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Das Gesundheitskonzept von A. Antonovsky - Zur Bedeutung der Salutogenese für die Gesundheitswissenschaft am Beispiel der Gesundheitskasse AOK Sachsen

Title: Das Gesundheitskonzept von A. Antonovsky - Zur Bedeutung der Salutogenese für die Gesundheitswissenschaft am Beispiel der Gesundheitskasse AOK Sachsen

Term Paper , 2007 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Danilo Bernitz (Author)

Health - Miscellaneous
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Das deutsche Gesundheitswesen ist traditionell sehr stark auf die „Krankheit“ ausgerichtet. Die Mediziner behandeln Krankheiten und werden von den Krankenkassen bezahlt. In der Pflege wurden bis 2003 Krankenschwestern und Krankenpfleger ausgebildet. Wydler et al. drücken das so aus: „... Medizin als Reparaturbetrieb ...“ (Wydler et al. 2000: 11). Daraus ergibt sich die Kernfrage: „Warum wird der Mensch krank?“ - Doch es gibt auch Menschen die trotz dieser krank machenden Faktoren wie beispielsweise Rauchen, Fehlernährung und mangelnder Bewegung bis ins hohe Alter keinen Arzt brauchen, da sie „gesund“ sind. Wie ist das möglich? „Was erhält den Menschen gesund?“ Darauf gibt die pathologische Sichtweise keine Antworten. Doch genau diese Frage stellte Antonovsky und entwickelte ein Modell. Dabei stellte er der Pathogenese die Salutogenese gegenüber. Doch was ist Salutogenese? - Dazu ein kurzer Blick in das klinische Wörterbuch „Pschyrembel“ (Seit der 259. Auflage aus dem Jahr 2002 ist der Begriff „Salutogenese“ dort zu finden.):

„Salutogenese ... [ist die] Bez[eichnung] für den individuellen Entwicklungsprozess von Gesundheit, der sich als zeitbezogenes Ereignis personaler Lern- u[nd] Reifungsprozesse, genet[ischer] Ausstattung, physiol[ogischen] Verhaltens u[nd] soziobiol[ogischer] Umweltfaktoren darstellt.“ (Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch 2002: 1478)

Meine Hausarbeit gliedert sich in zwei große Themenschwerpunkte. Der erste Schwerpunkt liegt auf der theoretischen Vorstellung des Modells der Salutogenese von Antonovsky und dessen Bedeutung für die Gesundheitswissenschaften. Den zweiten Schwerpunkt widme ich der praktischen Anwendung. Dabei beschränkte ich mich auf die Frage inwieweit die Erhaltung der Gesundheit bei der „AOK Sachsen - Die Gesundheitskasse" eine Rolle spielt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2 Einführung in die Thematik

3 Salutogenese

3.1 Gesundheits-Krankheits-Kontinuum

3.2 Kohärenzgefühl

3.2.1 Verstehbarkeit als das kognitive Element

3.2.2 Handhabbarkeit als das bewältigende Element

3.2.3 Bedeutsamkeit als das motivationale Element

3.3 Stressoren und generalisierte Widerstandsressourcen

3.3.1 Stressoren

3.3.2 Generalisierte Widerstandsressourcen

3.3.3 Weiterentwicklung zum Widerstandsressourcen-Widerstandsdefizit-Kontinuum

3.4 Das Modell im Überblick

3.5 Bedeutung des Modells

4 AOK Sachsen - Die Gesundheitskasse

4.1 Ein rechtlicher Exkurs

4.2 Das Logo: AOK Die Gesundheitskasse

4.3 Quantitative Inhaltsanalyse des Kundenmagazins „Bleibgesund Life“

4.3.1 Identitätsfrage: Gesundheitskasse oder Krankenkasse?

4.3.2 Alles für die Gesundheit

4.3.3 Gesund oder krank

4.4 Qualitative inhaltliche Auswertung der Kundenmagazine

4.4.1 Bewegung

4.4.2 Ernährung

4.4.3 Früherkennung

4.4.4 Gesundheitsangebote (Kurse / Programme)

4.4.5 Einzelne Schwerpunkte

4.5 Kritische Würdigung

5 Ein persönliches Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des salutogenetischen Gesundheitskonzepts von Aaron Antonovsky für die moderne Gesundheitswissenschaft und analysiert praxisnah, inwieweit die AOK Sachsen die Prinzipien der Gesundheitserhaltung in ihren Kundenmagazinen implementiert und kommuniziert.

  • Theoretische Fundierung des Modells der Salutogenese nach Antonovsky.
  • Gegenüberstellung von Pathogenese und Salutogenese sowie des Gesundheits-Krankheits-Kontinuums.
  • Quantitative Inhaltsanalyse des AOK-Magazins „Bleibgesund Life“ hinsichtlich gesundheitsbezogener Begriffe.
  • Qualitative Auswertung der Gesundheitsförderungsaktivitäten in AOK-Kundenmagazinen.
  • Kritische Reflexion der Rolle von Krankenkassen zwischen gesetzlichem Auftrag und gesundheitsförderlichem Anspruch.

