicher Schichten in der DDR beleuchtet.

III. BRIGITTE REIMANN - FRANZISKA LINKERHAND: Dieses Kapitel widmet sich dem Roman von Brigitte Reimann und untersucht die Emanzipationsversuche und Identitätssuche der Protagonistin Franziska Linkerhand im Spannungsfeld von Privatleben und beruflichem Anspruch.

IV. IRMTRAUD MORGNER: Das Kapitel analysiert Irmtraud Morgners Werk "Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz" hinsichtlich seiner humanistischen Konzeption und des literarischen Experiments als Ausdruck von Emanzipation.

V. ZUR PROBLEMATIK DER WEIBLICHEN ÄUßERUNG: Hier wird die Problematik der weiblichen Autorenschaft und die kritische Bewertung von Literatur durch männlich dominierte Strukturen in der Geschichte sowie in der DDR thematisiert.

VI. SCHLUßBETRACHTUNG: Die Abschlussbetrachtung resümiert, dass die Frauenliteratur einen wesentlichen Beitrag zur Befreiung von Vorurteilen geleistet hat, wenngleich viele Alltagsprobleme und die männliche Dominanz in der Literaturkritik fortbestehen.

VII. RESÜMEE: Das Resümee fasst zusammen, dass die untersuchten Werke markante Versuche darstellen, die Spannung zwischen Verfassungsanspruch und Alltagswirklichkeit zu überwinden und eine neue, partnerschaftliche Geschlechterkooperation zu fördern.

Schlüsselwörter

Frauenbewegung, DDR-Literatur, Emanzipation, Selbstverwirklichung, Identitätssuche, Geschlechterrollen, Doppelbelastung, Partnerschaft, Frauenliteratur, Brigitte Reimann, Irmtraud Morgner, Maxie Wander, Sozialismus, Frauenrolle, Gleichberechtigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Frauen in der DDR in den 1960er und 1970er Jahren, wie sie sich in der damaligen Literatur widerspiegelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Emanzipation der Frau, das neue Rollenverständnis im Sozialismus, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Suche nach individueller Identität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Autorinnen der DDR die Diskrepanz zwischen der in der Verfassung garantierten Gleichberechtigung und den tatsächlichen alltäglichen Schwierigkeiten der Frauen literarisch verarbeitet haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse von ausgewählten Schlüsselwerken der DDR-Frauenliteratur, kombiniert mit soziologischen und historischen Kontextualisierungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Werke von Maxie Wander, Brigitte Reimann und Irmtraud Morgner und stellt einen Vergleich zwischen der modernen Rolle der Frau und historischen Rollenbildern (Mittelalter) an.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Frauenbewegung, Selbstverwirklichung, Doppelbelastung, Identitätskrise und partnerschaftliche Kooperation charakterisiert.

Wie reflektiert das Werk von Brigitte Reimann die Problematik der DDR-Frau?

Reimanns Roman zeigt an der Figur der Franziska Linkerhand, wie eine Frau an der Realität des sozialistischen Alltags, den bürokratischen Hürden und den hartnäckigen traditionellen Rollenerwartungen trotz akademischer Ausbildung scheitert.

Welche besondere Bedeutung hat das Einhorn in Irmtraud Morgners Roman für das Frauenbild?

Das Einhorn fungiert als mythisches, utopisches Element, das im Roman die Hoffnung symbolisiert, Kriege und das Patriarchat durch eine menschlichere, kooperative Gemeinschaft zu überwinden.

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Details

Title
Frauenbewegung in der Frauenliteratur der 60er und 70er Jahre in der DDR
College
University of Pardubice
Grade
1
Author
Siegfried Bauer (Author)
Publication Year
1999
Pages
51
Catalog Number
V8433
ISBN (eBook)
9783638154079
ISBN (Book)
9783656561262
Language
German
Tags
Frauenbewegung Frauenliteratur Jahre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Siegfried Bauer (Author), 1999, Frauenbewegung in der Frauenliteratur der 60er und 70er Jahre in der DDR, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8433
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