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Das Phänomen Frauenkriminalität

Unter besonderer Berücksichtigung der Diebstahldelikte

Titel: Das Phänomen Frauenkriminalität

Diplomarbeit , 2007 , 76 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Daniela Frank (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Abgesehen vom Frauenbild, das in den letzten Jahrzehnten einem starken Wandel unterworfen war, müssen noch weitere Variablen zur Erklärung von Frauenkriminalität in Betracht gezogen werden. In der vorliegenden Diplomarbeit gehe ich im Hauptteil kritisch auf ausgewählte Erklärungsansätze zur Frauenkriminalität ein. Die quantitative und qualitative Lage der Frauenkriminalität soll ein aktuelles Bild der realen Gegebenheiten liefern und auch die Probleme der Feststellung eindeutiger Zahlen zu dieser Thematik erläutern. Ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung soll diesen Teil abrunden.

Im Speziellen soll auf die Diebstahlsdelikte, die zu den Eigentums- und Vermögensdelikten zählen, eingegangen werden, die den größten Anteil weiblicher Beteiligung aufzeigen.

Zum Schluss sollen ausgewählte geschlechtspezifische Maßnahmen beschrieben und ihre Relevanz für die Soziale Arbeit dargestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Phänomen “Frauenkriminalität” – erste Annäherungsversuche

2.1 Begriffsklärung Kriminalität

2.2 Begriffsklärung abweichendes Verhalten

3. Polizeiliche Kriminalstatistik als Grundlage zur Beschreibung der Frauenkriminalität

3.1 Aussagekraft und Grenzen der Polizeilichen Kriminalstatistik

3.2 Das Hell- und Dunkelfeld

3.2.1 Zusammenfassung auffälliger Ergebnisse der Dunkelfeldforschung

3.2.2 Theorie zur Quantität von Frauenkriminalität

4. Aktuelles Erscheinungsbild der Frauenkriminalität

4.1 Allgemeine Situation der Diebstahldelikte und ihr Anteil an der Frauenkriminalität

4.1.1 Diebstahl ohne erschwerende Umstände

4.1.2 Exkurs: Kleptomanie

4.1.2.1 Charakteristik des pathologischen Stehlens

4.1.2.2 Rechtliche Folgen

4.1.3 Diebstahl unter erschwerenden Umständen

4.2 Motivationen der Diebstahltäterinnen

4.3 Das Erscheinungsbild der Frauenkriminalität – ein Rückblick

5. Frauenkriminalität und ihre Erklärungsversuche

5.1 Biologische Erklärungsmodelle und ihre Relevanz für die weibliche Kriminalität

5.2 Emanzipation als Schlüssel zur weiblichen Kriminalität

5.2.1 Ausgewählte Forschungsergebnisse

5.2.2 Kritische Anmerkungen zur Emanzipationsthese

5.3 Anomietheorie nach Merton

5.3.1 Handlungsmöglichkeiten zur Situationsbewältigung nach Merton

5.3.2 Kritische Betrachtung der Theorie

5.3.3 Zusammenfassung und Bezug zur Frauenkriminalität

5.3.4 Der „weibliche“ Anpassungstyp

5.4 Feministische Theorien – Kaufhausdiebstahl als Ausdruck weiblicher Rollendefinition

5.4.1 Feministischer Empirismus

5.4.2 Kaufhausdiebstahl – ein Erklärungsversuch aus feministischer Sicht

6. Resümee der Erklärungsansätze weiblicher Kriminalität

7. Geschlechtsspezifische Interventionsmöglichkeiten

7.1 Erstes konkretes Modell: "Lübecker Modell"

7.2 Zweites konkretes Modell: “Die Elstern”

8. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht das Phänomen der Frauenkriminalität mit einem besonderen Fokus auf Diebstahlsdelikte. Ziel ist es, die kriminologischen Grundlagen zu analysieren, Erklärungsansätze kritisch zu beleuchten und den Bedarf an geschlechtsspezifischen Interventionsmöglichkeiten in der Sozialen Arbeit aufzuzeigen.

  • Quantitative und qualitative Analyse der Frauenkriminalität anhand offizieller Statistiken.
  • Untersuchung der Diebstahlsproblematik, insbesondere des Ladendiebstahls.
  • Kritische Auseinandersetzung mit soziologischen und feministischen Erklärungsmodellen.
  • Darstellung und Evaluation von Interventionsmodellen für straffällige Frauen.

Auszug aus dem Buch

4.1.2.1 Charakteristik des pathologischen Stehlens

Folgende Merkmale charakterisieren das pathologische Stehlen:

- es handelt sich um kleine Entwendungen ohne Bereicherungsabsichten

- die Tat ist persönlichkeitsfremd, d.h. sie passt nicht zur sonstigen Lebensführung des Täters

- der Täter neigt zur Selbstgefährdung (mangelnde Vorsicht)

- vor der Tat bestehen Symptome wie zum Beispiel Depressionen, Angstzustände

- während der Tat besteht eine Trübung des Bewusstseins

- dem Täter fehlt (ggf. auch teilweise) die Erinnerung an die Tat, er kann keine Erklärung für sein Verhalten abgeben.

