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Metternich: Seine Politik und sein Europaverständnis

Title: Metternich: Seine Politik und sein Europaverständnis

Seminar Paper , 2006 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christian Pötsch (Author)

Cultural Studies - European Studies
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Heutzutage ist Europa eine große Gemeinschaft. Die Europäische Union wächst, bald wird nahezu ganz Europa sich in diesem Bündnis, bzw. in dieser Union zusammengefunden haben. Doch das friedliche Europa, wie wir es heute vorfinden ist noch jung, vor 200 Jahren wurde es durch Kriege bis auf die Grundfesten erschüttert. Zwei Männer prägten jene Epoche: Napoleon Bonaparte und Klemens Fürst von Metternich. Beide waren erbitterte Rivalen, beide hatten aber den gleichen Gedanken: Ein vereinigtes Europa. Jedoch unterschieden sich ihre Auffassungen über dieses vereinigte Europa grundlegend voneinander. Klemens Fürst von Metternich wollte ein Europa bestehend aus den altehrwürdigen Dynastien, ein Europa der alten Ordnung. Ob und wie er dieses Ziel erreicht hat, und ob man ihn anhand seiner Biografie als den „Ersten Europäer“ bezeichnen kann, werde ich versuchen darzulegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Metternich in seiner Zeit

1.1 Kindheit und Jugend

1.2 Diplomatische Lehrjahre

1.3 Gesandter in Dresden und Berlin

1.4 Außenminister und Kampf gegen Napoleon

1.5 Wiener Kongress und Karlsbader Beschlüsse

1.6 Auseinanderbrechen der Heiligen Allianz und Julirevolution

1.7 Der Abstieg, Exil und Rückkehr

2. Textinterpretation

2.1 Zusammenfassung

2.2 Bewertung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das politische Wirken sowie das Europaverständnis von Klemens Fürst von Metternich im Kontext seiner Epoche zu analysieren und kritisch zu bewerten, um der Forschungsfrage nachzugehen, ob er berechtigterweise als „Erster Europäer“ bezeichnet werden kann.

  • Biografische Entwicklung Metternichs vom rheinischen Uradel bis zum österreichischen Staatskanzler.
  • Analyse des Metternich’schen Systems der Restauration und des europäischen Mächtegleichgewichts.
  • Untersuchung der Reaktionen auf die Französische Revolution und spätere liberale Aufstände.
  • Interpretation von Primärquellen zur antirevolutionären Grundhaltung Metternichs.
  • Bewertung der langfristigen Folgen seiner Politik für die Habsburgermonarchie und Europa.

Auszug aus dem Buch

Text: Die Ordnung Europas ist antirevolutionär

...] Das erste Ziel der Bemühungen unserer Regierung und aller seit der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Europas mit ihr verbündeten Regierungen ist die Aufrechterhaltung der gesetzlichen Ordnung, die das glückliche Ergebnis dieser Wiederherstellung ist; eines Zustandes der Ruhe, der allen die Früchte eines so teuer erkauften Friedens sichert und dadurch allein die für die Zukunft gesäten Keime des Guten fruchtbar zu machen vermag. Seit einigen Jahren sehen wir zu unserer Genugtuung, wie mehrere der Regierungen, die am spätesten die Notwendigkeit der zur Erreichung dieses Zieles geeigneten Maßnahmen einsahen, sich endlich zu der Überzeugung durchrangen, daß die Unterdrückung des noch bestehenden Übels die erste und unerläßlichste Vorbedingung dafür ist. Dieses Übel, man kann es nicht verhehlen, hat gerade seit der allgemeinen Befriedung erschreckende Fortschritte gemacht. Es ist allumfassend in seiner unheilvollen Betätigung, es äußert sich in allen möglichen Formen, in fast allen Ländern. Da es in seiner destruktiven Betätigung allumfassend ist, kann es nur durch einen allumfassenden Widerstand bekämpft und besiegt werden.

