Neoliberalismus a la chilena


Essay, 2006

10 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung
1.1 Erläuterung des Arbeitsfeldes

2.0 Neoliberalismus der „Chicago Boys“
2.1 Grundsteinlegung den Neoliberalismus
2.2 Die Anfänge des neoliberalen Modells
2.3 Praktische Umsetzung des Modells
2.4 Auswirkungen der neoliberalen Wirtschaftspolitik
2.5 Neoliberalismus unter der Demokratie

3.0 Das Fazit

Quellenangabe:

1.0 Einleitung

„[…] daß die wirkliche Freiheit der Personen nur mit einer autoritären Regierung garantiert wird, die die Macht mittels Normen ausübt, die für alle gleich sind […]“(Valdés, Juan Gabriel 1993, S. 74). Dieses Zitat stammt von Sergio de Castro, welcher ein Mitglied der so genannten „Chicago Boys“¹ ist und auch langjähriger Finanzminister von Chile war. Er bewertet die damalige diktatorische Regierung unter General Augusto Pinochet als positiv und als Voraussetzung für die wirtschaftliche Umgestaltung nach dem Vorbild des Neoliberalismus² von Milton Friedman (vgl. Michael Rösch 2003, S.1).

1.1 Erläuterung des Arbeitsfeldes

Diese ökonomische Legitimierung einer Diktatur legt somit die Frage offen, ob nur eine solche Herrschaftsform die Grundlage für den Neoliberalismus darstellt. In diesem Essay wird lediglich auf die Ansätze und Folgen der Umsetzung eines neoliberalen Wirtschaftsmodells eingegangen, anhand des in Chile praktisch umgesetzten Modells der „Chicago Boys“. Das Spektrum, welches erörtert wird, behandelt den Zeitraum von 1973 bis 1988, sowie die heutigen daraus resultierenden Ergebnisse aus ökonomischer Sicht. Ethische, moralische und humanistische Bewertungen einer diktatorischen Herrschaftsform finden keine Behandlung, ebenso wenig die menschlichen Tragödien, welche infolge der Diktatur stattgefunden haben. Außer Acht werden ebenso die Umstände und Hintergründe des Putsches von 1973 gelassen sowie die zuvor regierende Administration unter Salvador Allende. Der in diesem Essay behandelte Neoliberalismus nach dem Buch „Kapitalismus und Freiheit“ von Milton Friedman, welcher die Arbeitsgrundlage für die „Chicago Boys“ darstellte, besteht aus mehreren Theorien und Facetten, wobei lediglich der Umstand der ökonomisch, aktiven Rolle des Staates unter dem Handeln der chilenischen Neoliberalisten untersucht wird. Aspekte des Buches, wie zum Beispiel:

„Die Beziehung zwischen wirtschaftlicher und politischer Freiheit“ (1. Kapitel, S. 27 - 59) werden vernachlässigt wie alle anderen in dem Buch geschilderten Aspekte.

2.0 Neoliberalismus der „Chicago Boys“

Milton Friedman, welcher als Dozent an der University of Chicago tätig war, veröffentlichte 1962 das Buch „Kapitalismus und Freiheit“, das sich auf die Lehren seiner beiden Dozenten Ludwig von Mises¹ und Friedrich August von Hayek² stützt. Ihrer Meinung nach war die wichtigste Forderung zur Liberalisierung der Märkt: “[…] Die Fixierung der Preise abzuschaffen, den Arbeitsmarkt zu deregulieren und den stattlichen Protektionismus von Schlüsselindustrien und Export zu beenden […]“ (Estévez, Jorge Vergara 2003, S. 7).

Für sie war die Rolle das Staates auf eine Kontrollfunktion zu reduzieren, damit sich der Markt selbst reguliert, indem der Güter- und Faktormarkt ihre bestehenden Inderdependenzen ohne Eingriffe druch den Staat zum Gleichgewichtspreis finden(vgl. Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek). Milton Friedman erweitere ihre Interpretation des Neoliberalismus mit dieser und andere Forderungen, welches mit großer Begeisterung von den chilenischen Studenten aufgenommen.

2.1 Grundsteinlegung den Neoliberalismus

Am 11. September 1973 kam es zu einem Militärputsch unter der Führung des damaligen

Verteidigungsministers General Augusto Pinochet, in dessen Folge der Präsident Salvador Allende sein Leben lassen musste. Augusto Pinochet wurde damals unter Mithilfe der CIA (Projekt Fubelt, 1970.) zur Macht erhoben und von der Administrative Nixen sowie allen anderen westlichen Bündnispartnern als Hoffnungsträger für einen stabilen und vor allem

als investitionssichernden Faktor gehalten (vgl. 2002 Winfrid Wolf, S.3).

2.2 Die Anfänge des neoliberalen Modells

Im ersten Jahr der Diktatur unter der Militärjunta änderte sich an der wirtschaftlichen Ausrichtung eher weniger als mehr. Erst nach einer Grundsatzerklärung (Desclaración de Principios, 03/1974) der Militärjunta wurde eine generelle Neuorientierung des Staates postuliert.

Die Anfänge des neoliberalen Wirtschaftsprogramms sahen von einer gleichzeitigen, totalen Umwälzung aller Bereiche ab, da aber die Militärjunta noch damit beschäftigt war ihre eigene Macht zu festigen bestanden die primären Ansätze in der Aufhebung der Preiskontrolle sowie der Deregulierung und Privatisierung der staatlichen Unternehmen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Neoliberalismus a la chilena
Hochschule
Universität Kassel
Veranstaltung
Think Tanks und deren Einfluss
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
10
Katalognummer
V84933
ISBN (eBook)
9783638015516
ISBN (Buch)
9783638918848
Dateigröße
367 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Neoliberalismus, Think, Tanks, Einfluss
Arbeit zitieren
Stefan Spriestersbach (Autor), 2006, Neoliberalismus a la chilena, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84933

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Neoliberalismus a la chilena



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden