Seit Jahrhunderten benutzen die Menschen die Sprache als Mittel zur Kommunikation. Der Prozess der sprachlichen Entwicklung ist ständig im Gang. Redewendungen, die im täglichen Sprachgebrauch vorkommen und auch in Texten erscheinen, können sich zu Phraseologismen entwickeln. Um in der Sprache anerkannt zu werden, müssen sie aber im konstanten Gebrauch sein. Im Rahmen meiner Diplomarbeit möchte ich mich mit der Erscheinung von Redewendungen und Sprichwörtern beschäftigen. Meine Beispiele der festen Wortverbindungen werde ich aus der Zeitschrift „Der Spiegel“ entnehmen. In dem ersten Teil meiner Arbeit werde ich mich mit der genauen Beschreibung und Bedeutung des Wortes Phraseologismus auseinandersetzen und auch die weiteren phraseologischen Einheiten erklären. In dem zweiten Teil werde ich die Eigenschaften der Phraseologie charakterisieren und mich mit den verschiedenen Modifikationsarten beschäftigen. In dem folgenden Abschnitt meiner Arbeit werde ich mich mit der Klassifikation von Phraseologismen befassen. Auch werde ich auf die Funktion von Redensarten in Schlagzeilen eingehen. In meinem praktischen Teil werde ich zunächst mit der Analyse beginnen. In den Schlussfolgerungen werden die Ergebnisse meiner Analyse beschrieben, mit dem Ziel sie nach ihrem Vorkommen und ihrer Häufigkeit in Schlagzeilen und in der Werbung zu interpretieren
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. GEGENSTAND DER PHRASEOLOGIE - TERMINOLOGIE
2.1 WEITERE PHRASEOLOGISCHE EINHEITEN
2.1.1 Sprichwörter und Antisprichwörter
2.1.2 Sagewörter oder Wellerismen
2.1.3 Lehnsprichwörter
2.1.4 Geflügelte Worte
2.1.5 Aphorismus
2.1.6 Sentenz
2.1.7 Maxime
2.1.8 Slogan und Losung
3. EIGENSCHAFTEN DER PHRASEOLOGIE
3.1. MERKMALE DER PHRASEOLOGIE
3.2 ANDERE WICHTIGE MERKMALE DER PHRASEOLOGIE
3.2.1 Synonyme
3.2.2 Antonyme
3.2.3 Homonyme
3.2.4 Phraseologische Reihen
3.2.5 Variation
3.2.6 Modifikation
4. KLASSIFIKATION VON PHRASEOLOGISMEN
4.1 BASISKLASSIFIKATION NACH BURGER
4.2 SPEZIELLE KLASSEN
4.3 MISCHKLASSIFIKATIONEN
4.4 KERN UND PERIPHERIE DER PHRASEOLOGIE
4.5 DIE ÜBRIGEN PHRASEOLOGISCHEN EINHEITEN
4.6 REDENSARTEN IN SCHLAGZEILEN BEI KOLLER (1975)
5. ANALYSE
DER SPIEGEL NR. 6/5.2.05
DER SPIEGEL NR. 21/23.5.05
DER SPIEGEL NR. 9/26.2.07
6. SCHLUSSFOLGERUNGEN
7. ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Verwendung von Redewendungen und Sprichwörtern in der Presse, insbesondere im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Das primäre Ziel ist die Analyse der Modifikationshäufigkeit und der Funktionen von Phraseologismen in Schlagzeilen und Werbeanzeigen.
- Grundlagen der phraseologischen Terminologie
- Eigenschaften und Merkmale der Phraseologie
- Klassifikationsmodelle von Phraseologismen
- Formen der Modifikation (Reduktion, Substitution, etc.)
- Empirische Analyse von Beispielen aus dem „Spiegel“
Auszug aus dem Buch
3.2.6 Modifikation
Die Modifikationen von phraseologischen Wortverbindungen werden im Alltagsleben nicht häufig benutzt, jedoch sind vor allem in Zeitungen, Büchern, Pressetexten und Zeitschriften viele Zitate zu beobachten, die modifiziert worden sind. Modifikationen werden gelegentlich und bewusst für die Zwecke eines Textes verwendet.
Es gibt verschiedene Formen von Modifikationen.
Bei der Reduktion werden einzelne Wörter oder Satzteile ausgelassen, die Ausgangswendung bleibt jedoch in ihrer Bedeutung erhalten. Original Reduktion + Hinzufügung Ein Unglück kommt selten allein. Glück kommt selten allein, aber immer unerwartet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Redewendungen und Sprichwörter als Teil der sprachlichen Entwicklung und Festlegung des Untersuchungsgegenstands.
2. GEGENSTAND DER PHRASEOLOGIE - TERMINOLOGIE: Erläuterung wissenschaftlicher Definitionen von Phraseologismen und Abgrenzung weiterer Einheiten wie Sprichwörter, Aphorismen und Slogans.
3. EIGENSCHAFTEN DER PHRASEOLOGIE: Detaillierte Darstellung der Kernmerkmale wie Polylexikalität, Festigkeit und Idiomatizität sowie deren Abstufungen.
4. KLASSIFIKATION VON PHRASEOLOGISMEN: Vorstellung verschiedener Klassifikationssysteme (u.a. nach Burger) und Differenzierung zwischen Kern- und Peripherie-Elementen.
5. ANALYSE: Praktische Untersuchung von 35 Beispielen aus dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hinsichtlich ihrer Modifikationsart.
6. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Zusammenfassende Auswertung der Analyseergebnisse und Feststellung der bevorzugten Modifikationsformen in der Presse.
7. ZUSAMMENFASSUNG: Kurzer Rückblick auf die theoretischen Grundlagen und die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit.
Schlüsselwörter
Phraseologie, Phraseologismus, Redewendungen, Sprichwörter, Modifikation, Idiomatizität, Schlagzeilen, Presse, linguistische Analyse, Der Spiegel, Kollokationen, Klassifikation, Lexem, Sprachgebrauch, Werbesprache.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Verwendung von festen Wortverbindungen, sogenannten Phraseologismen, innerhalb der deutschen Presse und Werbung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Terminologie der Phraseologie, die Identifizierung ihrer Eigenschaften sowie die Analyse der bewussten Abwandlung (Modifikation) von festen Wendungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Häufigkeit und Art der Modifikation von Phraseologismen in Schlagzeilen und Werbeanzeigen anhand von Beispielen aus dem „Spiegel“ aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zu phraseologischen Theorien und einer empirischen Analyse eines Belegkorpus aus drei Ausgaben des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition und Klassifikation von Phraseologismen sowie in den praktischen Teil, in dem konkrete Beispiele analysiert und kategorisiert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Phraseologie, Modifikation, Idiomatizität, Presse und Sprachanalyse.
Welche Rolle spielen Modifikationen in Schlagzeilen?
Modifikationen dienen dazu, die Aufmerksamkeit der Leser zu gewinnen, neugierig zu machen und oft auch die Meinung des Journalisten durch die Form der Schlagzeile unterschwellig zu transportieren.
Warum wurden Beispiele aus „Der Spiegel“ gewählt?
„Der Spiegel“ wurde gewählt, da er als weit verbreitetes Nachrichten- und Wirtschaftsmagazin eine hohe Relevanz für den zeitgenössischen Sprachgebrauch in deutschen Massenmedien aufweist.
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- Adam Skrzyposzek (Author), 2007, Zur Verwendung von Redewendungen und Sprichwörtern in der Presse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84924