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Sprechakttheorie nach Austin

Die Ausarbeitung einer neuen Sprechakttheorie durch John L. Austin mit einem Ausblick auf die Weiterentwicklungen durch John R. Searle

Title: Sprechakttheorie nach Austin

Seminar Paper , 2006 , 20 Pages , Grade: 1.2

Autor:in: Urban Sager (Author)

Speech Science / Linguistics
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Diese Arbeit versucht die Grundgedanken von Austin in Bezug auf performative und konstative Äusserungen aufzuzeigen und seine moderne Theorie der Sprechakte, welche er in seinen Vorlesungen in Harvard erarbeitete, darzustellen,. Auf dieser Grundlage wird der Aufsatz von Searle „Austin on Locutionary and Illocutionary Acts“ betrachtet. Da er eine explizite Antwort auf Austin darstellt, lassen sich daran zum einen die Schwächen in Austins Theorie, zum andern die Weiterentwicklungen durch Searle sehr gut darstellen. Die Arbeit hat somit einen ausschliesslich deskriptiven Charakter und soll die Gedankengänge der beiden frühen Sprechakttheoretiker in einer überschaubaren Weise darstellen.
In einem ersten, etwas ausführlicheren Teil der Arbeit wird die Auseinandersetzung Austins mit dem vermeintlichen Gegensatz von performativen und konstativen Äusserungen und die daraus resultierende neue Sprechakttheorie aufgezeigt. In einem zweiten Teil werden die Ergebnisse aus der Optik Searles kommentiert und weiterentwickelt.
Zur verwendeten Literatur bleibt noch zu sagen, dass für die Arbeit die Originaltexte, sofern vorhanden in deutscher Übersetzung, verwendet wurden. Es wurde bewusst auf die Betrachtung von weiteren kommentierenden Werken verzichtet, um die Theorie Austins ausschliesslich aus der Optik Searles betrachten zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 SPRECHAKTTHEORIE NACH AUSTIN

2.1 KONSTATIVE VS. PERFORMATIVE ÄUSSERUNGEN

2.1.1 Kriterien für performative Äusserungen

2.1.2 Das Verunglücken von performativen Äusserungen

2.1.3 Konstative Äusserungen können verunglücken

2.1.4 Wahr oder Falsch

2.2 EINE NEUE SPRECHAKTTHEORIE

2.2.1 Die drei Akte

2.2.1.1 Lokutionärer Akt

2.2.1.2 Illokutionärer Akt

2.2.1.3 Perlokutionärer Akt

2.2.2 Versuch einer Abgrenzung des illokutionären Aktes

2.2.3 Einbettung der Antithese konstativ – performativ

3 SEARLE ZU AUSTIN

3.1 ILLOKUTIONÄRER AKT VS. LOKUTIONÄRER AKT

3.2 ILLOKUTIONÄRER AKT VS. RHETISCHER AKT

3.3 DREI LINGUISTISCHE GRUNDSÄTZE

3.4 PROPOSTIONALER AKT

4 SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Grundlagen der Sprechakttheorie von John L. Austin kritisch darzustellen und die darauf aufbauende Weiterentwicklung durch John R. Searle zu analysieren, um Schwächen in Austins ursprünglicher Theorie sowie Searles Modifikationen aufzuzeigen.

  • Grundlagen performativer und konstativer Äußerungen bei Austin
  • Die dreiteilige Struktur des Sprechakts (lokutionär, illokutionär, perlokutionär)
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Abgrenzung von Sprechakt-Kategorien
  • Searles linguistische Grundsätze und die Modifikation der Sprechakttheorie
  • Einführung des propositionalen Aktes durch Searle