Auszug aus dem Buch

3.1 Gesundheits-Krankheits-Kontinuum

Antonovsky versteht Salutogenese und Pathogenese als gegenseitige Ergänzung. Die Behandlung der Krankheit und die Erhaltung der Gesundheit gehören für ihn zusammen. Eine isolierte Betrachtung führt zur Vernachlässigung von wichtigen Aspekten. Die rein salutogenetische Sicht vernachlässigt die Heilung der Krankheiten. Bei der rein pathogenetischen Sicht wird die Gesunderhaltung und -förderung vernachlässigt. Die Verbindung von Gesundheit und Krankheit nennt er Gesundheits-Krankheits-Kontinuum. Jeder Mensch ist damit immer zugleich gesund und krank bis zum Tod - nur unterschiedlich gewichtet (vgl. Antonovsky 1982: 45-52; vgl. Antonovsky 1997: 21-31).

Diesen Zusammenhang verdeutlicht die Abbildung 1, die mit Hilfe einer Waage das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum darstellt. Die Gewichte „Risiken“ und „Ressourcen“ sind damit verantwortlich dafür, wo der Mensch auf dem Gesundheits-Krankheits-Kontinuum platziert ist.

Zusammenfassung der Kapitel

2 Einführung in die Thematik: Die Einleitung beleuchtet den traditionell pathogenetisch ausgerichteten Fokus des deutschen Gesundheitswesens und leitet zur salutogenetischen Fragestellung über.

3 Salutogenese: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Kernelemente von Antonovskys Modell, insbesondere das Kohärenzgefühl und die Rolle von Stressoren sowie Widerstandsressourcen.

4 AOK Sachsen - Die Gesundheitskasse: Der praktische Teil untersucht mittels quantitativer und qualitativer Methoden, wie die AOK Sachsen das Thema Gesundheitsförderung in ihrer Kommunikation gegenüber Versicherten umsetzt.

5 Ein persönliches Resümee: Der Autor reflektiert kritisch seine eigene berufliche Entwicklung in der Krankenpflege und plädiert für einen Perspektivwechsel hin zu salutogenetischen Ansätzen im klinischen Alltag.

Schlüsselwörter

Salutogenese, Antonovsky, Kohärenzgefühl, Gesundheits-Krankheits-Kontinuum, Pathogenese, Gesundheitsförderung, AOK Sachsen, Prävention, Widerstandsressourcen, Kundenmagazine, Gesundheitswissenschaft, Krankenkasse, Gesundheitskasse, Stressoren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem salutogenetischen Gesundheitskonzept von A. Antonovsky und dessen praktischer Relevanz im deutschen Gesundheitssystem am Beispiel der Kommunikation der AOK Sachsen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Herleitung der Salutogenese, die Bedeutung der Gesundheitsförderung durch Krankenkassen sowie die empirische Analyse von Patienteninformationen in Magazinen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die theoretische Basis von Antonovskys Modell darzustellen und zu evaluieren, inwieweit eine gesetzliche Krankenkasse den Spagat zwischen Krankheitsbehandlung und aktiver Gesundheitsförderung in ihrer Öffentlichkeitsarbeit vollzieht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse des Salutogenese-Modells sowie einer quantitativen und qualitativen Inhaltsanalyse von fünf spezifischen Kundenmagazinen der AOK Sachsen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt zunächst die theoretische Erläuterung der Salutogenese-Elemente. Anschließend wird die AOK Sachsen anhand von rechtlichen Rahmenbedingungen und der inhaltlichen Auswertung ihrer Kundenmedien untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind Salutogenese, Kohärenzgefühl, Gesundheitsförderung, Krankenkasse, Prävention, Widerstandsressourcen und das Gesundheits-Krankheits-Kontinuum.

Wie unterscheidet der Autor zwischen der AOK als „Krankenkasse“ und „Gesundheitskasse“?

Der Autor zeigt auf, dass sich die AOK durch ihre Außendarstellung und ihr Logo als „Gesundheitskasse“ positioniert, um den Fokus auf Prävention zu legen, obwohl sie rechtlich als Krankenkasse agiert.

Was kritisiert der Autor an der Umsetzung der Gesundheitsförderung in den Magazinen?

Kritisiert wird unter anderem, dass in bestimmten Zielgruppenmagazinen (z.B. Kinder- oder Jugendmagazin) wichtige Themen wie Bewegung oder gesunde Ernährung in zentralen Artikeln unterrepräsentiert sind.

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Details

Title
Das Gesundheitskonzept von A. Antonovsky - Zur Bedeutung der Salutogenese für die Gesundheitswissenschaft am Beispiel der Gesundheitskasse AOK Sachsen
College
University of Applied Sciences Hamburg
Grade
1,0
Author
Danilo Bernitz (Author)
Publication Year
2007
Pages
27
Catalog Number
V84441
ISBN (eBook)
9783638007818
ISBN (Book)
9783638913843
Language
German
Tags
Gesundheitskonzept Antonovsky Bedeutung Salutogenese Gesundheitswissenschaft Beispiel Gesundheitskasse Sachsen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Danilo Bernitz (Author), 2007, Das Gesundheitskonzept von A. Antonovsky - Zur Bedeutung der Salutogenese für die Gesundheitswissenschaft am Beispiel der Gesundheitskasse AOK Sachsen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84441
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