Das pathologische Stehlen entstehe durch verschiedene Triebregungen, darunter fallen sexuelle Verdrängung, Überkompensation von Minderwertigkeitsgefühlen, Geltungssucht, Lust am Greifen. Aktiviert wird die Triebhandlung durch gestaute Triebenergien. Andere Fachpersonen sprechen von einem Drang, der hinter dem pathologischen Stehlen steht. Unabhängig davon, ob man von Trieb oder Drang rede, stehe nach Ansicht Langelüddeckes eine dynamische Triebfeder hinter dem Verhalten des Täters.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Arbeit führt in das Thema Frauenkriminalität ein, hinterfragt mediale Stereotype und skizziert den historischen Kontext des Frauenbildes.

2. Phänomen “Frauenkriminalität” – erste Annäherungsversuche: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe Kriminalität und abweichendes Verhalten im kriminologischen Kontext.

3. Polizeiliche Kriminalstatistik als Grundlage zur Beschreibung der Frauenkriminalität: Hier werden die Aussagekraft und Grenzen offizieller Statistiken diskutiert sowie die Problematik des Hell- und Dunkelfeldes analysiert.

4. Aktuelles Erscheinungsbild der Frauenkriminalität: Das Kapitel analysiert die Situation der Diebstahlsdelikte, deren Motivationen sowie die Entwicklung der Frauenkriminalität über verschiedene Jahrzehnte hinweg.

5. Frauenkriminalität und ihre Erklärungsversuche: Es werden biologische, soziologische (Merton) und feministische Theorien vorgestellt und hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit auf Frauen kritisch hinterfragt.

6. Resümee der Erklärungsansätze weiblicher Kriminalität: Eine zusammenfassende Bewertung der theoretischen Ansätze, die die Komplexität und den bisher unzureichenden Ertrag der Forschung hervorhebt.

7. Geschlechtsspezifische Interventionsmöglichkeiten: Vorstellung praktischer Modelle wie dem "Lübecker Modell" und der Gruppe "Die Elstern" für die Soziale Arbeit mit straffälligen Frauen.

8. Schlussbemerkungen: Ein abschließendes Fazit, das den Schwerpunkt auf Eigentumsdelikte unterstreicht und den Bedarf an spezifischen Angeboten in der Sozialen Arbeit betont.

Schlüsselwörter

Frauenkriminalität, Diebstahldelikte, Ladendiebstahl, Polizeiliche Kriminalstatistik, Dunkelfeldforschung, Anomietheorie, Emanzipationsthese, Soziale Arbeit, Kleptomanie, pathologisches Stehlen, Interventionsmöglichkeiten, Delinquenz, Geschlechterforschung, Strafvollzug, Deliktstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse der Frauenkriminalität, speziell im Bereich der Diebstahlsdelikte, und untersucht, wie diese in der Kriminologie theoretisch erklärt und praktisch sozialarbeiterisch bearbeitet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die statistische Erfassung von Kriminalität, die Erörterung des Dunkelfelds, die Anwendung soziologischer Theorien auf Frauen sowie die Vorstellung spezieller Interventionsmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Kriminalität von Frauen zu entwickeln und aufzuzeigen, warum ein geschlechtsspezifischer Ansatz in der Sozialen Arbeit für die Intervention notwendig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse kriminologischer und soziologischer Forschungsergebnisse sowie der Auswertung offizieller Daten, wie etwa der Polizeilichen Kriminalstatistik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine statistische Bestandsaufnahme, eine theoretische Diskussion verschiedener Erklärungsansätze (biologisch, soziologisch, feministisch) und eine detaillierte Betrachtung von Interventionsmodellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Frauenkriminalität, Ladendiebstahl, Anomietheorie, Emanzipation und geschlechtsspezifische Intervention.

Wie unterscheidet sich die Kriminalität von Frauen nach Merton?

Die Anomietheorie nach Merton erklärt, dass Frauen aufgrund gesellschaftlicher Strukturen seltener zu innovativen kriminellen Mitteln greifen und eher ritualistische oder rückzügliche Verhaltensmuster zeigen.

Was zeichnet das Modell „Die Elstern“ aus?

„Die Elstern“ ist eine geleitete Gruppe für Frauen mit Diebstahlsproblematik, die darauf abzielt, durch Aufarbeitung der Lebensgeschichte und gegenseitige Unterstützung Diebstahlmuster dauerhaft zu unterbrechen.

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Details

Titel
Das Phänomen Frauenkriminalität
Untertitel
Unter besonderer Berücksichtigung der Diebstahldelikte
Hochschule
Fachhochschule Regensburg
Note
1,3
Autor
Daniela Frank (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
76
Katalognummer
V84919
ISBN (eBook)
9783638896979
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Phänomen Frauenkriminalität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniela Frank (Autor:in), 2007, Das Phänomen Frauenkriminalität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84919
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Leseprobe aus  76  Seiten
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