Auszug aus dem Buch

2.2.1.1 Lokutionärer Akt

Als lokutionären Akt bezeichnet Austin die gesamte Handlung „etwas zu sagen“. „Er läuft, grob gesprochen, darauf hinaus, dass man einen bestimmten Satz äussert und damit etwas Bestimmtes über etwas Bestimmtes sagt; und das heisst ungefähr, dass die Äusserung im traditionellen Sinne „Bedeutung“ hat.“ Der lokutionäre Akt wird wiederum aufgeteilt in einen phonetischen, einen phatischen und einen rhetischen Akt. Der phonetische Akt besteht im Äussern von Geräuschen, der phatische Akt bezeichnet das Äussern von Geräuschen in einer definierten Form, also einem Vokabular und einer Grammatik folgend, der rhetische Akt schliesslich besteht darin, dass man die Vokabeln dazu benutzt „über etwas mehr oder weniger genau Festgelegtes zu reden und darüber etwas mehr oder weniger genau Bestimmtes zu sagen“ Die Abgrenzung phonetisch – phatisch ist relativ gut nachvollziehbar, die Abgrenzung zwischen phatisch und rhetisch wird allerdings etwas anspruchsvoller.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einleitung in die Thematik der Sprechakttheorie sowie Vorstellung der Zielsetzung und methodischen Vorgehensweise der Arbeit.

2 SPRECHAKTTHEORIE NACH AUSTIN: Analyse des Konzepts von Austin, beginnend bei performativen Äußerungen bis hin zur Einführung der dreiteiligen Sprechaktstruktur.

3 SEARLE ZU AUSTIN: Darstellung der kritischen Auseinandersetzung Searles mit Austins Theorie und Vorstellung seines erweiterten Modells.

4 SCHLUSS: Zusammenfassende Bewertung der Theorien von Austin und Searle sowie deren Bedeutung für die Weiterentwicklung der Sprechakttheorie.

Schlüsselwörter

Sprechakttheorie, John L. Austin, John R. Searle, performative Äußerungen, konstative Äußerungen, lokutionärer Akt, illokutionärer Akt, perlokutionärer Akt, propositionaler Akt, Sprachhandlung, linguistische Philosophie, Sprechakt, Bedeutung, illokutionäre Kraft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung der modernen Sprechakttheorie, ausgehend von den Thesen John L. Austins bis zu deren Modifikation und Weiterführung durch John R. Searle.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen sind die Unterscheidung zwischen konstativem und performativem Sprechen, die Klassifizierung von Sprechakten und die philosophische Analyse der sprachlichen Handlung.

Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?

Das primäre Ziel ist die deskriptive Darstellung der Theorien Austins und Searles, um auf Basis von Searles Kritik an Austin die Stärken und Schwächen beider Ansätze aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verfolgt einen deskriptiven und analytischen Ansatz, der auf der Untersuchung der Originaltexte der beiden Sprechakttheoretiker basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung der Austinschen Theorie, gefolgt von einer kritischen Betrachtung dieser Theorie aus der Perspektive von Searles Aufsatz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Sprechakttheorie, Sprechakte, Lokution, Illokution, Perlokution und die Unterscheidung von wahr/falsch versus glücken/misslingen.

Warum hält Austin die Unterscheidung zwischen performativ und konstativ für problematisch?

Austin erkennt, dass konstative Äußerungen ebenfalls "verunglücken" können und performative Akte auch eine Wahrheitsebene berühren können, wodurch die strikte Antithese an analytischer Trennschärfe verliert.

Welche zentrale Neuerung führt Searle in die Sprechakttheorie ein?

Searle führt den "propositionalen Akt" ein, um den Inhalt einer Äußerung präziser von deren illokutionärer Rolle zu trennen, und kritisiert die analytische Trennung von Lokution und Illokution bei Austin.

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Details

Title
Sprechakttheorie nach Austin
Subtitle
Die Ausarbeitung einer neuen Sprechakttheorie durch John L. Austin mit einem Ausblick auf die Weiterentwicklungen durch John R. Searle
College
University of Bern  (Germanistisches Institut)
Course
Proseminar/Basismodul: Pragmatik
Grade
1.2
Author
Urban Sager (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V84763
ISBN (eBook)
9783638015356
Language
German
Tags
Sprechakttheorie Austin Proseminar/Basismodul Pragmatik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Urban Sager (Author), 2006, Sprechakttheorie nach Austin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84763
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