Dieses Übel ist der revolutionäre Geist, geboren aus jener ordnungswidrigen Unruhe, welche die Umwälzungen der Epoche der heutigen Generation aufgeprägt haben, gespeist durch begehrliche Leidenschaften und tiefe Entsittlichung der einen, begrüßt durch den Fanatismus der anderen. Systematisch in ihren Plänen, streng folgerichtig in ihrem lichtscheuen Treiben finden die Führer dieser gottlosen Sekte, die sich zum Umsturz der Altäre und Throne zusammenschloß, von einem Ende Europas zum andern Verbündete für die Durchführung ihrer verbrecherischen Unternehmungen, überall da, wo dieselben Leidenschaften, dieselben sozialen Verhältnisse in gleicher Weise auf die Geister sich auswirken. Wo sie im Augenblick ihre Brandfackel noch nicht schleudern können, bauen sie ihre Batterien für die Zukunft auf; durch Unglauben und Freigeisterei korrumpieren sie die Gesinnung einer irregeleiteten Jugend, um ihr im günstigen Augenblick die Waffen in die hand zu drücken.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung stellt Metternich als prägende Figur gegenüber Napoleon vor und formuliert die Forschungsfrage, ob Metternich als „Erster Europäer“ gelten kann.

1. Metternich in seiner Zeit: Dieses Hauptkapitel zeichnet chronologisch den Lebensweg Metternichs nach, von seiner Herkunft über seine diplomatische Karriere bis zu seinem machtpolitischen Zenit und späteren Exil.

2. Textinterpretation: Dieses Kapitel analysiert ein spezifisches Dokument von 1826, welches Metternichs restaurative Ideologie und seine Angst vor revolutionären Strömungen explizit darlegt.

Schlüsselwörter

Metternich, Restauration, europäisches Gleichgewicht, Heilige Allianz, Revolution, Konservatismus, Diplomatie, Napoleon Bonaparte, Österreichische Monarchie, liberale Bewegungen, Karlsbader Beschlüsse, Nationalitätenfrage, Staatskanzler, Legitimität, Antirevolutionär.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Person Metternich, seiner politischen Karriere und seiner spezifischen Vision eines vereinten, auf monarchischer Legitimität basierenden Europas.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Diplomatie der napoleonischen Zeit, das System der Restauration nach 1815 sowie den Kampf Metternichs gegen liberale und nationale Bestrebungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Metternichs Handeln und sein Europaverständnis zu beleuchten und kritisch zu prüfen, inwieweit er als „Erster Europäer“ bezeichnet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die historische Biografie sowie die Interpretation von Primärquellen, um die politische Ideologie Metternichs im zeitgeschichtlichen Kontext zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Biografie Metternichs und eine anschließende Textinterpretation eines seiner Grundsatzschreiben von 1826.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Metternich, Restauration, europäisches Mächtegleichgewicht, Konservatismus und der Kampf gegen den revolutionären Geist.

Wie bewertet der Autor Metternichs Haltung zur Jugend?

Der Autor stellt fest, dass Metternich der Jugend zutiefst misstraute, da er sie als besonders anfällig für radikale „freigeistige“ und revolutionäre Ideen betrachtete.

Warum wird Metternichs Politik im Fazit als letztlich gescheitert angesehen?

Obwohl er Österreich zur Großmacht führte, übersah er die Dynamik nationaler Bestrebungen, was zur Isolierung des Staates und seinem Rücktritt während der Revolution von 1848 führte.

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Details

Title
Metternich: Seine Politik und sein Europaverständnis
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Volkskunde/Kulturgeschichte)
Course
Europäische Kultur und europäische Identität
Grade
2,0
Author
Christian Pötsch (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V84370
ISBN (eBook)
9783638002691
ISBN (Book)
9783638912730
Language
German
Tags
Metternich Seine Politik Europaverständnis Europäische Kultur Identität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Pötsch (Author), 2006, Metternich: Seine Politik und sein Europaverständnis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84370
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