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Die Reform des Betriebsverfassungsgesetzes

Title: Die Reform des Betriebsverfassungsgesetzes

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Martin Grätz (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Einleitung

Die Reform des Betriebsverfassungsgesetzes, die am 28. Juli 2001 in Kraft getreten ist, hat schon im Vorfeld eine große Diskussion ausgelöst. Das Betriebsverfassungsgesetz ist seit langem in die Kritik geraten. Die Arbeitsumgebung und die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen haben sich seit 1972, dem Jahr seiner letzten größeren Novellierung, grundlegend geändert. Das BetrVG, das den Bedingungen des Jahres 1972 angepaßt war, konnte den veränderten Anforderungen nicht mehr gerecht werden.
Besonders im Hinblick auf den Arbeitsmarkt und die konjunkturelle Situation gewinnt das Thema an großer Bedeutung, da der Standort Deutschland regelmäßig als zu teuer beschrieben wird. Die Reform, die sicher die Kosten der Mitbestimmung in Deutschland steigern wird, (1) ist auch vor diesem Hintergrund zu betrachten.
Fragestellung dieser Arbeit ist, ob der in Abschnitt 2 erläuterten Bedeutung des BetrVG durch die Reform grundlegende Änderungen widerfahren. Diese können sich in Hinblick auf Kosten und Effizienz der Mitbestimmung ergeben. Davon hängt im wesentlichen seine Akzeptanz bei allen Beteiligten ab. Die Reform soll also auf ihre
praktischen und auch theoretisch möglichen, Folgen bewertet werden. Die bedeutendsten Novellierungen werden in Abschnitt 3 erläutert und bewertet und die Reform auf ihre Modernität, die nach dem Regierungsentwurf Hauptziel war, (2) geprüft.
[...]
_____
1 Begründung Referentenentwurf (2000), S.23.
2 Begründung Referentenentwurf (2000), S.2.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Betriebsverfassungsgesetz

2.1 Zur Geschichte des Betriebsverfassungsgesetzes

2.2 Bedeutung des Betriebsverfassungsgesetzes

3 Die Reform

3.1 Gründe für die Reform

3.2 Ansprüche an eine Reform

3.3 Novellierungen

3.3.1 Allgemeine Vorschriften

3.3.1.1 Änderungen

3.3.1.2 Bewertung

3.3.2 Betriebsratswahl und Betriebratszusammensetzung

3.3.2.1 Änderungen

3.3.2.1 Bewertung

3.3.3 Mitbestimmung und Mitwirkung

3.3.3.1 Grundsätze

3.3.3.2 Änderungen

3.3.3.3 Bewertung

4 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die Reform des Betriebsverfassungsgesetzes vom Juli 2001 im Hinblick auf ihre Modernität sowie ihre Auswirkungen auf die Kosten- und Effizienzstruktur betrieblicher Mitbestimmung. Ziel ist es zu prüfen, ob die Novellierungen den veränderten ökonomischen Rahmenbedingungen gerecht werden und welche Folgen dies für die verschiedenen Stakeholder eines Unternehmens hat.

  • Historische Entwicklung und Bedeutung des Betriebsverfassungsgesetzes
  • Analyse der Beweggründe für die gesetzliche Neuregelung
  • Bewertung der Änderungen in den Bereichen Wahlverfahren und Mitbestimmungsrechte
  • Ökonomische Kosten-Nutzen-Betrachtung der Reform
  • Untersuchung der Auswirkungen auf kleine und mittlere Unternehmen

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Betriebsratswahl und Betriebratszusammensetzung

Im §5Abs.1 sind seit der Reform auch Tele- und Heimarbeiter als Betriebszugehörige in den Gesetzestext ausdrücklich mit aufgenommen worden. Diese Änderung hat keine praktischen Auswirkungen, da diese Arbeitnehmer, eine Selbständigkeit oder Scheinselbstständigkeit ausgeschlossen, auch vorher zur Beschäftigtenzahl gezählt werden mussten. Neu ist allerdings die Wahlberechtigung der Leiharbeitnehmer, die in §7 Satz 2 festgelegt ist. Diese erhalten, sofern sie mindestens für drei Monate in dem Betrieb eingesetzt sind, ein Wahlrecht bei Betriebsratwahlen.

