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Zentrale Problemfelder der Anwendung der IFRS für Small and Medium-Sized Entities im Rahmen der Konzernabschlusserstellung

Title: Zentrale Problemfelder der Anwendung der IFRS für Small and Medium-Sized Entities im Rahmen der Konzernabschlusserstellung

Term Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Christopher Reiche (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Die IFRS/IAS sind als internationale Rechnungslegungsvorschriften für international agierende und kapitalmarktorientierte Konzernunternehmen konzipiert und bedienen die speziellen Informationsbedürfnisse der Vielzahl an unterschiedlichen Stakeholdern. Spätestens seit 2007 sind sie für deutsche kapitalmarktorientierte Unternehmen zur Verpflichtung geworden. Außerdem ist das Interesse von kleineren und mittelständischen Unternehmen an den IFRS zunehmend gestiegen und hat bei ca. 40% von ihnen ernsthafte Überlegungen über eine freiwillige Anwendung nach sich gezogen. Weil die IFRS aber keine unternehmensgrößenabhängigen Erleichterungen bei der Abschlusserstellung vorsehen, fordert eine Rechnungslegung nach IFRS enorme personelle und finanzielle Kapazitäten. Damit treten vor der Anwendung des internationalen Regelwerkes nicht nur Bedenken hinsichtlich der Kosten und des Nutzens auf, sondern auch die bilanziellen Auswirkungen aufgrund der „neuen“ Handhabung gleicher Sachverhalte im Gegensatz zu den vorher angewandten HGB oder DRS-Standards sind zu beachten. Obwohl die IFRS für sich selbst beanspruchen, dass sie für alle Unternehmen unabhängig von Größe und Rechtsform ein geeignetes Rechnungslegungsinstrument bieten, hat sich auch das IASB der öffentlichen Diskussion um die Praktikabilität der „Full-IFRS“ für kleinere, nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen angenommen und ist aktuell mit der Erarbeitung von IFRS für SME beschäftigt. Diese Arbeit soll im großen Themengebiet der internationalen Rechnungslegung, ausgehend von den allgemeinen Informationsbedürfnissen der Adressaten und den daraus abgeleiteten Zielen eines IFRS-Abschlusses, die über Normenselektion gefundenen zentralen Problembereiche analysieren, welche sich speziell bei der Anwendung der IFRS im Konzernabschluss durch kleine und mittelständische Unternehmen ergeben. Aus den Grundsätzen und Zielen der IFRS sollen anschließend Bewertungskriterien abgeleitet werden, anhand derer eine Beurteilung erfolgt, in wie weit eine Erfüllung der geforderten Ziele durch kleinere Konzerne überhaupt möglich ist und eine Anwendung der umfangreichen und komplexen Vorschriften im Konzernabschluss von SME zu Problemen führt. Zum Schluss soll zu jedem Problemkreis, wenn eine Erfüllung der Ziele nicht möglich scheint, ein denkbarer Lösungsansatz kurz angedeutet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Themenabgrenzung

2. Adressaten und Ziele des Konzernabschluss nach IFRS

2.1. Funktionen und Adressaten des mittelständischen Konzernabschluss nach IFRS

2.2. Ableiten von Analysekriterien aus den Zielen und Prinzipien der IFRS

3. Problembereiche bei der Anwendung der IFRS durch SME im Konzernabschluss

3.1. Analyse der Anhangsangabepflichten hinsichtlich Entscheidungsnützlichkeit

3.2. Analyse der Eigenkapitaldefinition hinsichtlich der wirtschaftlichen Einheit eines Konzerns

3.3. Analyse des Goodwill-impairment-tests hinsichtlich des fair view

3.4. Analyse der Kapitalkonsolidierung hinsichtlich der Informationsfunktion

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themenfelder

Diese Arbeit untersucht die zentralen Herausforderungen, die sich für kleine und mittelständische Unternehmen (SME) bei der Erstellung eines Konzernabschlusses nach IFRS ergeben, da das Regelwerk keine größenabhängigen Erleichterungen vorsieht. Ziel ist es, basierend auf den IFRS-Zielen und -Prinzipien zu bewerten, inwieweit SME die hohen Anforderungen an die Informationsfunktion erfüllen können und welche Lösungsansätze für identifizierte Problembereiche bestehen.

  • Analyse der Konzernabschlussziele und Adressaten bei SME
  • Herausforderungen bei den Anhangsangabepflichten
  • Problematiken der Eigenkapitaldefinition für Personengesellschaften
  • Komplexität des Goodwill-Impairment-Tests
  • Aufwand der Kapitalkonsolidierung mittels Neubewertungsmethode

Auszug aus dem Buch

3.1 Analyse der Anhangsangabepflichten hinsichtlich Entscheidungsnützlichkeit

Häufig werden die IFRS mit hoher Komplexität, unüberschaubarem Umfang, großer Änderungsdynamik und notwendigem Spezialwissen assoziiert. Allein diese Sichtweise verhindert u.U. eine Anwendung der IFRS im Konzernabschluss, weil sich die Unternehmen diesen Herausforderungen nicht gewachsen sehen. Deutlich wird diese Problematik an den breiten konzernspezifischen Pflichtangaben bspw. zu Unternehmenszusammenschlüssen im Rahmen des IFRS 3. Der Erwerber des Unternehmens muss die Abschlussadressaten durch entsprechende Informationen in die Lage versetzen, die Art und die finanziellen Auswirkungen der Unternehmenszusammenschlüsse des Geschäftsjahres beurteilen zu können.

