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Go to shop › Politics - Topic: Globalization, Political Economics

Die Umwelt in der Globalisierung

Gefahren und Möglichkeiten internationaler Vernetzungen

Title: Die Umwelt in der Globalisierung

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Steve Nowak (Author)

Politics - Topic: Globalization, Political Economics
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Das Thema der Globalisierung hat sich spätestens seit „The Globalization of Markets“ in der Forschung etabliert und ist mit fortschreitender Vernetzung der Welt allgegenwärtig geworden. Entsprechend vielfältig sind die Definitionen, welche sich auf die komplexen Prozesse hinter dem Begriff beziehen. Vor allem schlägt sie sich aber im freien Welthandel, dem verstärkten Transport von Gütern und Personen begünstigt durch zunehmende Verbreitung von Kommunikationstechnologien nieder. Ausgehend von diesen ökonomischen Aspekten kennzeichnet sich die Globalisierung besonders durch kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen. So beinhaltet sie den Austausch zwischen Kulturen und politische Einflüsse über neue Informationswege.
Die tiefgreifenden Veränderungen durch diese Prozesse werden besonders aus historischer Perspektive deutlich. Nachdem sich über Jahrtausende Völker in der Welt ausgebreitet, Staaten gegründet und über den Absolutismus bis zum Nationalismus ihre Souveränität in den Vordergrund gestellt hatten, begannen neue Technologien für Transport, Reise und Kommunikation die entlegensten Orte der Welt zu verbinden. Nur um das Ausmaß zu verdeutlichen: Wurden im 15. Jahrhundert weltweit noch circa 15.000 Sprachen gesprochen, so sind es heute lediglich ungefähr 6.800. Allein in den Jahren 2002 bis 2005 hat sich die Nutzung des Internets verdoppelt.
Der Kern der Globalisierung aber besteht im Handel mit Gütern, Ideen und Technologien. Den Grundstein für den modernen Welthandel legt dabei das Währungssystem der festen Wechselkurse von Bretton Woods(1944 bis 1973). Über die Verhandlungsrunden des General Agreement on Tariffs and Trade (GATT) wurde der moderne Weltmarkt entwickelt, wobei mit der Gründung der World Trade Organisation (WTO) 1995 in der Uruguay-Runde der Welthandel institutionalisiert wurde. Allein zwischen 1980 und 1998 konnte der weltweite Handel verdreifacht werden.
Die ökonomische Globalisierung geht allerdings auch einher mit dem reduzierten Einfluss des Nationalstaates und der Auslagerung von Souveränitäten. Vor allem die Strukturprogramme des International Monetary Fund (IMF) zeigen, wie einzelne Nationen sich dem internationalen System anpassen. Die zunehmenden grenzüberschreitenden Aktivitäten führen zu neuen Problemstellungen und Herausforderungen. So scheiterte im Jahr 1999 die dritte Ministerkonferenz der WTO in Seattle schon nach vier Tagen wegen unüberbrückbarer Differenzen unter den Mitgliedsstaaten. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Umwelt als Aspekt der Globalisierung

3 Umwelt und Entwicklung

3.1 Industrialisierung und die „Ecological Modernisation“

3.2 Entwickelte und Entwicklungsländer

4 Handlungsräume internationaler Politik

4.1 Umweltpolitik

4.2 Global Governance

5 Fazit – Ein globalisiertes Weltsystem?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den komplexen Zusammenhang zwischen der fortschreitenden Globalisierung und der globalen Umweltzerstörung. Dabei wird analysiert, welchen Einfluss moderne Politik auf die Umwelt nimmt, welche Auswirkungen die Umweltkrise auf nationale und internationale Handlungsspielräume hat und ob institutionelle Reformen notwendig sind, um ökologische Stabilität zu gewährleisten.

  • Wechselwirkungen zwischen ökonomischer Globalisierung und ökologischer Krise
  • Die Rolle der Industrialisierung in entwickelten Ländern und Schwellenländern
  • Möglichkeiten und Grenzen der internationalen Umweltpolitik
  • Das Konzept der Global Governance als Lösungsansatz
  • Kritische Reflexion des Wirtschaftswachstumsparadigmas

Auszug aus dem Buch

3.2 Entwickelte und Entwicklungsländer

Der Rückschluss von schlechten Umweltsituationen in armen Ländern auf eine deutliche Verbesserung der Lage bei wirtschaftlicher Entwicklung scheint fragwürdig und ist auch umstritten. So liegt es nahe, dass der Aufbau einer Industrie in einem wenig oder kaum industrialisierten Land der Umwelt mehr als nur kurzfristig schadet. Es zeigt sich, dass entsprechende Investitionen das Wachstum des CO² Ausstoßes eines Landes erheblich beschleunigen. Besonders in den großen Schwellenländern wie Indien und China führt dies zu starkem Einfluss auf die atmosphärische Belastung. Zum Beispiel hat sich der CO²-Ausstoß in China von 1990 bis 2005 verdoppelt. Doch nicht nur China, sondern auch Länder in Osteuropa holen wirtschaftlich auf und belasten so die Umwelt mit Schadstoffen und erhöhtem Rohstoffverbrauch. Gerade bei Schwellenländern liegt der Schwerpunkt nicht auf ökologischer, dafür um so mehr auf ökonomischer Entwicklung. Ganz der Theorie der ökologischen Modernisierung folgend, scheint hier ein einfaches Nachholen einer umweltschädlichen Entwicklung einzusetzen.

