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Physiognomik der Typografie

Title: Physiognomik der Typografie

Seminar Paper , 1997 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tankred Stachelhaus (Author)

Communications - Miscellaneous
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Manch einer wählt bewusst eine "sachliche" Schrift, um nicht als "Spielkind" zu gelten. Ein anderer setzt auf "verschnörkelte" Buchstaben, um seine Individualität zu unterstreichen. Mit Typografie kann man Eindruck schinden. Das war's dann aber auch schon. Wer versucht, anhand der Schriftart Rückschlüsse auf den Inhalt, sogar auf den Autor eines Textes zu ziehen, der wird auf die Nase fallen. Die Seminararbeit sagt warum.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Form und Inhalt

2.1 Inhalt

2.2 Form

2.3 Lesbarkeit

2.3 Schrift als Präsupposition

2.5 Schrift als Ausdrucksmittel

3. Charakteristik der Schriften

3.1 Schrift-Moden

3.2 Schrift als Ideologieträger

4. Physiognomik der Typographie

5. Schluß

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Physiognomik der Typographie mit dem Ziel zu klären, inwiefern das Schriftbild eines Textes zulässige Rückschlüsse auf dessen Inhalt oder den Charakter des Autors zulässt. Dabei wird das Spannungsfeld zwischen der rein funktionalen Lesbarkeit und der expressiven, oft manipulativ eingesetzten Wirkung von Schriftarten analysiert.

  • Die theoretische Untersuchung von Schrift als Träger außertextlicher Merkmale.
  • Die semiotische Analyse der Beziehung zwischen Schriftform und inhaltlicher Aussage.
  • Die historische und ideologische Dimension der Schriftwahl.
  • Der kritische Umgang mit typographischen Ratgebern und graphologischen Annahmen.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Physiognomik der Typographie. Dabei wird untersucht, ob oder wie weit es zulässig ist, vom Schriftbild auf den Inhalt des Textes oder sogar auf den Charakter des Autors zu schließen. Dem Thema liegt folgendes Erlebnis zugrunde:

Bei einem Praxisseminar über das Schreiben von Drehbüchern riet der Seminarleiter, Drehbücher möglichst in einer Schrift zu schreiben, die "Manuskriptcharakter" hat. Dies sei zum Beispiel die Courier. Ein Filmproduzent könne so erkennen, daß es sich um einen Arbeitstext handelt, über den noch verhandelt werden kann. Eine verschörkelte Schrift lasse hingegen den Schluß zu, daß der Autor an seinem Text hängt, keine Änderungen zulasse und per se als schwierig einzustufen ist. Die Wahl der Schrift könne auf diese Weise zur Ablehnung beziehungsweise Annahme eines Autors führen.

Johannes Gutenberg orientierte sich bei der Herstellung seiner beweglichen Lettern an der Handschrift. Damit wurde graphologischen Studien eigentlich der Boden entzogen. Unabhängig vom Inhalt des Textes und der Persönlichkeit des Autors und Schreibers, kann seitdem "neutral" ein Text zu Papier gebracht werden. Doch wenn die Druckschrift sich aus der Schreibschrift entwickelt hat, so könnte man argumentieren, dann transportiert sie aufgrund ihrer äußeren Form, ihrer Linienführung, Strichstärke und Ausrichtung noch viele außertextliche Merkmale, die aus graphologischer Sicht untersucht werden könnten. Je nachdem, welche Schrift dem Autor am angenehmsten erscheint, könnten Rückschlüsse auf seine Persönlichkeit gezogen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der typographischen Physiognomik und die Untersuchung der Frage, ob Schriftbilder Rückschlüsse auf den Autor zulassen.

2. Form und Inhalt: Analyse der Wechselwirkung zwischen typographischer Gestaltung und inhaltlicher Bedeutung sowie der Aspekte Lesbarkeit, Präsupposition und Ausdruckskraft.

3. Charakteristik der Schriften: Diskussion über die unterschiedlichen Wirkungen verschiedener Schriftarten, von historischen Vorbildern bis hin zu ideologischen Verknüpfungen.

4. Physiognomik der Typographie: Theoretische Reflexion über den Wunsch, den Autor anhand seines Textbildes zu bestimmen, und die semiotischen Grenzen dieses Unterfangens.

5. Schluß: Zusammenfassendes Fazit, dass aus Typographie nur ästhetische, aber keine verbindlichen Rückschlüsse auf den Inhalt oder den Autor abgeleitet werden können.

Schlüsselwörter

Typographie, Physiognomik, Semiotik, Schriftbild, Lesbarkeit, Graphologie, Präsupposition, Schriftart, Ausdrucksmittel, Ideologieträger, Kommunikation, Textanalyse, Humanistische Minuskel, Antiqua, Fraktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und wie weit man vom Erscheinungsbild einer Schrift (Typographie) auf den Inhalt eines Textes oder die Persönlichkeitsmerkmale des Verfassers schließen kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der semiotischen Bedeutung von Schrift, dem Einfluss von Typographie auf die Wahrnehmung des Lesers, der historischen Entwicklung von Schriften und ihrer Rolle als ideologische Symbole.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, inwieweit das Schriftbild als eigenständiger Informationsträger fungiert und ob die moderne "Graphologie der Typographie" wissenschaftlich fundiert ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse semiotischer Axiome, vergleicht typographische Fachliteratur und reflektiert die Praxis des Schriftgebrauchs in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Form und Inhalt, die Wirkung spezifischer Schriftarten wie Bodoni oder Fraktur sowie eine kritische Betrachtung der typographischen Manipulation in Medien und Alltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Typographie, Semiotik, Schriftart, Lesbarkeit, physiognomische Interpretation und die historische Entwicklung der Schrift.

Wie bewertet der Autor den Versuch, Persönlichkeit aus Typographie abzuleiten?

Der Autor steht diesem Vorhaben skeptisch gegenüber und betont, dass eine solche Physiognomik höchstens ästhetische Eindrücke vermittelt, aber keine generalisierbaren Rückschlüsse auf den Autor erlaubt.

Welche Bedeutung kommt der Lesbarkeit im Kontext der Schriftwahl zu?

Obwohl Lesbarkeit ein Hauptkriterium der Typographie ist, wird argumentiert, dass beim Einsatz von Schrift als Ausdrucksmittel ästhetische und emotionale Aspekte oft eine übergeordnete Rolle spielen.

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Details

Title
Physiognomik der Typografie
College
Folkwang University of the Arts Essen
Course
Semiotik der Schrift
Grade
1,3
Author
Tankred Stachelhaus (Author)
Publication Year
1997
Pages
21
Catalog Number
V84576
ISBN (eBook)
9783638008853
ISBN (Book)
9783638914475
Language
German
Tags
Physiognomik Typografie Semiotik Schrift
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tankred Stachelhaus (Author), 1997, Physiognomik der Typografie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84576
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