Dafür werden allgemeine Angaben zu den Unternehmen verlangt, sowie den Erwerbszeitpunkt, die erworbenen Stimmrechtsanteile, die Anschaffungskosten, eine Übersicht zur Kaufpreisallokation, Faktoren die zu einem Goodwill beigetragen haben und vieles mehr. Der IFRS-Konzernabschluss inklusive der Anhangsangaben enthält somit in der Regel mehr Informationen, als ein HGB-Konzernabschluss. Die IFRS folgen zwar dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit von Kosten und Nutzen, jedoch hat er hinter der fair presentation zurückzustehen und folglich müssen alle notwendigen, entscheidungsnützlichen Anhangsinformationen für den Konzernabschluss aufwändig über alle Tochtergesellschaften beschafft werden, um das Ziel der Informationsfunktion zu erreichen. In diesem Rahmen erfüllen die Angaben in einem Konzernanhang notwendige Erläuterungs- und Ergänzungsfunktionen, deren vollständige und zuverlässige Erfüllung bei kleineren Konzernen bezweifelt werden darf. Es gestaltet sich insbesondere bei kleineren Unternehmen sehr schwierig, eine angemessene Balance zwischen dem Informationsbedürfnis der Abschlussadressaten und den mit der Erfüllung der Bedürfnisse einhergehenden Kosten für das Unternehmen zu finden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Themenabgrenzung: Einführung in die Problematik der IFRS-Anwendung bei SME aufgrund fehlender Größenerleichterungen und Definition des Untersuchungsrahmens.

2. Adressaten und Ziele des Konzernabschluss nach IFRS: Bestimmung der spezifischen Informationsbedürfnisse von SME-Adressaten und Ableitung von Bewertungskriterien aus dem IFRS-Framework.

3. Problembereiche bei der Anwendung der IFRS durch SME im Konzernabschluss: Detaillierte Analyse spezifischer Hürden in den Bereichen Anhangsangaben, Eigenkapitalabgrenzung, Goodwill-Test und Kapitalkonsolidierung.

4. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Anwendungsschwierigkeiten und Einschätzung der Bedeutung zukünftiger IFRS für SME-Regelungen.

Schlüsselwörter

IFRS, SME, Konzernabschluss, Rechnungslegung, Informationsfunktion, Eigenkapital, Goodwill, Impairment-Test, Kapitalkonsolidierung, Fair Value, Anhangsangaben, Bilanzierung, Mittelstand, Basel II, Wirtschaftsprüfung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die zentralen Problemfelder, mit denen kleine und mittelständische Unternehmen bei der Erstellung eines Konzernabschlusses nach IFRS konfrontiert sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Anhangsangabepflichten, die Eigenkapitaldefinition bei Personengesellschaften, der Goodwill-Impairment-Test und die Kapitalkonsolidierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu beurteilen, ob SME aufgrund ihrer begrenzten Ressourcen in der Lage sind, die hohen qualitativen Anforderungen der IFRS an einen Konzernabschluss zu erfüllen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine normenbasierte Analyse, bei der aus den Grundsätzen und Zielen der IFRS Bewertungskriterien abgeleitet und auf die Situation von SME angewendet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der kritischen Prüfung von vier spezifischen Problemkreisen bei der IFRS-Anwendung durch SME im Konzernabschluss.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind IFRS, SME, Konzernabschluss, Informationsfunktion, Eigenkapital, Goodwill, Impairment-Test und Kapitalkonsolidierung.

Warum ist die Eigenkapitaldefinition nach IAS 32 für deutsche Personengesellschaften problematisch?

Da das deutsche Recht individuelle Kündigungsrechte festschreibt, müssen diese Anteile nach IFRS häufig als Fremdkapital ausgewiesen werden, was zur bilanziellen Überschuldung führen kann.

Welchen Einfluss hat das SME-Projekt des IASB laut dem Autor auf die Zukunft?

Der Autor sieht in dem veröffentlichten Exposure Draft zu den IFRS für SME einen wichtigen Schritt, um die Anwendung des Regelwerks im Mittelstand zu erleichtern.

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Details

Title
Zentrale Problemfelder der Anwendung der IFRS für Small and Medium-Sized Entities im Rahmen der Konzernabschlusserstellung
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
2,3
Author
Christopher Reiche (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V84876
ISBN (eBook)
9783638014182
ISBN (Book)
9783638917315
Language
German
Tags
Zentrale Problemfelder Anwendung IFRS Small Medium-Sized Entities Rahmen Konzernabschlusserstellung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christopher Reiche (Author), 2007, Zentrale Problemfelder der Anwendung der IFRS für Small and Medium-Sized Entities im Rahmen der Konzernabschlusserstellung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84876
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