Gemäß dem unterschiedlichen Entwicklungsstand wirken verschiedene Interessenprofile zwischen dem post-industriellen Norden und den Entwicklungsländern des Südens. Im Gegensatz aber zur Tendenz in Europa, den USA und Ostasien besteht die Möglichkeit, dass das Wachstum in den Entwicklungsländern auf Rohstoffe oder Halbfertigwaren begrenzt bleibt. Für Chile zeigt sich beispielsweise, dass die Integration in den Weltmarkt zu intensiver Ausbeutung der Rohstoffe führte, ohne ein Überwinden dieser Phase zu ermöglichen. Ebenso scheinen Kredite für den Aufbau einer funktionierenden Wirtschaft in anderen Ländern destruktiv zu wirken. In Brasilien zeichnet sich ein klarer Zusammenhang zwischen der Verschuldung und der Entwaldung des Landes ab. Grundsätzlich ist in armen Ländern, in denen die wirtschaftliche Entwicklung vorangetrieben wird (durch Strukturanpassung oder Kredite) massiver Ressourcenabbau ursächlich für Naturschäden wie Entwaldung. In diesem Sinne bilden die weitläufigen Abholzungen in Indonesien für die Exportwirtschaft unter dem Druck von Auslandsschulden keine Ausnahme. Auch die tropischen Wälder auf Sumatra, Sulawesi und Kalimantan werden bis 2010 verschwinden. Hier werden seit 1996 jedes Jahr zwei Millionen Hektar gerodet. Dies scheint geradezu symptomatisch für eine ökonomische Globalisierung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung etabliert das Thema Globalisierung, beleuchtet deren historische Dimension sowie die ökonomischen Treiber und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Globalisierung und Umweltzerstörung.

2 Die Umwelt als Aspekt der Globalisierung: Dieses Kapitel thematisiert die ökologische Krise als Folge menschlicher Aktivitäten und der globalen Industrialisierung, wobei der Klimawandel als zentrale Herausforderung hervorgehoben wird.

3 Umwelt und Entwicklung: Der Abschnitt kritisiert die „Ecological Modernisation“-Theorie und untersucht, wie wirtschaftliche Entwicklung und industrielle Prozesse in entwickelten Ländern sowie Schwellenländern die Umweltressourcen unterschiedlich belasten.

4 Handlungsräume internationaler Politik: Hier werden Strategien für den Umweltschutz diskutiert, insbesondere das Kyoto-Protokoll, die Rolle nationaler Vorreiterrollen sowie die Bedeutung von Global Governance für eine effektivere internationale Umweltpolitik.

5 Fazit – Ein globalisiertes Weltsystem?: Das Fazit fasst zusammen, dass die bisherige Global Governance unfähig ist, die ökologischen Probleme allein zu lösen, und fordert eine institutionelle Stärkung der internationalen Umweltpolitik sowie einen Abschied vom reinen Wachstumsparadigma.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Umweltzerstörung, Klimawandel, Welthandel, Ecological Modernisation, Nachhaltige Entwicklung, CO2-Emissionen, Global Governance, Vereinte Nationen, Industrialisierung, Schwellenländer, Umweltpolitik, Ressourcenverbrauch, Kyoto-Protokoll, Ökologischer Fußabdruck

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen globalem wirtschaftlichem Wachstum und der daraus resultierenden ökologischen Belastung unseres Planeten.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen der globale Klimawandel, der Ressourcenverbrauch durch industrielle Produktion, die Unterschiede zwischen Industrie- und Entwicklungsländern sowie die Möglichkeiten internationaler politischer Steuerung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird geklärt, welcher Zusammenhang zwischen Globalisierung und fortschreitender Umweltzerstörung besteht und inwiefern moderne Politik in der Lage ist, Umweltkrisen auf internationaler Ebene effektiv zu bewältigen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Autorin verwendet eine politikwissenschaftliche Analyse, die theoretische Ansätze der Globalisierungsforschung mit empirischen Daten zu Stoffströmen, Klimawandel und Umweltabkommen verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Umwelt als Aspekt der Globalisierung, die Kritik an der ökologischen Modernisierungstheorie im Kontext der Industrieentwicklung sowie die Analyse politischer Handlungsräume durch Organisationen und Abkommen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Globalisierung, ökologische Krise, Global Governance, Nachhaltigkeit, Treibhausgasemissionen und institutionelle Reform der internationalen Umweltpolitik.

Warum hinterfragt der Autor die „Ecological Modernisation Theory“?

Die Theorie postuliert, dass Wirtschaftswachstum automatisch zu effizienteren und umweltfreundlicheren Technologien führt. Die Arbeit zeigt jedoch auf, dass dieser „grüne“ Fortschritt in Industrieländern oft nur durch die Verlagerung von Umweltschäden in Entwicklungsländer erkauft wird.

Welche Bedeutung hat das Konzept der „Global Governance“ für den Umweltschutz?

Es fungiert als notwendiger Rahmen für die Kooperation zwischen staatlichen und nicht-staatlichen Akteuren, da globale Umweltprobleme (wie das Ozonloch) nicht mehr isoliert auf nationaler Ebene gelöst werden können.

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Details

Title
Die Umwelt in der Globalisierung
Subtitle
Gefahren und Möglichkeiten internationaler Vernetzungen
College
University of Rostock  (Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften)
Course
Entstehung und Funktion der Weltwirtschaftsgipfel – G7/8
Grade
2,0
Author
Steve Nowak (Author)
Publication Year
2007
Pages
25
Catalog Number
V84773
ISBN (eBook)
9783638012447
Language
German
Tags
Umwelt Globalisierung Entstehung Funktion Weltwirtschaftsgipfel G7/8 Global Governance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steve Nowak (Author), 2007, Die Umwelt in der Globalisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84773
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