Der §6 BetrVG der das Gruppenprinzip, die Unterscheidung von Arbeitern und Angestellten, beschreibt, ist aufgehoben worden. Der unqualifizierte rein körperlich tätige Arbeiter wird immer seltener, Facharbeiter gewinnen in allen Bereichen an Bedeutung und eine Trennung von Arbeitern und Angestellten erscheint zudem nicht mehr zeitgemäß. Dies wirkt sich praktisch auf das gesamte BetrVG aus, und ist somit eine der bedeutenden Änderungen. Formelle Anforderungen besonders beim später beschriebenen Wahlverfahren werden erleichtert oder fallen weg.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einführung erläutert den Kontext der Reform des Betriebsverfassungsgesetzes und definiert die Fragestellung der Arbeit bezüglich der Kosten, Effizienz und Akzeptanz der Neuregelungen.

2 Das Betriebsverfassungsgesetz: Hier werden die historische Entwicklung sowie die konträren Sichtweisen von Kritikern und Befürwortern bezüglich der ökonomischen Bedeutung der betrieblichen Mitbestimmung dargestellt.

3 Die Reform: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil der Arbeit, in dem Gründe für die Reform, Ansprüche an diese sowie die konkreten Novellierungen in den Bereichen Vorschriften, Wahlverfahren und Mitbestimmung analysiert und bewertet werden.

4 Fazit: Die abschließende Zusammenfassung kommt zu dem Schluss, dass die Reform zwar einige Modernisierungen enthält, eine effizienzgerechte Anpassung an globale wirtschaftliche Bedingungen jedoch weitgehend verfehlt wurde.

Schlüsselwörter

Betriebsverfassungsgesetz, BetrVG, Mitbestimmung, Betriebsrat, Reform, Novellierung, Kosten-Nutzen-Analyse, Effizienz, Shareholder Value, Stakeholder, Wahlverfahren, Leiharbeitnehmer, Gruppenprinzip, Arbeitnehmerrechte, Standort Deutschland

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Reform des Betriebsverfassungsgesetzes von 2001, insbesondere im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Effizienz und die Kosten der betrieblichen Mitbestimmung in deutschen Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die historische Entwicklung der Mitbestimmung, die Analyse spezifischer Gesetzesänderungen (wie das Wahlverfahren und die Freistellungspflicht) sowie die ökonomische Bewertung dieser Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Prüfung der Reform auf ihre Modernität und die Frage, ob die Änderungen zu einer effizienteren Gestaltung der Unternehmensführung beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse sowie eine Bewertung des Gesetzesentwurfs unter Heranziehung bestehender Literatur und empirischer Daten zur Kostenbelastung in Unternehmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung der Reformgründe, der Novellierungen in den Bereichen allgemeine Vorschriften, Betriebsratswahl sowie Mitbestimmungsrechte inklusive einer Bewertung der ökonomischen Konsequenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Betriebsverfassungsgesetz, Mitbestimmung, Shareholder Value, betriebliche Kosten, Effizienz und die Reform von 2001.

Warum wurde die Unterscheidung zwischen Arbeitern und Angestellten aufgehoben?

Die Aufhebung des sogenannten Gruppenprinzips begründet der Autor damit, dass die Trennung aufgrund der zunehmenden Bedeutung von Facharbeitern und veränderten Qualifikationsanforderungen in der modernen Arbeitswelt nicht mehr zeitgemäß erschien.

Welche Auswirkung hat die Reform auf kleine Unternehmen?

Der Autor argumentiert, dass die Reform besonders kleine und mittlere Betriebe überproportional belasten könnte, da die Kosteneffekte der neuen Regelungen dort stärker ins Gewicht fallen als bei großen Konzernen.

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Details

Title
Die Reform des Betriebsverfassungsgesetzes
College
University of Cologne  (Seminar für Allgemeine BWL)
Course
Seminar Allgemeine BWL
Grade
1,3
Author
Martin Grätz (Author)
Publication Year
2001
Pages
19
Catalog Number
V848
ISBN (eBook)
9783638105415
ISBN (Book)
9783656202356
Language
German
Tags
Betriebsverfassung Mitbestimmung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Grätz (Author), 2001, Die Reform des Betriebsverfassungsgesetzes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/848
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