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Rechtsextremismus als Begriff und rechtsextreme Ideologie

Título: Rechtsextremismus als Begriff und rechtsextreme Ideologie

Presentación (Redacción) , 2002 , 8 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Magister Artium Andre Budke (Autor)

Política - Sistema político de Alemania
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Rechtsextremismus ist und bleibt ein zentrales Thema in der Auseinandersetzung der deutschen Demokratie mit ihren Gegnern. Jedoch geht das Phänomen des Rechtsextremismus über die medial oft präsenten rechtsradikalen Schlägertrupps weit hinaus. Hier sollen vor allem die Denkmuster der sogenannten Neuen Rechten angesprochen werden, welche versuchen, ein rechtsextremistisches Weltbild pseudowissenschaftlich zu zementieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Eine Vorbemerkung

2 Was ist Extremismus?

3 Rechtsextremismus als politikwissenschaftlicher Begriff

4 Die alte und die neue Rechte

5 Der "nationale Imperativ"

6 Die "nationale Revolution" und der "Ethnopluralismus"

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Ausarbeitung setzt sich mit dem Phänomen des Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland auseinander, wobei der Fokus auf der begrifflichen Klärung sowie der Analyse rechtsextremer Ideologieelemente liegt. Das Ziel ist es, die ideologische Fundierung der "Neuen Rechten" zu durchdringen, da deren Ziele oft weniger plakativ als jene klassischer rechtsextremer Gruppierungen, dafür jedoch strategisch geschickter formuliert sind.

  • Begriffliche Definition und Abgrenzung von Extremismus
  • Politikwissenschaftliche Kriterien des Rechtsextremismus
  • Unterscheidung zwischen "alter" und "neuer" Rechter
  • Analyse des "nationalen Imperativs" nach Bernard Willms
  • Kritische Betrachtung von "nationaler Revolution" und "Ethnopluralismus"

Auszug aus dem Buch

6 Die "nationale Revolution" und der "Ethnopluralismus"

Henning Eichberg, besser bekannt unter dem Pseudonym Hartwig Singer, gilt als der Autor der neuen Rechten, der am besten die Vermischung beziehungsweise Überblendung linker und rechter Theorien beherrscht. Bei ihm wurde aus "nationaler Einheit" das Recht auf "nationale Identität". Nach seiner Theorie besitzt jedes Volk dieses Recht auf ein nationale Identität, das dem Recht auf Selbstbestimmung, dem "Recht auf Unterschied" (Henning Eichberg:Nationale Identität.Entfremdung und nationale Frage in der Industriegesellschaft.München 1978,S.11 in:ebd.,S.180) gleichkommt. Hierdurch wird der Nationalismus zum Gegenprinzip von Imperialismus erhoben. Die "nationale Revolution" , also das Errichten einer neuen Gesellschaftsordnung, wird in diesem Zusammenhang als Befreiungs-bewegung begriffen mit dem Ziel, die "Legitimität der Superstrukturen auf[zu]heben und die Selbstbestimmung herunter[zu]holen zu den Völkern" ( ebd. S127. in:ebd.,S.180f.).

Diese Lehre der verschiedenen nationalen Identitäten, die auch als "Ethnopluralismus" bezeichnet wird, klingt zuerst nach dem Anti-Imperialismus der Linken ( was auch durchaus gewollt ist von Eichberg), jedoch ist sie in erster Linie ein Aspekt des Anti-Universalismus, der Konzentration auf das eigene Volk, der neuen Rechten. Jedes Volk besitzt nach Eichberg eine parikulare "Wahrheit". Es sei eine Welt für sich, die die normativen Geltungsansprüche von Idealen der Vernunft wie etwa Freiheit und Menschenrechte zurückweise, wenn versucht würde, sie von außen zu installieren. Der Ethnopluralismus sei gegen ein "Denken, das schnell mit dem 'Allgemeinmenschlichen' zur Hand (und) das nur gar zu schnell bereit ist, alles Abweichende als 'unmenschlich' zu denunzieren" (Henning Eichberg: Nationale Identität, a.a.O.,S.8 in:ebd.,S.181).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Eine Vorbemerkung: Der Autor erläutert die Schwierigkeiten bei der Literatursichtung aufgrund der enormen Heterogenität rechtsextremer Strömungen und begründet den Fokus auf die Ideologie der Neuen Rechten.

2 Was ist Extremismus?: Es wird die etymologische und politikwissenschaftliche Herleitung des Extremismusbegriffs dargelegt, wobei dessen negative Konnotation und die Abgrenzung zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung im Vordergrund stehen.

3 Rechtsextremismus als politikwissenschaftlicher Begriff: Basierend auf Richard Stöss werden vier zentrale Merkmale identifiziert: übersteigerter Nationalismus, Ablehnung der menschlichen Gleichheit, Kritik an der parlamentarischen Demokratie sowie die Idee der Volksgemeinschaft.

4 Die alte und die neue Rechte: Das Kapitel differenziert zwischen der in der Tradition des historischen Nationalsozialismus stehenden "alten Rechten" und der strategisch auf kulturelle Hegemonie ausgerichteten "neuen Rechten".

5 Der "nationale Imperativ": Die Arbeit analysiert das Konzept von Bernard Willms, welches die Nation als absoluten Ausgangspunkt politischen Denkens definiert und die Ablehnung westlicher Demokratien propagiert.

6 Die "nationale Revolution" und der "Ethnopluralismus": Der Autor beschreibt, wie durch Begriffe wie "Ethnopluralismus" und "nationale Identität" eine vermeintlich linke Rhetorik von der Rechten instrumentalisiert wird, um den Ausschluss anderer Völker als "Schutz der Kulturen" zu tarnen.

Schlüsselwörter

Rechtsextremismus, Ideologie, Neue Rechte, Nationalismus, Ethnopluralismus, Demokratiefeindlichkeit, Volksgemeinschaft, Metapolitik, Kulturelle Hegemonie, Nationaler Imperativ, Radikalismus, Politische Theorie, Gesellschaftsordnung, Identität, Sozialdarwinismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere unter dem Aspekt der ideologischen Fundierung und begrifflichen Einordnung.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die ideologischen Konzepte der Neuen Rechten, ihre Abgrenzung zum klassischen Rechtsextremismus und ihre Versuche, politische Begriffe umzudeuten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die tieferliegende Ideologie rechtsextremer Strömungen zu entschlüsseln, insbesondere um die Ziele der Neuen Rechten besser erkennbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet eine Literaturanalyse, um verschiedene politikwissenschaftliche Definitionen und ideologische Konzepte zu vergleichen und zu systematisieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Extremismus, den vier Säulen des Rechtsextremismus nach Stöss, der Unterscheidung von alter und neuer Rechter sowie spezifischen ideologischen Konzepten wie dem "nationalen Imperativ" und dem "Ethnopluralismus".

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Rechtsextremismus, Ethnopluralismus, Neue Rechte, Metapolitik und Nationalismus.

Warum wird die "Neue Rechte" als gefährlicher eingestuft?

Da die Neue Rechte über die bloße Übernahme nationalsozialistischer Ideologie hinausgeht und strategische Ziele verfolgt, sind ihre langfristigen Absichten für den unbedarften Beobachter oft weniger direkt erkennbar.

Was bedeutet der Begriff "Ethnopluralismus" im Kontext der Arbeit?

Der Autor entlarvt ihn als eine Form von "differentialistischem Rassismus", der unter dem Deckmantel des Schutzes kultureller Identität eine strikte Trennung der Völker fordert.

Final del extracto de 8 páginas  - subir

Detalles

Título
Rechtsextremismus als Begriff und rechtsextreme Ideologie
Universidad
University of Osnabrück  (Fachbereich Sozialwissenschaften)
Curso
Das politische System der BRD
Calificación
1,7
Autor
Magister Artium Andre Budke (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
8
No. de catálogo
V84376
ISBN (Ebook)
9783638005449
Idioma
Alemán
Etiqueta
Rechtsextremismus Rechtsradikalismus Neue Rechte Neonazis
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Magister Artium Andre Budke (Autor), 2002, Rechtsextremismus als Begriff und rechtsextreme Ideologie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84376
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